Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: Lichtmess 2009

 

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Presidente Auguste Pinochet - ruhe in Frieden! + In memoriam Presidente Auguste Duarte Pinochet +

Heute starb Auguste Pinochet und ich will nicht zögern, meine Gedanken in Trauer und Dankbarkeit auf sein Leben zu richten, ein Leben, das von zwei Affekten bestimmt war: Liebe zum Vaterland und Liebe zur Freiheit.

Den Tag, als ich den Namen Pinochet zum ersten Male hörte, werde ich nicht vergessen. Ich war damals Lehrling im „Wohnungsbaukombinat Rostock“ und wohnte im Internat im Jung-Jochen-Weg, einem typischen DDR-Plattenbau in einer Lehrlingswohnung mit sieben anderen Lehrlingen zusammen. Während des Aufstehens hörten wir meist NDR, und in den Nachrichten kam die Meldung über den Putsch in Chile. Der NDR wußte auch schon, daß Allende sich erschossen hatte und als uns in der Chemiestunde der Lehrer etwas scheinheilig fragte, wer denn die neuesten Nachrichten berichten könne, platzte ich mit der ganzen Story heraus und - hatte mich verraten, denn die DDR-Medien hatten noch gar nichts berichtet.

Sieben Jahre später: Ich war durch ein Stasi-Komplott in das „Zuchthaus Cottbus“ geraten, eine Strafvollzugseinrichtung der DDR, in der vor allem politische Gegner zusammengepfercht wurden, politische Gegner, die sich in folgende Kategorien gliederten: Erstens Liberaldemokraten, die auf irgendeine Weise für das liberale System des Westens Partei ergriffen hatten, bzw. vor allem aus der DDR ausreisen wollten. Zweitens gab es in Cottbus dann ausgesprochen Linke, darunter fanatische Linksextremisten, die es unternommen hatten, die DDR von links zu kritisieren und einen „echten“ Sozialismus zu fordern und deshalb von der DDR oft extrem hart bestraft wurden. Ich traf dort zum Beispiel einen Bekannten meines Bruders aus Leipzig, der zwei Jahre als Untersuchungshäftling in Einzelhaft gesessen hatte und dann zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Er hatte nicht anderes getan, als im Freundeskreis sozialistische Themen diskutiert, entsprechende Literatur gelesen und Analysen und Aufsätze verfaßt.

Die dritte Fraktion waren ausgesprochene Antikommunisten, fanatische Gegner des DDR-Systems, die zum Teil schon seit vielen Jahren im Gefängnis waren, teils auch schon zum wiederholten Male bestraft worden waren. Sie sangen begeistert das Cottbus-Lied „Das ist das Zuchthaus Cottbus, Symbol des Sozialismus in der Tat“ und schworen auf Franz-Josef Strauß und Pinochet. Ich selbst sah keine Veranlassung, mich einer der Fraktionen anzuschließen, pflegte aber zu allen gute Beziehungen, schon weil ich Sänger für den von mir auf dem Freigang-Hof gegründeten Männerchor brauchte.

Kurz darauf war ich selbst in dem von letztlich allen ersehnten Westen und bezog bald das historische Seminar der Technischen Universität in Berlin-Charlottenburg. Zwar sah ich noch immer keine Veranlassung zu Solidarität mit Pinochet, doch bereits die Tatsache, daß ich mich mit den Gegnern des Kommunismus vorurteilslos beschäftigte, machte mich in den Augen der ausnahmslos linken Kommilitonen höchst verdächtig. Dankenswerter Weise förderte mich mein Lehrer, Professor Wolfgang Hofmann höchst wohlwollend, so daß ich als noch immer Liberaler mit rechter Thematik mein Studium in Perfektion beenden konnte.

Mehr als Pinochet faszinierte mich zunächst Ronald Reagan, den ich sofort als starken und überzeugenden Politiker empfand. Es war widerlich und abscheulich, wie alle Linken in meiner Umgebung (und echte Nicht-Linke kannte ich kaum) Reagan sofort mit primitivsten Vorurteilen begneten, obwohl sie sonst selbst jedes echte und authentische Urteil (z.B. mein eigenes Urteil über DDR und Sozialismus) als Vorurteil und einseitig abqualifizierten. Jeder Schritt, jede politische Aktivität Reagans überzeugte mich mehr und es war für mich eine Genugtuung, daß einer meiner Lieblingssänger aus den 1970ern, Neil Young, mit ihm sehr viele der 68er Generation in den USA, sich für Reagan aussprach. 1970 hatte er noch über die „four dead in Ohio“ der Kent State Universität herumgejammert. Die Beach Boys waren schon damals cooler, sie machten zynische Witze über den „bachelors of bullets“ und rieten „stay away when a riots going on“.

Etwa 1984 beseitigte Reagan einen roten Gangster-Putsch auf Grenada und ich äußerte unverholene Freude auf feindlichem Territorium - einer linken WG. Da gingen sofort Freundschaften zu Bruch. Merke: Toleranz fordern Linke stets nur von anderen ein. Noch NIEMALS war irgend ein Linker bereit, selbst Toleranz zu üben. Ich kann nur dazu raten, Linke [und somit auch alle Demokraten] grundsätzlich niemals zu tolerieren und ihnen keinen Millimeter Boden einzuräumen. Doch das nur nebenbei.

Dann kam die legendäre Reagan-Rede: „Mr. Gorbatshev, tear down this wall“, dann kam, - endlich! - die Wende und nebenbei hörte man, daß Pinochet die Macht wieder an eine parlamentarische Regierung übergeben hat. Das konnte man als noble Geste und kluge politische Tat deuten und das tat ich auch, damals.

Heute sehe ich es anders. Es bleibt unverständlich, wie Pinochet, der die Linke kannte wie kein Zweiter, auch nur eine Sekunde lang glauben konnte, daß die Linke ihm gegenüber die Fairness üben würde, die er als echter gentleman ihnen gegenüber stets gezeigt hatte. Er hätte wissen müssen, daß die fanatisch haßerfüllte Linke ihm seine Rettungstat nie verzeihen würde und daß sie die Demokratie, die er freiwillig konzedierte, dazu nutzen würden, ihn erbarmungslos zu hetzen und zur Strecke zu bringen.

Allende hingegen wurde stets mit Liebe und grenzenloser Toleranz begegnet, obwohl er den Kommunismus wollte. Er war Marxist, er wollte die rote Diktatur, ob durch ein Parlament oder gegen ein Parlament, das war ihm, wie allen Kommunisten, völlig egal. Daß seine Politik völlig unvereinbar war mit der chilenischen Verfassung und mit dem chilenischen Recht, das haben chilenische Höchstgerichte und das chilenische Parlament selbst nicht nur einmal klar und unzweideutig ausgedrückt.

Bei der Ausschaltung des Rechtsstaates ging Allende so raffiniert vor, daß man es nur mit der Ausschaltung des Rechtsstaates der Weimarer Republik durch Hitler vergleichen kann. Hätte der deutsche Reichstag in der Verfassungskrise 1932/1933 genau so gehandelt wie das chilenische Parlament und die chilenischen Streitkräfte, dann hätte es eine Hitler-Diktatur nicht geben können. Der zunächst Reichswehrminister, dann für kurze Zeit Reichskanzler Schleicher war bereit, als quasi deutscher „Pinochet“ den durch Kommunisten und Nationalsozialisten dominierten Reichstag zu suspendieren, diese Parteien durch Notstandsverordnungen des Reichspräsidenten verbieten zu lassen und den dann zweifellos ausbrechenden Bürgerkrieg mit den sehr schwachen republikanischen Streitkräften militärisch zu führen und die antidemokratischen Bürgerkriegsparteien zu besiegen.

Doch dies konnte er nur tun mit der Rückendeckung der „Weimarer Parteien“ wie SPD und Zentrum. Diese verweigerten sich, weil ihnen ein Deutschland mit Reichstag und Hitler lieber war als ein Deutschland ohne beide. Und dies, obwohl natürlich in absehbarer Zeit wieder ein Reichstag gewählt worden wäre. Hinterher stellten sie sich als verfolgte Unschuld dar, obwohl sie zu den Hauptschuldigen der Tragödie gehörten. Hätte Schleicher damals durch militärische Gewalt Nationalsozialisten und Kommunisten in Deutschland ausgeschaltet, dann wäre SEIN Ruf heute sicherlich genau so schlecht, wie derjenige Pinochets.

Dieser handelte - im Unterschied zu dem Plan Schleichers - mit eindeutig parlamentarischem Mandat. Präsident Allende hatte seinen Eid auf die Verfassung verletzt, dies wurde durch fast zwei Drittel der Abgeordnetenkammer des chilenischen Parlaments in dem Beschluß vom 23. August 1973 festgestellt. Es gab außerdem auch eine dementsprechende Verlautbarung des obersten chilenischen Gerichtes, der Corte Suprema. Das Parlament konstatierte in seiner Erklärung, daß „die jetzige Regierung der Republik von Anfang an danach getrachtet hat, die Totalmacht ... an sich zu reißen“ und daß „die Regierung [Allende] zur Durchsetzung ihres Vorsatzes nicht nur einzelne Verstöße gegen die Verfassung und das Gesetz begangen, sondern aus diesem Vorgehen eine ständige Verhaltensregel gemacht hat“.

Die militärischen Streitkräfte, angeführt von dem in diesem Augenblick Oberkommandierendem des Heeres, dem General Augusto Pinochet, erfüllten 18 Tage später den Beschluß des Abgeordnetenhauses. Aus diesem Grunde war der Ursprung der Militärregierung Pinochets ohne jeden Zweifel sowohl rechtmäßig, als auch demokratisch.

Daß dieses Militärregime sich nennenswerte Grausamkeiten zu Schulden hat kommen lassen, muß definitiv abgestritten werden. Die ständig wiederholten Behauptungen sind objektiv falsch. Das Gegenteil ist wahr, Pinochet und die weiteren Führer der Militärjunta haben maßvoll, zurückhaltend und mit Augenmaß gehandelt. Ihr Ziel war es, Chile und vor allem das Leben von Chilenen so weit als irgend möglich zu schonen. Den ausnahmslos kriminellen und terroristischen Kommunisten und weiteren Mitgliedern der Unidad Popular wurde die freie Ausreise gestattet. Ich selbst habe sie in der ihnen außerordentlich sympathischen DDR zu Tausenden einreisen gesehen. Aus ihrer Liebe zum Kommunismus machten sie keinen Hehl, im Gegenteil, sie weinten vor Freude, als sie den Boden des sozialistischen Staates betraten. Alle waren kraftstrotzend und kerngesund.

Gemessen an den Opferzahlen sämtlicher, ausnahmslos von der Linken ausgelösten Bürgerkriege des 20. Jahrhunderts war die Zahl der „Opfer“ der Militärherrschaft Pinochets mikroskopisch klein. Präsident Aylwin, Gegner der Militärregierung und Gegner Pinochets, gab an, daß in 17 Jahren etwa 2.000 Personen starben. Die Toten der linken Revolutionskriege in der Dritten Welt sind aber nicht nach wenigen Tausenden, sie sind nach 100.000en, ja nach Millionen zu zählen. Nach ihnen kräht kein Hahn, die Massenmörder sind wohl gelitten, sie sitzen in der UNO und werden von Angela Merkel und den Ihren begeistert empfangen.

Ich habe mir das kleine Experiment erlaubt und habe mir im vergangenen Jahr alle Meldungen der Google alerts über Auguste Pinochet vorlegen lassen. Es war eine Riesenfülle von Meldungen ausnahmslos bösartiger und diffamierender Art. Keine einzige der abträglichen Behauptungen in diesen „Meldungen“ wurde belegt. Ein durchschnittlicher Zeitungsleser muß zu de Auffassung gelangen, daß man in Pinochet einen der schlimmsten Verbrecher vor sich hat - das Gegenteil ist der Fall, Pinochet war ein nobler Mann, ein Ehrenmann und echter Liberaler, denn Freiheit und Wohlstand Chiles war sein Anliegen und nicht die Verelendung und Versklavung Chiles wie seinem bösartigen Gegenspieler Allende, der Chile, eines der wenigen rechtsstaatlichen und leistungsfähigen Länder Südamerikas, in ein Kuba verwandeln wollte. Margaret Thatcher sagte am 6. Juli 1999 zu Recht, daß General Pinochet zum Sündenbock gestempelt wird, weil die internationale Linke Rache nehmen will.

Er hat diesen bis zu seinem letzten Atemzug und über seinen Tod hinaus dauernden Rachefeldzug als uralter, doch im Gegensatz zum linken Abschaum stets würdiger Mann bestanden. Im Gegensatz zu allen Demokraten jemals hat er sich vor seine Kameraden und Untergebenen gestellt und mutig die Verantwortung für seine Herrschaftszeit getragen. Dafür gebührt ihm unser höchster Respekt und unsere Liebe!

Als Kaiser Karl V. am Grabe Luthers stand, weigerte er sich die Leiche des Reichszerstörers Luther ausgraben und verbrennen zu lassen, wie es das Gesetz befahl. Er anerkannte, daß über den Gräbern der Hader zu schweigen hat.

Demokraten und Linke schänden die Gräber ihrer Gegner.

Ein tapferer Kämpfer gegen die Barbarei und die Unmenschlichkeit ist nun von uns gegangen.

Ruhe in Frieden, General Auguste Pinochet!

Bitte an Gottes Thron, an der Seite der Gottesmutter und an der Seite der Märtyrer für Chile und für die Freiheit!

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