Archiv Reichslyrik

zuletzt aktualisiert 1 Adventus 2010

 

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Wohl dem, der sich auf seinen Gott


 Johann Christoph Rube

 

1. Wohl dem, der sich auf seinen Gott,
recht kindlich kann verlassen,
dem mag gleich Sünde, Welt und Tod
und alle Teufel hassen,
so bleibt er dennoch wohl vergnügt,
wenn er nur Gott zum Freunde kriegt.

2. Die böse Welt mag immerhin
mich hie und da befeinden,
kann sich nur mein Gemüt und Sinn
mit meinem Gott befreunden,
so frag ich nichts nach ihrem Haß!
Ist Gott mein Freund, wer tut mir was.

3. Und ob ich gleich darüber oft
viel Unglück leiden müssen,
so hat dennoch Gott unverhofft
mich wieder rausgerissen.
Da lern’ ich erst, daß Gott allein
der Menschen bester Freund muß sein.

4. Ja wenn gleich meiner Sünden Schuld
sich häuft in mir zusammen
treibt mich in angst und Ungeduld
und will gleich hier verdammen
so fürcht’ ich doch dieselben nie,
denn Gott, mein Freund, vertilget sie.

5. Dahero Trotz der Höhen Heer,
Trotz auch des Todes Rachen!
Trotz aller Welt, mich kann nicht mehr
ihr Pochen traurig machen.
Gott ist mein Schutz, mein Hilf und Rat,
wohl dem, der Gott zum Freunde hat!

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