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1. Es flog ein Täublein weiße
vom Himmel herab
im engelischen Kleide
zu einer Jungfrau zart:
„Gegrüßet seist du, wunderschöne Maid,
dein Seel ist hochgezieret,
gesegnet ist dein Leib!“
Kyrieleison.
2. Gegrüßet seist, ein Königin,
der Herr ist mit dir,
du wirst ein Kindlein gebären,
das sollst du glauben mir.“
Sie antwort’ ihm, dem himmelischen Bot’:
„Ich hab mein Keusch versprochen
dem allmächtigen Gott.“
Kyrieleison.
3. „Hast du dein Keusch versprochen
dem allmächtigen Gott,
so wird er zu dir kommen
wohl durch sein göttlich Wort.
Er kommt zu dir so gar ohn’ arge List,
ein Jungfrau wirst du bleiben
immer und ewiglich.“
Kyrieleison.
4. „G’scheh’ mir nach deinem Worte
und nach dem Willen Gotts,
so geb’ ich meinen Willen,
weil ich gebären soll.“
Sie schloß wohl auf ihres Herzens Fensterlein,
wohl zu derselben Stunde
der Heilig Geist ging ein.
Kyrieleison.
5. Da wohntens beieinander,
Maria und Jesus Christ
bis auf den Weihnachtsmorgen,
da er geboren ist,
der wahre Gottessohn der Menschheit sich annahm,
des sagen wir arme Sünder
ihm ewig Lob und Dank.
Kyrieleison.
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Strophen bei Brahms
Johannes Brahms bringt dieses Lied in seinen „14 Deutschen
Volksliedern“ (WoO 34). Hier lautet der Text folgendermaßen:
1. Es flog ein Täublein weiße
vom Himmel herab
im engelischen Kleide
zu einer Jungfrau zart.
Es grüßet sie so hübsch und säuberlich,
ihr Seel war hochgezieret,
gesegnet war ihr Leib!
Kyrieleison.
2. Der Himmel ward erschlossen
durch Gottes Schlüssel klar,
Maria ist der Garten,
da er gewachsen war.
Der Heilig Geist den Garten besser hat,
far schön ist er gezieret,
mit göttlicher Majestät.
Kyrieleison.
3. So hat der Ruf ein Ende
wohl hie zu dieser Stund.
So woll’n wir Gott nur bitten
aus unsres Herzens Grund,
daß er uns allen wolle gnädig sein,
er woll’ uns auch behüten
vor der heißen Hölle Pein.
Kyrieleison.
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