„Darwin im
Kreuzverhör“ - eine Buchbesprechung von Martin Möller
Das Buch „Darwin im Kreuzverhör“ von Philipp E. Johnson
erweist den Darwinismus als betrügerische Propagierung einer negativen
Religion.
Philipp E. Johnson ist der Schöpfer des Begriffes „Intelligent
Design“. Deutsche Ausgabe bei CLV, PF 11 01 35, 3361 Bielefeld
Das Buch „Darwin im Kreuzverhör“ von Philipp Johnson
ist das vielleicht einflußreichste und folgenschwerste Buch der
vergangenen 30 Jahre. Es ist typisch für die unerträgliche geistige
Situation in Deutschland und Österreich, daß dieses Buch nicht
etwa auf den Hauptauslagen der großen Buchhändler, nicht etwa
in den Katalogen der großen Buchversender, sondern so gut wie überhaupt nicht zu finden ist -
es sei denn man bestellt es direkt beim Versand des Verlegers,
doch dazu muß man den aber erst einmal kennen, und man muß von
dem Buch gehört haben und man muß wissen, daß es eine deutsche
Ausgabe gibt, was gar nicht so einfach ist, denn es wird von den
demokratischen Medien germanischer Zunge unisono absolut
totgeschwiegen.
Der Autor des Buches ist emeritierter Juraprofessor der Universität
von Kalifornien in Berkeley. Er setzt sich mit der Evolutionstheorie
(E-Theorie) im Wesentlichen auf der Ebene der Ideologie- und Religionskritik
auseinander. Dabei untersucht Johnson alle ideologischen Postulate und
Behauptungen der Darwinisten und unterzieht sie einer rationalen Kritik,
die vernichtend für den Darwinismus und seine Vertreter ausfällt.
Auch der positive Beweisstand des Darwinismus kommt zur Sprache. So
beispielsweise das Postulat der Gradualität, das eines der wichtigsten
Postulate der darwinistischen Theorie ist. Die gesamte darwinistische
Lehre wurde sorgfältig so konzipiert, daß sie auf graduellen Veränderungen
über sehr lange Zeiträume fußen kann. Die Lehre über das Alter von Erde
und Kosmos wurde diesem Postulat angepaßt, die meisten Altersangaben,
die man heute von der Wissenschaft über das Alter von Erde und Kosmos
hört, sind Fiktionen, die eine unendlich lange graduelle Entwicklung
ermöglichen sollen.
Von wissenschaftlicher Seite ergeben sich mit der E-Theorie häufig
Widersprüche. Diese werden jedoch entweder völlig ignoriert oder ideologisch
abgeschmettert. So entbrannte im Jahre 1967 eine Auseinandersetzung
zwischen Evolutionisten und amerikanischen Mathematikern, die berechnet
hatten, daß die Komplexität der Lebensstrukturen auch innerhalb des
größtmöglichen Zeitraums nicht durch Evolution haben entstehen können.
Die Argumentation der Mathematiker wurde nicht etwa widerlegt, sondern
es wurde gesagt: „Da es die Strukturen des Lebens gibt, sind sie durch
Evolution entstanden, - sicherlich wird die Mathematik die Fehler in
ihrem System entdecken.“ Außerdem wurde den Mathematikern sofort unterstellt,
daß Kreationisten seien.
Hier wird deutlich, daß die einzige Logik, die die Evolutionslehre
kennt, die Logik des Zirkelschlusses ist: „Die vorherrschende Annahme
in der Evolutionswissenschaft scheint darin zu bestehen, daß im Grunde
nur spekulative Möglichkeiten, die sich experimentell nicht bestätigen
lassen, gebraucht werden. Das wirkende Prinzip entspricht demjenigen,
worauf sich Waddington, Medawar und Mayr beriefen, als sie von den Mathematikern
herausgefordert wurden. Die Natur muß all das bereitgestellt haben,
was die Evolution brauchte, weil sonst keine Evolution hätte stattfinden
können. Daraus folgt, daß Makromutationen möglich sein müssen, denn
die Evolution ist ja darauf angewiesen. Wenn aber Makromutationen nicht
möglich sind, dann ist die Evolution eben ohne sie ausgekommen. Die
Theorie selbst liefert die erforderlichen Belege - ganz gleich, welche
es sein mögen.“
Makromutation ist übrigens die Mutation, die völlig neue, bisher nicht
angelegte Organe hervorbringt, im Unterschied zur Mikroevolution, wo
mit vorhandenem Erbgut gestaltet wird - wie bei der Hundezucht.
Obwohl die Mikroevolution mit der E-Theorie überhaupt nichts zu tun
hat, sondern ihr fundamental widerspricht, bringen die Vertreter der
E-Theorie ständig Beispiele von Mikromutation herbei, um die E-Theorie
scheinbar zu beweisen. Dies geschieht besonders gern in Zeitungsmeldungen,
wie sie alltäglich überall verbreitet werden. Gern werden auch ausgestorbene
Lebewesen als angebliche Beweise angeführt, - auch diese haben mit einer
angeblichen Evolution der Arten nicht das Geringste zu tun.
Auf Mikroevolution beruhen auch die labortechnische Erzeugung von Populationen
von Fruchtfliegen oder die Resistenz von Bakterienstämme durch Mutation.
Die Beispiele der Darwinisten zeigen nur, daß sich Lebewesen in einer
bestimmten Situation in ihren vorhandenen Eigenschaften verändern k
ö n n e n, je nach lokalen Schwankungen und geographischer Verbreitung.
Die „natürliche Selektion“ von Darwinisten zigtausendfach als Mechanismus
der Evolution präsentiert, wirkt tatsächlich in entgegengesetzter Richtung,
sie ist ein natürliches Werkzeug zur Erhaltung und zur Stabilisierung
der Arten. Tatsächlich haben sich alle Arten, die sehr lange, vielleicht
extrem lange existieren, in dieser Zeit nicht verändert.
Da die Darwinisten behaupten, daß die Arten miteinander verwandt sind,
spielen s.g. „Übergangsformen“ eine nicht geringe Rolle. Dabei handelt
es sich um eigene Formen, von denen es angeblich Millionen gab, von
denen aber niemand jemals etwas zu sehen bekam. Diese Übergangsformen
stehen etwa zwischen Fischen und Lurchen, zwischen Lurchen und Reptilien,
zwischen Reptilien und Vögeln und - besonders beliebt - zwischen Affen
und Menschen. Lange Zeit wurden z.B. Quastenflosser als Übergangsformen
zwischen Fischen und Lurchen gehandelt, bis sich schließlich herausstellte,
daß die Quastenflosser noch leben, sie haben sich seit Abermillionen
Jahren überhaupt nicht verändert und sie weisen nicht einmal den Schatten
einer „Entwicklung“ zu Lurchen auf.
Da es niemals Übergangsformen gab, da in Wirklichkeit die Arten nicht
miteinander verwandt sind, erfinden die Darwinisten besonders gern Übergangsformen,
die entweder herbeitheoretisiert werden oder auf gefälschten Fossilfunden
beruhen. So wurden kürzlich im Fernsehen die Fossilien einer angeblichen
„Übergangsform“ zwischen Vögeln und Lurchen gezeigt. Ging man der Sache
nach, so erfuhr man, daß Knochen mehrerer erst bestenfalls seit Jahrhunderten
toter Tiere schlicht zusammengelegt wurden!! Auffällig ist, daß derartige
Meldungen besonders gern in Sendungen für Kinder und Jugendliche präsentiert
werden, bei denen ein wenig kritisches und manipulationsanfälligeres
Publikum erwartet wird. Richtigstellungen findet man bestenfalls in
der Fachpresse oder in kritischen Büchern. Zwischenformen mit wissenschaftlich
klingenden Namen werden gern zwischen Mensch und äffischem Vorfahren
behauptet. Deren bekanntester ist der „Neandertaler“, dann gibt es „Afarensis“,
„Africanus“ „Australopithecus“ u.v.m., allesamt in der Wissenschaft
heftig umstritten. Die massiven wissenschaftlichen Probleme, die aus
der Benennung von Zwischengliedern resultieren, haben jedoch noch nie
zu einer Modifikation des Anti-Dogmas geführt. Das ist so ähnlich wie
bei einer bekannten Rechenoperation, deren Ergebnis stets 6 Mio. lautet.
Beim „Neandertaler“ ist es heute bewiesen, daß es sich um Menschen handelt
und nicht um irgendeine Vor- oder Zwischenform.
In jüngerer Zeit führen die Darwinisten gern molekulare Belege an,
um ihre Beweisfähigkeit zu verbessern. Die molekulare Theorie sagt jedoch
nur etwas über materielle Ähnlichkeiten, nichts aber über Verwandtschaft
aus. Wenn beispielsweise sowohl Menschen als auch Spinnen zu 70% aus
Kalzium bestehen, bedeutet das keineswegs, daß sie auch zu 70% verwandt
sind. „Cytochrom c“ ist ein Protein, das alle Lebewesen besitzen.
Hier gibt es Standardabweichungen, die zwischen 60 und 70% liegen, ohne
daß auf die Verwandtschaft Rückschlüsse gezogen werden können. Dazu
Johnson: „Der molekulare Beweis kann weder die Realität der gemeinsamen
Vorfahren noch die Tatsache bestätigen, daß der darwinistische Mechanismus
ein angemessenes Modell ist. Man hat nie versucht, den Darwinismus anhand
des molekularen Beweises zu überprüfen. Wie auf anderen Gebieten hat
das Ziel darin bestanden, die Bestätigung für eine Theorie zu finden,
deren Richtigkeit man von Beginn der Untersuchung an überzeugend voraussetzen
zu können glaubte. Die wahre Frage der Wissenschaft „Neigt der molekulare
Beweis in seiner Gesamtheit dazu, den Darwinismus zu bestätigen, wenn
man ihn ohne darwinistische Voreingenommenheit auswertet?“ ist nie gestellt
worden.“
Eng mit dem Darwinismus verknüpft ist die Behauptung, daß Leben aus
unbelebter Materie spontan entsteht. Die Versuche, diese Behauptung
zu beweisen, sind bis heute völlig gescheitert. Einer dieser Versuche
ist das „Miller-Urey-Experiment“, bei dem die vermuteten Bedingungen
in der Erdatmosphäre zur Zeit der postulierten Entstehung des Lebens
simuliert werden. In einem entsprechenden Gasgemisch werden „Blitze“,
also elektrische Entladungen erzeugt. Niemals entstand dabei „Leben“,
ebenso wenig wie bei anderen analogen Experimenten. Das Mißlingen dieser
Experimente beantworteten die Darwinisten mit der genialen Erwiderung,
daß die „Urzeugung“ so außergewöhnlich“ sei, daß man sie nicht im Experiment
wiederholen könne. Sie glauben also an Wunder - wie wunderbar! Da aus
den Experimenten nichts wurde, wenden sich „Wissenschaftler“ heute gern
Computersimulationen zu, die allerdings auch nichts „beweisen“ können.
Oder sie behaupten, die Entstehung des Lebens habe sich auf anderen
Planeten zugetragen, um sich ihrer Beweislast zu entledigen.
Häufig wird die Art und Weise der Evolution komplexer Strukturen wie
Haare oder Augen diskutiert. Keinem einzigen Darwinisten ist es bisher
gelungen, die Evolution komplexer Strukturen auch nur halbwegs überzeugend
darzustellen. Sehr oft verweisen sie z.B. auf bestimmte primitive und
Vorformen von Augen etc., müssen aber zugeben, daß die Träger dieser
Strukturen nicht verwandt im evolutiven Sinne sind. Da es den Darwinisten
bisher nicht gelang, die Entwicklung von komplexen Strukturen zu belegen
oder gar zu beweisen, bringen sie immer wieder sehr beredt Formen von
spontaner Makromutation ins Gespräch. Sie wollen ihre lächerliche „Theorie“
retten, indem sie insinuieren, ein Schlangenei könne mittels eines „Evolutionsschrittes“
ein Vögelchen enthalten. Doch damit wären auch sie beim Schöpfungsglauben
angelangt. Darwin prophezeite: „Ließe sich irgend ein zusammengesetztes
Organ nachweisen, dessen Vollendung nicht möglicherweise durch zahlreiche
kleine aufeinander folgende Modifikationen erfolgen können, so müsste
meine Theorie unbedingt zusammenbrechen.“ Das ist inzwischen längst
geschehen!!
Darwin argumentierte zugunsten seiner E-Theorie, daß der Fossilbericht
noch unvollständig sei, jedoch seine Theorie im Fortschritte der Zeit
beweisen werde. Er behauptete sogar, daß das Aussterben der unzähligen
Zwischenformen sich über sehr lange Zeiträume erstreckt haben müsse,
so daß der zukünftige Fossilbericht von Zwischenformen dominiert werde.
Obwohl nun der Fossilbericht dank des ständigen Herumwühlens des modernen
Menschen im Dreck heute in gigantischem Maße erweitert wurde, ist die
Situation genau so wie zur Zeit Darwins. Keine Spur von Zwischenformen.
Im Gegenteil. Der Fossilbericht spricht in jedem Detail gegen die E-Theorie.
Er zeigt, daß die meisten Tierarten im Kambrium auftauchen, ohne daß
in älteren Schichten irgendwelche Vorläufer zu erkennen sind. Typisch
für den Fossilbericht sind keine allmählichen Übergänge zwischen irgendwelchen
Formen, sondern das plötzliche Auftauchen und Stasis im weiteren, sowie
das sehr plötzliches Aussterben vieler Arten gleichzeitig. Der Fossilbericht
spricht, das kann man heute mit Gewißheit sagen, in vollem Umfang gegen
die E-Theorie und den Darwinismus
Das Buch von Johnson informiert auch über einige Gegner des Darwinismus
und über juristische Auseinandersetzungen in den USA, Auseinandersetzungen,
über die auch in der deutschen Presse, wenn auch sehr einseitig, berichtet
wird. Ein Gegner des Darwinismus war Richard Goldschmidt, deutscher
Genetiker an der Universität Berkeley. Er bestritt um 1950 die Gültigkeit
der darwinistischen Theorie und nannte eine große Anzahl in der Natur
vorkommender komplexer Strukturen, die nicht auf dem Wege von Mutationen
entstanden sein können, so die Haare der Säugetiere. Er griff zu der
Aushilfskonstruktion von genetischen Sprüngen, die allerdings nur durch
ein Wunder entstehen können, da das entstandene Wesen ja auch fortpflanzungsfähig
ein muß. Goldschmidt wurde (obwohl er wohl Materialist war) fortan als
Aussätziger behandelt.
Grassé stellte die Unsinnigkeit des Darwinismus fest, war aber vorsichtig
genug „unbekannte innere Faktoren“ für die Evolution verantwortlich
zu machen. Derartige Faktoren sind selbstverständlich niemals beschrieben
worden. Grassé wurde darauf hin des Vitalismus „verdächtigt“, einer
Lehre, nach der sich das Leben einer besonderen „Lebenskraft“ verdankt.
Gegner des Darwinismus war der bekannte österreichische Philosoph Karl
Popper. Er erkannte die tautologische Argumentationsweise des Darwinismus
und sagte: „Der Selektionsmechanismus Darwins ist keine wissenschaftliche
Theorie, weil natürliche Selektion eine für alle Zwecke verwendbare
Erklärung beinhaltet, die alles erklären kann und nichts erklärt.“
Einige juristische Auseinandersetzungen, die Johnson als Jurist sehr
sachgerecht beschreibt, seien angeführt: Zunächst einmal der Fall „Scopes“,
der sog. Affenprozeß. Im Jahre 1920 hatte der US-Bundesstatt Tennessee
ein Gesetz verabschiedet, das die Lehre der E-Theorie verboten hat.
Teil dieses Gesetzes war allerdings eine Vereinbarung, daß das Gesetz
staatlicherseits nicht exekutiert wird, also gar keine tatsächliche
Wirksamkeit haben konnte. Linke Fanatiker strengten nun von sich aus
einen Musterprozeß gegen einen Lehrer an, der nur angeblich die E-Theorie
vertreten hatte (und von ihr auch gar nichts verstand), schlachteten
das ganze exorbitant übertrieben aus in Hollywoodfilmen, Theaterstücken
und weltweiten Pressekampagnen - und das war’s schon. Noch heute werden
diese Filme gezeigt, noch heute wird von linken „Theater“-gruppen
der „Prozeß“ aufgeführt. Der E-Theorie-Lehrer wurde damals übrigens
aus formalen Gründen vom Berufungsgericht freigesprochen.
Im Jahre 1981 forderte der US-Bundesstaat Arkansas in einem Landesgesetz
die Ausgewogenheit zwischen Evolutions- und Schöpfungslehre. Dieses
Gesetz entstand durch die Initiative wohlmeinender Christen, die nicht
die geringste Ahnung davon hatten, mit welchen Gegnern sie zu rechnen
hatten. Diese Gegner engagierten die teuersten und besten Anwälte der
USA und brachten das Gesetz mit Leichtigkeit im Bundesberufungsverfahren
zu Fall.
Grundsätzlich ausgeschlossen aus dem Diskurs wird heute ein jeder,
der die E-Theorie anzweifelt oder ablehnt. Deshalb kommt es häufig zu
so aberwitzigen und verstiegenen Aussagen wie „Heute sind sämtliche
Wissenschaftler der Welt von der E-Theorie überzeugt.“, obwohl derartiges
zu keinem einzigen Zeitpunkt der Wissenschaftsgeschichte der Fall gewesen
ist. Gern werden Wissenschaftler, die oft auch nur partiell die herrliche
E-Theorie anzweifeln oder beeinträchtigen, öffentlich als Neider und
Spinner disqualifiziert und mit Vernichtungskampagnen überzogen, die
diese Wissenschaftler ruinieren oder zumindest um ihren Ruf bringen
sollen.
Sämtliche Darwinisten sind fanatische Feinde des Gottes- und des Schöpferglaubens.
Trotzdem behaupten sie aus taktischen Gründen häufig, daß der Darwinismus
der (christlichen) Religion nicht widerspricht. Dabei werden sie regelmäßig
von Theologen und Bischöfen unterstützt, die den Evolutionsaberglauben
bekennen und damit dem Glauben an den christlichen Gott leugnen. [Ich
befürchte, daß man auch von höchster Stelle aus Rom derartiges bereits
hören mußte.] Die Maske lassen die Evolutionisten regelmäßig dann fallen,
wenn von muselmanischer und besonders von christlicher Seite ihr Evolutionsglaube
angezweifelt oder gar bestritten wird.
Ein wertvolles Beispiel dieses Sachverhalts (eines von vielen) wird
in dem Buch beschrieben. Eine Vereinigung christlicher Wissenschaftler
in den USA namens ASA hatte es unternommen, eine Broschüre über ihren
Standpunkt zur E-Theorie zu verfassen und diese an die Naturkundelehrer
Amerikas zu senden. Wie üblich auf diesem Feld wurden die redlichen
Wissenschaftler mit einer Lügen- und Verleumdungskampagne überzogen.
Sie wurden als Kreationisten, als Handlanger des biblischen Fundamentalismus
u. ä. diffamiert, obwohl in ihrer Broschüre überhaupt nicht biblisch
oder theologisch argumentiert worden ist. Auch in dieser Kampagne wird
sichtbar, daß sich der Darwinismus tatsächlich als negative Religion
begreift, daß er den Atheismus affirmativ vertritt und jede Relativierung
dieses Dogma, und sei es von völlig unverdächtiger Seite, als Angriff
auf die Gottlosigkeit begreift.
Bester Beweis für diesen allgegenwärtigen Sachverhalt ist Professor
William Provine, Darwinist, und führender Wissenschaftshistoriker an
der Cornell University. Nach Provines Worten ist der Konflikt
zwischen Wissenschaft und Religion unausweichlich, und zwar dahingehend,
daß Menschen, die ihre religiösen Überzeugungen beibehalten können,
während sie gleichzeitig die Evolutionsbiologie akzeptieren, „[ihren]
Verstand an der Kirchentür abgeben müssen“: „Die moderne Wissenschaft
läßt unmittelbar erkennen, daß die Welt ausschließlich nach mechanistischen
Grundsätzen aufgebaut ist. Es gibt in der Natur keinerlei zielgerichtete
Prinzipien. Es gibt keine Götter und keine gestaltenden Kräfte, die
man rational nachweisen kann. Zweitens deutet die moderne Wissenschaft
unmittelbar darauf hin, daß keine allem zugrunde liegenden moralischen
oder ethischen Gesetze und keine absoluten Leitlinien für die menschliche
Gesellschaft existieren. Drittens gilt: Menschen sind ungeheuer komplexe
Maschinen. Der einzelne Mensch wird aufgrund zweier Grundmechanismen
zu einem ethisch verantwortlichen Wesen: aufgrund der Vererbung und
der Umwelteinflüsse. Damit ist bereits alles gesagt. Viertens müssen
wir folgern, daß es mit uns vorbei ist, wenn wir sterben. Danach kommt
nichts mehr ... Schließlich: Der freie Wille wird traditionell so verstanden,
daß wir frei zwischen mehreren möglichen Handlungsweisen wählen können,
ohne uns zwingen oder determinieren zu lassen. Doch in Wirklichkeit
gibt es ihn nicht ... Es besteht keine Möglichkeit, daß der Evolutionsprozeß
- so wie man ihn gegenwärtig versteht - ein Wesen hervorbringen kann,
das wahrhaft frei ist, Entscheidungen zu treffen.“ Es ist schockierend,
daß ein solch dummer und bösartiger Mensch in den USA Professor und
gar „Wissenschaftshistoriker“ werden kann.
Das Buch „Darwin im Kreuzverhör“ ist ein absolutes Muß für jeden Zeitgenossen,
ein Jahrhundertbuch und Standardwerk Leider hat die deutsche Ausgabe
aber auch Nachteile, die ich nicht verschweigen darf. So ist es sehr
schlecht übersetzt. Amerikanische Begriffe werden oft schwer oder gar
unverständlich ins Deutsche gebracht. So müßte der Begriff „naturalistisch“
in den meisten Fällen mit „materialistisch“ übersetzt werden, da es
sich um den philosophischen Materialismus im Sinne von Marx und Lenin
handelt. In dem Buch wird die neue Schlechtschreibung verwendet, was
zu Mißverständnissen führt. Irrsinnigerweise werden Titel von Zeitungen
und Bücher aus dem Text nicht herausgehoben (keine Anführungszeichen
oder Schriftformate!!), so daß man sie im Text überhaupt nicht erkennen
kann. Es gibt meist überflüssige Anmerkungen des Übersetzers, nicht
etwa in Fußnoten, sondern auch im laufenden Text. Das Buch hat kein
Sach- oder Personenregister, es ist schlecht ausgestattet und billig
gebunden.
Weitere Bücher zur Kritik der E-Theorie:
Reinhard Junker, Siegfried Scherer: Evolution. Ein kritisches Lehrbuch.
Weyel, Gießen 1998
(Ein hervorragen ausgestattetes, erstklassiges Lehrbuch
auf hohem wissenschaftlichen Niveau. Sehr empfehlenswert!!)
Hans-Joachim Zillmer: Die Evolutionslüge. Die Neandertaler und andere
Fälschungen der Menschheitsgeschichte. Langen & Müller, München
www.genesisnet.info. Aktuelle
Informationen über die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen (regelmäßiger
Infobrief!) in Zshg. mit der E-Theorie.