Aus der Korrespondenz von Czesław Miłosz und
Pater Thomas Merton (LISTY, Znak, Kraków 2003)
Brief
1 (Miłosz)
Brief 2 (Miłosz)
Brief 3 (Merten)
Brief 4 (Miłosz)
28. März 1959, Karsamstag
Ohne Zweifel unterscheiden sich Polen und Ungarn von ihren jeweiligen
Nachbarn, und bei dieser Unterscheidung wiegt der Katholizismus sehr
viel. Ich weiß nicht, ob Sie sich gut in der Geschichte der griechisch-katholischen
Kirche auskennena
.
Es ist außergewöhnlich, sich vorzustellen, daß große Ereignisse planetarischen
Ausmaßes von früheren Erfolgen und Niederlagen abhängig sind, die Rußland
stets für die größte Gefährdung ihrer Machtstellung ansah: Die Verbreitung
dieser griechischkatholischen Kirche, die vom Vatikan und von Polen
unterstützt wurde. Der letzte Akt spielte sich in den Jahren 1944/1945
ab, als die sowjetischen Machthaber gewaltsam die letzten Gebiete bekehrten,
in denen diese Kirche verwurzelt war, und ihre Bischöfe ausgemordet
wurden.
Obacht: Die (kommunistischen) Machthaber bekehrten sich zu dem orthodoxen
Ritus, dessen Hierarchie in Moskau residierte!
Immer, wenn ich über Rußland rede, stellen sich ernsthafte Schwierigkeiten
ein. Allerhand Mißverständnisse gibt es dann zwischen mir und meinen französischen
oder amerikanischen Freunden. Zweifellos interessiert mich Rußland mehr
als die Sowjetunion. Der politische Kampf maskiert heute die Wahrheit
über diese besondere Zivilisation, von der die Sowjetunion nur eine bestimmte
Ausprägung ist. Sehr wenige Menschen im 19. Jh. verstanden oder versuchten
dieses Phänomen zu begreifen, es fehlte an Werkzeugen, und heute fehlen
diese Werkzeuge auch. Gleichzeite wenden sich Verehrer und Gegner
des Sowjetkommunismus
gemeinsam gegen jeden, der es wagt, diese erstaunliche Kontinuität
bei aller Veränderung der äußeren Umstände herauszustreichen.
Ich muß gestehen, daß ich den Russen nicht traue, wenn sie über sich
selbst reden, z. B. mißtraue ich Berdjajew und seiner Flucht in pseudomystischen
Nebel. Und ich würde so sehr die menschlichen Züge von Boris Pasternak
bewundern, doch in seinem Doktor Schiwago gibt es etwas, was mich mißtrauisch
macht. Ich kenne unterschwellige Strömungen. Der große russische Dichter
Alexander Blok schrieb gleich nach der russischen Revolution das Poem
„Die Zwölf”, in dem er revoltierende Soldaten über menschenleere Straßen
marschieren läßt „und vor ihnen im Kranz aus weißen Rosen, Jesus Christus.”
Das gekreuzigte Rußland als Heiland der Menschheit, als das auserwählte
Volk, das den Weg zum wahren Christentum durch das Leiden öffnet, diese
bildet ein Teil der Historiosofie Dostojewskis und erscheint bei vielen
anderen Autoren, auch - in diskreterer Form - bei Pasternak. Doch die
menschliche Gesellschaft kann doch kein Heiland sein. Das Träumen von
einer allgemeinen Unschuld, die man dank allgemeinem Leiden erreichen
kann, ist eben nur ein Träumen, in der Praxis führt es zur Bestialität.
Ich sage das als Übersetzer von Simone Weil, die so nichtrussisch war
wie möglich.
Goeffrey Gorerb
behauptet, daß es nur eine Gesellschaft gibt, die auf der Sünde basiert
- im Gegensatz zur westlichen Gesellschaft, die auf der Schuld basiert
- und zwar das zarische Rußland. Ich spüre, daß er hier ins Schwarze traf.
Die Schuld ist individuell, es ist meine
Schuld. Sünde ist universell - ich bin nicht schuldig, sondern die Gesellschaft
[am Rande bemerkt: oder der Kosmos]. Und ich kann erlöst werden, nicht
durch meine Anstrengung (bzw. die Gnade, die mir gewährt wurde), sondern
durch das Gemeinwesen, dessen Teil ich bin.
Von daher suchen sie eben immer nach dem Gottesreich, jedoch nach dem
in der Zeit verankerten, das sie durch Kommunismus ersetzen und in Zukunft
vielleicht durch eine andere Art von Eschatologie. Hingegen die persönliche
Verantwortung wird ausgebleicht und im Jahre 1945 war ich ein Zeuge von
Mordtaten, die von russischen Soldaten im tiefen Gefühl der Sünde begangen
worden sind, jedoch ohne Gefühl einer persönlichen Schuld. Fällt ihnen
nicht beispielsweise die völlige Passivität von Schiwago auf, sein totales
Eintauchen in Rußland zu einem Grad, daß seine drei folgenden Frauen gewissermaßen
in der Landschaft aufgehen? Sein Schreiben unter dem Bann der Eingebung
- zugleich jedoch das Fehlen einer Reflektion, in der der Mensch zu sich
selbst sagt, nun gut, ich werde vergehen, doch es verbleibt etwas, was
zu rechter Zeit Frucht tragen wird.
Bis zum heutigen Tag hassen die Russen den Marquis Astolphe’a
de Custine’a, doch befürchte ich, das das daran liegt, daß er
während seiner Reise 1839 viele ihrer Geheimnisse erraten hat. Bitte werfen
Sie mir nicht vor, daß ich Pasternak Unrecht tue. Sein Roman ist eine
Tat, die er mit dem vollen Bewußtsein der Gefahr unternommen hat. Jedoch
ein Schriftsteller drückt Strömungen und Haltungen aus, die stärker als
sein Bewußtsein sind. Während der Bombardierung Moskaus fragte ein Pole
die den Himmel anstarrenden Menschen, wieso sie nicht den Schutz in der
Metro suchen und bekam als Antwort: „Nitschewo, von uns gibt’s genug.”
Das ist eine wunderbare Demut: „Mein Tod wiegt wenig.” Aber es besteht die
riesige Gefahren, daß es zugleich heißt: „Meine Schuld wiegt wenig.”
Es gibt einen Archetyp polnischer Einstellung den Russen gegenüber, eine
Art Faszination dem russischen Menschentypus gegenüber, jedoch eine kategorische
Ablehnung der russischen Wesensart gegenüber, wofür am Besten der Roman
Joseph Conrads „W oczach Zachodu” als Beispiel dienen kann. Ich schäme mich
dessen nicht, daß ich diesen Archetypus in mir wieder finde, denn das
ist kein Nationalismus und ich hoffe, daß das nicht von verletzten patriotischen
Gefühlen herkommt (mein Patriotismus ist zweifelhafter Art). Für mich
ist Rußland eine traurige Angelegenheit und es war eine traurige Angelegenheit
von den eigenen Anfängen im 15. Jh., die so verschieden sind von denen
der anderen Länder oder Kontinente, nicht durch eigene Verbrechen, - die
Geschichte unseres Planeten ist an Verbrechen reich - jedoch durch das
Beharren auf dem Mythos des gemeinschaftlichen Pseudo-Christus.
Die Völker sollten nicht allzu stark leiden. Sie sollten von Zeit zu
Zeit einen Rabelais hervorbringen oder die Traurigkeit unseres Schicksal
so kommentieren, wie es Cervantes machte. Wenn sie allzu stark leiden
und von der Obsession der Sünde des Alls besessen sind und nach fadenscheinigen
Erfüllungen Ausschau halten und en attendant
geht der Mensch zur Polizei, um seinen besten Freund anzuzeigen. Karl
Marx war wohl, trotz seiner ganzen Übertreibungen, nicht so dumm. Ich
weiß nicht, ob Sie davon gehört haben, daß er einer der stärksten Russophoben
des 19. Jh. war. Diese Schriften sind natürlich in Moskau zensiert und
werden dem Publikum vorenthalten. Ich wünsche den Russen alles Gute, doch
bin ich zutiefst skeptisch eingestellt.
Erstens sollten Sie sich nicht „Bourgeois” nennen. Zwar könnte man diesen
Termin in den Sozialwissenschaften verwenden, doch muß man vorsichtig
sein, diesen Begriff gegenüber Herrn X oder Herrn Y zu benutzen, denn
wir stoßen dabei auf die heikle Frage, was denn typisch ist - so heikel,
daß die Marxisten nicht im Stande waren, damit ins Reine zu kommen. Zweitens,
seit zehn Jahren lebe ich in Frankreich und nur hier hat dieser Terminus
eine ganz konkrete Bedeutung, indem sogar ganz eigentümliche Träume der
Menschen ausgedrückt werden: „bourgeoises Haus“, „meine
Bourgeoise“ [über die Gattin]. Jedes Land ist schwer zu ertragen,
Frankreich hat seine eigenen schrecklichen Merkmale. Hier in Pornic [Loire] fühle ich das Anströmen des Ekels. Diese Übermacht
des Geldes - seit Generationen, denn die französische Bourgeoisie währt
seit Jahrhunderten - die alle zwischenmenschlichen Beziehungen vergiftet
und ummodelt.
Sie beklagen sich über die Amerikaner und Sie irren sich nicht. Aber
es scheint mir, daß in Frankreich die Übermacht des Geldes noch viel größer
ist und unterschwelliger, alles Gewebe auf negative Art durchdringend,
in Gestalt der Angst, des Geizes, kurz gesagt, man sitzt auf dem Wohlstand,
den die Vorfahren angesammelt haben. Diese Villen entlang der Küsten,
diese riesigen Appartements in Paris, die die meiste Zeit des Jahres leer
stehen, die Schränke voller allerlei Güter.
Ich denke an einen gewissen polnischen Freund, der Deutsch am katholischen
Gymnasium in Bordeaux lehre und dabei monatlich $ 50,- verdiente. Ich
denke auch an die vielen Neger aus Afrika, an die Araber, an die Menschen
aus Indochina, deren Schweiß und Elend in diese Villen, Wohnungen und
Schränke ging. In diesem Land seinen normalen Lebensunterhalt zu bestreiten,
ist sehr schwer, um nicht zu sagen unmöglich, und es wäre um mich schlecht
bestellt, müßte ich nur mit dem Geld, das ich hier in Frankreich verdiene,
auskommen.
Die Tatsache, daß die französischen Intellektuellen, die aus Familien
stammen, die seit Jahrhunderten Reichtümer angesammelt haben, unter „mauvaise
conscience”, unter schlechtem Gewissen leiden, ist etwas
natürliches, aber „je me méfie”, ich bin überzeugt,
daß deren Aufruhr falsch ist, deutlicher gesagt, es ist vielleicht eine
Suche nach neuer Absicherung, gemäß der besten Traditionen ihrer Ahnen.
Sartre publiziert derzeit eine Artikelserie über Kuba in - erstaunlicherweise
- „France Soir”. Das scheint ehrlich
und in Ordnung zu sein, aber ich bin sicher - dem ist nicht so. Es ist
allzu glatt und allzu logisch, Revolutionen sind niemals so glatt und
Probleme jedes Landes sind normalerweise viel stärker durcheinander verwoben,
als es von außen betrachtet scheint.
Und all diese französischen Intellektuellen sind von dieser Machart.
Sie bereisen die ganze Welt auf der Suche nach einer reinen Revolution.
„Une idée de la révolution.” Selbstverständlich habe ich auch Komplexe
gehabt. Niemals habe ich der Bourgeoisie angehört, aus dem einfachen Grunde,
in Polen hat sie nie existiert. Ich entstamme dem Landadel, doch in zweiter
Generation, denn mein Vater gehörte bereits zu den Intellektuellen ohne
Vermögen. Es könnte sein, daß die Revolution in Polen und mein Dienst
für die Regierung der Volksdemokratie mich vom „kompleks
pochodzenia” vom Abstammungskomplex geheilt hat. Ich habe
ein Klassen-, Gruppen- oder Kastenbewußtsein und gehöre somit der Kaste
der Intellektuellen an. Auch Sie gehören dieser Kaste an im soziologischen
Sinne, auch wenn in Amerika die Rolle dieser Gruppe nicht näher benannt
ist.
Tomas Merton, 9. November 1960
Selbstverständlich bringt das intellektuelle Leben in Amerika gewaltige
Schwierigkeiten und Probleme mit sich. Schreckliche Scham und Erniedrigung,
in diesem unentrinnbarem Cocktail als regungsloser und passiver Sklave
zu stecken. Die Insel der Kalypso, wo niemand irgend eine Versuchung verspürt,
zu denken und wo der Mensch einfach schlicht ißt, lebt, die Kaufhäuser,
Supermärkte, General Motors und das Fernsehen genießt. Vor allem
schäme ich mich für meine Schwäche, die verursacht, daß ich zögere, mich
dem anzuschließen, was ein allgemeines Objekt von Verachtung und Haß seitens
der Intellektuellen in Europa ist. Aber weil der Mut das Wichtigste ist,
brauchen wir auch Mut um uns von dem eigenen Stamm und seinen Konventionen
abzuspalten, die nur ein wenig subtiler sind, ein wenig anders giftig,
als die selbstverständliche Verdorbenheit der Schöngeister.
In Wirklichkeit denke ich, daß Sie hier viele gesunde und ungenützte
Möglichkeiten vorfinden werden. Es gibt hier hervorragende und ehrliche
Menschen, die wirklich nach einer zutiefst ehrlichen Antwort suchen und
von Einem geführt werden möchten. Gott weiß, daß niemand, der ein wenig
Verstand hat, die Lust verspürt, eine Armee von intellektuellen Schöngeistern
zu führen. Letztendlich beschleicht einen das Gefühl, wenn irgend etwas
einen wirklich ernsthaften Verlauf nimmt, dann laufen sie auseinander
und verflüchtigen sich. Man spürt, daß diese Menschen mit kindlichem guten
Willen und ehrlicher Neugierde kommen, die jedoch wenig tief geht und
ohne Inbrunst ist - außer einer vorgetäuschten. Es scheint so, als ob
sie etwas wollen und in Wirklichkeit wollen sie alles. Alles zu wollen
aber heißt in Wahrheit, nichts zu wollen. Man muß das präzisieren, sonst
bleibt die Wahl ohne Bedeutung, es gibt keine Wahl.
Dann haben wir im Hintergrund die Oberbefehlshaber der Armee und die
Industriekapitäne. Das sind ernstzunehmende Kerle und deren Ernst ist
von anderer Sorte, denn sie erlauben sich keine Dummheiten, - die Intellektuellen
schon eher. Die höheren Offiziere wissen nicht genau, was sie wollen,
aber beinahe wissen sie es - und das ist etwas negatives. Sie fangen an,
sich dadurch müde zu fühlen, daß sie verhaßt werden und möchten der Welt
einen richtigen Grund für diesen Haß liefen. Ohne Zweifel - sie werden
ihn liefern. Ihr Ehrgeiz ist pragmatisch, schweigsam und tiefer und unheilbarer,
weil eben schweigsam. Und er spricht durch seine Folgen, die keiner sich
als Ehre anhaften kann und nicht einmal Verantwortung dafür tragen möchte,
sie sind jedoch verheerend und unabweisbar. (s.87-88)
Meine Kinder sahen trotz meines hilflosen Zorns stundenlang fern. Das
ist eine schwere Verantwortung - eigene Kinder solchen Einflüssen auszusetzen,
die ihnen selbst meistens nicht einsichtig sind. Und solche Entscheidungen
zu treffen, wie die meine hierher zu kommen, die das Risiko tragen, ihr
Leben zu verunstalten. Es reichen mir lediglich einige Minuten vor dem
Fernseher, um mich für den Rest des Abends in den Zustand der Beschämung
und Trauer zu versetzen. Inmitten angenehmer Sachen, Werbung, die die
für sie engagierten Leute erniedrigt, - ich sah das Gesicht eines Richters
aus dem Süden, der verkündete, daß die Aufhebung der Rassentrennung Kommunismus
sei. Stellen Sie sich vor, all die Neger, die ihn angehört haben und die
Rückschlüsse, die sie daraus gezogen haben können.
Es scheint mir, daß Amerika vor Talenten und Intelligenz sprudelt, aber
die Gemüter und Geister kreisen eher um etwas, das man einen paralytischen
Tanz nennen könnte. Das Erwachen ist unvermeidlich, - aber wann, - und
was für ein Erwachen? Wenn es um mich geht, - ich weiß, daß ich kompletten
Zerfallserscheinungen unterliegen werde, falls ich nicht ein klares und
scharfes Denken beibehalte. Weswegen habe ich eine Art von Tagebuch zu
führen begonnen, genau zum Thema dieser Probleme, eine gewisse Art von
Konfrontation.
Man braucht hier nicht die Sprache von Neurotikern, Schöngeistern, die
von psychologischen Subtilitäten abhängig sind. Man sollte die Dinge beim
Namen nennen. Diese Struktur und dieses System ist nicht lebenswert. Es
könnte sein, daß der große Fehler der Katholiken darin besteht, daß sie
sich mit dem Begriff der menschlichen Natur zufriedenstellen und in ihrem
Denken keinen Platz haben für etwas, was weder der Einzelne noch die Gesellschaft
sei, sondern eine Gesellschaft, die man in den Seelen des Einzelnen konstituiert.
Es könnte sein, daß eine Zahl von Einzelnen im Stande ist, sich unter
der Einwirkung der Gnade zu befreien. Jedoch Millionen über Millionen
sind zu einer schrecklichen Begrenzung verurteilt, die nicht aus ihrer
Schuld resultiert. Ist nicht das der Schwachpunkt der thomistischen
Philosophie?
Seit Jahren diskutieren die Intellektuellen über das Böse, das in den
„Massenmedien“ liegt, dabei gehen sie wie Naturforscher vor, die eine
Erscheinung beschreiben, die völlig außerhalb der menschlichen Kraft liegt.
Jedoch diese Erscheinung ist nicht so geheimnisvoll, wie sie uns versuchen
zu überzeugen. Die Erfahrung zeigt, daß in denjenigen Ländern, wo das
Fernsehen nicht kommerziell ist, die Nachrichten sehr gut sind, - viel
besser als hier, und daß das Fernsehen ein Tummelplatz für ernstzunehmende
Schriftsteller, Schauspieler, Liedermacher etc. ist. In Großbritannien
unter dem Druck des britischen Neokapitalismus hat man gleichzeitig ein
kommerzielles Fernsehen zugelassen. Viele ziehen dieses vor und hier stoßen
wir auf das heikelste Problem der Demokratie: Wenn in jedem Menschen ein
Weiser und ein Idiot steckt, dann siegt derjenige, der dem Idioten zum
Munde redet.
© Übersetzung: Martin Möller
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