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Erläuterungen zu deutschen Heiligen und Seligen

Adalbert und Bruno

Der Benediktiner Adalbert war tschechischblütiger Bischof von Prag und erlitt bei Elbing in Westpreußen das Martyrium. Seine Reliquien sind im Prager Veitsdom.
Der hl. Bruno von Querfurt missionierte zunächst in Ungarn, dann von Polen aus bei den Preußen. Im Jahre 1009 erlitt er dort den Martertod.

Adelheid

Die burgundische Königstochter  wurde Gemahlin Kaiser Ottos des Großen und wurde mit ihm zusammen  in Rom zum Kaiser gekrönt. Nach dem frühen Tod ihres Sohnes Otto II. übte sie die Regentschaft für ihren Enkel Otto III. aus. Nachdem sie viele Klöster gegründet hatte, zog sie sich in ihr Lieblingskloster Selz im Elsaß zurück, wo sie starb und bestattet ist.

Albertus Magnus

Der Bischof von Regensburg war Professor in Köln, Würzburg und Straßburg. Er war Lehrer des  hl. Thomas und Konzilstheologe beim 2. Lyoner Konzil. Der hl. Albert förderte den Aufstieg des Erzhauses. Seine Reliquien sind in der Kölner Andreaskirche und in seinem Geburtsort Lauingen, 20 km östlich Ulms an der Donau.

Ansgar

Ansgar stammte aus Amiens (Frankreich) und missionierte Norddeutschland und Skandinavien. Er war Erzbischof von Hamburg und Bremen. Sein Attribut ist der Pelz, wegen der nordischen Kälte. Der hl. Ansgar ist in Bremen bestattet.

Benno von Meißen

Benno wirkte um 1075 als Bischof von Meißen und widmete sich mit besonderer Liebe seinen sorbischen Schutzbefohlenen. Er wurde erst 1523 heiliggesprochen, was Luther zu gehässigen Kommentaren veranlaßte. In der Reformation mußten seine Reliquien nach München in Sicherheit gebracht werden, wo sie sich anscheinend heute noch befinden.

Bernhard, Markgraf von Baden

Der sl. Bernhard von Baden war Ritter und Gesandter im Dienste Friedrichs III. von der Steiermark. Er starb auf einer Reise, die zur Organisierung der Türkenabwehr diente. Sein Grab ist in Santa Maria della Scala, Moncalieri.

Bernhard Lichtenberg

Georg Haffner, Rupert Meyer, Otto Neururer, Josef Gapp Karl Leisner

Bernward und

Godehard, Bischöfe

Der hl. Bernward war der Erzieher von Kaiser Otto III. Er förderte die christliche Kunst (z.B. Bernwardskreuz) und ist in Hildesheim bestattet. Sein Nachfolger, der hl. Godehard, gilt als erster heiliger Bayer und ist der Namenspatron des Gotthardpasses.

Bonifatius (Winfried)

Der hl. Bonifatius fand, aus Großbritannien stammend, in Friesland den Märtyrertod. Seine Gebeine ruhen im Dom von Fulda.

Bruno von Querfurt

Verwandter der Ottonen, Kaplan Kaiser Ottos III.   => Adalbert und Bruno.

Bruno von Köln

Bruno war Sohn des ersten deutschen Königs und Bruder von Kaiser Otto dem Großen. Neben vielen anderen Funktionen übte er sowohl das Amt des Erzkanzlers des Imperiums als auch das des Erzbischofs von Köln aus.

Bruno, der Kartäuser

Der Begründer des Kartäuserordens stammt aus Köln und war Erzbischof von Reims. Sein Grab ist in der Kartause von La Torre in Apulien.

Burkhardt

Burkhardt war ein Weggefährte des hl. Bonifatius und wurde erster Bischof von Würzburg. Erhielt engen Kontakt zum hl. Stuhl in Rom und zog sich im Alter in die Zelle Hohenburg im Odenwald zurück. Seine Grablege ist in St. Andreas in Würzburg.

Clemens Maria Hofbauer

Hofbauers Vater hatte seinen Namen von Dvorak in „Hofbauer“ umwandeln lassen, er stammte aus Taßwitz an der Thaya (Tasovice) in Mähren. Hofbauer wirkte zunächst in Warschau, wo er eine immerwährende Mission einführte. Nach dem Verbot der Mission durch Napoleon wandte sich Hofbauer nach Wien, wo er mit seelsorgerlichen Mitteln massiv gegen Aufklärung und Josefinismus vorging. Der hl. Clemens Maria beriet die Verhandlungsführer auf dem Wiener Kongreß von 1814/15 und trug zur Sicherung des katholischen Europas bei. Zu Recht wird er der „Apostel Wiens“ genannt.

Clemens August Graf von Galen

Clemens August Graf von Galen wurde am 16. März 1878 auf der Burg Dinklage in Oldenburg geboren. Nach Studien in Freiburg (Schweiz), Innsbruck und Münster wurde er am 28. Mai 1904 in Münster zum Priester geweiht. Nach einer kurzen Zeit als Domvikar in Münster wurde er 1906 zum Kaplan an St. Matthias in Berlin ernannt. Damit begann eine 23jährige priesterliche Tätigkeit in der „Reichshauptstadt“.

Nach dem Tod von Bischof Johannes Poggenburg wurde Clemens August Graf von Galen zum Bischof von Münster ernannt. Am 28. Oktober 1933 empfing er die Bischofsweihe. Er wählte als Wahlspruch das Wort Nec laudibus, nec timore (Nicht durch Lob noch durch Drohungen weiche ich von Gotteswegen ab).

Schon in seinem 1. Fasten-Hirtenbrief 1934 entlarvte Bischof Clemens August Graf von Galen die neuheidnische Ideologie des Nationalsozialismus. Immer wieder trat er in den folgenden Jahren für die Freiheit der Kirche und der kirchlichen Verbände und für den Erhalt des Religionsunterrichts ein.
In einer großen Predigt im Dom zu Xanten klagte Bischof Clemens August im Frühjahr 1936 das nationalsozialistische Regime offen an, Christen wegen ihres Glaubens zu diskriminieren, ins Gefängnis zu werfen und sogar zu töten.

Die Staatsmacht fühlte sich ins Mark getroffen und wollte Bischof Clemens August festnehmen und töten lassen. Dazu zu feige, wurden an seiner statt 24 Weltpriester und 18 Ordensgeistliche aus der Diözese Münster ins Konzentrationslager gebracht, 10 von ihnen wurden von linken NS-Verbechern ermordet.

In den schweren Monaten der Nachkriegszeit war Bischof Clemens August wiederum eine Persönlichkeit an der viele sich aufrichteten. Mit Freimut trat er auch den Besatzungsbehörden entgegen, wenn es galt, Not und Unrecht zu beseitigen oder zu verhindern. Entschieden widersprach er der linken Propaganda von der Kollektivschuld aller Deutschen.

Papst Pius XII. berief Bischof Clemens August am 18. Februar 1946 in das Kardinalskollegium. Es war eine Ehrung für seine unerschrockene Haltung in der Zeit des Nationalsozialismus. Im überfüllten Petersdom jubelte ihm, dem „Löwen von Münster“, zu als er aus der Hand des Papstes die Kardinalswürde entgegennahm. Am 16. März 1946 wurde Kardinal von Galen bei seiner Rückkehr nach Münster von einer großen Volksmenge begeistert empfangen. Vor den Trümmern des zerstörten Domes hielt er seine letzte Ansprache. Am Tag darauf erkrankte er schon. Er starb am 22. März 1946 und fand sein Grab in der Ludgeruskapelle des zerstörten Domes.

Diesibod

Der schottische Mönch lebte im 7. Jh. in einer Eremitage an der Mündung des Glan in die Nahe, heute Rheinland-Pfalz. Dort, am Isibodenberg, entwickelte sich später ein in der Reformation aufgehobenes Kloster, in dem auch die hl. Hildegard von Bingen erzogen wurde.

Elisabeth, Landgräfin von Thüringen

Die ungarische Königstochter wurde Gemahlin des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen. Ihr kurzes Leben war von unermüdlicher Nächstenliebe gerade zu den Ärmsten geprägt. Als ihr Gatte im Jahre 1227 auf dem Kreuzzug fiel, wurde sie vom Thüringer Adel beraubt und ins Elend gestoßen. Elisabeth starb im Jahre 1231 vierundzwanzigjährig und wurde bereits drei Jahre später heilig gesprochen. Ihre Gebeine wurden in geziemender Weise in der in Marburg eigens erbauten St. Elisabeth-Kirche beigesetzt. Leider wurden sie aber ein Opfer des „Reformators“ Philipp von Hessen. Glücklicherweise konnte der Schädel ihres Hauptes gerettet werden. Er ist in der Elisabethinen-Kirche in Wien.

Engelbert, Bischof von Köln

Im Jahre 1222 krönte er den unglücklichen Heinrich VII. In seiner Diözese schützte er die Bedürftigen vor den Nachstellungen des Adels. Deshalb wurde er im Jahre 1225 bei Gevelsberg ermordet.

Eppo und Gottschalk

Eppo war ein sächsischer, Gottschalk ein slawischer Fürst. Beide erlitten das Martyrium im Slawenaufstand des 11. Jh., der durch die Schwächung des deutschen Königs ausgelöst wurde. Sie wurden in Lentzen an der Elbe in der Kirche getötet und werden als Erzheilige Brandenburgs verehrt. Weiteres hier!

Fidelis von Sigmaringen

Der gelehrte Kapuziner wurde im Zusammenhang mit der Gegenreformation von Schweizer Kalvinisten getötet. Die Reliquien sind in Feldkirch, Chur und Stuttgart.

Fridolin

Der irische Missionar förderte im 7. Jh. den Kult des hl. Hilarius. Er wirkte in Säckingen am Rhein, wo er das Kloster gründete.

Gereon

Der hl. Gereon war Offizier der Thebäischen Legion. Die Thebäische Legion, der u.a. auch der hl. Moritz angehörte. Sie wurde anläßlich der großen Christenverfolgungen Anfang des 3. Jh. dezimiert.

Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn

Die hl. Gertrud ist die größte Mystikerin, die Deutschland je hatte. Bereits seit ihrer Kindheit war sie im Kloster Helfta (in Eisleben, seit der Wende wieder aktiv!)

Hedwig von Schlesien

Die hl. Hedwig gehört zu der großen Zahl deutscher Fürstinnen, die mit dem schlesischen und polnischen Hochadel verheiratet waren. Sie ist Patronin Schlesiens und Berlins.

Heinrich, Deutscher König

Heinrich II. (als Kaiser Heinrich I.) ist der Schöpfer des Bistums Bamberg und der erhabenste unter allen deutschen Königen und Kaisern. Er ist gemeinsam mit seiner Gattin, der hl. Kunigunde, im Bamberger Dom bestattet. Der Festtag von Heinrich und Kunigunde ist der 13. Juli und gilt für alle Christgläubigen in Deutschland und den Nachbarländern.

Hemma von Gurk

Hemma entstammte dem Haus der Liudolfinger und war mit dem Grafen von Friesach-Zeltschach in Kärnten verheiratet.

Hemma, ostfränkische Könign

Hemma war Gattin des ostfränkischen Königs Ludwig des Deutschen. Ihr Grab ist in St. Emmeran in Regensburg.

Hermann Joseph

Hermann Joseph war ein Priester im 12. Jh., der die Marienmystik in besonderer Weise vertiefte. Sein Grab ist in Steinfeld/Eifel.

Hildegard, Kaiserin

Die zweite Gemahlin Karls des Großen stammte aus Schwaben. Sie war die Mutter Ludwigs des Frommen und Freundin der hl. Lioba. Lebenslang förderte sie mit Liebe und Tatkraft die Ausbreitung des Evangeliums in Deutschlands.

Hildegard von Bingen, OSB

Die Schülerin der sl. Jutta war eine weitgereistete Bußpredigerin und gründete nach dem Tod ihrer Lehrerin das Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen. Sie war hochgebildet, vor allem auf naturwissenschaftlichem gebiet und wurde von den Mächtigen ihrer Zeit um Rat gefragt. Ihre Reliquien sind in Bingen und in Eibingen.

Ingbert und Philipp von Zell

Der hl. Ingbert war ein Einsiedler im 7. Jh., an dessen Klause die Stadt St.Ingbert im Saarland entstand. Die Klause des hl. Philipp war in Zell, westlich von Worms im Pfrimmtal. Hier geschahen und geschehen viele Heilungen.

Irmgard, Kaiserin

Die hl. Kaiserin Irmgard wurde im Jahre 821 mit Kaiser Lothar I. vermählt. Sie begründete die Frauenabtei Erstein im Elsaß (20 km s Straßburg an der Ill.). Ihr dort befindliches Grab wurde von den gottlosen französischen Revolutionären vernichtet.

Jordan von Sachsen

Der Dominikanergeistliche vollendete die Gründung des hl. Dominikus und führte den Dominikanerorden zu einsamer Höhe. Nach einer Visitationsreise ertrank er am Freitag dem 13. Februar 1237 vor Syrien. Sein Grab ist in der Dominikanerkirche von Akkon (Heute Akko, Israel).

Kilian, Totnan und Kolnat

Kilian, Totnan und Kolnat (Koloman) waren Missionare, die im 7. Jh. in Oberfranken wirkten. Herzog Gozbert ließ sie aus Bosheit und Rachegefühlen umbringen.

Kollumban und Gallus

Gälische Missionare, die im 6. Jh. am Bodensee wirkten. Gallus ist der Gründer von St. Gallen, einem der bedeutendsten Klöster des Abendlandes, Kolumban war Verfasser einer strengen Regel, die sich jedoch nicht durchsetzen konnte und i.A. durch die benediktinische abgelöst wurde. Das Grab des Gallus ist in St. Gallen, das des Kolumban in Bobbio, n. von Genua.

Konrad von Konstanz

Der hl. Konrad war enger Freund Kaiser Ottos des Großen. Er war in Konstanz bestattet, doch während der Reformation landeten seine Reliquien im Bodensee.

Konrad von Parzham

Sein Name war Johann Ev. Birndorfer, Parzham nannte er sich nach seinem Geburtsort in Niederbayern. Als demütiger Pförtner wirkte er im Kapuzinerkloster von Altötting.

Korbian

Nach einem Eremitenleben wurde der französische Geistliche im 8. Jh. zum ersten Bischof von Freising ernannt.

Kreszentia von Kaufbeuren

Die sl. Kreszentia von Kaufbeuren war Nonne im Kloster der Franziskaner-Tertertiarinnen. Ihr mystisches Gebetsleben, getragen von glühender Liebe zum leidenden Heiland, verschaffte ihr schon zu Lebzeiten höchste Anerkennung, so daß die Großen der Welt, unter ihnen Kaiser Karl VII. und Maria Theresia, sie um Rat fragten. Ihr Feiertag ist der 5. April (Todestag 5. 4. 1744).

Kunigunde

Kunigunde lebte mit dem hl. Kaiser Heinrich in einer jungfräulichen Josephsehe. Als sie einst des Ehebruchs bezichtigt wurde, lief sie über 12 glühende Pflugscharen und bewies so ihre Unschuld. Kunigunde gründete das Stift Kaufungen (bei Kassel), wo sie auch starb. Sie ist in Bamberg bestattet.

Leo IX., Papst

Deutscher Reformpapst aus dem Elsaß (Egisheim). Er bekämpfte Simonie, Priesterehe und Laieninvestitur. Ihm wird (zu Unrecht) das Schisma von 1054 angelastet. Hingegen hat er auf der Ostersynode von Vercelli erstmal die Realpräsenz klar definiert.

Liborius Wagner

Der selige Liborius Wagner als Sohn evangelischer Eltern in Mühlhausen, Thüringen geboren, wurde am 5. Dezember 1593 in der dortigen St. Blasius-Kirche getauft. Als Student besuchte er mit Erfolg die protestantischen Hochschulen zu Leipzig, Gotha und Straßburg. Aus einer tiefen Glaubenskrise heraus fand er den Weg zur katholischen Kirche bei den Jesuiten in Würzburg. Dort entschloß er sich zum Studium der Theologie und wurde am 29.3. 1625 zum Priester geweiht.

Nach einjähriger Kaplanstätigkeit in Herdheim wurde er im September 1626 zum Pfarrer von Altenmünster-Sulzdorf (nordöstlich von Schweinfurt) bestellt. Fünf Jahre lang suchte er unter schwierigsten Verhältnissen seinen Pfarrkindern, auch den lutherischen, ein verständnisvoller Seelsorger und echter Nothelfer zu sein. Nach der Besetzung Frankens durch schwedisch-deutsche Truppen im Oktober 1631 wurde sein Versteck. Von deutschen Reitern gefangen genommen, erlitt er auf Schloß Mainberg fünf Tage und Nächte ein grausames Martyrium. Weder Gewalt noch Schmeichelei konnten ihn in seiner katholischen Glaubenstreue zu Kirche und Papst erschüttern. Unablässig beteuerte er: Ich lebe, leide und sterbe katholisch-päpstlich.

Am 9. Dez. 1631 wurde er auf den Mainwiesen bei Schonungen mit einem Degen durchbohrt. Sein gemarterter Leichnam fand endlich eine ehrenvolle Grabstätte in der Stiftskirche zu Heidenfeld, wo heute noch in der Pfarrkirche seine Gebeine ruhen. Bischof, Klerus und Volk an den Liboriusorten und weit darüber hinaus verehrten ihn von Anfang an als Märtyrer, der für seine Glaubens- und Gewissensüberzeugung in den Tod ging. Sein 300 Jahre lang verzögerter Seligsprechungsprozess wurde 1931 in Würzburg eröffnet und fand 1973 seinen positiven Abschluß in Rom.

Am 24. März 1974 wurde Liborius Wagner im Petersdom von Papst Paul VI. selig gesprochen. Die deutschen Katholiken haben an ihm einen um die Wahrheit ringenden Freund der Jugend, einen vorbildlichen, aktiven Pfarrer und einen Apostel der Einheit, der zwischen drüben und hüben, zwischen den Christen verschiedener Bekenntnisse Brücken schlägt. Dieser des uralten Glaubens neuer Blutzeuge reiht sich würdig unter die christlichen Märtyrer ein.

Ludger, Bischof von Münster

Karl der Große übertrug dem Friesen das gefährliche Amt der Friesen- und Sachsenmission. Er gründete das Stift Mimigernaford, später Münster genannt. Sein Grab ist in Werden, Ortsteil von Essen.

Mathilde, Königin

Mathilde entstammte dem sächsischen Hochadel und war Ururenkelin von Herzog Widukind. Sie wurde im Damenstift Herford erzogen. Mathilde wurde Gattin von Herzog Heinrich, später erster Deutscher König Heinrich I. und schenkte ihm die fünf Kinder Otto (Kaiser Otto I,), Gerberga, Hadwig, Heinrich und Bruno (Bischof von Köln). Sie war Stifterin vieler Klöster am Harz und ist in Quedlinburg bestattet.

Matthias, Apostel

Nachdem die hl. Kaiserin Helena die Gebeine des Apostels Matthias hatte bergen lassen, wurden selbige nach Trier gebracht, wo sie in der Basilika St. Matthias verehrt werden.

Maximilian vom Pongau

Er wirkte im 3. Jh. im Bereich des Erzstiftes Salzburg (Pongau).

Meinhold

Der westfälische Adlige war Patenkind Karls des Großen. 836 wurde er Erzdiakon (d.d. Bischof) in Paderborn. Seine Gebeine sind in der Busdorfkirche in Paderborn.

Meinrad von Reichenau

Der hl. Meinrad stammte aus dem Sülichgau. Nachdem er als Lehrer wirkte, zog er sich in Einsiedelei n am Zürcher und Sielsee zurück. Im Jahre 861 wurde er von Raubmördern erschlagen. Seine Gebeine sind in Einsiedeln.

Norbert von Xanten

Ähnlich wie Luther wurde er durch Blitzschlag bekehrt, allerdings dauerhaft. Anläßlich eines langfristigen Aufenthalts in Frankreich gründete er in Praemontre den Prämonstratenserorden. In späteren Jahren wurde er Reichskanzler für Italien und Erzbischof von Magdeburg. Seine Reliquien wurden 1627 nach Prag übertragen - ein unermeßlicher Verlust für Sachsen-Anhalt und die gesamte Region.

Notburga von Eben und Tyrol

Die fromme Dienstmagd aus Rattenberg am Inn in Nordtyrol erbarmte sich trotz eigener Bedürftigkeit der Armen. Notburga erfreut sich eifriger Verehrung in Süddeutschland und Tyrol. 400 Jahre nach ihrem Tod wurde sie in einer eigens erbauten Kirche in Eben bestattet. Ihr Festtag ist am 13. September.

Otto von Bamberg

Otto von Bamberg, ein Schwabe, trat als Priester in den Dienst König Heinrichs IV., der ihn mit der Bauaufsicht des Speyrer Doms beauftragte. Er wurde kgl. Kaplan, Kanzler und Bischof von Bamberg. Auf zwei Reisen brachte er Pommern den christlichen Glauben. Otto starb 1139, wurde 1189 kanonisiert und ist in Bamberg im Kloster Michaelsberg bestattet.

Otto von Freising

Bischof Otto der Große von Freising war Zisterzienser und großartiger Erneuerer des kirchliichen Lebens seiner Zeit und seiner Diözese. Er leistete Bedeutendes bei der harmonischen Ausgestaltung des Staat-Kirche-Verhältnissses (was damals bedeutete, den staatlichen Einfluß innehalb der Kirche zurückzudrängen) und als geschichtstheoretischer Schriftsteller.

Otto vertrat die Ansicht, daß das Reich Gottes weitgehend schon im Diesseits zu realisieren sei und verwies auf das vorbildiliche, von ihm selbst organisierte und reformierte Klosterleben und die Verdienste der Mönche um den christlichen Staat. er hl. Otto ist im Kloster Morimond in Frankreich estatte.

Petrus Canisius

Der Jesuit aus Nimwegen ist der „Zweite Apostel der Deutschen“. Der Kirchenlehrer verfaßte u.a. die „Summa Doctrinae Christianae“, das wichtigste Lehrbuch der Gegenreformation. Er ruht in der St. Michaelskirche in Freiburg/Schweiz.

Petrus Faber

Der Gefährte des hl. Ignatius von Loyola förderte die erste Niederlassung des Jesuitenordens in Deutschland. Er setzte sich für eine Reform der Kirche und besonders des Priestertums ein. Der sl. Petrus Faber starb im Jahre 1546 in Rom.

Pirmin

Pirmin, französischer Bischof, gründete im 8. Jh. viele Klöster in Süddeutschland, so Reichenau. Sein Grab ist in Innsbruck.

Radegundis

Radegunde war thüringer Königstochter, als das Reich Thüringen von den Franken besiegt und zerstört wurde. Sie wurde gewzwungen, Chlothar, den König der Franken, im Jahre 536 zu heiraten. Später entfernte sie sich vom fränkischen Hof und errichtete auf ihren Gütern im Süden Frankreichs ein Kloster. Für dieses Kloster erwarb sie die bedeutendste Kreuzreliquie.
Diese Reliquie regte ihren Freund, den Bischof von Poitiers Venantius Fortunatus, zur Dichtung des bedeutendsten Kreuztes-Hymnus an: „Vexilla regis prodeunt“. Radegundis gilt als Trägerin der Diakoninnenweihe.

Richardis

Richardis war die Tochter eines elsässischen Grafen und Gemahlin Kaisers Karls III. (des Dicken). Noch zu Lebzeiten des Kaisers ging sie ins Kloster nach Andlau, bis heute Wallfahrtsort der Frommen und Kaisertreuen.

Richeza

Richeza war eine von 7 Töchter des sl. Ehrenfried, Pfalzgraf bei Rhein und von Mathilde einer Tochter von Ks. Otto III. Sie wurde Gemahlin von König Mieczislaus II. Später war sie im Kloster Saalfeld, Thüringen. Ihre Gebeine waren in der Kirche St. Maria zu den Stufen in Köln, nach deren Sälkularsierung in der Kölner Domkirche.

Rochus

Der hl. Rochus von Montpellier gilt zu Recht als „Patron der Pestkranken“. Seine Wallfahrt, z.B. zum St.-Rochus-Berg in Bingen, war außerordentlich beliebt in Deutschland. Goethe schilderte diese Wallfahrt in seinen Werken.

Bischof Rupert

Der hl. Rupert stammte aus Worms und missionierte um 700 als Wanderbischof weite Gebiete Bayerns, d.h. auch des heutigen Österreichs und gründete zahlreiche Kirchen und Klöster. Er ist im (späteren) Salzburger Dom bestattet.

Severin

Der hl. Severin wirkte im 5. Jh. im heutigen Niederösterreich, wo er Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Arianern schlichtete.

Sturmin

Sturmin, dessen Name auch als Sturmius latinisiert wird, stammte aus Oberösterreich und war Schüler des hl. Wigbert. Er gründete beauftragt von Bonifatius das Kloster Fulda und wurde sein erster Abt. Sturmin sorgte für einen exemten Status von Fulda, der sowohl geistlich als auch weltlich bis in die Neuzeit hinein Bestand behielt. Zu den fränkischen Herrschern pflegte er ein gutes Verhältnis und widmete sich gemeinsam mit ihnen der Mission unter den Sachsen. Sturmin ist wie Bonifatius im Dom von Fulda bestattet.

Trudpert

Der irische Missionar gründete Klöster in Lothringen und im Schwarzwald. In Münstertal, südlich von Freiberg, erlitt er den Märtyrertod.

Ulrich, Bischof von Augsburg

Udalrich wurde 923 Bischof von Augsburg. Er vermittelte zwischen Otto dem Großen und seinem Sohn bei einem Konflikt. Seine Kanonisation war die erste förmliche. Sie wurde durch Papst Johannes XV. vorgenommen.

Ursula und Gefährtinnen

Die „Märtyrerinnen von Köln“ wurden in den diokletianischen Christenverfolgungen in Köln mit vielen anderen getötet. Die hl. Ursula wird überall in Deutschland verehrt.

Werner von Oberwesel

Im Jahre 1287 wurde der Landarbeiter Werner ermordet. Er gilt als Märtyrer des Altarsakraments und wurde am Rhein und in der Freigrafschaft verehrt.

Walburga und Lioba

Walburga (Walpurga) war die Schwester der Heiligen Willibald und Wunibald, alle drei Kindes des hl. Richards. Von ihrem Verwandten Bonifatius wurden sie zur Mission nach Deutschland gerufen. Walburga und Lioba sind die Erzieherinnen deutscher Frauenjugend.

Bischof Willibald

Der Engländer Willibald, Gefährte des Heiligen Bonifatius, wurde 741 einer der ersten Bischöfe von Eichstätt. Er ließ den Eichstätter Dom erbauen, in dem er auch bestattet ist.

Willibrord

Der Missionar aus Nordengland wurde von König Pippin nach Friesland gesendet. Der Papst weihte ihn zum Erzbischof der Friesen. Willibrord starb im Jahre 739 in Echternach, wo er auch bestattet ist.

Wolfgang, Bischof von Regensburg

Wolfgang wurde durch den hl. Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht und ist im Kloster St. Emmeran in Regensburg bestattet. Der hl. Wolfgang ist Patron des Viehs und der Zimmerleute.

Wunibald

Auch Wunibald wurde vom hl. Bonifatius zur Mission nach Deutschland gerufen. Er wirkte in Thüringen (Sülzenbrücken s Erfurt) und Franken. Der hl. Wunibald wurde Abt des von ihm gegründeten Klosters Heidenheim am Hahnenkamm (w Weißenburg). Er ist der Patron der Bauarbeiter und Brautleute.

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