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Oratorien und Kantaten

Oratorien von Georg Philipp Telemann

Der Tag des Gerichts

Das Oratorium „Der Tag des Gerichts“ von Georg Philipp Telemann ist das mit Abstand bedeutendste Oratorium der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Telemann bleibt vom Tode Bachs bis zu seinem eigenen Ableben am 25. Juni 1767 (Gedenktag der Augsburgischen Konfession) der bedeutendste Komponist der Welt und der Doyen der deutschen Musiker.

Der Text des Oratoriums wurde vom Hamburger Hauptpastor Ahlers verfaßt, einem ausgezeichneten Theologen und Poeten. Es war die Zeit der gottlosen Publizistik Lessings und Voltaires, die die Kirche herausforderten und geistige und künstlerische Gegenmaßnahmen dringend erforderlich machten. Nach Bachs Tod war es vor allem Telemann, der sich ganz der künstlerischen Gegenaufklärung widmete und herausragende, modernste Texte komponierte, so die glänzende apokalyptische Vision von Ahlers.

Es sei darauf hingewiesen, daß Telemann bei der Komposition bereits 80 Jahre alt war und ein feuriges Werk in jugendlicher Frische und frommer Begeisterung vorlegte. Ferner soll an dieser Stelle der Überzeugung Ausdruck verliehen werden, daß Telemann zu den bedeutendsten Komponisten überhaupt zählt und gleichberechtigt an die Seite von Bach und Mozart zu stellen ist.

Die Hirten an der Krippe zu Bethlehem

Weihnachtskantate auf den Text von Karl Wilhelm Ramler (1725-1798)

Der Tod Jesu (Du dessen Augen flossen)

Passionskantate von Karl Wilhelm Ramler. Diese Vorlage wurde gleichfalls in großartiger Weise von Karl Heinrich Graun (und anderen Komponisten) vertont.

Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu

Kantate von Karl Wilhelm Ramler

Texte von Bachwerken und aus seinem Umfeld

Obwohl Bach als größter Komponist aller Zeiten gilt, ist die Nachwelt und Gegenwart äußerst nachlässig mit seinem Erbe umgegangen. Eine sehr große Anzahl seiner Werke ist in den Jahren nach seinem Tod verloren gegangen, dies betrifft besonders die Kantaten, in deren Corpus hunderte Werke fehlen! Man kann mit Fug sagen, daß dies der größte Verlust an Kunstwerken eines Künstlers ist, den die Menschheitsgeschichte überhaupt kennt. Leider hat sich Bach selbst auch nicht ausreichend um die Sicherung seiner Kompositionen gekümmert, - kein Wunder bei einem Künstler, der buchstäblich bis zur letzten Lebensminute ununterbrochen schöpferisch tätig war.
Von einer nicht geringen Zahl Kompositionen wissen wir aus Textdrucken, Erwähnungen und Beschreibungen. Einige dieser Texte seien hier mitgeteilt.

Was ist das wir Leben nennen?

Gedächtnisakt für Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar am 2. April 1716 in der Weimarer Schloßkirche. Die bedeutende, von Bach komponierte Musik ist verloren gegangen.

Siehe eine Jungfrau ist schwanger

Die Musik dieser Kantate von Johann Sebastian Bach zum 25. März 1724 (Mariae Verkündigung) ist verloren gegangen.

Der Segen des Herrn machet reich ohne Mühe

Die Musik dieser Kantate von Johann Sebastian Bach zum 1. Juli 1725 (5. Sonntag nach Trinitatis) ist verloren gegangen.

Meine Seele erhebt den Herren II

Die Musik dieser Kantate von Johann Sebastian Bach zum 2. Juli 1725 (Mariae Heimsuchung) ist verloren gegangen.

Wer sich rächet, an dem wird sich der Herr wieder rächen

Die Musik dieser Kantate von Johann Sebastian Bach zum 7. Sonntag nach Trinitatis (15. 7.1725) ist verloren gegangen.

Passionspasticchio

Ein Pasticcio faßt verschiedene Sätze aus unterschiedlichen Werken zusammen. Bei dem Pasticcio handelt es sich um eine Kantate von Graun, die um weitere Sätze von Telemann, Bach und Bachs Schwiegersohn Altnikol erweitert wurde. Zwei in diesem Pasticcio enthaltenen Werke Bachs stammen aus verloren gegangenen Werken, wahrscheinlich Passionen von Bach. Wir haben in diesen Partikeln die letzte Spur dieser Werke zu vermuten.

 

 

 

 

 

 

 

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