Hymnen und Geistliche Lieder |
Zur Geschichte des Heiligen Imperiums
gehört untrennbar sein geistliches Leben im Gottesdienst
der Kirche. Dieser Gottesdienst wird zu Recht Liturgie genannt,
eine Liturgie, die von Anfang an von Musik und Gesang - jedoch
niemals vom Tanz - geprägt ist.
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Der Becker'sche Psalter |
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Becker formte fast
den vollständigen Psalter in Kirchenlieder um. Zum
Inhaltsverzeichnis. |
Unbekannte Verfasser |
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Aufer
immensam, aufer iram. Hymne, die von Heinrich Schütz
im „Anderen Theil kleiner geistlichen Concerten“
vertont wurde (SWV 337). |
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Es
flog ein Täublein weiße |
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O
Herzens-Angst, o Bangigkeit und Zagen!
Der Dichter dieser herauragenden Karfreitags-Hymne ist leider
bis zum heutigen Tage unbekannt. Sowohl Text als auch Choralsatz
zeugen von großer Eleganz und Gefühlszartheit im
Mitleiden des Erlösers. Der Choralsatz ist bei Bach zufinden
(BWV 400). |
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Schaffet
daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Dieses
Wort des Philipperbriefes nahm sich ein Dichter um 1650 als
Vorlage für ein Lied, dessen Strophen nacheinander mit
den Worten des Verses aus dem Philipperbrief beginnen (Akrostichon). |
Johann Burchard Freystein |
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Mache
dich, mein Geist, bereit. Hier der vollständige Text
der von den modernen Gesangbüchern verstümmelten
herausragenden Hymne! |
Paul Gerhardt |
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O
Mensch, beweine deine Sünd. Das unbekannteste der
Passionslieder von Paul Gerhardt. |
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Was
alle Weisheit in der Welt nicht lallen kann. Paul Gerhardts
Lied zum Trinitatisfest. Die Lieder Paul Gerhardts sind der
Beweis für die Tatsache, daß das Luthertum auch
in seiner traditionellen Entfaltung rechtgläubig und
katholisch blieb. Johann Sebastian Bach verwendete Strophe
8 des Liedes in seiner Trinitatiskantate „Es ist ein
trotzig und verzagt Ding um aller Menschen Herze“. |
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Der
52. Psalm. Was trotzest du, stolzer Tyrann. Viele Psalmlieder
Gerhardts stehen im Schatten älterer Hymnen. Der 52. Psalm
weist prophetisch auf die Terroregime der Neuzeit hin. |
Claus Harms
Claus Harms gehörte zu den großen Erneuerern eines
kirchentreuen Luthertums im 19. Jahrhundert. Das Lied zeigt
die stets königstreu-monarchische Gesinnung des Luthertums
bis in die Gegenwart hinein deutlich auf. |
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Es
woll’ uns Gott beglücken. Quelle: Leipziger
Stadtgesangbuch von 1852 |
Ludwig Helmbold |
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Martin Jahn |
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Jesu,
meiner Seelen Wonne. Das Lied von Martin Jahn ist heute
gänzlich vergessen, es bleibt allerdings unsterblich
durch die geniale Vertonung zweier seiner Strophen durch Johann
Sebastian Bach: „Jesus bleibet meine Freude“ -
„Jesu, Joy of man’s desiring“ |
Christoph Knoll |
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Herzlich
tut mich verlangen nach einem selgen End. Das Lied des
Bunzlauers (Niederschlesien) Christoph Knoll von 1599 gehört
zu den bedeutendsten geistlichen Dichtungen. Strophe 4 wurde
von J.S. Bach höchst kunstvoll bearbeitet in der
Kantate 161 „Komm, du süße Todesstunde“. |
Johann Leon |
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Ich
hab mein Sach Gott heimgestellt |
Matthäus Appelles von Löwenstern |
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Heut
ist o Mensch ein großer Trauer-Tag / Schaut, ihr Sünder,
ihr macht mir große Pein |
Matthäus Meyfahrt |
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O
großer Gott von Macht |
Georg Mylius |
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Herr,
ich denk' an jene Zeit. Sterbelied, von J. S. Bach trotz
der sehr drastischen Todesvision in süße Harmonien
gesetzt. |
Johann Gottfried Olearius |
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Tröstet,
tröstet meine Lieben |
Johann von Rist |
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Du
Lebensfürst, Herr Jesu Christ
Johann von Rist, der Dichter dieses Liedes, zählt zu
den bedeutendsten Dichtern überhaupt. Er wurde vom Kaiser
geadelt, eine weitere Adelspromotion erfuhr er mit der reichen
Berücksichtigung seiner Dichtungen durch Johann Sebastian
Bach. Neben dem Choral „Brich an, du schönes Morgenlicht“
aus dem Weihnachtsoratorium sei das Himmelfahrtslied Rists
genannt, das wir hier vollständig bringen. |
Johann Christoph Rube |
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Wohl
dem, der sich auf seinen Gott |
Christoph Runge, Berlin |
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Laßt
Furcht und Pein weit von uns sein |
Johann Adolf Schlegel |
Dir
befehl ich meine Kinder |
Angelus Silesius |
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Angelus Silesius gehört zu
den größten Dichtern aller Zeiten. Er erkannte
bereits früh die Vergeblichkeit des lutherisch-protestantischen
Prinzips und kehrte zur Kirche zurück. Unser Lied behandelt
die Verpflichtung, diese todgeweihte Welt zu überwinden.
Somit ist es natürlich bei den Theologen und Kirchenführern
beider Konfessionen höchst unbeliebt. |
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Die
Seele muntert auf zum Streit |
Philipp Spitta |
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Geist
des Glaubens, Geist der Stärke. Dieses Lied führt
uns mitten in den Kampf gegen die beginnende Entchristlichung
Deutschland im 19. Jh. hinein. Da dieser Kampf noch nicht
ausgestanden ist, weist der Hymnus höchste Aktualität
auf. Danken wir dem Herrn der Kirche, der diesen Kampf am
Kreuz bereits uns zugunsten entschieden hat.
Spitta, Pfarrer aus Niedersachsen, wandte sich gegen die
oktroyierte Pseudo-Religion des preußischen Unionsprotestantismus
und gegen den haltlosen Progressismus seiner Zeit: „Gib
uns des Elias Strenge, wenn den Götzen dieser Zeit die verführte
blinde Menge Tempel und Altäre weiht! Daß wir nie vor ihnen
beugen Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, sondern fest
als deine Zeugen dastehn, wenn auch ganz allein.“ |
Michael Weisse |
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Als
der gütige Gott |
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