Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: Dominica Trinitatis 2010

 

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Hymnen und Geistliche Lieder

Zur Geschichte des Heiligen Imperiums gehört untrennbar sein geistliches Leben im Gottesdienst der Kirche. Dieser Gottesdienst wird zu Recht Liturgie genannt, eine Liturgie, die von Anfang an von Musik und Gesang - jedoch niemals vom Tanz - geprägt ist.

 

Becker

 

Becker formte fast den vollständigen Psalter in Kirchenlieder um. Einige interessante Beispiele seien hier geboten.

 

Psalm  1  Wer nicht sitzt im Gottlosen Rat

Psalm  58  Wie nun, ihr Herren, seid ihr stumm"

 

Psalm  2  Was haben doch die Leut’ im Sinn

Psalm 59  Hilf, Herre Gott, errette mich

 

Psalm 19  Die Himmel, Herr, preisen sehr

Psalm 68  Es steh’ Gott auf, daß seine Feind

 

Psalm  20  Der Herr erhör’ dich in der Not

Psalm 83  Gott, schweig du nicht so ganz und gar

Johann Burchard Freystein

Mache dich, mein Geist, bereit. Hier der vollständige Text der von den modernen Gesangbüchern verstümmelten herausragenden Hymne!

Paul Gerhardt

O Mensch, beweine deine Sünd. Das unbekannteste der Passionslieder von Paul Gerhardt.

Was alle Weisheit in der Welt nicht lallen kann. Paul Gerhardts Lied zum Trinitatisfest. Die Lieder Paul Gerhardts sind der Beweis für die Tatsache, daß das Luthertum auch in seiner traditionellen Entfaltung rechtgläubig und katholisch blieb. Johann Sebastian Bach verwendete Strophe 8 des Liedes in seiner Trinitatiskantate „Es ist ein trotzig und verzagt Ding um aller Menschen Herze“.

Der 52. Psalm. Was trotzest du, stolzer Tyrann. Viele Psalmlieder Gerhardts stehen im Schatten älterer Hymnen. Der 52. Psalm weist prophetisch auf die Terroregime der Neuzeit hin.

Claus Harms

Claus Harms gehörte zu den großen Erneuerern eines kirchentreuen Luthertums im 19. Jahrhundert. Das Lied zeigt die stets königstreu-monarchische Gesinnung des Luthertums bis in die Gegenwart hinein deutlich auf.

Es woll’ uns Gott beglücken. Quelle: Leipziger Stadtgesangbuch von 1852

Ludwig Helmbold

     

Martin Jahn

Jesu, meiner Seelen Wonne. Das Lied von Martin Jahn ist heute gänzlich vergessen, es bleibt allerdings unsterblich durch die geniale Vertonung zweier seiner Strophen durch Johann Sebastian Bach: „Jesus bleibet meine Freude“ - „Jesu, Joy of man’s desiring“

Christoph Knoll

Herzlich tut mich verlangen nach einem selgen End. Das Lied des Bunzlauers (Niederschlesien) Christoph Knoll von 1599 gehört zu den bedeutendsten geistlichen Dichtungen. Strophe 4 wurde von J.S. Bach höchst kunstvoll bearbeitet in der Kantate 161 „Komm, du süße Todesstunde“.

Johann Leon

Ich hab mein Sach Gott heimgestellt

Matthäus Meyfahrt

O großer Gott von Macht

Johann Gottfried Olearius

Tröstet, tröstet meine Lieben

Johann von Rist

Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ. Johann von Rist, der Dichter dieses Liedes, zählt zu den bedeutendsten Dichtern überhaupt. Er wurde vom Kaiser geadelt, eine weitere Adelspromotion erfuhr er mit der reichen Berücksichtigung seiner Dichtungen durch Johann Sebastian Bach. Neben dem Choral „Brich an, du schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium sei das Himmelfahrtslied Rists genannt, das wir hier vollständig bringen.

Johann Christoph Rube

Wohl dem, der sich auf seinen Gott

Christoph Runge, Berlin

Laßt Furcht und Pein weit von uns sein

Johann Adolf Schlegel

Dir befehl ich meine Kinder

Angelus Silesius

Angelus Silesius gehört zu den größten Dichtern aller Zeiten. Er erkannte bereits früh die Vergeblichkeit des lutherisch-protestantischen Prinzips und kehrte zur Kirche zurück. Unser Lied behandelt die Verpflichtung, diese todgeweihte Welt zu überwinden. Somit ist es natürlich bei den Theologen und Kirchenführern beider Konfessionen höchst unbeliebt.

Die Seele muntert auf zum Streit

Philipp Spitta

Geist des Glaubens, Geist der Stärke. Dieses Lied führt uns mitten in den Kampf gegen die beginnende Entchristlichung Deutschland im 19. Jh. hinein. Da dieser Kampf noch nicht ausgestanden ist, weist der Hymnus höchste Aktualität auf. Danken wir dem Herrn der Kirche, der diesen Kampf am Kreuz bereits uns zugunsten entschieden hat.

Spitta, Pfarrer aus Niedersachsen, wandte sich gegen die oktroyierte Pseudo-Religion des preußischen Unionsprotestantismus und gegen den haltlosen Progressismus seiner Zeit: „Gib uns des Elias Strenge, wenn den Götzen dieser Zeit die verführte blinde Menge Tempel und Altäre weiht! Daß wir nie vor ihnen beugen Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, sondern fest als deine Zeugen dastehn, wenn auch ganz allein.“

Michael Weisse

Als der gütige Gott

Unbekannte Verfasser

Aufer immensam, aufer iram. Hymne, die von Heinrich Schütz im „Anderen Theil kleiner geistlichen Concerten“ vertont wurde (SWV 337).

Es flog ein Täublein weiße

Schaffet daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Dieses Wort des Philipperbriefes nahm sich ein Dichter um 1650 als Vorlage für ein Lied, dessen Strophen nacheinander mit den Worten des Verses aus dem Philipperbrief beginnen (Akrostichon).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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