Selig ist die Seele

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Selig ist die Seele ist ein geistliches Lied von Prof. Dr. Heinrich Müller.


Text der Hymne

1. Selig ist die Seele,
die in ihrer Höhle,
dich, o Jesu liebt.
Du wirst sie umarmen,
und mit Trost erwarmen
wenn sie ist betrübt.
Du bist ihr
Licht, Heil und Zier,
ihres Herzens süße Weide,
Leben, Schatz und Freude.


2. Ein Herz, das dich liebet,
ist stets unbetrübet
und von Sorgen frei.
Unter tausend Waffen
kann es sicher schlafen,
denn du stehst ihm bei.
Wenn der Feind,
der's böse meint,
noch so grausam tobt und wütet,
wird es doch behütet.


3. Schießt der Teufel Pfeile
in geschwinder eile
auf die Herzen zu,
find' ich in den Klüften
und blutroten Grüften,
deiner Wunden Ruh.
Wenn mich gleich
ein ganzes Reich
voller Teufel will umringen
will ich fröhlich singen.


4. Kommen seine Schuppen
mit vermehrten Truppen
bieten wieder Sturm,
sprechen mit Belachen
was will dieser machen,
dieser arme Wurm?
Wirst du doch,
das weiß ich noch,
mich vor aller Feinde Stürmen
Jesu, wohl beschirmen.


5. Tobt, ihr Satansrotten,
es wird euer spotten,
der im Himmel sitzt.
Er wird euer Dichten,
ganz und gar vernichten,
wenn ihr noch so schwitzt.
Seid ihr gleich
so groß und reich
als der große Alexander
stürzt er's miteinander.


6. Laßt mir alles nehmen,
ich will mich nicht grämen
um das schnöde Geld.
Reichtum kann wohl drücken,
aber nicht erquicken
und bleibt in der Welt.
Hab' ich Gott,
so hat's nicht Not
über hunderttausend Schätzen,
muß mich Gott ergötzen.


7. Würd' ich mich drob kränken,
was würde der denken,
der den Himmel baut?
Ist er doch mein Vater
mein Freund und Berater
dem ich mich vertraut.
Bleibt mir Gott,
mein Stücklein Brot
wird mir hier auf dieser Erden
auch wohl müssen werden.


8. Muß ich aller Ehren
bloß sein und vermehren
meiner Feinde Ruhm?
Laß' sie immer prangen
ich hab' kein Verlangen
nach der Wiesen Blum!
Menschenehr',
was ist sie mehr
als ein ängstenvolles Leben
Gott kann mich erheben.


9. Muß ich sein betrübet,
so mich Jesus liebet
ist mir aller Schmerz
über Honig süße,
tausend Zuckerküsse
drücket er ans Herz.
Wenn die Pein
sich stellet ein,
seine Liebe macht zu Freuden
auch das bitt're Leiden.


Die Hymne bei Bach


Verweise