Außerordentliche Sedisvakanz

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Die außerordentliche Sedisvakanz (abgeleitet aus lateinisch sedes = Sitz und vacans = leer) ist die einzig rechtgläubige Positionierung von Katholiken heutiger Tage, die die Tatsache feststellt, daß es aktuell keinen rechtmäßigen Papst gibt. Die Fremdbezeichnung "Sedisvakantismus" ist abzulehnen, da sie impliziert, rechtgläubige Katholiken würden den seit Oktober 1958 andauernden Zustand der außerordentlichen Sedisvakanz ideologisieren.

Gegenstand

Die Lehre von der außerordentlichen Sedisvakanz steht fest auf dem Fundament der katholischen Auffassung von Unfehlbarkeit und Indefektibilität der Kirche und der Positionierung eines großen Doktors der Theologie, des hl. Robert Bellarmin. Im Unterschied zum Sedisprivationismus, der den Heiligen Stuhl lediglich als de jure (formal) unbesetzt ansieht, betrachten ihn rechtgläubige Katholiken auch als de facto (materiell) vakant, weshalb sie jegliche Gemeinschaft mit der Vatikanum-II-Scheinkirche ablehnen.

Die Vakanz des Stuhls Petri ist nach Lehre der römisch-katholischen Kirche ein schwerer Notstand, da die päpstliche Binde- und Lösegewalt in dieser Zeit nicht ausgeübt werden kann und der Fels der Kirche fehlt. Es muß daher alles getan werden, eine Vakanz so schnell wie möglich zu beenden.

Beginn der außerordentlichen Sedisvakanz

Die jetzige außerordentliche Sedisvakanz begann mit dem Tod von Pius XII. Inhaltlich wird sie damit begründet, daß das "Zweite Vatikanische Konzil" zahlreiche Häresien enthält und darum ein Amtsverlust ipso facto (Tat, die eine unabwendbare Folge zur Konsequenz hat) der diese Irrlehren vertretenden Kleriker eingetreten ist.

Pius XII.

Im Gegensatz zur Mehrheit der rechtgläubigen Katholiken, die den Beginn der außerordentlichen Sedisvakanz mit Angelo Roncalli im Herbst 1958 ansetzen, nimmt eine Minderheit unter den rechtgläubigen Katholiken an, daß bereits Pius XII. kein Papst gewesen sei. In seinen amtlichen Schriften lassen sich zweifellos zahlreiche problematische Positionen und hartnäckige Begünstigungen des Modernismus nachweisen. Zudem begann unter Pius XII. der Angriff auf die überlieferte Liturgie der Westkirche, weshalb heutzutage ein Großteil der rechtgläubigen Kleriker keinerlei liturgische Änderungen aus jenem Pontifikat befolgt. Auch hat Pius XII. sämtliche kriminellen Modernisten, die in den 1960er Jahren ihre Vatikanum-II-Scheinkirche errichteten, in ihre Ämter gehievt.

Johannes Rothkranz

Eine ausführliche Begründung der These einer außerordentlichen Sedisvakanz legte der Theologe Johannes Rothkranz in seinem zweibändigen Werk "Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit" (gemeint ist das Dokument Dignitatis humanae, DH) aus dem Jahr 1995 vor. Gemäß der Vorstellung von Rothkranz habe sich Giovanni Montini zum Abschluss des "Zweiten Vatikanischen Konzils" in den ersten Dezembertagen des Jahres 1965 durch Inkraftsetzung der Synoden-Dokumente selbst aus dem Amt katapultiert. Als Häretiker waren jedoch Angelo Roncalli wie auch Giovanni Montini erst gar nicht für das Amt des Papsts wählbar. Bereits während des "Zweiten Vatikanischen Konzils", und somit lange vor dem theologischen Wirken von Johannes Rothkranz, gab es rechtgläubigen Widerstand gegen den modernistischen Anschlag auf die Kirche.

Konklavismus

Das Phänomen des Konklavismus und der (vorgeblichen) konklavistischen Päpste wird in einem eigenen Artikel behandelt. Dort findet sich auch eine weitgehend komplette Liste dieser Personen.

Vatikanum-II-Scheinkirche

Aus Perspektive der rechtgläubigen Katholiken, die die einzigen verbliebenen Vertreter der wahren Kirche Jesu Christi sind, ist die Vatikanum-II-Scheinkirche, die von fast der gesamten Menschheit heutiger Tage mit der Kirche verwechselt wird, eine Organisation usurpatorischer Piraten. Wäre die Vatikanum-II-Scheinkirche die wahre Kirche, hätte dies zur Folge, daß die katholische Kirche ihren Zweck als Heilsinstitution für die gesamte Menschheit verfehlt hätte. Sie wäre in einem derartigen Szenario weder unfehlbar noch unzerstörbar. Der Papst wäre nicht der Fels, auf den Jesus Christus Seine Kirche baute. Die Verheißungen Jesu Christi, bei Seiner Kirche zu sein "alle Tage bis an der Welt Ende" wie auch des Beistands des Heiligen Geistes wären nicht eingehalten worden. Dies sind Schlußfolgerungen, die ein rechtgläubiger Katholik niemals ziehen kann.

Papst Leo XIII. lehrte in der Enzyklika Satis cognitum von 1896, daß die Lehrautorität der Kirche niemals irren kann: "Wenn das lebendige Magisterium mit sich selbst in Widerspruch geraten würde, dann würde Gott selbst der Autor des Irrtums sein."

Verweise


Einzelnachweise