Klemens IV.

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  • Gui Foucois; Guido Foucois; Fulcodi oder Guido le Gros
  • * um 1200 in Saint-Gilles (Gard)
  • † 29. November 1268 in Viterbo
  • 1265 - 1268


Klemens IV. war Papst vom 5. Februar 1265 bis zu seinem Tode.


Leben

Gui Foucois wurde erst nach dem Tod seiner Frau Priester. Er schrieb ein Gedicht "Die Sieben Freuden Mariens" zeugt.

Wahl

Vier Monate nach dem Tod Urbans IV. wurde er am 5. Februar 1265 in Perugia zu dessen Nachfolger gewählt.


Pontifikat

Klemens IV. hat Rom als Papst nie betreten. Am Hof des Papstes lebte Tomas von Aquin.

Haltung zu den Staufern

Wie seine Vorgänger stand Klemens in Opposition zu den immer machtloser gewordenen Staufern. Am 28. Juni 1268 war Graf Karl von Anjou auch offiziell mit dem Königreich Sizilien belehnt worden. Die Belehnungsbulle verbot, daß jemals wieder ein deutscher Kaiser Herrscher des Südreiches werden durfte. Erst Leo X. setzte diese Bulle außer Kraft, indem er den deutschen Kaiser Karl V. am 28. Mai 1521 mit dem Königreich Neapel belehnte. Nach der Krönung des Grafen Karl durch fünf Kardinäle am 6. Januar 1266 zum König von Sizilien endete die Stauferherrschaft in Oberitalien. In der Entscheidungsschlacht bei Benevent am 26. Februar 1266 unterlag und fiel König Manfred von Sizilien gegen König Karl. Manfreds Witwe Helena von Epirus und ihre gemeinsamen drei Söhne starben in den Kerkern Anjous.

Im Oktober 1266 entschied der Augsburger Reichstag, den 14-jährigen Konradin auf Italienfahrt zu entsenden. Die Gegner Anjous knüpften an den Erben der Ansprüche der Staufer ihre Hoffnungen. Papst Clemens ergriff jedoch Maßnahmen, Konradin aufzuhalten. Er erklärte Karl von Anjou zum "paciarus generalis" und sprach am 18. November 1267 den Kirchenbann gegen den sich nicht unterwerfenden Konradin aus. Der Italienfeldzug war trotzdem zunächst so erfolgreich, daß Konradin in Rom zum Senator gewählt wurde. In der Schlacht bei Tagliacozzo am 23. August 1268 unterlag Konradin jedoch König Karl. Er geriet in dessen Gewalt und wurde zum Tode verurteilt. Am 29. Oktober 1268 wurde er in Neapel enthauptet.

Das Lebensprogramm der Päpste seit Gregor IX. – die Entmachtung der Staufer – hat Papst Clemens beendet. Nach dem Tod König Manfreds freute er sich über dessen Ende und sprach vom „stinkenden Kadaver jenes Pestmenschen Manfred“. Auch das entsetzliche Ende von dessen Kindern nach Jahrzehnten in den Kerkern König Karls bewogen ihn zu keinem christlichen Mitleid. Zu der Enthauptung Konradins schwieg er, weil er sich im Grunde über die Auslöschung der Staufer freute. An Clemens zeigte sich, daß selbst ein sonst integrer, antinepotischer Papst nicht der inneren Verrohung, die durch König Karl extrem gesteigert wurde, zu widerstehen verstand.

Daß der Papst die Hinrichtung geraten oder gebilligt habe, scheint nicht richtig zu sein.

Dante, der kurz nach der Wahl von Clemens in Florenz geboren wurde, verdammte diesen in seiner Göttlichen Komödie.

Verweise