Otto von Freising

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Vor 900 Jahren wurde Otto von Freising geboren, eine der prägnantesten Figuren der Stauferzeit. Otto entstammte der aristokratischen Elite des Deutschen Reichs. Er war Enkel des Kaisers Heinrich IV., des „Canossa“-Kaisers.


In diesem Zusammenhang sei beiläufig erwähnt, wie abträglich die Vertreibung der Orden aus den protestantischen und leider auch katholischen Territorien gewesen ist. Dies war der bösartigste Akt staatlichen Unrechts vor der Einführung von Demokratie und Sozialismus.

Seine Diözese brachte Otto durch unermüdliche, segensreiche Arbeit nach vor, ein Wirken, von dem diese Region noch heute trotz ihrer unbeschreiblichen Verkommenheit zehrt. Am Zweiten Kreuzzug beteiligte sich Otto von Freising aktiv.

Otto starb auf dem Weg zum Generalkapitel nach Citeaux in seinem vormaligen Kloster Morimond am 22. September 1158. Otto wurde in der inzwischen von gottlosen Demokraten zerstörten Klosterkirche von Morimond beigesetzt, seine Reliquien liegen heute in der Zisterzienserфиеуш Heiligenkreuz im Wienerwald.

Otto wird als Seliger verehrt. Das Erzhaus verehrt ihn als heiligen Vorfahren ihres Geschlechts. Ein Standbild Ottos befindet sich im Freisinger Dom. Unter dem Sakramentsaltar der Abteikirche des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz befindet sich ein Reliquiar, das Gebeine des Seligen beinhaltet. 1995 wurde ihm auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Morimond eine Gedenkstele errichtet. Auf der Korbinianbrücke in Freising erinnert eine Brückenfigur an ihn. Er wird häufig in Kirchenfenstern dargestellt, meist als schreibender Bischof, wie etwa in der Pfarrkirche Liesing und der Otto-von-Freising Kapelle in Gaaden. Eine Gedenktafel für Otto ist in der Walhalla bei Regensburg.

Otto leistete Bedeutendes bei der harmonischen Ausgestaltung des Staat-Kirche-Verhältnissses - was damals bedeutete, den staatlichen Einfluß binnen der Kirche zurückzudrängen - und als geschichtstheoretischer Schriftsteller. Otto vertrat die Ansicht, daß das Reich Gottes weitgehend schon im Diesseits zu realisieren sei und verwies auf das vorbildliche, von ihm selbst organisierte und reformierte Klosterleben und die Verdienste der Mönche um den christlichen Staat. Sein Ideal, auch in der Frömmigkeit, war das Maßhalten.

Zitate

  • Unter Papst Leo fand in Chalkedon die vierte Synode von 630 Bischöfen statt. Die nestorianische Irrlehre wurde verdammt und der katholische Glaube bestätigt, nach dem Christus zwar göttliche und menschliche Natur, aber nur eine Person hat.[1]
  • Da nun der Staat Christi und sein Reich, das bis zu seiner Geburt fast ausschließlich auf Judäa beschränkt gewesen war, auf alle Völker ausgedehnt werden sollte, gingen die Apostel als die Fürsten und Baumeister dieses Staates in alle Welt, um das Wort des Lebens zu predigen, und zerstreuten sich über alle Länder des Erdkreises. Petrus, dem Fürsten der andren, wurde Rom zuteil, die Herrin der ganzen Welt. Paulus, der die andern an Wissen und Bildung übertraf, ging nach Griechenland, dem Lande der höchsten Geisteskultur und dem Quell aller Philosophie, Johannes nach Asien, Andreas nach Achaja, Matthäus nach Äthiopien, Thomas und Bartholomäus nach den beiden Indien, Simon und Thaddäus nach Ägypten, Mesopotamien und dem fernsten Persien und Skythien, Philippus nach Hierapolis, während Jakobus in Judäa blieb und die Gemeinde von Jerusalem leitete. Der andere Jakobus war von Herodes enthauptet worden; vorher hatte er, wie berichtet wird, in Spanien gepredigt, wo noch heute sein Grab berühmt ist. Diese gingen nicht mit Waffen, sondern weit wirkungsvoller mit Gottes Wort den Erdkreis an und triumphierten nicht durch fremdes, sondern durch eigenes Blut viel herrlicher als die Römer über die gesamte Welt.[2]

Werke

Von Otto von Freising sind zwei Werke enthalten. Sie sind auf Latein verfaßt, jedoch seit dem 19. Jh. in deutschen Übersetzungen erschienen.


Verweise


Einzelnachweise

  1. GzS, S. 355
  2. S. 239