Odilia vom Elsaß

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Die hl. Odilia vom Elsaß war eine Äbtissin und wird als Schutzpatronin des Elsaß und des Augenlichtes verehrt.


Heiligenleben

Die Biographie der Heiligen entstand im 10. Jh.. Odilia wurde auf der Hohenburg in Oberehnheim geboren. Sie war die Tochter des Herzogs Eticho und dessen Frau Bersinda und kam blind zur Welt. Aus diesem Grund wollte ihr Vater sie töten lassen. Die Mutter rettete sie, indem sie das Kind in ein Kloster gab. Wahrscheinlich handelt es sich um das Kloster von Baume-les-Dames östlich von Bisanz.

Als sie im Alter von zwölf Jahren von Erhard von Regensburg getauft wurde, erlangte sie das Augenlicht. Sie kehrte zu ihren Eltern zurück, mußte aber wieder vor ihrem Vater fliehen und sich in einer Höhle verbergen. Diese Höhle lag entweder in Arlesheim oder im Musbachtal bei Freiburg/Breisgau. An beiden Orten ist eine Verehrung bis zur kriminellen Reformation nachweisbar. Später versöhnte sie sich mit ihrem Vater, der ihr ein Besitztum auf dem Odilienberg zur Verfügung stellte, wo sie 690 ein Kloster gründete.

Im ebenfalls von ihr gegründeten Kloster Niedermünster am Fuße des Odilienberges starb sie um 720. Ihr Grab befindet sich auf dem Odilienberg. Der Odilienberg ist der wichtigste Wallfahrtsort des Elsaß; die dortige Quelle gilt als hilfreich bei Augenleiden.

Verehrung

  • Die hl. Odilia ist die Schutzheilige und Patronin der Augenkranken, der Blinden und des Elsaß.
  • Bei Freiburg/Breisgau am Ende des Musbachtales befindet sich seit ca. 1300 eine der hl. Odilia gewidmete Kapelle. Das heutige Kirchlein St. Ottilien wurde 1503 erbaut. Die Kirche wurde über einer Quelle errichtet, deren radonhaltigem Wasser Linderung bei Augenleiden zugesprochen wird und für die Besucher in einer Grotte heute noch zugänglich ist.
  • Schutzpatronin der Stadt Dillingen/Saar. Die heutige Stadt gehörte im Mittelalter dem Kloster auf dem Odilienberg im Elsaß.
  • Schutzpatronin von Arlesheim.
  • Schutzpatronin von Dormagen-Gohr mit der Pfarrkirche St. Odilia. Jährlich findet eine Odilien-Oktav statt. Die Pfarrei ist im Besitz einer Reliquie der Heiligen.
  • Klosterkirche Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beienburg, die neben dem letzten der Klöster des Ordens der Kreuzherren in Rheinland und Westfalen auf dem Beienberg steht, kam 1964 in den Besitz von Reliquien der Heiligen. Dieselben wurden in einer feierlichen Prozession dorthin übertragen.
  • Erzabtei St. Ottilien
  • Benediktinerkongregation von St. Ottilien
  • Wallfahrtskirche des bayerischen Weilers Tading im Landkreis Erding. Dort wird eine Reliquie von ihr verehrt
  • Wallfahrtskirche Möschenfeld östlich von München: umfangreicher Bildzyklus zu ihrem Leben
  • Wallfahrtskirche Kollmitzberg, Niederösterreich: Patrozinium und „Ottilienwasser“
  • Ottilienkirche im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd ist mindestens seit 1411 der Odilia geweiht und ein Wallfahrtsort vor allem für von Augenleiden geplagte, so soll dort der Bischof Paul Wilhelm von Keppler nach einem Besuch von schwerem Augenleiden geheilt worden sein.
  • Kapelle „Zur Heiligen Odilia“ in der Blindenpension „Harmonie“ in Unterdambach bei St. Christophen, Niederösterreich
  • St. Ulrich im oberschwäbischen Amendingen, dort Ottilienstatue aus einer aufgelassenen Ottilienkapelle
  • Patronin der katholischen Kirche in Ginolfs, Gemeinde Oberelsbach, Rhön.
  • Im Ortsteil Godsheide der belgischen Stadt Hasselt
  • Im Ortsteil Sint Odiliënberg der niederländischen Gemeinde Roerdalen[1]
  • Ottilienkapelle in Plochingen, erbaut 1328 auf einem ehemaligen, keltischen Quellheiligtum, dessen Wasser man die Linderung und Heilung von Augenleiden zuschrieb
  • Ottilienkapelle in Rechtmehring, unterhalb der Wallfahrtskirche St. Maria in Hochhaus.
  • Ottilienkapelle in Horb, erbaut 1431 auf einem Berg oberhalb der Altstadt
  • St. Ottilienkirche in Randegg einem Ortsteil von Gottmadingen
  • Wallfahrtskirche St. Ottilien, erbaut 1669 bei Buttisholz, Kanton Luzern, Schweiz
  • Wallfahrtskirche St. Ottilia Hellring

Odilia-Gebet

Lasset uns beten!


O Gott, Du Licht der Völker,
Du hast die Hl. Ottilia durch
Wunder verherrlicht und der
Blindgeborenen im Hl. Sakrament
der Taufe das Augenlicht gegeben.
Wir bitten Dich nun vertrauensvoll:
Schenke uns auf ihre Fürbitte hin
die Gesundheit des Leibes und
der Seele, damit wir hier
in diesem Leben mit den Augen
unseres Leibes in der Schöpfung
die Spuren Deiner Weisheit und Liebe
sehen können und dereinst
im anderen Leben Dich selbst
unverhüllt schauen dürfen ohne Ende.
Durch Christus, unseren Herrn.
Amen !


Verweise


Einzelnachweise

  1. Basilika St. Wiro, St. Plechelmus und St. Otgerus.