Reger, Max

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Max Reger - Komponist aus der Oberpfalz
  • Johann Baptist Joseph Maximilian Reger
  • * 19. März 1873 in Brand[1]
  • † 11. Mai 1916 in Leipzig


Max Reger war der bedeutendste Komponist der Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg.


Leben

1902 heiratete Reger die geschiedene Protestantin Elsa von Bercken, was zu Recht seine Exkommunikation zur Folge hatte. Die „Trauung“ fand am 7. Dezember 1902 in Bad Boll statt.

Kapellmeister Meiningen

Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfing Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig; Konzert- und Kompositionstätigkeit behielt er bei. 1910 wurde er zum Dr. h. c. der Medizin in Berlin ernannt. Während er schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgegeben hatte, trat er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters bei der berühmten Meininger Hofkapelle an. Schon lange bevor er dieses Amt übernahm, formulierte er den Satz: „Es gibt nur ein Orchester, das ich haben möchte: Meiningen.“

Getrübt wurde seine Ehe ab 1906 zunehmend durch Max Regers überwunden geglaubten Alkoholismus, mit dem er den Rest seines Lebens kämpfte. Das Paar adoptierte zwei Töchter: Marie-Marta Heyer (* 1905, adoptiert 1907) als Christa Reger und später Selma Charlotte Meinig als Lotti Reger (* 1905), um die sich jedoch hauptsächlich seine Frau Elsa kümmerte.

Auch das große Arbeitspensum zwischen Lehrverpflichtung und Tourneen forderte seinen Tribut. Nach einem Konzert am 28. Februar 1914 in Hagen brach Reger zusammen. Er verbrachte eine einmonatige Kur in Meran in Begleitung von Fritz Stein, danach schloß sich ein Erholungsurlaub bei Berchtesgaden an. Gleichzeitig trat er von der Stellung als Hofkapellmeister zurück.

Die intensive Kompositions- und Konzertiertätigkeit führte er jedoch bald wieder fort, auch nachdem er 1915 nach Jena gezogen war, von wo aus er einmal wöchentlich für seine Lehrveranstaltungen nach Leipzig fuhr. Auf einer dieser Reisen erlag Reger im Mai 1916 einem Herzversagen. Regers Urne wurde 1930 auf Wunsch seiner Witwe Elsa Reger von Jena auf den Münchner Waldfriedhof überführt, nachdem diese 1929 nach München zurückgekehrt war.

Verweise


Einzelnachweise

  1. an der Fichtelnaab, 10 km sw Wunsiedel