Lorenzer, Alfred

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  • * 8. April 1922 in Ulm
  • † 26. Juni 2002 bei Perugia


Alfred Lorenzer war Psychologe und Psychoanalytiker. Er wurde im Jahre 1922 in Freiburg geboren, gehört also noch der Generation an, die den Zusammenbruch des Nationalsozialismus bereits als Erwachsene erlebt und bewußt verarbeitet haben. Lorenzer stand der „Frankfurter Schule“ nah und war Professor für Soziologie an der Frankfurter Universität.


Leben

Alfred Lorenzer war ein deutscher Psychoanalytiker und Soziologe. Lorenzer gilt als Pionier einer interdisziplinären Psychoanalyse, da er stets sowohl psychologische als auch biologische und soziologische Dimensionen in der Wissenschaft vom Menschen, insbesondere der Psychoanalyse, berücksichtigt wissen wollte.

Werke

  • Kritik des psychoanalytischen Symbolbegriffs. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970.
  • Sprachzerstörung und Rekonstruktion. Vorarbeiten zu einer Metatheorie der Psychoanalyse. Frankfurt am Main 1970.
  • Zur Begründung einer materialistischen Sozialisationstheorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1972.
  • Über den Gegenstand der Psychoanalyse oder: Sprache und Interaktion. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973.
  • Die Wahrheit der psychoanalytischen Erkenntnis. Ein historisch-materialistischer Entwurf. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974.
  • Das Konzil der Buchhalter. Die Zerstörung der Sinnlichkeit. Eine Religionskritik. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1981
  • Intimität und soziales Leid. Archäologie der Psychoanalyse. S. Fischer, Frankfurt am Main 1984
  • Die Sprache, der Sinn, das Unbewußte. Psychoanalytisches Grundverständnis und Neurowissenschaften. Hrsg. von Ulrike Prokop. Klett-Cotta, Stuttgart 2002

Verweise