Leopold II.

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Petrus Leopoldus Ioannes Antonius Joachim Pius Gotthardus
  • * 5. Mai 1747 in Wien
  • † 1. März 1792 ebenda
  • Herrschaft 1790 - 1792


Pietate et concordia[1]


Leopold II. war von 1790 bis 1792 König und Kaiser.


Wahl

Diese Wahl fand nach dem Tod des Kaisers Joseph II. am 20. Februar 1790 statt. Josephs Bruder Leopold wurde gewählt, als die Französische Revolution zwar schon begonnen hatte, aber immer noch in ihrer Verfassungsfase war und keine Bedrohung der Institutionen Europas zu sein schien.

Leopold war während der Herrschaft seines Bruders Großherzog der Toskana gewesen und hatte sich als linker Reformer hervorgetan. Durch seine Wahl bestand die Möglichkeit, daß seine Reformen in alle österreichischen und ungarischen Gebiete und eventuell ins ganze Deutsche Reich getragen würden. Die Entwicklung der Lage in Frankreich und Leopolds früher Tod vereitelten diese Möglichkeit.

Karl Theodor, Pfalzgraf bei Rhein, wurde am 30. Dezember 1777 Herzog und Kurfürst von Bayern. Nach den schon früher festgelegten Regeln für den Zusammenfall von Herrschaften wurde die Kurstimme der Pfalz zugunsten der bayerischen unterdrückt.

Wähler waren:

  1. Friedrich Karl Joseph von Erthal, Kurfürst und Erzbischof von Mainz
  2. Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Kurfürst und Erzbischof von Trier
  3. Maximilian Franz von Österreich, Kurfürst und Erzbischof von Köln
  4. Leopold II., König von Böhmen, auch König von Ungarn und Großherzog der Toskana
  5. Karl Theodor, Kurfürst von Bayern
  6. Friedrich August III., Kurfürst von Sachsen
  7. Friedrich Wilhelm II. von Preußen
  8. Georg III., Kurfürst von Hannover, auch König von Großbritannien

Herrschaft

Der Bruder Josephs war zuvor Regent in der Toskana. Er machte viele der Reformen Josefs rückgängig und restituierte die ungarische Verfassung. Die ungeheure Gefahr durch die verbecherischen französischen Revolutionäre verkannte er allerdings und versäumte den entschlossenen gegenrevolutionären Krieg.

Ehe

Verweise



Einzelnachweise

  1. Frömmigkeit und Eintracht