Kubitschek, Götz

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • * 17. August 1970 in Ravensburg


Jörg Kubitschek ist ein deutscher Publizist. Kubitschek ist in zweiter Verbindung mit Ellen Kositza verheiratet, die ebenfalls für die Junge Freiheit schreibt, und hat sieben Kinder.

Institut für Staatspolitik

Kubitschek gründete im Jahr 2000 zusammen mit Karlheinz Weißmann das "Institut für Staatspolitik", das die ideelle und finanzielle Förderung rechtskonservativer Ideen und Personen zum Ziel hat. Diesem Zweck dient auch die Zeitschrift Sezession, ein zweimonatlich erscheinendes Magazin, das seit dem Jahr 2003 herausgegeben wird und dessen verantwortlicher Redakteur Kubitschek ist. Seit 2002 ist er Geschäftsführer des Verlages Edition Antaios, der mit dem Institut für Staatspolitik verbunden ist. Seine Aufgabe als Geschäftsführer des IfS gab Kubitschek im September 2008 ab. Einer der Hauptautoren des Verlages und Herausgeber einer Buchreihe innerhalb des Verlagsprogrammes ist Karlheinz Weißmann.

Diskriminierung durch "Bundeswehr"

Kubitschek wurde am 16. August 2001, damals Oberleutnant der Reserve, wegen seiner Redaktionstätigkeit für die Junge Freiheit und der Veröffentlichung des Buches Raki am Igman aus einer laufenden Wehrübung entlassen, da er sich nach Ansicht des Personalamtes der Bundeswehr an "rechtsextremistischen Bestrebungen beteiligt“ habe und "durch [sein] Verbleiben in der Bundeswehr die militärische Ordnung und die Sicherheit der Truppe ernstlich gefährdet“ würde. Daraufhin veröffentlichte die Junge Freiheit im September 2001 einen Appell an die Bundeswehr. Darin wenden sich die Unterzeichner der Erklärung gegen die Entlassung von Götz Kubitschek und protestieren dagegen, die "Autorschaft für die Wochenzeitung Junge Freiheit als Beteiligung an rechtsextremistischen Bestrebungen zu bezeichnen.“ Die Bundeswehr hat den Entlassungsbescheid im April 2002 wieder aufgehoben.

Politische Verortung

Während Weggefährte Dieter Stein den Begriff "Neue Rechte" als unbrauchbar und Hindernis ablehnt, weil er nur zu Mißverständnissen führe, verwendet Kubitschek ihn weiterhin als Eigenbezeichnung. Entgegen den Positionen Steins, der die Junge Freiheit in Richtung eines bürgerlichen Konservatismus entwickeln will, bleibt Kubitschek einer stärker nationalistisch ausgerichteten Orientierung treu. In einem Dankschreiben an den Verleger André F. Lichtschlag bezeichnet er sich selbst mehrmals als "Rechten".

Werke

  • Raki am Igman. Texte und Reportagen aus dem Bosnien-Einsatz der Bundeswehr. Edition Antaios, Dresden 2001
  • 20 Jahre Junge Freiheit. Idee und Geschichte einer Zeitung. Edition Antaios, Schnellroda 2006
  • Zusammen mit Karlheinz Weißmann: Unsere Zeit kommt. Götz Kubitschek im Gespräch mit Karlheinz Weißmann. Edition Antaios, Schnellroda 2006
  • Zusammen mit Gerd Schultze-Rhonhof: Deutschland auf Augenhöhe. Götz Kubitschek im Gespräch mit Gerd Schultze-Rhonhof. Edition Antaios, Schnellroda 2007
  • Provokation. Edition Antaios, Schnellroda 2007
  • Zusammen mit Erik Lehnert als Herausgeber: Joachim Fernau. Leben und Werk in Texten und Bildern. Edition Antaios, Schnellroda 2009
  • Zusammen mit Michael Paulwitz: Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund - Chronik - Prognose Edition Antaios, Schnellroda 2011


Verweise