Lappe, Karl

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Karl Gottlieb Lappe war ein pommerscher Dichter.


Leben

Karl Gottlieb Lappe war der jüngste Sohn des Pfarrers von Wusterhusen.[1] Nach dem frühen Tod seines Vaters besuchte er ab 1780 in Wolgast eine Schule unter der Leitung Ludwig Gotthard Kosegartens und ab 1790 die Universität in Greifswald, an der er bei seinem Studium der Theologie und Philosophie die Bekanntschaft und Freundschaft Ernst Moritz Arndts machte.

Nach Abschluss des Studiums war er als Hauslehrer tätig, zuletzt bei Kosegarten selbst in Altenkirchen (Rügen). 1801 wechselte er an das Stralsunder Gymnasium. Für seine Schüler gab er ein Poetisches Magazin heraus. Viele seiner Werke befassen sich mit den Ereignissen des Jahres 1813; er wurde als "vaterländischer Freiheitssänger“ verehrt.

1817 mußte er den Lehrerberuf nach einer schweren Erkrankung aufgeben. Er ließ sich in Pütte nieder und widmete sich fortan der Schriftstellerei und der Erziehung seiner Kinder, die er mit seiner 1801 geehelichten Frau Ulrica, geb. Schindler (* 6. Dezember 1780 in Gustow, † 3. Februar 1851 in Greifswald), hatte. Von dieser für ihn sehr glücklichen Zeit zeugen zahlreiche Gedichte. Am 10. März 1824 fiel sein Haus mitsamt seiner Bibliothek und den bis dahin im Selbstverlag erschienenen Schriften einer Brandstiftung zum Opfer. Dank der immensen Hilfsbereitschaft von Menschen, die ihn als Heimatdichter schätzten, konnte er ein neues Haus errichten. Nachdem seine beiden Söhne und seine Töchter selbständig geworden waren, verkaufte er im Herbst 1842 das Haus in Pütte und zog nach Stralsund.

Neben Liebesgedichten verfasste Lappe vor allem Gedichte auf seine Heimat Vorpommern. Er bereiste dazu nahezu jeden Flecken des Landes. Häufigstes Thema seiner lyrischen Werke war die Insel Rügen. In seinen Gedichten rühmte er die Schönheit der See, des Landes und seiner Bewohner. Zudem beschrieb er das Leben einiger seiner Landsleute. Zusammen mit Friedrich Joachim Philipp von Suckow gründete er 1827 in Stralsund die literarische Wochenzeitschrift Sundine.

1843 starb Karl Lappe in Stralsund. Er wurde auf dem Frankenfriedhof begraben. Auf seinem von der Freimaurerloge "Sundia zur Wahrheit“ gepflegten Grab wurden Zeilen eines von ihm verfassten Gedichtes eingeprägt: "Schlaf oder Tod, hell strahlt das Morgenroth“. Das Grab ist 1960 beseitigt worden.

Sein einstiges Wohnhaus in Pütte ist heute eine Gedenkstätte.

Vertonungen

  • "So oder so“, vertont von Ludwig van Beethoven (WoO 148) und Robert Schumann (op. 59 Nr. 1)
  • "Im Abendrot“, vertont von Franz Schubert (D 799)
  • "Der Einsame“, vertont von Franz Schubert (D 800)
  • "Flucht“, vertont von Franz Schubert (D 825 Nr. 3)

Verweise

Einzelnachweise

  1. östlich von Greifswald