Kamm, William

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William, Kamm (rechts)

William Kamm, geboren in Köln, wurde als Papst Petrus II. Romanus bekannt.


William Kamm, bekannt auch als "The Little Pebble", wurde 1950 in Köln geboren. Er ist der Führer einer Sekte namens "Orden des Hl. Charbel", die behauptet, Teil der Römisch-Katholischen Kirche und von dieser anerkannt zu sein.[1]


Unerlaubte Bischofsweihe

Kamm wurde von einem ehemaligen Diözesanpriester aus Texas namens Malcolm Broussard im Jahre 2003 zum Diakon geweiht. Dieser hat im Jahre 2003 die Bischofsweihe in Bayern von Bartholomäus Schneider unerlaubt empfangen und wurde exkommuniziert.[2] Broussard war bereits am 20. September 1989 suspendiert worden und galt längst nicht mehr als unbescholten.[3] Er hatte etliche Priesterweihen gespendet, meist ohne das Ehelosigkeitsversprechen einzufordern.

Auch Kamm behauptete, daß der im lateinischen Ritus obligatorische Zölibat auf ihn nicht anzuwenden sei, nicht einmal dann, wenn er einst "Papst" sein würde. Auch auf die Priester seines Ordens sei es nicht anzuwenden.

Mystische Polygamie

Am 4. Oktober 2005 wurde Kamm wegen diverser Sexualverbrechen zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt. Zu den Vorwürfen gehörte die Sex-Beziehung zu einer Minderjährigen. Er hatte behauptet, mit ihr, sowie mit 84 weiteren Frauen mystisch verheiratet zu sein. Die 15-jährige hatte in Kamms Sektenniederlasung in Nowra, Neusüdwales[4] gelebt. Kamm führte aus, die Gottesmutter selbst habe ihn verpflichtet, zwölf Königinnen und 72 Prinzessinnen als Ehefrauen zu erwählen, um Kinder für die Zeit nach der Reinigung der Welt zu zeugen.[5] Ob und wie viele Kinder in diesen Beziehungen gezeugt wurden, ist unbekannt.

Kamms Tagebücher und die Briefe an das Mädchen wurden im Zuge des Prozesses veröffentlicht. Sie zeugen von ausgeprägtem Sexualwahn und wurden zu Hauptbeweisstücken im Strafverfahren. Im Mai 2007 wurde Kamm wegen weiterer ähnlicher Delikte zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Falschprophetie

Kamm erklärte, er werde als zukünftiger Inhaber des Heiligen Stuhls den Namen Papst Petrus II. annehmen. Er könnte somit als Gegenpapst der Zukunft bezeichnet werden. Er prophezeite Ereignisse in naher Zukunft, die jeweils nicht eintrafen, z. B. den baldigen Beginn eines Dritten Weltkrieges.[6]

Kamm behauptete, Karol Wojtyla, der von seiner Sekte anerkannt und verehrt wurde, ihn zum Bischof weihen und zum alleinigen Nachfolger nominieren werde. Beim Tod Wojtylas im Jahr 2005 zog Kamm diese Aussage zurück. Er anerkennt die Oberhäupter der Vatikanum-II-Gemeinschaft als Päpste. Den Anspruch auf ein zukünfitges Pontikfikat erhebt Kamm allerdings weiterhin. Er meinte auch, Karol Wojtyla werde auf die Erde zurückkehren, um sich am Endkampf gegen das Böse zu beteiligen.[7]

Verweise


Einzelnachweise

  1. Di Luaro, F: Through a Glass Darkly - Collected Research. Sydney University Press 2006
  2. Aussage von Bischof Peter Ingham
  3. Brief von Bischof Fiorenza
  4. 150 km südlich von Sydney, Australien
  5. Morton, J. und Lobez, S.: Kings of Stings - The Greatest Swindles From Down Under. Victory Books, 2011
  6. Wenn man allerdings davon ausgeht, daß dieser Krieg unerklärt bereits seit Jahrzehnten geführt wird, sieht die Sache anders aus.
  7. Snow, R: Deadly cults - the crimes of true believers. Greenwood Publishing Group, 2003