Josef I.

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  • * 26. Juli 1678 in Wien
  • † 17. April 1711 ebenda
Kaiser Josef I.


Amore et timore[1]


Josef I. war von 1705 bis 1711 Deutscher König und Kaiser.


Leben

Unter Josef setzte sich der triumfale Aufstieg Österreichs fort. Joseph war zudem gewillt, dem Imperium neue Geltung zu verschaffen. Ungünstig wirkte sich vor allem der Aufsteig Englands zur Weltmacht aus, der ihr gestattete, auf dem Kontinent als Schiedsrichter aufzutreten und das Erzhaus um manche Früchte seiner Erfolge zu bringen. Leider fand man bei Frankreich sehr wenig Verständnis für die Bedeutung einer gedeihlichen Zusammenarbeit auf dem Kontinent. Diese Ignoranz sollte sich späterhin graumsam rächen.

Joseph verließ leider die frommen Spuren seiner Ahnen und gab sich amourösen Affären hin. Dies führte zu seinem frühen Tod mit 32 Jahren. Sein Wahlspruch „Amore et timore“ hatte sich in beängstigender Weise an ihm erfüllt. Der protestantische Komponist Johann David Heinichen schrieb auf Bestellung der Tochter des Kaisers, der polnischen Königin Maria Josefa, ein herrliches Requiem zum 15. Todestag des Kaiser, das in der gerade geweihten Dresdner Hofkirche zelebriert wurde.|

Wahl

Die Wahl Josefs zum Deutschen König fand am 24. Januar 1690 statt, also zu Lebzeiten Leopolds I. während des Pfälzischen Erbfolgekrieges.

Im Jahre 1685 hatte Philipp Wilhelm aus der katholischen Linie Pfalz-Neuburg die Pfalz geerbt, wodurch im Kurfürstenkollegium nun sechs katholische Stimmen zwei lutheranischen gegenüberstanden.

  1. Anselm Franz von Ingelheim, Kurfürst und Erzbischof von Mainz
  2. Johann Hugo von Orsbeck, Kurfürst und Erzbischof von Trier
  3. Joseph Clemens von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln
  4. Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern
  5. Johann Georg III., Kurfürst von Sachsen
  6. Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg
  7. Philipp Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein
  8. Leopold I., König von Böhmen, Kaiser und König von Ungarn

Ehe

Amalia Wilhelmine von Braunschweig-Lüneburg


Verweise



Einzelnachweise

  1. Durch Liebe und Furcht