Schröcke, Helmut

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Helmut Schröcke ist emeritierter Professor für Mineralogie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Leben

Mit 17 Jahren wurde Helmut Schröcke Fernmelder (Luftnachrichtentruppe) und nahm ab 1939 am Zweiten Weltkrieg teil. Im Mai 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr studierte er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Geologie und Mineralogie und wurde 1951 promoviert. Von 1954 bis 1961 war er Assistent am mineralogischen Institut in Heidelberg und erhielt 1958 die Venia legendi (Lehrbefugnis). 1964 wechselte er zur Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er Konservator, dann wissenschaftlicher Rat und seit 1967 Professor für Mineralogie war. Im September 1987 wurde er emeritiert.

Wirken

Schröcke war unter anderem Mitglied im bayerischen Landes- und Bundesvorstand des Witikobunds und Referent beziehungsweise Mitglied bei der Hetendorfer Tagungswoche und der 1954 unter Beteiligung von Herman Wirth gegründeten „Gesellschaft für europäische Urgemeinschaftskunde e.V./Herman-Wirth-Gesellschaft“, später in Verein „Ur-Europa e.V.“ umbenannt. Er publizierte mehrfach in Deutschland in Geschichte und Gegenwart (DGG) des Grabert-Verlags, in CODE, in Europa (Nationaleuropäisches Jugendwerk), der Jungen Freiheit, Recht und Wahrheit, Nation und Europa sowie in der Schriftenreihe der Hochschulgruppe der Nationalen (HdN).

Darüber hinaus ist er Verfasser von mehreren Büchern wie Kriegsursachen – Kriegsschuld des zweiten Weltkrieges, erschienen 2000 im Verlag für Ganzheitliche Forschung, oder Das Deutsche Volksgesicht, wiederum bei Grabert. 1995 und 1997 war er jeweils mit eigenen Beiträgen in den beiden von Rolf-Josef Eibicht herausgegebenen Bänden 50 Jahre Vertreibung. Der Völkermord an den Deutschen. Ostdeutschland – Sudetenland. Rückgabe statt Verzicht und Unterdrückung und Verfolgung Deutscher Patrioten. Gesinnungsdiktatur in Deutschland? zusammen mit Jörg Haider, Gerhard Frey und Franz Schönhuber vertreten.

1980 schrieb Schröcke in einem Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Völker sind (kybernetisch und biologisch) lebende Systeme höherer Ordnung mit voneinander verschiedenen Systemeigenschaften, die genetisch weitergegeben werden.“[1] und eröffnete damit die Debatte für das im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Heidelberger Manifest gegen die Unterwanderung des deutschen Volkes.

Er ist einer von 15 unterzeichnenden Professoren des Originals. Am 21. April 1990 war er Ehrengast und Referent bei der Veranstaltung Wahrheit macht frei im Münchner Löwenbräukeller zusammen mit Manfred Roeder, Otto Ernst Remer und David Irving.

Bei dem am 17. Mai 1996 wiederum in einer Anzeige in der FAZ veröffentlichen Appell der 100 – Die Meinungsfreiheit ist in Gefahr! fungierte Schröcke als Kontaktperson. Als diese Anzeige, die sich gegen dien irrwitzigen Justizterror in der BRD richtete, am 20. Juli 1996 erneut in der Stuttgarter Zeitung gedruckt wurde, zeichnete er als presserechtlich verantwortlich.

1998 wurde wegen des Aufruf an alle Deutschen zur Notwehr gegen die Überfremdung ein Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamts (BKA) gegen die 65 Unterzeichner, darunter wiederum Schröcke, wegen Volksverhetzung eingeleitet, das 1999 jedoch eingestellt wurde.

Während der Wehrmachtsausstellung ebenfalls 1997 in München forderte Schröcke den Oberbürgermeister Christian Ude in einem Brief auf, sich von dem „Haß- und Hetzwerk zu distanzieren“. „Als ehemaliger Soldat, der vom 1.12.1939 bis zum 8.5.1945 seine Pflicht tat, und in dieser Zeit nicht ein einziges Mal Kriegsverbrechen, die jetzt der deutschen Wehrmacht angedichtet werden, miterlebte oder davon hörte, protestiere ich schärfstens gegen Ihre Geschichtsverfälschungen. Es wäre dagegen angebracht, die Kriegsverbrechen der Gegenseite in die Öffentlichkeit zu bringen. Wenn Hitler nicht den gerade noch letzten möglichen Termin für den deutschen Präventivangriff auf die UdSSR am 22.6.1941 gewählt hätte, und die deutschen Soldaten bis zuletzt Unglaubliches für Volk und Vaterland geleistet hätten, wäre auch noch die andere Hälfte Europas dem Bolschewismus zum Opfer gefallen. Am 22.6.1941 standen sich 3.700 deutsche und 20.000 russische Panzer gegenüber. Dann hätten auch Sie Gelegenheit gehabt, durch Genickschuß wie in Katyn oder im Gulag zu enden.“

2013 sprach sich Schröcke in der nationalistischen Zeitschrift Stimme des Reichs in einem Aufruf unter dem Titel Deutsche lasst Euch nicht veralbern gegen Klimaschutz und für den Bau von nuklearen Kugelhaufenreaktoren aus.

Daneben wandte sich Schröcke in jüngster Zeit in mehreren Arbeiten der Ur- und Frühgeschichte zu und belegte in Büchern wie „Germanen. Slawen. Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes“ und „Indogermanen, Germanen, Slawen. Ihre Wurzeln im mittel-osteuropäischen Raum“, „daß im deutschen Siedlungsraum seit 8000 Jahren ethnische Konstanz herrscht: Das deutsche Volk, das noch immer den Siedlungsraum seiner Vorfahren bewohnt, ist das größte Volk der indogermanischen Völkerfamilie.

Die Entwicklung der Germanen wird von der Entstehung der Urgermanen in der Bronzezeit bis zur Herausbildung der germanisch-deutschen Stämme in der Reihengräberzeit verfolgt. Aufbauend auf Vorarbeiten unter anderem von Walther Steller und Lothar Greilwird nachgewiesen, daß die im Früh- und Hochmittelalter in den östlichen Gebieten des heutigen Deutschlands siedelnden Stämme Ostgermanen waren.

In die gleiche Richtung zielt die 2002 wiederum im Grabert-Verlag erschienene Publikationen Die deutsche Frühzeit war ganz anders. Standortbestimmung zur Vorgeschichte der Deutschen, in der auch Schröcke mit einem Artikel vertreten ist.

Werke

  • Indogermanen - Germanen - Slawen. Ihre Wurzeln im mittel- und osteuropäischen Raum. Orion-Heimreiter-Verlag, 2003
  • Germanen - Slawen. Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes 2. Aufl. Verlag für ganzheitliche Forschung (Verlag der Ludendorffer) 1999 Viöl (Nordfriesland); wieder Panorama, Wiesbaden 1999
  • Der Jahrhundertkrieg 1939 - 1945. Vorgeschichte, Kriegsschuld, Folgen. Druffel & Vowinckel-Verlag 2005
  • Kriegsursachen und Kriegsschuld des Zweiten Weltkrieges. Zusammenfassung des Wissensstandes Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, Struckum (Nordfriesland) 2001
  • Siebenbürgen: Menschen - Kirchenburgen - Städte. Kulturleistungen einer deutschen Volksgruppe im Südosten. Langen-Müller 2001

Herausgeberschaft

  • Erna Lendvai-Dircksen: Das deutsche Volksgesicht. Ein Bildwerk in 145 Bildnissen. Grabert-Verlag 2003

Verweise


Einzelnachweise

  1. Leserbrief in der FAZ vom 22. Januar 1980