Franz II.

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  • Franz Joseph Karl
  • * 12. Februar 1768 in Florenz
  • † 2. März 1835 in Wien
  • 1792 - 1806


Lege et fide[1]


Franz II. war letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sowie von 1804 bis 1835 als Franz I. erster „Kaiser“ von Österreich.


Wahl

Letzte deutsche Königswahl - Leopold starb am 1. März 1792. Weniger als zwei Monate später erklärte Frankreich Franz II. den Krieg, nicht als Kaiser, da er noch nicht gewählt worden war, sondern als „König von Ungarn“. Die Kurfürsten traten zusammen unter dem Eindruck der revolutionären Situation in Frankreich. Es herrschte aber allgemein die Ansicht, daß eine einige Koalition die Revolutionäre leicht besiegen könnte, und niemand sah voraus, daß die Französische Revolution zu einem Krieg führen würde, der das gesamte Reich hinwegfegen würde.

Unter der Regierung Franz II. wurden die Kuren von Köln, Trier und der Pfalz aufgehoben. Die Mainzer Kur ging auf das Fürstentum Regensburg über, neue Kuren wurden für das Herzogtum Salzburg, das Herzogtum Württemberg, die Markgrafschaft Baden und die Landgrafschaft Hessen-Kassel geschaffen (1803), Franz nahm außer seinem römischen auch den Titel eines Kaisers von Österreich an, und das Heilige Römische Reich hörte 1806 auf zu bestehen. Die neu geschaffenen Kurfürsten trafen daher nie zu einer Königswahl zusammen.

  1. Friedrich Karl Joseph, Kurfürst und Erzbischof von Mainz
  2. Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Kurfürst und Erzbischof von Trier
  3. Maximilian Franz von Österreich, Kurfürst und Erzbischof von Köln
  4. Franz II., König von Böhmen, auch König von Ungarn
  5. Karl Theodor, Kurfürst von Bayern
  6. Friedrich August III., Kurfürst von Sachsen
  7. Friedrich Wilhelm II. von Preußen
  8. Georg III., Kurfürst von Hannover, auch König von Großbritannien

Herrschaft

Letzte deutsche Königswahl. Leopold starb am 1. März 1792. Weniger als zwei Monate später erklärte Frankreich Franz II. den Krieg, nicht als Kaiser (da er noch nicht gewählt worden war), sondern als "König von Ungarn". Die Kurfürsten traten zusammen unter dem Eindruck der revolutionären Situation in Frankreich. Es herrschte aber allgemein die Ansicht, daß eine einige Koalition die Revolutionäre leicht besiegen könnte, und niemand sah voraus, daß die Französische Revolution zu einem Krieg führen würde, der das gesamte Reich hinwegfegen würde.

Unter der Regierung Franz II. wurden die Kuren von Köln, Trier und der Pfalz aufgehoben. Die Mainzer Kur ging auf das Fürstentum Regensburg über, neue Kuren wurden für das Herzogtum Salzburg, das Herzogtum Württemberg, die Markgrafschaft Baden und die Landgrafschaft Hessen-Kassel geschaffen (1803), Franz nahm außer seinem römischen auch den Titel eines Kaisers von Österreich an, und das Heilige Römische Reich hörte 1806 auf zu bestehen. Die neu geschaffenen Kurfürsten trafen daher nie zu einer Königswahl zusammen.

Der Sohn von Kaiser Leopolds II. und Maria Ludovica herrschte als Römischer Kaiser Franz II. bis 1806 und von 1804 - 1835 als Franz I. Kaiser von Österreich. Er war weder zur Aufrichtung eines Österreichischen Kaisertums noch zur Niederlegung der Römischen Kaiserwürde befugt.

Die Tatsache, daß nach 1806 und bis zum heutigen Tage kein Deutscher König bzw. Kaiser mehr gewählt wurde, bleibt rätselhaft und unerklärbar. Das Imperium Romanum konnte weder durch die unwirksame Niederlegung der Kaiserkrone noch durch einseitigen Akte seiner Hintersassen beeinträchtigt oder gar „aufgehoben“ werden. Im Undank und der Fixierung auf lächerliche Pseudo-Kronen wie die bayrische oder sächsische „Königskrone“ darf eine der Hauptursachen des geistigen und politischen Niedergangs Deutschlands vom Ende des Imperiums zur heutigen Infantilität und Debilität hin vermutet werden.

Die Verdienste Franz’ werden durch die Niederlegung der Deutschen Krone wohl für immer verdunkelt bleiben. Der Wiener Kongreß legte immerhin die Grundlagen für eine christliche Zukunft und für neue Stabilität. Daß Europa noch ein Jahrhundert des Friedens und ungeheurer geistiger und kultureller Blüte genießen konnte, ist auch der Weisheit des „guten Kaisers“ Franz zu danken.

Ehen

  1. Elisabeth von Würtemberg
  2. Maria Teresia von Bourbon-Neapel
  3. Maria Ludovica von Modena
  4. Karoline Auguste von Bayern

Verweise


Einzelnachweise

  1. Durch Gesetz und Glauben