Brun von Querfurt

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  • Bruno von Querfurt
  • * 970 in Querfurt
  • † 9. März 1009 in Preußen
  • Gedächtnis: 9. März


Der hl. Brun von Querfurt war ein ostfälischer Erzbischof und der zweite christliche Apostel und Märtyrer bei den Pruszen.


Leben

Brun war verwandt mit dem sächsischen Herrscherhaus der Liudolfinger. Er wurde an der Magdeburger Domschule ausgebildet und wurde dort Domkapitular und Priester. Im Jahre 997 berief ihn Kaiser Otto III. an seinen Hof, gerade zu der Zeit, als der Tod des Adalbert von Prag den Kaiser heftig bewegte.

Brun begleitete Otto auf dessen zweiter Reise nach Italien und trat dort, um dem hl. Adalbert nachzueifern, in das Kloster ein, in dem auch Adalbert einige Jahre verbracht hatte. Im Jahre 1002 ließ Brun sich von Papst Sylvester II. den Missionsauftrag für Polen erteilen und trat in die direkte Nachfolge Adalberts von Prag.

Nachdem er zunächst in Ungarn gewirkt hatte, begab er sich an den Hof Boleslaws I. von Polen. Da inzwischen ein Krieg zwischen Kaiser Heinrich und Boleslaw ausgebrochen war, unternahm Brun einen Versöhnungsversuch.[1]

Sodann machte sich Brun mit 18 Gefährten auf den Weg ins Land der Pruszen. Er gelangte bis an die Ostgrenzen des Pruszenlandes. Am 14. Februar oder 9. März 1009 wurde Brun samt seinen Gefährten von Pruszen oder Litauern erschlagen. Seine heilige Mission wurde von den Deutschrittern im 13. Jahrhundert wieder aufgenommen und vollendet,

In der ostpreußischen Stadt Lötzen steht auf einem Hügel in der Nähe der Feste Boyen ein Denkmal zu Ehren Bruns von Querfurt.



Verweise

Einzelnachweise

  1. Der Brief Burns ist in vollständiger deutscher Übersetzung wiedergegeben in H. Zeissenberg: Die Kriege Kaiser Heinrich's II. mit Herzog Boleslaw I. von Polen (Wien 1868, S. 353-360).