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In Polen sind in sehr guter Übersetzung die Bücher Die falsch gestellten Weichen (Slepy tor. Ideologia i polityka lewicy 1789-1984) und Kirche kontra Zeitgeist (Przeciwko duchowi czasu) von Erik von Kuehnelt-Leddihn in den Jahren 2007 und 2008 erschienen.

Die Demokratie ist die geistige Mutter von Internationalsozialismus und Nationalsozialismus und an ihrem geschichtlichen Ende vereinigt sie sich mit ihren Bastarden.

Vor 800 Jahren geboren: Der Stauferkönig Heinrich VII.

Im Jahre 1211 wurde in Sizilien König Heinrich VII. geboren, auch genannt Heinrich (VII.). Heinrich war Sohn und Mitkönig des Staufer-Kaisers Friedrich II., eines der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten aller Zeiten. Seine Mutter war Konstanze von Aragon.

Nachdem er zunächst in Sizilien erzogen wurde, betraute ihn sein Vater mit der Verwaltung des Herzogtums Schwaben und belehnte ihn (als Kaiser) nach dem Aussterben der Zähringer 1218 mit dem Burgund. Am 20 April 1220 wählten ihn die deutschen Fürsten in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König.

Am 29. November 1225 heiratete er in Nürnberg auf Wunsch seines Vaters die sieben Jahre ältere Margarethe, Tochter des Herzogs Leopold VI. von Österreich, die am 28. März 1227 in Aachen zur Königin gekrönt wurde.

Probleme mit Fürsten und Papst führten zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn, zwischen Kaiser und König, einem Zerwürfnis, das wie manches Mal in der Deutschen Geschichte zum Aufstand führte. Nach der Niederlage wurde Friedrich des deutschen Throns entsetzt und in Sizilien gefangen gesetzt.

Am 12. Februar 1242 starb Heinrich VII. in Martirano an den Folgen eines Sturzes vom Pferd während einer Verlegung auf eine andere Burg. Einige Chronisten berichten, daß es sich hierbei um einen Selbstmordversuch gehandelt habe.

Sehr geehrter Herr Schupelius,
ich vertete die Ansicht, daß der Berliner OB vom König ernannt werden sollte. Der kann sicherlich besser überblicken, was gut ist für Berlin, als der einzele paralysierte Bürger, der zudem objektiv unfähig ist, sich sachgerecht zu informieren.

Bei der Gelegenheit könnte man das Abgeordnetenhaus auflösen, das völlig überflüssig ist. Berlin braucht keine derartige überteuerte Versammlung, die bekanntlich auch über keine Kompetenzen verfügt, als das Schulsystem beständig in Verwirrung zu bringen.

Falls derzeit kein König vorhanden ist, kann man ja Kaiser oder Papst bitten, die entsprechende Entscheidung vorzunehmen. Sie wird bestimmt besser und sinnvoller als alles, was wir in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben.

Jede Wahl gleicht einer vorgezogenen Auktion von Diebesgut.
H.L. Mencken

Demokratie ist nichts als Herrschaft des Mobs, in der die Mehrheit der Minderheit die Rechte nimmt.
Thomas Jefferson

Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt. (Democracy is, when two Wolfs and a sheep decide whats up for dinner.) Thomas Jefferson

Luxemburg. Großherzog Henri von Luxemburg bekommt den diesjährigen Van-Thuan-Menschenrechtspreis des Vatikan. Das gab der Vatikan am Donnerstag bekannt. Die Auszeichnung wird am kommenden Mittwoch in Rom verliehen. Die Ehrung ist nach dem vietnamesischen Kardinal Francois Xavier Nguyen Van Thuan († 2002) benannt. Großherzog Henri hat sich im Dezember 2008 geweigert, ein Gesetz zur Einführung der Euthanasie zu unterschreiben.

Einen König Vater des Volkes nennen, heißt weniger ihn loben, denn ihn beim Namen nennen oder ihn definieren. La Br???uyère

Bunt erleuchtet soll sie für Ruhe am Augustinerplatz sorgen: Die Säule der Toleranz. Bei der Einweihung flogen Bierflaschen, Freiburgs Demokraten-Bürgermeister Ulrich von Kirchbach wurde bespuckt – und ein Feuer gelegt.

11.9.09: Ein gewisser Khaled el Masri hat den CSU-Demokraten Gerold Noerenberg mit einem Stuhl zusammengeschlagen. Der Demokrat wurde auch durch Faustschläge im Gesicht verletzt.

Das Paradies der Welt-Demokratie

Erschlagene Kinder nach Wahlmassakern in einem Leichenschauhaus in Nairobi

So geht es bei Wahlen in Afrika immer und überall zu: Nach der Wahl werden diejenigen von den Siegern besucht, von denen man weiß, daß sie zur unterlegenen Partei gehören. Man erklärt ihnen, daß sie für ihre schlechte Wählerei bestraft werden müssen. Dann werden allen Schlechtwählern die Hände abgehackt. Quelle FSSPX-Mitteilungsblatt 12/2008.

Sinndeutung der deutschen Revolution

Edgar Julius Jung, S. 79: Die Krone paßt zu vielen Verfassungen, weil sie nicht zur Verfassung gehört, sondern das ewige Symbol der Herrschaft kraft göttlichen Rechtes ist. Sie steht außerhalb der menschlichen Satzung und ist unmittelbar in die natürliche und göttliche Ordnung (Erbfolge) eingereiht.

Die Rechte der Krone mögen laut einer Verfassung menschlicher Satzung unterliegen, das Dasein der Krone und damit ihr Recht der Selbstbehauptung entzieht sich menschlicher Jurisdiktion. Zwar wächst die Krone aus der Geschichte eines Volkes heraus. Ist sie aber geboren, so ist sie von Gottes Gnaden und lebt ihr eigenes Leben, das so wenig widerrufen werden kann wie das einmal gezeugte Leben anderer Wesen.

Ein Volk, das die Krone vernichtet, mordet ein Symbol, das es über sich selbst hinaus, jedem eigenen Zugriff entziehend, gesetzt hat. Es verfällt wieder der Zeitlichkeit, die es mit der Krone schon überwunden hatte.

Völker, welche die Kraft eines solchen Symbols seelisch erfaßt haben, köpfen lieber untaugliche Könige, als daß sie die Krone abschaffen. Ein Volk aber, das wegen der Unfähigkeit eines Trägers die Krone beseitigt, verwechselt Individuum und Mythos.

Wer eine Krone wegwirft, begeht Totschlag am Mythos. Kronen können versinken, aber nicht abgelegt werden. Umgekehrt ist die vom Volk künstlich geschaffene Krone, besonders wenn sie als Teil eines verfassungsschöpferischen Aktes neu vergoldet wird, ein Ersatz, eine Kopie, kein Original; ein Mechanismus, kein echtes Sein. Kronen von Volkes Gnaden wackeln immer.

Wilhelm von Merckel

1.Als der Herr nach seinem Plan
alles hat erschaffen,
däucht ihm alles wohlgetan:
Engel - Menschen - Affen.
Jegliches in seiner Art,
war nach Weisheit offenbart,
und sogar am Teufel
hatt' Er keinen Zweifel.

2.  Aber dabei blieb es nicht,
wer das meint, der irrt sich!
Eine Spielart kam ans Licht
anno achtundvierzig.
Die Natur hielt Niederkunft,
und gebar die fünfte Zunft,
obwohl sehr mißraten,
die der Demokraten!

3.  Etwas haben sie an sich
von jedweder Race:
Menschen sind sie äußerlich,
nach Gesicht und Masse,
Affen je nach Tracht und Bart,
innerlich ist's Teufelsart,
und mit Engelszungen,
kommen sie gesungen.

4.  Ohne Heimat, ohne Paß,
nirgends, allerwegen,
wandern sie ohn Unterlaß,
auf geheimen Stegen.
Wie der Kobold, immer nah,
schnell auf's Hexenzeichen da,
allezeit gewärtig,
immer fix und fertig.

5. „Freiheit “ist das Feldgeschrei,
Freiheit die Parole,
hintennach die Tyrrannei,
schleicht auf weicher Sohle.
Lauernd lugt sie um die Eck,
Freiheit! “ist der frische Speck,
Putsche und Krawalle
sind die Mäusefalle.

Der Komponist Johann Eccard


Johann Eccard

Vor 400 Jahren [1611] verstarb in Berlin einer der bedeutendsten deutschen Komponisten, Johann Eccard. Wie sehr viele große Komponisten war Eccard ein Thüringer, er stammte aus Mühlhausen, der Stadt in der 150 Jahre später auch Johann Sebastian Bach wirken sollte. Die Eccard von Gott zugewiesene Lebensspanne war 1553 – 1611, er lebte also im Zeitalter der Gegenreformation, der Zeit zwischen der lutherisch-kalvinistischen Reformation und dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges.

Es war die Zeit des Kaisers Maximilian II., des letzten Kaisers, der noch eine Synthese zwischen altkirchlichem und evangelischem Prinzip versuchte. Als Eccard zehn Jahre alt war, kam das Tridentinische Konzil zu seinem erfolgreichen Abschluß. Die lutherische Kirche in Deutschland zog erst 20 Jahre später mit dem Konkordienbuch nach. Diese Zeit war aber für das aufstrebende Luthertum sehr fruchtbar. Es war eine Zeit weiter kultureller Entfaltung und eines seither fast unerreichten Wohlstandes in ganz Deutschland.´

Eccard hatte die Gelegenheit, von Mühlhausen ausgehend in Weimar, München und Venedig Praxis und Theorie der Musik auf höchsten Niveau zu erlernen. Auf einer seiner ersten Arbeitsstellen am Hofe der Fugger in Augsburg lernte er den Markgrafen Georg Friedrich von Ansbach kennen, der ihn für seine Hofkapelle engagierte. Dieser Herzog war einer der reichsten und mächtigsten Reichsfürsten seiner Zeit. Das Herzogtum Ansbach war schon früh, vor Brandenburg, lutherisch geworden, diese Region ist auch heute noch Bastion soliden Luthertums.

Georg Friedrich war ein außerordentlich fähiger, fleißiger und kluger Fürst. Er brachchte all seine Länder, die er teils zerrüttet übernommen hatte, zu hoher Blüte, formte und förderte die lutherische Kirche und ihren Kultus und wirkte überall nur Segen. Noch heute tragen etliche Schulen seinen Namen, was bei der demokratischen Nennung zu Umbenennungen als Wunder bezeichnet werden muß. Herzog Georg Friedrich war nicht nur außerordentlich vermögend und mächtig, er wurde zudem zum Administrator des Herzogtums Preußen bestellt, als sein Cousin, der 14 Jahre jüngere regierende Herzog von Preußen dem Wahnsinn verfiel. Preußen regierte er von Königsberg aus in sehr gutem Einvernehmen mit dem Lehnsherren, dem polnischen König Stefan Batori und es darf in diesem Zusammenhange kurz angemerkt werden, daß der Niedergang Preußens mit seiner Unabhängigkeit von der polnischen Krone begann. Der Herzog nahm Johann Eccard mit nach Königsberg, wo er zum Leiter der hervorragenden Hofkapelle aufstieg. Im Jahre 1608 folgte er dann einem Ruf als kurfürstlicher Kapellmeister und Domkantor an den Hof nach Berlin, der zu dieser Zeit noch lutherisch war. Den Abfall des Hauses Brandenburg vom lutherischen Glauben erlebte Eccard nicht mehr.

Eccards Werk widmete sich in weiten Bereichen der Choralmotette, und zwar über fast alle bis zur damaligen Zeit entstandenen lutherischen Lieder. Er schuf mindestens 250 geistliche und weltliche bis zu achtstimmige Motetten. Dies stellt den einmaligen Fall dar, daß sich ein Komponist in seinem geistlichen Werk bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich der Choralmotette gewidmet hat. Von seinen Meßkompositionen ist nur eine einzige erhalten. Seine bedeutendste Sammlung, die "Preußischen Festlieder" erschien postum in Elbing an der Weichsel.

Neben den geistlichen Werken kennen wir auch eine nicht unerhebliche Anzahl von weltlichen Gelegenheitswerken von Eccard, die er meist auf Wunsch und Bestellung von Bürgern aus Königsberg und Berlin schuf. Auch dies ist eine interessante Parallele zum Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs, der ja sehr viele bedeutende Kantaten und Motetten als bestellte Gelegenheitswerke komponiert hat.

Zu Recht hat man Eccard den preußischen Palestrina genannt. Seine Sätze sind von himmlischer Schönheit, von harmonischer Perfektion und von höchster Ausgewogenheit. Wenn der Begriff der Klassik in der Musik einen Sinn hat, dann für Eccards Satzkunst, die tatsächlich perfekt und unübertreffbar ist. Auch die Großmeister des 17. Jh. haben das in dieser Form nicht wieder erreicht.

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Der Demokrat ruft mit lauter Stimme Vox populi populus est deus und murmelt leise quia populus deus est.

Gib uns des Elia Strenge,
wenn den Götzen dieser Zeit
die verführte blinde Menge
Tempel und Altäre weiht;
daß wir nie vor ihnen beugen
Haupt und Knie,
auch nicht zum Schein,
sondern fest als deine Zeugen
dastehn, wenn auch ganz allein.
Philipp Spitta

16.6.08 Pillsbury USA: Kein einziger Wähler erscheint zu den Kommunalwahlen.

Solidarität mitKönig Gyanendra

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Es zeigt sich in diesen Tagen wiederum, daß die angeblich „freiheitlichen“ USA, die ständig von „Liberty“ faseln, sich wie seit 1971 ununterbrochen auch heute nicht scheuen, mit den kommunistischen Massenmördern gemeinsame Sache zu machen um Recht und Freiheit zu vernichten.

Und es zeigt sich, daß zwischen Kommunisten und den „demokratischen“ Mächten des Westens kein Unterschied besteht und daß ihr gemeinsames Ziel es ist, die Menschen zu quälen und zu versklaven.

 

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Für Deutschland gilt das Wort aus dem Propheten Hosea,
Kapitel 13:
Israel, du bringst dich in Unglück; denn dein Heil steht allein bei mir. Wo ist dein König hin, der dir helfen möge in allen deinen Städten? und deine Richter, von denen du sagtest: Gib mir Könige und Fürsten? Wohlan, ich gab dir einen König in meinem Zorn, und will ihn dir in meinem Grimm wegnehmen.

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Die „Monarchisten“ von 1815

Aus Reinhard Lauth „Die verstoßene Kirche“. München 2003, S. 143

Der Fall liegt bei [den "papsttreuen" Traditionalisten] ganz analog wie bei den Monarchisten von 1815. Wenn nur die Form der Monarchie bliebe, meinten sie, so konnte man auf das Wesen der Monarchie verzichten. Diese Art von Monarchisten war zufrieden, daß die österreichisch-ungarische Monarchie an die Stelle des Heiligen Römischen Reiches trat. Es gab ja noch immer einen Kaiser und ein Reich, so urteilten sie, also war das Wesentliche gerettet. Daß mit dem Wiener Frieden die Idee des Reiches aufgegeben worden war, das leugneten sie, ja, sie gaben dem Ganzen den Schein des Gegenteils. Und es ist ihnen tatsächlich gelungen, ein Jahrhundert lang mit diesem Schein zu betrügen.

Man kann die Opfergesinnung, die sich z.B. noch im Ersten Weltkrieg bei den Deutschen Soldaten gezeigt hat, gar nicht verstehen, wenn man nicht sieht, daß sie gefühlsmäßig immer noch für das Deutsche Reich als das Heilige Reich zu kämpfen glaubten. In Wirklichkeit konnte ein Adel, der die Reichsidee verraten und dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches zugestimmt hatte, gar nicht mehr Adel sein. Napoleon hatte voll und ganz recht, diese Adligen den Revolutionären, die Karriere gemacht hatten, gleichzustellen. Und Ludwig XVIII. blieb bei dieser Praxis.

Es gab und gibt seitdem keine schützende Macht der Christenheit mehr, sondern nur noch ihre egoistischen Interessen gegeneinander verfechtende Einzelstaaten, mochten sich deren Regenten auch hier und da noch Kaiser oder Könige nennen. Es bleibt immer einer eindringlichen Meditation wert, den Vorgang zu verstehen, mittels dessen ein Metternich die Gleichung eingängig machen konnte, es sei Franz I. = Franz II.

 

Die Märtyrer von JapanDie japanischen Heiligen

Die erste Nachricht von Japan kam im Mittelalter durch Marco Polo nach Europa. Entdeckt wurde das Inselreich erst 1542 durch Portugiesen, welche ein Sturm an die Küste der Insel Kyushu (die südlichste der Hauptinseln) warf. In den nächsten Jahren besuchten portugiesische Seefahrer den Hafen von Kagoshima und brachten die erste Kunde der christlichen Religion nach Japan. Ein japanischer Edelmann namens Angeroo suchte daraufhin Franz Xaver in Malakka auf und erhielt von ihm mit seinen beiden Dienern die erste Katechese.

Franz Xaver sandte die 3 zur gründlichen Glaubensunterweisung nach Goa, wo sie zu Pfingsten 1548 als erste Japaner getauft wurden, u. fuhr mit ihnen sowie mit Cosme de Torres SJ und dem Laienbruder Juan Fernandez SJ nach Japan, wo er am 15. 8. 1549 an der Südspitze der Insel Kyushu landete. Nach vergeblichen Versuchen, in die Hauptstadt Meako zu gelangen, konnte er in Yamaguchi und Bungo kleine christliche Gemeinden gründen u. kehrte 1551 nach Indien zurück.

Seine Begleiter setzten unter der Führung des Cosme de Torres das begonnene Werk fort. Bald kamen auf den Ruf des Franz Xaver weitere Jesuiten nach Japan, wodurch sich der christliche Glaube zunächst sehr ausbreiten und sogar in Regierungskreise eindringen konnte.

1570, beim Tod des Franz Xaver, gab es in Japan immerhin bereits 20.000 - 30.000 Christen Nach dem Tod des Cosme de Torres (1570) leitete der Portugiese Francisco Cabral SJ die japanische Mission. Unter ihm gab es seit 1574 im Ömura-Gebiet Massenkonversionen, seit 1576 auch in Arima.

1579 wurde Alessandro Valignano neuer Missionsoberer von Japan. Er begründete Seminare für den einheimischen Klerus sowie ein Noviziat und Studienhäuser für den eigenen Ordensnachwuchs. Er setzte sich für die Anpassung der Missionare an japanische Sitten u. Gesellschaftsformen ein. Unter ihm gab es gegen 300.000 Christen in Japan, die von 54 Jesuiten betreut wurden.

Der Shogun (Reichsverweser) Nobunaga war ein Feind des Bonzentums und daher den Missionaren sehr gewogen. Unter seinem Einfluß wurden die Daimios (Fürsten) von Amakusa, Goto, Tosa, Arima u. Bungo Christen, wodurch das Ansehen des Christentums weiter stieg. 1582 startete eine Gesandtschaft, bestehend aus hohen japanischen Würdenträgern, unter Führung Valignanos nach Europa und wurde von Gregor XIII. überaus freundlich empfangen.

Die Japaner erlebten auch die Krönungsfeierlichkeiten seines Nachfolgers Sixtus V. und wurden auch von diesem Papst höchst ehrenvoll und zuvorkommend aufgenommen. 1590 kehrten sie voll Begeisterung über die christliche Kultur in Europa wieder in die Heimat zurück, was sich in der Folge für die weitere Ausbreitung des Christentums sehr auswirkte. Zu dieser Zeit waren bereits 650.000 - 750.000 Japaner Christen geworden.

Doch hatte sich in der Zwischenzeit in Japan die Stimmung gegen die Christen schlagartig gewandelt. 1587 erließ der Shogun Toyotomi Hideyoshi, von den Christen meist Taikosama genannt, ein Dekret, wonach alle Missionare des Landes verwiesen wurden. Dies war der Auftakt zu einer blutigen und grausamen Verfolgung, die bis 1640 andauerte. Der innere Grund dafür lag einerseits in der Ablehnung der Christen, den japanischen Kaiser als Gottmenschen zu verehren, andererseits in der Angst vor politischer Abhängigkeit Japans durch die europäischen Mächte, speziell durch die Portugiesen.

 

In einem Interview im Stern Nr. 2-2010 kam der Philosoph auf die Monarchie zu sprechen

„Apropos Konservatismus: Sie waren gerade als Teilnehmer einer Kulturveranstaltung im Amsterdamer „Palais ob de Dam“ Gast der holländischen Königin. Wie war’s bei Ihrer Majestät?

Ich war beeindruckt von ihr als Mensch und Kulturperson, weil sie von einer enormen Weite der Weltwahrnehmung ist. Das reicht vom Weltklimaproblem bis zur zeitgenössischen Kunst und zu den Goldbeschlägen auf den soeben restaurierten alten Empirestühlen im Stadtpalast. Sie hat ein komplettes Weltbild.

Ist Holland für Sie Heimat?

Nicht wirklich. Sicher, ich bin von der Vaterseite her holländisch vorbelastet. Weil aber die väterliche Seite in unserer Familie nicht die ausschlaggebende war, habe ich von der niederländischen Kultur wenig mitbekommen. Nur auf der Ebene des Namensrätsels. Wenn man als Kind in Deutschland Sloterdijk heißt, versteht man sich ja selbst nicht ganz. So ein dunkler Name ist wie das Vorgefühl einer Neurose.

Sie scheinen recht begeistert von der holländischen Königin zu sein. Halten Sie die Monarchie für eine akzeptable Staatsform?

Absolut. Ich würde sagen, das ist die Staatsform, die den Europäern aufs Ganze gesehen am besten getan hat - im Sinne der konstitutionellen Monarchie. Bei der Monarchie wird die Darstellung des Staats durch einen einzelnen Menschen in eine kontinuierliche Institution eingebunden. Während man in den Republiken alle paar Jahre dieses doch oft beschämende Ritual der Präsidentenwahl durchführt. Auch hat man ständig die Befürchtung, daß das Land keine geeigneten Persönlichkeiten für solche Vorhaben mehr hervorbringt.

Da ist die Monarchie nicht anders.

Doch. Wenn sich ein Herrscherhaus erst einmal etabliert hat und die Kunst der Fürstenerziehung funktioniert, dann wird das Land auf der symbolischen Ebene ruhig.

Schauen Sie die Briten, die Holländer, die Schweden an, alles ausgeglichene Nationen. Und daneben die Franzosen, Republikaner am Rande des Nervenzusammenbruchs.

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