Archiv Russland

zuletzt aktualisiert am Fest der Heiligen Kyrillos und Methodios 2010

 

  Heimseite
  Das Monarchieforum
  Bibliographien
  Alexander Solschenizyn
  Die Zarenhymne
  Kontakt

   Das Portal zum Zarenreich |   Russische Geschichte |    Archiv der Monarchieliga | 

Igor Schafarewitsch: Russophobie

Igor Schafarewitsch: Russophobie. Das kleine Volk und die Russen.. Verlag der Freunde, Berlin 1995

Igor Rostislawowitsch Schafarewitsch wurde am 3. Juni 1923 in Schitomir in der Ukraine geboren. Er zählt zu den bedeutendsten Mathematikern des 20. Jahrhunderts und wurde bereits 1946 in Moskau promoviert. Außerdem lehrte er an der Universität Moskau. In der Zahlentheorie erregte Schafarewitsch 1948 mit seiner expliziten Formel für das Reziprozitätsgesetz der n-ten Potenzreste und seinen Arbeiten über Klassenkörpertürme Aufmerksamkeit. Die Tate-Schafarewitsch-Gruppen in der arithmetischen Geometrie sind nach ihm und John T. Tate benannt.

Obwohl Schafarewitsch dank seiner Genialität zu den Begünstigten des spätstalinistischen Terror-Regimes zählte, scheute er sich nicht Kollegen zu unterstützen, die ins Fadenkreuz des KGB geraten waren, so Andrei Sacharow und Alexander Solschenizyn. Er wurde deshalb 1975 als Professor der Moskauer Universität entlassen. Sacharow dankte ihm seine Solidarität schlecht, er fiel ihm später in den Rücken und denunzierte Schafarewitsch öffentlich.

Die Schafarewitsch tief im Innersten beseelende Freiheitsliebe ließ ihn zum Sozialismuskritiker werden. Er analysierte den anti-russischen Haß der Linken, der er die Schuld an Oktoberrevolution und massenmörderischem Sozialismus gab in seinem Buch „Russophobia“. In einer weltweiten Hetzkampagne wurde Schafarewitsch des „Antisemitismus“ geziehen, eine niederträchtige und völlig abwegige Anschuldigung, die von nichts als dem pathologischen Haß aller Linken auf Freiheit und Wahrheit zeugt. Das Buch „Russophobia“ konnte über zehn Jahre lang nicht auf deutsch erscheinen, bis der Berliner „Verlag der Freunde“ es wagte, die Übersetzung von Hans Mus zu publizieren.

Daraufhin wurde der Verlag durch Gerichtsprozesse ruiniert, die Verleger mit Straf- und Zivilverfahren überzogen und wirtschaftlich völlig ruiniert. Viele Bücher des Verlages und ein Großteil des Verlagseigentums wurden eingezogen und in Verbrennungsanlagen vernichtet. Das Buch von Schafarewitsch ist seither nicht mehr erhältlich.

Um wenigstens einen Eindruck von diesem Buch zu vermitteln hier das Inhaltsverzeichnis:

- Vorwort zur deutschen Übersetzung von Igor Schafarewitsch
- Einführung
- Blick auf die russische Geschichte
- Pläne für Rußland
- Das Kleine Volk
- Die moderne Variante des Kleinen Volkes
- Der nationale Aspekt
- Eine schmerzhafte Frage
- Der jüdische Einfluß auf das revolutionäre Zeitalter
- Vergangenheit und Gegenwart
- Schluß
- ANHANG: - Logik der Geschichte?
- Die Russische Idee
- Ein Gespräch mit Dimitri Merkulow
- Ein Gespräch mit Sergej Wlassow
- Bibliographische Angaben zu „Russophobie“.

Von ebenso großer Bedeutung wie „Russophobie“ ist das Buch „Der Todestrieb in der Geschichte. Erscheinungsformen des Sozialismus“. Dieses Buch ist 1980 als Taschenbuch bei Ullstein erschienen - kurz bevor die Hetze gegen Schafarewitsch einsetzte. Das Buch ist, ebenso wie „Russophobie“ außerordentlich bemerkenswert. Denn Schafarewitsch gelingt es hier, eine vollständige historische Geschichtstheorie des Sozialismus - und analog der "Demokratie" - zu liefern.

Eine Rezension des Buches wird auf www.monarchieliga.de zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Zum Archiv der Monarchieliga

Geschichte des Imperiums

Zur Heimseite der Monarchieliga