Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Die Reichsstände im heutigen Freistaat Thüringen

Die Stände werden innerhalb eines Staatswesens alphabetisch nach Ortsname des Standessitzes geordnet. Viele Orte beherbergten mehrere Reichsstände, gelegentlich handelt es sich bei Mehrfacheinträgen auch um denselben Stand, der eine Rangänderung erfahren hat. Reichsdörfer und -ritterschaften werden i.A. nicht berücksichtigt. In Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen werden die Reichsstände nach Regierungsbezirken gegliedert.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, daß nur Untertanen von Reichsständen auch Anteil an Reichsrechten genießen können.

Der Un-Freistaat Thüringen ist ein Konstrukt aus den „thüringer“ Fürstentümern und einigen weiteren Ständen. Das Fsm. Sachsen-Coburg setzte sich 1919 intelligenter Weise unter bayerische Oberhoheit ab. Wie alle Bestandteile der BRD hat der Un-Freistaat Thüringen kein Bestandsrecht.

Altenburg/Th.

40 km s Leipzig

 

Herzogtum Sachsen-Altenburg

 

1485 an die Ernestinische Linie, 1547 - 1554 unter albertinischer Verwaltung. 1603 -1672 Fürstentum Sachsen- Altenburg, 1672 - 1862 Teil von Gotha, 1826 Herzogtum Sachsen-Altenburg, gegründet von der bisherigen Linie Hildburghausen.

Bleicherode

20 km o Leinefelde

 

Grafschaft Lohra

 

Lohra liegt auf dem Gebiet von Bleicherode.

Beichlingen

Beichlingen ist 5 km nördlich von Kölleda .

 

Grafen von Beuchlingen

 

Die Grafen von Beuchlingen waren recht prominent, erschienen auch auf Reichstagen.

Eisenach

w Gotha

 

Fürstentum Sachsen-Eisenach

 

1596 - 1638, dann wieder 1641 - 1644, dann dauerhaft an Sachsen-Weimar.

 

Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

 

Seit 1741. S. wurde 1815 zum „Großherzogtum“ erhoben. 1816 erhielt es eine sehr „fortschrittliche“ Verfassung. 1826 erfolgte eine Neugliederung bzw. Reform des nunmehrigen „Großherzogtums“. 1877 wurde der Name geändert in „Großherzogtum Sachsen“.

Gera

sw Lpz.

 

Herrschaft Gera

 

1550 erloschen, siehe Reuß.

 

Fürstentum Reuß

 

Das Haus Reuß ging aus den Thüringen zuzuordnenden Vögten des Vogtlandes hervor. 1616 entstand Reuß-Greiz, das sich jedoch mehrfach aufspaltete. Reuß-Gera erlosch 1802, entstand aber 1848 wiederum. 1918 bestanden noch zwei Linien.

Burg Gleichen

10 km so Gotha. Die „Drei Gleichen“ Burgen Gleichen, Mühlburg und Wachsenburg.

 

Grafen Gleichen, 1569 bzw. 1631 erloschen

Gotha

w Erfurt

 

Herzogtum Sachsen-Gotha

 

Entstand als Abspaltung von Weimar etwa 1640. 1827 zu Sachsen Koburg und Gotha zusammengefaßt.

Greiz

30 km so Gera

 

Fürstentum Reuß-Plauen-Greiz

Burg Henneberg

Bei Meiningen, unmittelbar an der weiland Zonengrenze.

 

Grafen Henneberg

 

Seit etwa dem 11. Jh. in der Gegend von Meiningen und Suhl. Das Territorium kam an verschiedene Reichsstände. Es ist fraglich, ob sie den Wiener Kongreß überlebten.

Hildburghausen

30 km s Suhl a d Wartha

 

Fürstentum Sachsen-Hildburghausen

 

1374 durch Heirat an den Landgrafen von Thüringen. Hier dann an die Linie Sachsen-Koburg, 1680 wieder
selbständig. 1826 an Sachsen-Altenburg.

Hohnstein

In Neustadt/Harz, 10 km n Nordhausen.

 

Grafschaft Hohnstein

 

1593 erloschen. Hohnstein war im Harz u Nordthüringen teilweise recht erheblich begütert. Eine Seitenlinie erwarb gar Schwedt.

Klettenberg

Westlich von Nordhausen, unmittelbar an der weiland Zonengrenze, gegenüber von Walkenried. Eine Burg Klettenberg soll in der Nähe sein.

 

Herrschaft Klettenberg

Meiningen

20 km s Schmalkalden

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

 

Sachsen-Meiningen war 1660 im Besitz der ernestinischen Wettiner. 1680 wurdeMeinignen zurResidenz.

Mühlhausen/Thr.

zw Leinefelde u Eisenach

 

Reichsstadt Mühlhausen/Thüringen

Nordhausen

s Ilfeld am Unterharz. Nordhausen war die Mitgift für Kaiserin Theophanou.

 

Reichsstadt Nordhausen

Ranis

Die Burg Brandenstein liegt in Ranis, 10 km s von Pößneck.

 

Herrschaft Brandenstein-Ranis

 

Die Herrschaft Ranis war in verschiedenen Händen unter sächsicher Lehnsherrschaft. 1815 fiel sie an das Kgr. Preußen, das sie im Rahmen des Kreises Ziegenrück verwaltete.

Rudolstadt

8 km n Saalfeld

 

Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt

 

Zu Schwarzburg gehört seit ältester Zeit Frankenhausen als Sitz der Unterherrschaft mit dem Kyffhäuser-Gebirge.

Saalfeld

 
 

Reichsabtei Saalfeld

 

Vor der Reformation zählte der Abt des Benediktinerklosters St. Peter zu den Reichsfürsten. Der Graf von Mansfeld säkularisierte das später kursächsisch gewordene Kloster.

Sondershausen

20 km s Nordhausen

 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

 

1571 wurde Schwarzburg geteilt, Sondershausen bekam 2/3 der Unterherrschaft, d.h. des Herrschaftsanteils im unteren Thüringen. Seit 1697 gehörte Schwarzburg-Sondershausen zum Reichsfürstenrat. und fiel 1909 zurück an Schwarzburg-Rudolstadt (bzw. Personalunion).

Stolberg

25 km s Thale

 

Fürstentum Stolberg

Tautenburg

5 km o Dornburg/Saale

 

Schenken von Tautenburg und Vargula

 

1640 erloschen, sächsisch. Vargula bzw. Großvargula lieht 10 km östlich von Bad Langensalza.

Weimar

zw Erfurt u Jena

 

Herzogtum Sachsen-Weimar

 

Weimar gehörte zunächst den Grafen von Orlamünde, später dem Haus Wettin. 1672 entstand nach Teilungen das Herzogtum Sachsen-Weimar, 1741 fiel Eisenach an.



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