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Die Reichsstände
im heutigen Freistaat Thüringen |
Die Stände werden innerhalb eines Staatswesens alphabetisch nach Ortsname
des Standessitzes geordnet. Viele Orte beherbergten mehrere Reichsstände,
gelegentlich handelt es sich bei Mehrfacheinträgen auch um denselben Stand,
der eine Rangänderung erfahren hat. Reichsdörfer und -ritterschaften
werden i.A. nicht berücksichtigt. In Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg
und Nordrhein-Westfalen werden die Reichsstände nach Regierungsbezirken
gegliedert.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, daß nur Untertanen von Reichsständen
auch Anteil an Reichsrechten genießen können.
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Der Un-Freistaat Thüringen
ist ein Konstrukt aus den „thüringer“ Fürstentümern
und einigen weiteren Ständen. Das Fsm. Sachsen-Coburg setzte
sich 1919 intelligenter Weise unter bayerische Oberhoheit ab.
Wie alle Bestandteile der BRD hat der Un-Freistaat Thüringen
kein Bestandsrecht. |
Altenburg/Th. |
40 km s Leipzig |
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Herzogtum
Sachsen-Altenburg |
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1485 an die Ernestinische
Linie, 1547 - 1554 unter albertinischer Verwaltung. 1603 -1672
Fürstentum Sachsen- Altenburg, 1672 - 1862 Teil von Gotha,
1826 Herzogtum Sachsen-Altenburg, gegründet von der bisherigen
Linie Hildburghausen. |
Bleicherode |
20 km o Leinefelde |
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Grafschaft
Lohra |
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Lohra liegt auf dem Gebiet
von Bleicherode. |
Beichlingen |
Beichlingen ist 5 km nördlich
von Kölleda . |
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Grafen
von Beuchlingen |
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Die Grafen von Beuchlingen
waren recht prominent, erschienen auch auf Reichstagen. |
Eisenach
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w Gotha |
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Fürstentum
Sachsen-Eisenach |
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1596 - 1638, dann wieder
1641 - 1644, dann dauerhaft an Sachsen-Weimar. |
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Herzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach |
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Seit 1741. S. wurde 1815
zum „Großherzogtum“ erhoben. 1816 erhielt
es eine sehr „fortschrittliche“ Verfassung. 1826
erfolgte eine Neugliederung bzw. Reform des nunmehrigen „Großherzogtums“.
1877 wurde der Name geändert in „Großherzogtum
Sachsen“. |
Gera |
sw Lpz. |
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Herrschaft
Gera |
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1550 erloschen, siehe
Reuß. |
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Fürstentum
Reuß |
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Das Haus Reuß ging
aus den Thüringen zuzuordnenden Vögten des Vogtlandes
hervor. 1616 entstand Reuß-Greiz, das sich jedoch mehrfach
aufspaltete. Reuß-Gera erlosch 1802, entstand aber 1848
wiederum. 1918 bestanden noch zwei Linien.
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Burg Gleichen |
10 km so Gotha. Die „Drei Gleichen“
Burgen Gleichen, Mühlburg und Wachsenburg. |
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Grafen
Gleichen, 1569 bzw. 1631 erloschen |
Gotha |
w Erfurt |
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Herzogtum
Sachsen-Gotha |
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Entstand als Abspaltung
von Weimar etwa 1640. 1827 zu Sachsen Koburg und Gotha zusammengefaßt. |
Greiz |
30 km so Gera |
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Fürstentum Reuß-Plauen-Greiz
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Burg Henneberg |
Bei Meiningen, unmittelbar an der
weiland Zonengrenze. |
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Grafen
Henneberg |
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Seit etwa dem 11. Jh.
in der Gegend von Meiningen und Suhl. Das Territorium kam an
verschiedene Reichsstände. Es ist fraglich, ob sie den
Wiener Kongreß überlebten. |
Hildburghausen |
30 km s Suhl a d Wartha |
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Fürstentum
Sachsen-Hildburghausen |
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1374 durch Heirat an
den Landgrafen von Thüringen. Hier dann an die Linie Sachsen-Koburg,
1680 wieder
selbständig. 1826 an Sachsen-Altenburg. |
Hohnstein |
In Neustadt/Harz, 10 km n Nordhausen. |
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Grafschaft
Hohnstein |
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1593 erloschen. Hohnstein
war im Harz u Nordthüringen teilweise recht erheblich begütert.
Eine Seitenlinie erwarb gar Schwedt. |
Klettenberg |
Westlich von Nordhausen, unmittelbar
an der weiland Zonengrenze, gegenüber von Walkenried. Eine
Burg Klettenberg soll in der Nähe sein. |
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Herrschaft
Klettenberg |
Meiningen |
20 km s Schmalkalden |
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Herzogtum
Sachsen-Meiningen |
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Sachsen-Meiningen war
1660 im Besitz der ernestinischen Wettiner. 1680 wurdeMeinignen
zurResidenz. |
Mühlhausen/Thr. |
zw Leinefelde u Eisenach |
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Reichsstadt
Mühlhausen/Thüringen |
Nordhausen |
s Ilfeld am Unterharz. Nordhausen
war die Mitgift für Kaiserin Theophanou. |
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Reichsstadt
Nordhausen |
Ranis |
Die Burg Brandenstein liegt in Ranis,
10 km s von Pößneck. |
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Herrschaft
Brandenstein-Ranis |
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Die Herrschaft Ranis
war in verschiedenen Händen unter sächsicher Lehnsherrschaft.
1815 fiel sie an das Kgr. Preußen, das sie im Rahmen
des Kreises Ziegenrück verwaltete. |
Rudolstadt |
8 km n Saalfeld |
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Fürstentum
Schwarzburg-Rudolstadt |
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Zu Schwarzburg gehört
seit ältester Zeit Frankenhausen als Sitz der Unterherrschaft
mit dem Kyffhäuser-Gebirge. |
Saalfeld |
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Reichsabtei
Saalfeld |
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Vor der Reformation zählte
der Abt des Benediktinerklosters St. Peter zu den Reichsfürsten.
Der Graf von Mansfeld säkularisierte das später kursächsisch
gewordene Kloster. |
Sondershausen |
20 km s Nordhausen |
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Fürstentum
Schwarzburg-Sondershausen |
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1571 wurde Schwarzburg
geteilt, Sondershausen bekam 2/3 der Unterherrschaft, d.h. des
Herrschaftsanteils im unteren Thüringen. Seit 1697 gehörte
Schwarzburg-Sondershausen zum Reichsfürstenrat. und fiel
1909 zurück an Schwarzburg-Rudolstadt (bzw. Personalunion).
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Stolberg |
25 km s Thale |
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Fürstentum
Stolberg |
Tautenburg |
5 km o Dornburg/Saale |
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Schenken
von Tautenburg und Vargula |
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1640 erloschen, sächsisch.
Vargula bzw. Großvargula lieht 10 km östlich von
Bad Langensalza. |
Weimar |
zw Erfurt u Jena |
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Herzogtum
Sachsen-Weimar |
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Weimar gehörte zunächst
den Grafen von Orlamünde, später dem Haus Wettin.
1672 entstand nach Teilungen das Herzogtum Sachsen-Weimar, 1741
fiel Eisenach an. |