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Die
Reichsstände im heutigen Sachsen-Anhalt |
Die Stände werden innerhalb eines Staatswesens alphabetisch nach Ortsname
des Standessitzes geordnet. Viele Orte beherbergten mehrere Reichsstände,
gelegentlich handelt es sich bei Mehrfacheinträgen auch um denselben Stand,
der eine Rangänderung erfahren hat. Reichsdörfer und -ritterschaften
werden i.A. nicht berücksichtigt. In Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg
und Nordrhein-Westfalen werden die Reichsstände nach Regierungsbezirken
gegliedert.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, daß nur Untertanen von Reichsständen
auch Anteil an Reichsrechten genießen können.
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Sachsen-Anhalt setzt
sich zusammen aus der Altmark, dem gesamtem Fsm. Anhalt, dem
Erzstift bzw. Htm. Magdeburg, dem Kurkreis Sachsen und weiteren
kursächsichen Territorien, sowie weiteren bedeutenden Territorien.
Mit Magdeburg und Quedlinburg besitzt Sachsen-Anhalt die edelsten
Teile des Alten Reiches. |
Barby |
Zwischen
Schönebeck und Aken, links der Elbe. |
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Grafen
von Barby und Mühlingen bzw. Arnstein-Barby |
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Die Burg Barby war bereits
um 800 bezeugt. Sie gehörte seit der ottonischen Zeit dem
Stift Quedlinburg. Maximillian I. erhob Barby 1497 als Arnstein-Barby
zur Reichsgrafschaft, doch bereits 1540 wurde die Reformation
eingeführt. 1659 starb die dem askanischen Umnfeld entstammende
Familie aus, die Reichstagsstimme ging zunächst an Sachsen-Weißenfels,1746
sodann an Kursachsen. |
Blankenburg |
Zwischen
Quedlinburg und Wernigerode. |
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Fürstentum
Braunschweig-Blankenburg. Existierte von 1707 bis 1803.
Der Sitz wurde 1731 nach Wolfenbüttel verlegt. |
Dessau |
Nördlich
von Halle. |
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Herzogtum
Anhalt |
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Das
Htm. Anhalt zerfiel in verschiedenen anhaltinischen Fürstentümer.
Bis 1570 setzte sich die Linie Dessau durch. Seit 1807 trug
das Haus Anhalt den Herzogtitel. |
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Herzogtum
Anhalt-Dessau |
Burg Falkenstein |
Oberhalb
von Ballenstedt |
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Grafschaft
Falkenstein |
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Seit frühester Zeit
bekannt. 1220 erging von hier der Auftrag zur Abfassung des
Sachsenspiegel. 1386 beim Hstft. Halberstadt, später bei
anderen Herrschaften.
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Gernrode |
Zwischen
Thale und Ballenstedt. Zu beachten ist die herrliche Stiftskirche
St. Cyriakus aus dem 10. Jh. |
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Äbtissin
Gernrode |
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Stimme
später von Anhalt geführt. |
Grävenitz |
10
km nörlich Bismark in der Altmark |
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Grafen
Grävenitz |
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Personalisten.
Es ist nicht bekannt, ob der Stand etwas mit Grävenitz
in der Altmark zu tun gehabt hat. |
Halberstadt |
15
km nördlich Quedlinburg. Halberstadt wurde mit Liebfrauenkirche
von 1020 und Dom St. Stephanus von 1239 in einem kriegsverbecherischen
Akt zerstört. |
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Fürstentum
Halberstadt |
Havelberg |
An
der Havel, 10 km östlich von Werben. Kathedrale St. Marien
(1150) |
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Hochstift
Havelberg |
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Zunächst
Reichsstand, 1447 von den ehrvergessenen Hohenzollern landsässig
gemacht. Papst Nikolaus V. überließ dem Kurfürsten
die entsprechenden reichsständischen Rechte. |
Landsberg bei Halle |
Nordöstlich
von Halle/Saale. Mit Doppelkapelle St. Crucis von 1170. |
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Grafen
& Herren Schenken von Landsberg |
Magdeburg |
Magdeburg
darf wohl als die älteste deutsche Hauptstadt gelten und
war jahrhundertelang Krone und Perle des deutschen Regnums.
Der Dom SS. Mauritius und Katharina vom 10.-16. Jh. ist
die bedeutendste Kirche Deutschlands und die Grablege von Kaiser
Otto dem Großen. Magdeburg war bis zur „Reformation“
Sitz des Primas Germaniae und wird dies, wie wir hoffen,
auch wieder werden.
Hingewiesen sei in aller Kürze
auf das ehem. Kloster Unser Lieben Frauen, sowie die
Kirchen St. Petri (1150) und St. Sebastian
(11. Jh.). |
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Herzogtum
Magdeburg = Erzstift Magdeburg. Halle und der Saalkreis
waren stets Teil des Erzstiftes. Residenz der Bischöfe
bzw. Herzöge von Magdeburg war von 1503 bis 1680 Halle.
1680 wurde das Herzogtum gemäß dem westfälsichen
Friedensinstrument von Brandenburg annektiert. |
Mansfeld |
Nordwestlich
von Eisleben. |
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Grafschaft
Mansfeld |
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Mansfeld
kam im 15. Jh. an Magdeburg und Sachsen und wurde schließlich
zwischen Preußen und Sachsen geteilt, der Name ging an
Colloredo über. Seit 1815 ist Mansfeld vollständig
Teil der preußischen Provinz Sachsen. |
Merseburg |
15
km s Halle. Kaiserpfalz, Ottonischer Dom St. Johannes u. Laurentius,
(11. Jh.), Neumarktkirche (12. Jh.). |
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Hochstift
Merseburg |
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Nach
der „Reformation“ eignete sich Kursachsen widerrechtlich
das herrliche Hochstift an. Die Ergebnisse sind zu besichtigen
... |
Naumburg |
Südlich
von Weißenfels an der Saale. |
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Hochstift
Naumburg - Hier gilt mutatis mutandis das gleiche wie
für Merseburg. |
Quedlinburg |
Nordöstlich
von Wernigerode. Wipertikirche mit Krypta von 1020,
Stiftskirche St. Servatii aus dem 11. Jh.. |
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Äbtissin
Quedlinburg |
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1697
verkauft Sachsen seine jahrhunderte alten Rechte an Brandenburg.
Das herrliche Quedlinburg wurde zur Provinzstadt in der Provinz
Sachsen. |
Querfurt |
40
km w Merseburg. Burg (um 899) |
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Fürstentum
Querfurt |
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Das
Ftm. Querfurt fiel 1496 als erledigtes Lehen an Magdeburg, später
an Sachsen-Weißenfels. Ab 1663 war Querfurt Reichsstand,
1746 war es wieder Teil Kursachsens. Jüterbog und Dahme
gehörten zu Querfurt. |
Regenstein |
5
km n Blankenburg |
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Grafschaft
Regenstein |
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Die
Gft. Regenstein kam 1599 ans Hochstift Halberstadt, und 1648/62
an Brandenburg, von dem sie auch vertreten wurde. |
Schauen |
10
km n Wernigerode |
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Herrschaft
Schauen, wohl ein Reichsdorf. |
Stendal |
Nördlich
von Magdeburg an der Altmark |
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Markgrafschaft
Altmark |
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Stendal war als Hauptort
der Altmark Residenz der Hohenzollern und ihrer Vorgänger
und verlor diesen Status wohl erst, als die Altmark in der Kurmark
weitgehend aufging. |
Wernigerode |
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Grafen
Stolberg-Wernigerode |