Die Herrscher Polens von Lokietek bis Ludwig |
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| Die polnische Krone befand
sich im 13. Jahrhundert im Stadium der Auflösung und der Zersplitterung
in piastische Teilfürstentümer. Dieser Prozeß
war das Resultat der Distanzierung vom Imperium Romanum. |
| 1305-1333 |
Ladislaus I.
Ellenlang (Lokietek), piastischer König von Polen
∞ Hedwig (Jadwiga)
Lokietek gelang es, unterstützt von Papst Bonifaz VIII.1
und dem ungarischen
König Karl Robert von Anjou
die polnischen Kerngebiete zu einen. Die Krone umfaßte unter
ihm Groß- und Kleinpolen, sowie Kujawien. Er durfte, anerkannt
von Kaiser und Papst, den Titel tragen Rex poloniae Dei et
apostolis sedis providentia. Das Verdienst von Lokietek war
es auch, in Karl Robert von Anjou einen dynastisch potenten Schwiegersohn
an sein Haus zu binden. Die Wahl eines Gatten aus dem Hauses Anjou
für die Schwester war um der Einheit Polens willen erfolgt,
da einem piastischen Erbe neue Zerstückelungen und Teilungen
gefolgt wären.
Die Gattin Lokieteks Hedwig ist nicht zu verwechseln mit ihrer
Urenkeltochter Hedwig, die einhundert Jahre später die Jagellonendynastie
begründete.
Kinder: Kasimir III. der Große, König von Polen, Elisabeth,
Königin von Ungarn |
1305 - 1306 |
Rudolf von Habsburg |
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Vor Lokietek hatte bereits ein Habsburger
den Titel eines Polnischen Königs getragen, Rudolf III.,
der Sohn König Albrechts
I.. Er hatte Elisabeth (Richsa) geheiratet, Tochter des großpolnischen
Piasten Przemysl II., Witwe
des polnisch-böhmischen Königs Wenzel und rechtmäßige
Erbin der polnischen und böhmischen Krone. Rudolf konnte sich
jedoch anscheinend nur in Böhmen durchsetzen und wurde in Polen
nicht anerkannt. Er starb nicht einmal 30jährig in Horaschdowitz
in Südböhmen.
Auch der böhmische König Johann
von Luxemburg der Blinde, der Nachfolger Rudolfs,
führte den Titel des Königs von Polen, auf den er im Jahre
1335 gegen die Bestätigung des Erwerbes von Schlesien verzichtete. |
| 1333-1370 |
Kasimir
III. der Große, König von Polen |
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Kasimir
III. wurde Nachfolger seines Vaters, hatte aber trotz vier Ehen
keinen männlichen Erben, so daß das Erbe an seine Schwester
Elisabeth fiel. Eine seiner Gattinnen entstammte dem Hause Poomern-Wolgast-Stolp. |
Das
Haus Anjou in Polen |
| 1370-1382 |
Ludwig
von Ungarn |
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Ludwig gelang
es durch beherztes Handeln, das Erbe seines Onkels vor den Mitbewerbern,
z.B. Kazko, dem Enkel Kasimirs aus dem Hause
Pommern-Stolp-Wolgast, anzutreten.
Seine Mutter, die Schwester Kasimirs III. machte er zur Statthalterin.
Darüber hinaus betrachtete er Polen lediglich als Mitgift für
seine beiden Töchter Maria und Hedwig. Den Adel konnte er nur
durch erhebliche Zugeständnisse ruhigstellen. Das von Ludwig
erworbene Privileg von Kaschau (1374) sicherte
dem Adel die in Jahrhunderten meist wenig segensreich ausgeübte
Vorrangstellung. |
| 1382-1386 |
Hedwig |
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Hedwig erbte die polnische
Krone beim Tod ihres Vaters Ludwig im Jahre 1382. Dieses Erbe wurde
bestritten, da nach gültigem Recht nur eine männliche
Erbfolge möglich war. Ihr Ehemann war zunächst der Erzherzog
Wilhelm der Freundliche von Habsburg. |
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Zu den Wahlkönigen
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