Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Die piastischen Herrscher Polens

       

Die Epoche der Teilfürstentümer

Die s.g. Epoche der „Teilfürstentümer“ sollte nicht als Epoche des Niederganges und der Zersplitterung Polens interpretiert werden. In dieser Zeit manifestierten sich verschiedene Prinzipien, die in einem weitgehend ergebnisoffenen Prozeß der Lösung und Harmonisierung zustrebten. In der Art und Weise sowie in der Zielführung eines solchen Prozesses dürfen wir vor allem das Wirken der göttlichen Gnade erkennen. Es gab die Option der weitgehenden Eingliedrung polnischer Fürstentümer in das Imperium Romanum, es gab die Option eines Osteruropäischen katholischen Großreiches aus Polen, Böhmen und Ungarn neben dem Imperium Romanum, es gab die Option der Eingliedrung ganz Ostelbiens in ein wie immer aussehendes polnisches Imperium.
Es ist hier, wie natürlich auch an allen anderen Orten des Geschichtsprozesses, völlig verfehlt, geschichtliche Prozesse nach irgendwelchen immanenten Maßstäben zu beurteilen, wie immer diese auch geartet sind. Zwischen dem Rassenwahn der Nationalsozialisten und dem liberaldemokratischen Nationalismus besteht unter dieser Prämisse keinerlei Unterschied. Gott ist und bleibt Herr der Geschichte, durch ihn regieren Könige und Fürsten, in ihm liegt auch das Ziel der Geschichte beschlossen.

1138-1146

Wladislaus II., der Vertriebene (Wygnaniec) ∞ Agnes von Hohenstaufen

 

Ladislaus, der Sohn des polnischen Königs Boleslaw Schiefmunds und seiner Gemahlin Salomea von Berg war mit der Schwester des Deutschen Königs Konrad verheiratet. Auf dem Reichstag von Kaina im Jahre 1146 nahm er ganz Polen vom Reich zum Lehen. Diesen Anspruch kann er jedoch innerhalb Polens nicht durchsetzen und er wurde vertrieben. Jedoch gilt er als Herzog Schlesiens und als Begründer der schlesischen Dynastie. Er nahm als einziger polnischer Fürst am zweiten Kreuzzug teil.

1146-1173

Boleslaw IV. Krauskopf (Kedizierzawy)

 

Sein Bruder Boleslaw versuchte sich stärker vom Imperium abzusetzen, mußte aber schließlich nachgeben, da Friedrich Barbarossa ihn vor Posen besiegte. Er legte den Lehnseid ab, beteiligte sich am Italienzug Barbarossas und erschien auf dem Magdeburger Hoftag. Boleslaw übergab Schlesien seinen drei Neffen, die staufischen Geblütes waren. Die Teilung wurde in Boleslaws Todesjahr 1173 besiegelt. Die piastisch-staufischen Neffen fühlten sich stets dem Imperium besonders eng verbunden und förderten die weitere deutsche Besiedlung Schlesiens.

1173-1177

Mieszko III. der Alte

 

Mieszko war Neffe von Boleslaw und erbte Großpolen und das Seniorat von ihm. Er konnte seinen ererbten Anspruch aber nicht durchsetzen und wurde nach Pommern vertrieben.

1177-1194

Kasimir II. der Gerechte (Sprawiedliwy)

 

Ihn löste sein Bruder Kasimir ab, dem es gelang, fast das gesamte polnische Gebiet unter seinem Szepter zu vereinen. Diese Durchsetzungsfähigkeit minderte wiederum die Bindung Polens ans Imperium. Auf einem polnischen Reichstag in Leczyca setzte Kasimir mit päpstlicher Hilfe das dynastische Erbrecht für das Krongut durch. Auch der Kaiser stimmte bei Bestätigung der Rechte des Imperriums in Polen zu.
In Kasimirs Regierungszeit fällt das Ende der polnischen Lehnshoheit über Pommern und Pommerellen.

1194-1202

Mieszko III. der Alte und Leszek der Weiße (Bialy)

 

Den Ausgang Kasimirs nutzte der zähe Mieszko gemeinsam mit seinem Neffen Leszek zum Wiederaufstieg. Die Einigungsbemühungen seines Bruders wurden beeinträchtigt, Zerfall und Zergliederung der piastischen Macht schritten voran. Dem endgültigen Verlust Pommerns wurde keinerlei Beachtung geschenkt, die Fragmentierung de Herrschaft zerstörte die gemeinschaftsstiftenden Kräfte des polnischen Reiches.

1202

Ladislaus III. Laskonogi, Stöckerbein

 

Die Regierungszeit von Mieszkos Sohn Ladislaus war von Streitereien mit seinem Sohn Ladislaus Odonic (Odossohn) geprägt.

1202-1210

Leszek der Weiße

1210-1211

Mieszko Platonogi

1211-1227

Leszek der Weiße

1228-1229

Ladislaus Laskonogi und Henryk Brodaty, der Bärtige

1229-1230

Konrad I. Mazowiecki

1230-1238

Henrik der Bärtige

1238-1241

Henrik der Fromme

1241-1243

Konrad I. Mazowiecki

1243-1279

Boleslaw V. Wstydliwy, der Scheue

 

1253

Heiligsprechung des hl. Stanislaus, Patron Polens und des Erzbistums Krakau, durch Innozenz IV. in Assisi.

1279-1288

Leszek Czarny, der Schwarze

1288-1290

Heinrich IV. Probus

 

Heinrich IV. Probus wurde von der von der deutschen Bevölkerung Krakaus auf den Thron gesetzt. Nach seinem Abgang erfolgte ein steiler Aufstieg Böhmens bis auf den polnischen Königsthron.

1290-1291

Przemysl II.

 

Seine Tochter Elisabeth Richsa heiratete zunächst Wenzel II. von Böhmen, dann Rudolf von Habsburg. Richsa residierte in Königgrätz, das von ihr den königlichen Namen erhielt. Ihre Grablege ist in der Marienkirche des Zisterzienserinnenklosters in Brünn.

1291-1305

Wenzel II. von Böhmen

 

Informationen zu seiner Herrschaft siehe Böhmen!

1305-1306

Wenzel III. von Böhmen

 

Informationen zu seiner Herrschaft siehe Böhmen!

       

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