Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: Epiphaniasfest 2011

 

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Von Heinrich VI. zu Sigismund

In dieser Datei finden Sie die Kaiser von Heinrich VI. bis Sigismund und die Deutschen Könige dieser Zeit. Die Kaiserwürde ist dunkelrot, die Deutsche Königswürde ist rot und kleiner gekennzeichnet. Man beachte, daß die Indizes an die jeweilige Würde gebunden sind und somit der Index von Königs- und Kaiserwürde unterschiedlich sein kann!

       
 

Nach dem Erfolg Rudolf von Habsburgs kommt zunächst das Geschlecht der Luxemburger Grafen mit dem großen Versuch einer nordostdeutschen Machtgestaltung entlang der Elbschiene zum Zuge. Einzigartig ist die Entstehung einer kaiserlichen Residenz in Tangermünde (Brandenburg). Der (ehelichen) Erwerb Ungarns lenkt das Interesse der Luxemburger nach Süden und beendet bedauerlicherweise diese Entwicklung. Am Ende wird das Haus Habsburg wiederum durch Heirat zum Erbe dieser Aufbauarbeit. "Tu felix Austia nube"“(Du, glückliches Österreich, heirate) ist das Motto des nunmehrigen „Erzhauses“.

 1308 - 1313 Heinrich VI. (Heinrich IX.)
 

Heinrich, Graf von Luxemburg, wurde von Dante und den Ghibbelinen begeistert begrüßt und in der „Monarchia“ verherrlicht. Er sprach nur französisch, konnte sich allerdings in die böhmische Krone einheiraten. Erst 1312 gekrönt, starb er 1313 an Malaria. Sein Enkel war Kaiser Karl IV.

 1314 - 1347 Ludwig IV. der Bayer  (Ludwig I.) ∞ Beatrix von Schlesien
∞ Margarete von Holland
 

Der Wittelsbacher wurde in einer weiteren, der letzten Doppelwahl zusammen mit Friedrich dem Schönen (Habsburg) gewählt und besiegte diesen im Jahre 1322 bei Mühldorf am Inn. Er griff zugunsten der Ghibellinen in Italien ein und forderte den Papst heraus. Schimpflicherweise ließ er sich von einem römischen Senator in der Peterskirche krönen.

Ludwig übertrug Brandenburg, das nach dem rätselhaften Aussterben des kurz zuvor noch blühenden Askaniergechlechtes an den Kaiser heimgefallen war, auf seinen Sohn, der die Erbin Tyrols, Margaretha Maultasch heiratete.

1314 - 1330 Friedrich III. der Schöne
 

Nach der Niederlage in der Schlacht von Mühldorf wurde Friedrich auf Burg Trausnitz gefangengesetzt. Doch konnten sich Wittelsbach und Habsburg auf ein - in der Reichsgeschichte wohl einzigartiges - gemeinsames Königtum einigen.

1349 Günther von Schwarzburg-Blankenburg
 

Nach dem Tode Ludwigs des Bayern wählte die Partei der Wittelsbacher Günther als Gegenkönig gegen den Luxemburger Karl IV. Da er keine Aussicht auf Erfolg hatte, dankte er nach wenigen Monaten ab. Eine Oper von Ignaz Holzbauer erinnert an diesen Deutschen König.

 1346 - 1378 Karl IV.  (Karl I.)
 

Karl, geborener König von Böhmen aus dem Haus Luxemburg, begann seine Karriere als durch den „Rhenser Kur(fürsten)verein“ gewählter, vom Papst geförderter Gegenkönig gegen Ludwig den Bayern (Krönung in Bonn). Im Jahre 1355 wurde er in Rom gekrönt. Seinen Hausbesitz erweiterte er tatkräftig um die Lausitzen, um Schlesien, das er 1348 ins Reich einfügte, und um Brandenburg, wo er Tangermünde zur Residenz erhob. Im Jahre 1364 schloß er den bedeutungsvollen Erbvertrag mit Habsburg. 1356 erließ Karl die „Goldene Bulle“ als Reichsgrundgesetz, das unter anderm die Königswahl besser regelte. (Siehe „Reichsverfassung“).

 1378 - 1400 Wenzel
 

Der Sohn Karls war dem Alkohol zugeneigt und wurde vom Kurverein am 20. August 1400 wegen Faulheit als Deutscher König abgesetzt.

1400 - 1410 Ruprecht von der Pfalz
 

Nach der Absetzung Wenzels wurde der Kurfürst von der Pfalz, Ruprecht von Wittelsbach, zum Deutschen König gewählt. Seine reichstreue Politik mußte wegen der zu geringen Machtbasis weitgehend erfolglos bleiben.

 1410 - 1411 Jobst von Mähren
 

Jobst war in einer Doppelwahl gemeinsam mit seinem Vetter Sigismund gewählt worden, starb aber bald, worauf Sigismund neu gewählt wurde.

 1410 - 1437

Das Zentrum von Großwardein, wo der Herrscher bestattet war.
Sigmund ∞ Maria von Anjou

Sigmund, auch Sigismund genannt, der Bruder Wenzels und Erbe Brandenburgs, heiratete Maria, die Tochter und Erbin Ludwigs des Großen von Anjou, des Königs von Ungarn und Polen und wurde so zum Schwager des polnischen Königs Jagello.

Mit Brandenburg hatte er zuvor den Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollen belehnt, zweifellos eine der folgenschwersten (Fehl-)Entscheidungen der Weltgeschichte. Auch sein Verhalten auf dem Konzil bzgl. der Causa Hus & Hieronimus ist nicht untadelig. Zwar hatte er nicht das Geleit der Beschuldigten gebrochen, vielmehr gehalten, jedoch politisch falsche Entscheidungen getroffen. Conrad Ferdinand Meyer beschrieb das Ende des Herrschers.

∞ Barbara von Cilli

Zum zweiten Mal heiratete Sigismund im Jahre 1408. Als Kind ging aus dieser Ehe Elisabeth von Luxemburg, die Erbin Ungarns und Böhmens und Gemahlin König Albrechts II. von Habsburg hervor. Da Sigismund keine Söhne hatte, vererbte er die böhmische und ungarische Krone an seinen Schwiegersohn.

 
© Martin Möller
     

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