Die Könige und Gegenkönige des (s.g.) Interregnums |
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In dieser Datei sind die Deutschen Könige von Heinrich
VIII. Raspe bis zu Albrecht I. verzeichnet. |
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Interregnum = Herrschaftsunterbrechung. Zwischen 1250 und 1312
existierte die Kaiserwürde nicht und kaum einer der meist durch
Minderheiten gewählten Könige kann sich durchsetzen. Typisch ist
das Auftreten von Königen ohne jegliche Hausmacht in Deutschland,
die naturgemäß Wachs in den Händen der Kurfraktionen sind. Die Wahl
Rudolf I. von Habsburg gilt als Wendepunkt zu neuer Stabilität. |
| 1246 - 1247 |
Heinrich VIII. Raspe |
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Der Landgraf von Thüringen wurde in Veitshöchstheim
bei Würzburg zum Deutschen König gewählt, starb aber schon bald
darauf. Sein Ruf ist schlecht, da er zuvor die hl. Elisabeth, seine
verwitwete Schwägerin, von der Wartburg verdrängt hatte. |
| 1254 - 1256 |
Wilhelm
von Holland |
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Wilhelm war als päpstlicher
Gegenkönig Nachfolger von Heinrich Raspe. In Worringen gewählt,
verweigerte ihm Aachen ein Jahr lang den Einlaß zur Königskrönung.
Er starb mit 28 Jahren im Kampf gegen die Friesen, als er mitsamt
seinem Pferde im Sumpf versank. Wilhelm ist in der Abteikirche von
Middelburg (auf der Schelde-Insel Walcheren vor Antwerpen) bestattet. |
| 1257 (- 1282) |
Alfons
der Weise |
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Alfons, König von Kastilien,
schien geeignet, da er Enkel des Kaisers Philipp II. war und wurde
in Frankfurt bei einer Doppelwahl gewählt - Böhmen stimmte sowohl
für ihn als auch für Richard von Cornwall. Der hervorragender Astronom
(Alfonsische Tafeln) und Dichter bemühte sich jahrzehntelang um
die päpstliche Bestätigung, erschien aber niemals auf dem Reichsgebiet.
1282 wurde er abgesetzt. |
| 1257 (-1273) |
Richard
von Cornwall |
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Richard, Sohn des englischen Königs Johann
ohne Land war am 13. 1.1257 bei der Doppel-Wahl in Frankfurt
gewählt worden. Obwohl er im Jahre 1269 eine deutsche Grafentochter
heiratete, gelang es ihm nicht, sich in Deutschland durchsetzen. |
| 1273 - 1291 |
Rudolf I.
∞ Gräfin Gertrud (Anna)
von Hohenberg
∞ Agnes (Elisabeth/Isabella) von Burgund |
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Seine Wahl
zum König am 1. Oktober 1273 brachte die Wende. Der Stammvater
der Habsburger und Parteigänger der Staufer bildete die spätere
habsburgische Politik in seiner Herrschaft vor. Er respektierte
den Papst. Innenpolitisch machte er sich als Kämpfer gegen die Raubritter
und als Minderer der böhmischen Krone zu seinen Gunsten einen Namen.
Er war der erste deutsche König, der dauerhaft in Wien residierte.
Seine zweite Gattin war über fünfzig Jahre jünger
als ihr Gemahl. |
| 26. 8.1278 |
Schlacht bei Dürnkrut auf dem Marchfeld. Rudolf
setzt sich gegen den Przemyslidenkönig Ottokar durch. |
| 1292 - 1298 |
Adolf von Nassau |
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Wegen einer zu schwachen Ausgangsposition gelang
es dem Grafen Adolf nicht, sich einen ausreichenden Hausbesitz zu
schaffen. Seine energische Politik brachte ihn in einen Gegensatz
zum Kurkollegium und zu Habsburg. In der Entscheidungsschlacht bei
Göllheim westlich von Worms wurde Adolf besiegt und erschlagen. |
| 1298 - 1308 |
Albrecht I. ∞
Gräfin Elisabeth von Görz-Tirol |
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Der Sohn Rudolfs und Gertruds wurde erst nach dem
Sieg über Adolf von Nassau zum Deutschen König gewählt. Albrecht wurde von
seinem Neffen Johann Paricida an der Reußbrücke bei Brugg ermordet.
Brugg liegt 30 km nw Zürich an der Mündung der Reuss in die Aare. |
| © Martin
Möller |
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