Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: Dominica Quasimodogeniti 2009

 

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Die Schwabenkönige und -kaiser (Staufer)

       

In dieser Datei finden Sie die schwäbischen Stauferkönige von Konrad III. bis zu Konrad V. Die Kaiserwürde ist dunkelrot, die Deutsche Königswürde ist rot und kleiner gekennzeichnet. Man beachte, daß die Indizes an die jeweilige Würde gebunden sind und somit der Index von Königs- und Kaiserwürde unterschiedlich sein kann!

Die Herrschaft der Staufer stand unter einem dunklen Stern - am Anfang massive Auseinandersetzungen mit den Welfen, es folgten Kämpfe mit dem Papsttum, die zu Bann und Absetzung durch den Papst führten. Am Ende stand der Ruin des Geschlechts und der drohende Untergang des Imperiums.

 1138 - 1152 Konrad III.      
König Philipp von Schwaben
König Konrad III.

∞ Gertrud von Comburg

Gemeinsame Kinder:

   
1115 - 1151

Agnes

Agnes war mit Isjaslaw, Großfürst von Kiew verheiratet. Sie ist in Kiew bestattet.

1116 - 1153

Bertha

Sie war Gattin von Hermann, Markgraf von Baden.

1120 - 1150

Gertrud

   

∞ Gertrud von Sulzbach

Gemeinsame Kinder:

     
1137 - 1150

Heinrich (VI.)

 
1144 - 1167

Friedrich (IV.)

Besaß das Herzogtum Schwaben, starb in Italien und ist im Bamberger Dom bestattet.

Konrad III. war der erste Staufer als Deutscher König und Enkel von Kaiser Heinrich III. Er wurde von einer Fürstenmehrheit gegen Heinrich, den mächtigen welfischen Kandidaten und Erben der Supplinburgs gewählt und nahm am Zweiten Kreuzzug teil. Seine Gattin Gertrud war die Tochter des oberpfälzischen Grafen Berengar II. von Sulzbach (Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz).

Adalbert von Chamisso überlieferte uns eine Anekdote von der Weisheit des Herrschers, die als historisch gilt.

1147 - 1150 Heinrich (VI.)

Der Sohn Konrads war zum Deutschen König gewählt, ist aber (bisher) nicht in die Zählung aufgenommen.

 1152 - 1190 Friedrich I. Barbarossa
König Friedrich I. Barbarossa
König Friedrich I. Barbarossa

∞ Adelheid von Voburg

Adelheid war Enkeltochter des polnischen Königs Boleslaw III. Die Ehe wurde unter einem Vorwand nach 6 Jahren geschieden.

Beatrix von Burgund

Beatrix war die Tochter von Rainald III., dem Grafen von Hochburgund.

Gemeinsame Kinder:

1160 - 1164

Rainald

   

1161 - 1175

Beatrix

     

1163 - 1164

Wilhelm

 

1164 - 1170

Friedrich

 

1165 - 1197

Heinrich

Kaiser Heinrich V., der Nachfolger Barbarossas im Königamt.

1167 - 1191

Konrad / Friedrich

Der Herzog von Schwaben fiel bei der Belagerung Akkons und wurde dort bestattet.

1168 - 1200

Otto

Der Graf von Burgund ist in Bisanz bestattet. Seine Tochter erbte die Freigrafschaft.

1169 - 1184

Agnes

Sie war mit Richard Löwenherz verlobt.

1171 - 1196

Konrad

Herzog von Schwaben

1173 - 1188

Sophia

 

 

Philipp

Deutscher König

Friedrich war der Neffe Konrads, der ihn an Stelle der eigenen (enterbten) Kinder zum Erben eingesetzt hatte. Seine Mutter war die Welfin Judith. Barbarossa legte zunächst den staufisch-welfischen Streit durch Übertragung Bayerns auf Heinrich den Löwen bei. Er teilte Bayern, um es zu schwächen. Die lombardischen Städte besiegte und bestrafte er. Friedrich war auch König von Burgund.

 1190 - 1197 Heinrich V.  (Heinrich VI.)
 

∞ Konstanze von Sizilien

1176 - 1208      
 

Konstanze, die Frau Heinrichs V., des Sohnes Friedrich Barbarossas, brachte Sizilien als Mitgift in die Ehe. Die Krönung Heinrichs in Palermo zum König von Sizilien könnte als Gipfelpunkt des deutsch-römischen Kaisertums betrachtet werden. Allerdings war mit dem Gewinn des unter päpstlicher Lehnshoheit stehenden Siziliens die Gefahr einer Vernachlässigung der deutschen Krone verbunden. Heinrich verfolgte vergeblich den Plan, diese deutsche Krone für die Staufer erblich zu machen. Er starb 1197 erst zweiunddreißigjährig. Sein Söhnchen Friedrich, zwei Jahre alt, wurde nicht nach Deutschland durchgelassen.

 1198 - 1208
König Philipp von Schwaben
König Philipp von Schwaben
Philipp von Schwaben (II.) ∞ Irene von Byzanz

Philipp von Schwaben wurde als Nachfolger seines Bruders zum Deutscher König gewählt. Wegen des römischen Kaisers aus dem Zweiten Jahrhundert wird er gelegentlich als Philipp II. gezählt. Philipp verlieh Otokar Przemysl die erbliche böhmische Königswürde. Seinen Gegner, Otto IV. von Braunschweig besiegte er bei Wassenberg, westlich Mönchengladbachs gelegen. Philipp wurde 1208 von bayrischen Pfalzgraf Otto von Wittelsbach in Bamberg ermordet, weil dieser ihn nicht verabredungsgemäß zum Schwiegersohn bestimmte. Philipp hatte von Papst Innozens bereits die Zusage zur Krönung erhalten. Die Ermordung Philipps war zweifellos eines der abscheulichsten Verbrechen der Reichsgeschichte.

 1198 - 1218 Otto IV. von Braunschweig
 

Der Sohn Heinrichs des Löwen wuchs in England am Hof seines Onkels Richard Löwenherz auf. Er trat als welfischer Gegenkönig zum Staufer Philipp II. auf und wurde nach dem Tode Philipps zum Kaiser gekrönt. Da auch er nach Sizilien strebte, förderte der Papst seine Gegner, so daß sich die Macht Ottos schließlich auf Braunschweig beschränkte.

 1196; 1220 - 1250 Friedrich II. Roger
 

Der Sohn Heinrichs war bereits 1196 in Frankfurt gewählt worden. Damals sollte von seinem Onkel Philipp nach Deutschland geholt werden. Dieser konnte jedoch durch Aufstände in Oberitalien nicht durchkommen und mußte unverrichteter Dinge wieder anch Deutschland abziehen. Damit die staufische Herrschaft gesichert werde, beschlossen die Deutschen Fürsten nun zunächst Philipp zu wählen.

Der Sohn Kaiser Heinrichs VI. war zunächst vom Papst als Gegner zu Welf Otto IV. vorgesehen. Zur Durchsetzung seiner außenpolitischen Ziele gab er entscheidende Rechte und Machtpositionen, sowie bedeutende Teile des Krongutes im deutschen Regnum auf. Der völlig überflüssige jahrzehntelange Kampf mit dem Papst schwächte das deutsche Regnum nochmals ganz erheblich. Seinen Pflichten an der Deutschen Krone konnte Friedrich II. niemals gerecht werden. Friedrich führte einen Kreuzzug durch und krönte sich zum „König von Jerusalem“.

1250 Heinrich VII.
 

Der gebürtige Sizilianer und Sohn Kaiser Friedrichs II. wurde 1220 zum Deutschen König gewählt. Er versuchte den Aufstand gegen seinen Vater und wurde dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Heinrich verübte Selbstmord durch Sturz vom Pferd. Er ist im Dom von Cosenza (Kalabrien) bestattet.

1250 - 1254 Konrad IV.
 

Der jüngere Bruder Heinrichs vernachlässigte wie die meisten Staufer das Regnum Teutonicum. Konrad mußte sich mit den Gegenkönigen Heinrich Raspe von Thüringen und Graf Wilhelm von Holland auseinandersetzen. Schließlich wandte er sich erfolglos und kräftevergeudend nach Sizilien.

1554 - 1268 Konrad V. „Konradin“
 

Konradin, Sohn Konrads IV., versuchte sich dem Aufstieg der Anjou entgegenzustemmen, denen der Papst nach dem Tod von Konradins Onkel, dem König Manfred von Sizilien, die sizilianische Krone anvertraut hatte. Er wurde jedoch bei Tagliacozzo (östlich von Rom) geschlagen und nach einem Scheinprozeß in Neapel als Sechzehnjähriger enthauptet.

© Martin Möller
     

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