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zuletzt aktualisiert: Epiphaniasfest 2011

 

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Die ostfränkischen und deutschen Könige

In dieser Datei sind die Ostfränkischen Könige und die Deutschen Könige bis zu Heinrich dem Vogler verzeichnet.

       

Die Begründung des ostfränkischen Königtums war die Konsequenz der Reichsteilung unter Kaiser Lothar I.. Erst die Übertragung der Kaiserwürde auf die 100 Jahre später gestiftete Deutsche Krone zeitigte die sehr langfristige Konsequenz der Herausbild einer eigenständigen westfränkischen, später französischen „Nation“, die sich mehr und mehr dem Frieden des Imperiums entzog. Die ostfränkische Königswürde mündete in das Deutsche Königtum, da sich die deutschen Stämme langfristig als überlegen erwiesen.

831 - 876 Ludwig der Deutsche

Ostfränkischer König, Lebenszeit: 804 - 876

∞ Hemma

Der dritte Sohn Kaiser Ludwigs des Frommen war Begründer des ostfränkischen Königtums, da während seiner Herrschaftszeit die Dreiteilung des Frankenreiches in Ostfränkisches, Westfränkisches und Mittel-Reich (Lotharingen) durchgesetzt wurden. In den Verträgen von Verdun (843) und Meersen (870) wurde diese Teilung allseitig akzeptiert.

876 - 880 Karlmann

Ostfränkischer König. Lebenszeit:830 - 880

Der älteste Sohn Ludwigs des Deutschen war Inhaber Bayerns, zu dem damals auch Österreich und Ungarn gehörte. Aus diesem Grunde ist seine Grablege in Altötting. Kinder hatte er nicht.

880 - 882 Ludwig der Jüngere

Ostfränkischer König. Lebenszeit: 865 - 882

Der zweite Sohn Ludwigs des Deutschen hatte keine Kinder und vererbte seinen gesamten Besitz, unter anderem Lothringen, Franken, Thüringen und Sachsen, seinem jüngeren Bruder Karl „dem Dicken“, der seit 881 Kaiser war.

899 - 911 Ludwig das Kind

Ostfränkischer König. Lebenszeit: 893 - 911

Der Sohn Kaiser Arnulfs erbte bereits als Kind das Reich, ohne daß eine sinnvolle Vormundschaftsregleung getroffen worden war. Seine Herrschaft war glücklos, führte aber zu der nun endgültigen Abtrennung Ostfrankens von restlichen fränkischen Herrschaftsbereich. Ludwig war der wohl letzte ostfränkische König aus dem Haus der Karolinger.

911 - 918 Konrad I.

Erster Deutscher König. Lebenszeit: 885 - 918

∞ Kunigunde von Schwaben, Witwe des bayerischen Markgrafen Liutpold.

Nach dem Ausgang Ludwigs (IV.) wählten die ostfränkischen Edlen in Forchheim bei Bamberg Konrad aus dem Hause der Konradiner, des mächtigsten fränkischen Geschlechtes aus dem Gebiet des heutigen Frankens zum ersten Deutschen König. Er hatte harte kriegerische Auseinandersetzungen zu bestehen und fiel im Kampfe. Trotz harter Kämpfe mit dem Sachsenreich bestimmte er dessen Herzog Heinrich zu seinem Nachfolger und sicherte so Fundamente und Einheit des Imperiums.

Die Ehe zwischen Konrad und Kunigunde blieb kinderlos.

919 - 936 Heinrich I. der Vogler

Deutscher König. Lebenszeit: 875 - 936

∞ Hatheburg, Tochter des Grafen Erwin von Merseburg. Hatheburgs Sohn war Thankmar, dessen Ansprüche beim Ableben Heinrichs übergangen wurden. Im Jahre 938 wurde Thankmar im Aufstand gegen Otto erschlagen. Die Ehe mit Hatheburg wurde kirchlich sanktioniert geschieden. Die Eheleute gaben ein voreheliches Gelübde Hatheburgs als Ehehindernis an.

hl. Mathilde, Ururenkelin des Sachsenherzogs Widukind. Der Ehe mit Mathilde entsprangen fünf Kinder:

Otto der Große

Deutscher König, Kaiser

Gerberga

1. Ehe: Herzog Giselbert von Lothringen
2. Ehe: König Ludwig IV. von Frankreich
Gerberga ist in der Kathedrale von Reims bestattet.

Hadwig

Verheiratet mit Hugo dem Großen, Herzog von Franken.

Heinrich

Liebling der Königin, Herzog von Bayern

hl. Bruno von Köln

Erzbischof von Köln, Kanzler und Erzkanzler

 

Heinrich, Herzog von Sachsen, wurde 919 in Fritzlar von Franken und Sachsen zum ersten Deutschen König gewählt. Konrad I. hatte ihn zum Nachfolger designiert. Herzog Eberhard, der Bruder Konrads, trug ihm nach Konrads Ableben die Krone an und traf Heinrich bei der Vogeljad an, woher der Beiname „Vogler“ oder „Finkler“ resultiert. Der Vorgang wird in dem einst jedem bekannten Gedicht von Vogl geschildert.
Heinrich war der erste König von sächsischem Stamm und der erste Liudolfinger auf dem Thron. Im Jahre 925 gewann er Lothringen für das Regnum teutonicum zurück. Er machte die Ukrer in der Ukermark tributpflichtig. Die geplante Romfahrt zur Kaiserkrönung konnte Heinrich nicht mehr durchführen.

© Martin Möller
     

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