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Die Krone des hl. Stephan II

         
1308 - 1342 Karl I. Robert von Anjou, König von Ungarn ∞ Elisabeth von Polen
 

Karl Robert von Anjou, Enkel der Habsburgerin Clementia, hatte Elisabeth, die Tochter von Ladislaus I. Lokietek, als dritte Frau geheiratet. Dies geschah im Rahmen der auf Beherrschung Europas abgestellten Expansionspolitik der Anjou. In Ungarn stützten sich die Anjou bei ihrem Kampf um Durchsetzung gegen die Magnaten in besonderem Maße auf die deutschen Stände und Städte.

1342 - 1382 Ludwig I. von Anjou, der Große
 ∞ 1345 Margarethe von Luxemburg
 ∞ 1353 Elisabeth

Ludwig von Anjou (ungarisch: Nagy Lajos) erbte im Jahre 1370 die polnische Krone von seinem Onkel Kasimir (über seine Mutter Elisabeth). Er war seither also König von Ungarn und von Polen und begründete so für kurze Zeit ein ostmitteleuropäisches Großreich. Seine erste Gattin Margarethe war die Tochter Karls IV., die zweite Tochter eines bosnischen Fürsten. Ludwig von Anjou kämpfte in vielen Schlachten siegreich gegen Venedig, für Ungarn erwarb er Dalmatien und Ragusa (Dubrovnik). Doch auch er hatte, wie sein Onkel, keinen männlichen Erben und so starb die Linie Anjou-Neapel mit ihm im Mannesstamme aus.

   Töchter von seiner zweiten Frau: Katharina, Maria, Hedwig

1387 - 1437 Sigmund von Luxemburg
∞ Maria von Anjou, Erbin Ungarns uns Polens
 

Sigmund war der Schwiegersohn Ludwigs des Großen. Er erbte Ungarn und Polen.

1437 - 1439 Albrecht von Habsburg
 

Albrecht war auch Deutscher König und der erste Habsburger, der die deutsche, die böhmische und die ungarische Krone zum Segen seiner Länder zusammenführte.

1440 - 1444 Ladislaus I. Jagellonczyk, König von Böhmen und Ungarn ∞ (Gräfin) Anne de Foix
 

Ladislaus, der Sohn Kasimirs IV. von Polen und Elisabeths von Habsburg, erbte und erwarb nach erheblichen Auseinandersetzung die Kronen Böhmens und Ungarns. Im Frieden von Preßburg (1491) anerkannt er das Nachfolgerecht des Erzhauses für den Fall des Aussterbens seiner Linie. Seine Gattin, Anne de Foix, (Als ihr Nachname wird auch „de Candale“ genannt), war eine Cousine der französischen Königin und Tochter von Wilhelm Graf de Candale.

Kinder: Anna, geboren 23. Juli 1503 in Prag, + 27. Januar 1547 in Prag,

und Ludwig.

1516-1526 Ludwig II. ∞ Maria, spanische Königstochter und Enkelin von Kaiser Maximilian I.
 

Ludwig II., Sohn von Ladislaus I. Jagellonczyks und Neffe Sigmunds des Alten, erbte im Jahre 1516 die Kronen Ungarns und Böhmens von seinem Vater. Bereits zehn Jahre später fiel er im Kampfe gegen Sultan Suleiman II. dem Prächtigen in der Schlacht von Mohácz.

1526

In der Schlacht von Mohácz unterlag König Ludwig II. von Ungarn und Böhmen dem Sultan und ertrank auf der Flucht. Gemäß den Verträgen von 1507/1515 erwarb das Erzhaus nun die Stefans- und Wenzelskrone (damit auch Schlesien) und gewann ganz erheblich an Macht in ganz Europa. Die Jagellonen mußten sich fortan auf Polen, Litauen und Preußen beschränken.

Mohácz markierte das Ende eines Zwischenspiels, das allerdings auch zu der dauerhaften Höhe der europäischen Macht hätte führen können. Die politische Potenz dazu hatte das Haus Jagellos.

1526 - 1563 Ferdinand I. [Habsburg]
 

Ferdinand war Bruder und Nachfolger Karls V. Gemäß Erbschaftsvertrag erbte er die ungarische und die böhmische Königskrone.

1539-1540 König Jan Zapolya von Ungarn ∞ Isabel
 

Jan Zapolya war Sohn Stefans, des einflußreichsten Magnaten Ungarns und Wojewoden von Siebenbürgen. Er war der Bruder der ersten Gattin seines Schwiegervaters. Die Heirat mit der Jagellonin Isabel am 1.2.1539

Er starb bereits ein Jahr nach der Eheschließung am 22. 7.1540, zwei Wochen nach der Geburt seines Sohnes. Auf dem Totenbett befahl er den ungarischen Edlen, keinen Habsburger auf den ungarischen Thron zu lassen und statt dessen seinen Sohn zum König zu wählen. Jan Sigmund wurde berits als Säugling auf dem Rakosfelde zum ungarischen König erwählt. Diese Wahl wurde vom Sultan anerkannt, der jedoch seine Interessen bereits ein Jahr später über diejenigen seienr Bundesgenossen setzte und Ungarn annektierte.

Kinder:
Jan Sigmund (1540)

1563 - 1576

Maximilian II. (Miksa) von Habsburg

8. September 1563 1576 Krönung zu Preßburg

1576 - 1608

Rudolf II. von Habsburg

1608 - 1619

Matthias (Mátyás) II. von Habsburger

1619 - 1637

Ferdinand II. von Habsburg

Proklamation durch die Stände: 16. Mai 1617, Krönung: 1. Juli 1618

1637 - 1657

Ferdinand III. von Habsburg

1647

Ferdinand IV.

wurde zwar 1647 noch während der Regierungszeit Ferdinands III. zum König gekrönt, starb jedoch noch vor dem Tod Ferdinands III. und trat daher nie die Regierung an.

1657 - 1705

Leopold (Lipót) I. von Habsburg

Gegenkönig in Oberungarn: Emmerich Thököly (1682–1685)

1705 - 1711

Joseph I. von Habsburg

Gegenkönig: Franz II. Rákóczi, 1705–1711 als „Fürst“ des Königreichs Ungarn.

 

Karl (Károly) III. von Habsburg

1740 - 1780

Maria Theresia

1780 - 1790

Joseph II. von Habsburg

1790 - 1792

Leopold ( Lipót) II.

1792 - 1835

Franz (Ferenc) I.

1835 - 1848

Ferdinand V.

1848 - 1916

Franz Joseph (Ferenc József) I.

Habsburger gekrönt 1867

 

Karl IV.

IV. Károly Habsburger 1916 1918 Ausrufung einer Räterepublik 1918
1920 1921 Förmliche Restauration der Monarchie durch Reichsverweser Miklós Horthy am 1. März 1920. Nach zwei Versuchen Karls, die königliche Herrschaft tatsächlich wiederherzustellen, wurde das Haus Habsburg 1921 abgesetzt.

 

Trotz Absetzung der Habsburger blieb die Monarchie bis 1944 ohne König und Thronanwärter formell bestehen. Reichsverweser Miklós Horthy vertrat den vakanten Königsthron.

         

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