Die Herrscher Schwedens |
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Das Haus Wasa |
1523 - 1560 |
Gustav
I. |
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Gustav wurde gewählt,
weil es ihm gelang, die Herrschaft des ungeliebten dänischen
Unionskönigtums auszuschalten. Im Jahre 1527 führt Gustav
die „Reformation“ ein. Laurentius Petrus, ein Luther-Schüler
wird als „Reformator“ verwendet und schließlich
„Erzbischof von Upsala“. Von ihm leitet sich die Fiktion
her, die schwedischen Lutheraner stünden in der tatsächlichen
Sukzession der Apostel.
Im Jahre 1544 anerkannte der schwedische Reichstag die Erblichkeit
des Hauses Wasa. |
1560 - 1568 |
Erik XIV. |
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Erik nahm die bereits früher
angedeutete Expansionspolitik gegen Rußland wiederum auf und
erwarb Estland. |
1568 - 1592 |
Johann
II. |
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Johann II. war mit der Jagellonin
Katharina verheiratet. Er versuchte eine Gegenreformation Schwedens,
die 1580 scheiterte. Er erwarb auf Kosten Rußlands Narwa,
Iwangorod und Ingermanland. |
1592 -1599 |
Sigismund |
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Der katholische Sohn seiner
jagellonischen Mutter wurde durch den Reichstag widerrechtlich abgesetzt. |
1600 - 1611 |
Karl IX. |
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Karl erwarb Ingermanland
und Ostkarelien und verdrängte Rußland so von der Ostsee. |
1611 - 1632 |
Gustav
II. Adolf |
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Der Sohn Karls griff durch
seine Landung auf der pommerschen Insel Usedom deutsches Territorium
an und fiel folgerichtig zwei Jahre später bei Lützen,
südlich von Leipzig. |
1632 - 1654 |
Christine |
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Christine war die Tochter
Gustav Adolfs. Sie dankte 1654 zugunsten ihres Vetters Karl-Gustav
von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg ab, trat dann zum Katholizismus
über und lebte wie ihre Ahnfrau in Rom. |
Pfalz-Zweibrücken |
1564 - 1660 |
Karl X.
Gustav |
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Karl Gustav war Vetter Christines,
folglich ein Neffe von Gustav Adolf, jedenfalls aber Enkel Karls IX.
Er führte den 1. Nordischen Krieg, welcher nicht sehr glücklich
für Schweden endete, jedoch den Aufstieg des Verbündeten
Brandenburg sehr förderte. |
1660 - 1697 |
Karl XI. |
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Der Sohn Karls X. wurde
vom Großen Kurfürsten in Rathenow und Fehrbellin geschlagen. |
1697 - 1718 |
Karl XII. |
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Der Sohn Karls XI. führte
den 2. Nordischen Krieg. Er fiel bzw. wurde ermordet vor
Frederikshald in Norwegen. In den von ihm geschlossenen Friedensverträgen
wurde die schwedische Großmachtstellung geschwächt.
Zu einem Gedicht
von Rainer Maria Rilke |
1719 - 1720 |
Ulrike Eleonore |
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Die Tochter Karls XI. dankte
alsbald zugunsten ihres Gatten Friedrich von Hessen-Kassel ab. |
Hessen-Kassel |
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Den Ausgang des Hauses Hessen-Kassel
nutzen die Stände zur Aufrichtung einer Ständediktatur,
in der schwedischen Geschichtsschreibung als Freiheitszeit 1719
- 1772 verklärt. Im Jahre 1751 erzwang Rußland die Wahl
des Königs Adolf Friedrich aus dem Hause Holstein-Gottorf als
Nachfolger des kinderlosen Königs Friedrich I. |
1720 - 1751 |
Friedrich I.
von Hessen-Kassel |
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Am 31. Mai 1700 hatte Friedrich
in Berlin Luise (1680–1705), das einzige Kind von König
Friedrich I. von Preußen aus dessen erster Ehe mit Elisabeth
Henriette von Hessen-Kassel. Luise starb schon fünf Jahre später,
ohne Kinder geboren zu haben.
1741 führte er Krieg gegen Rußland. Im Frieden von Åbo
1743 erlitt Schweden den Verlust Südfinnlands. Adolf Friedrich
von Holstein-Gottorp wurde zum Thronfolger bestimmt. Friedrich starb
am 25. März 1751 in Stockholm. |
Holstein-Gottorf |
1751 - 1771 |
Adolf Friedrich |
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Adolf Friedrich versuchte
in einem Staatsstreich vergeblich, die königliche Macht zu
befestigen. Er nahm am siebenjährigen Krieg auf Seiten der
Gegner Preußens teil. |
1771 - 1792 |
Gustav III. |
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Gustav III. unternahm
ebenfalls einen Staatsstreich und erzwang sich das Recht, den Reichstag
einzuberufen. Gustav wurde durch treulose Adlige auf einem Maskenball
ermordet, da er die Macht des Adels zugunsten des Bürgertums
minderte. Diese Meintat wird von Gaudy geschildert. Auch Verdis
Oper "Ein Maskenball" handelt von der Ermordung Gustavs. |
1792 - 1809 |
Gustav IV. Adolf |
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Der tief religiöse Gustav
sah Napoleum als Antichristen und wurde auch bald in einen Krieg
mit dem französisch-russischen Bündnis verwickelt. In
diesem Krieg, bei dem sich Gustav an Großbritannien orientierte,
verlor er Finnland und Pommern, was ihm das Misstrauen der schwedischen
Öffentlichkeit einbrachte. Am 13. März 1809 setzte ihn
der Ständereichstag ab und schloss ihn und seine Nachkommen
von der Thronfolge aus. Er wurde im Schloss Gripsholm gefangen gesetzt.
Sein Onkel Karl XIII. wurde neuer König.
Gustav führte nach seiner Landesverweisung ein unstets Leben,
das schließlich in St. Gallen endete. |
1809 - 1818 |
Karl XIII. |
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Karl bestig den Thron nach
dem Sturz seines Neffen Gustav IV., der bis zur eigenen Volljährigkeit
unter seiner Vormundschaft regiert hatte.
Da Karl selbst keine überlebenden Kinder hatte, adoptierte
er 1809 Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg.
Nach dessen Tod adoptierte er 1811 den französischen General
Jean-Baptiste Bernadotte.
Die Niederlage Frankreichs in den Napoléonischen Kriegen
führte auch zu einem Machtverlust für Dänemark, das
mit Frankreich verbunden war. Im Frieden von
Kiel erhielt Karl XIII. Norwegen, das vorher vom dänischen
König in Personalunion geführt wurde. Das norwegische
Storting wählte ihn am 4. November 1814 einstimmig zu
seinem Monarchen, nachdem er Norwegen zuvor ausdrücklich versichert
hatte, seine Verfassung zu respektieren. Hier regierte er als Karl
II. |
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Bernadotte |
1818 - 1844 |
Karl XIV.
Johann (Schweden)
Jean-Baptiste Jules Bernadotte genoß in Schweden einen guten
Ruf: Er wahrte eine gewisse Distanz zu Napoleon, er hatte bei seiner
Besetzung Lübecks die Schweden und ihr Eigentum respektiert
und er wurde als geeigneter Herrscher angesehen, um an der Seite
Frankreichs von Rußland Finnland zurückzuerobern. |
1844 - 1858 |
Oskar I. |
1859 - 1872 |
Karl XV. |
1872 - 1907 |
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1907 - 1950 |
Gustav V. Adolf |
1950 - 1973 |
Gustav VI. Adolf |
| 1973 |
Karl XVI. Gustav |
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