Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Die Herrscher Schwedens

Das Haus Wasa

1523 - 1560

Gustav I.
 

Gustav wurde gewählt, weil es ihm gelang, die Herrschaft des ungeliebten dänischen Unionskönigtums auszuschalten. Im Jahre 1527 führt Gustav die „Reformation“ ein. Laurentius Petrus, ein Luther-Schüler wird als „Reformator“ verwendet und schließlich „Erzbischof von Upsala“. Von ihm leitet sich die Fiktion her, die schwedischen Lutheraner stünden in der tatsächlichen Sukzession der Apostel.

Im Jahre 1544 anerkannte der schwedische Reichstag die Erblichkeit des Hauses Wasa.

1560 - 1568

Erik XIV.
 

Erik nahm die bereits früher angedeutete Expansionspolitik gegen Rußland wiederum auf und erwarb Estland.

1568 - 1592

Johann II.
 

Johann II. war mit der Jagellonin Katharina verheiratet. Er versuchte eine Gegenreformation Schwedens, die 1580 scheiterte. Er erwarb auf Kosten Rußlands Narwa, Iwangorod und Ingermanland.

1592 -1599

Sigismund
 

Der katholische Sohn seiner jagellonischen Mutter wurde durch den Reichstag widerrechtlich abgesetzt.

1600 - 1611

Karl IX.
 

Karl erwarb Ingermanland und Ostkarelien und verdrängte Rußland so von der Ostsee.

1611 - 1632

Gustav II. Adolf
 

Der Sohn Karls griff durch seine Landung auf der pommerschen Insel Usedom deutsches Territorium an und fiel folgerichtig zwei Jahre später bei Lützen, südlich von Leipzig.

1632 - 1654

Christine
 

Christine war die Tochter Gustav Adolfs. Sie dankte 1654 zugunsten ihres Vetters Karl-Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg ab, trat dann zum Katholizismus über und lebte wie ihre Ahnfrau in Rom.

Pfalz-Zweibrücken

1564 - 1660

Karl X. Gustav
 

Karl Gustav war Vetter Christines, folglich ein Neffe von Gustav Adolf, jedenfalls aber Enkel Karls IX. Er führte den 1. Nordischen Krieg, welcher nicht sehr glücklich für Schweden endete, jedoch den Aufstieg des Verbündeten Brandenburg sehr förderte.

1660 - 1697

Karl XI.
 

Der Sohn Karls X. wurde vom Großen Kurfürsten in Rathenow und Fehrbellin geschlagen.

1697 - 1718

Karl XII.

 

Der Sohn Karls XI. führte den 2. Nordischen Krieg. Er fiel bzw. wurde ermordet vor Frederikshald in Norwegen. In den von ihm geschlossenen Friedensverträgen wurde die schwedische Großmachtstellung geschwächt.

Zu einem Gedicht von Rainer Maria Rilke

1719 - 1720

Ulrike Eleonore
 

Die Tochter Karls XI. dankte alsbald zugunsten ihres Gatten Friedrich von Hessen-Kassel ab.

Hessen-Kassel

 

Den Ausgang des Hauses Hessen-Kassel nutzen die Stände zur Aufrichtung einer Ständediktatur, in der schwedischen Geschichtsschreibung als Freiheitszeit 1719 - 1772 verklärt. Im Jahre 1751 erzwang Rußland die Wahl des Königs Adolf Friedrich aus dem Hause Holstein-Gottorf als Nachfolger des kinderlosen Königs Friedrich I.

1720 - 1751

Friedrich I. von Hessen-Kassel
 

Am 31. Mai 1700 hatte Friedrich in Berlin Luise (1680–1705), das einzige Kind von König Friedrich I. von Preußen aus dessen erster Ehe mit Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel. Luise starb schon fünf Jahre später, ohne Kinder geboren zu haben.

1741 führte er Krieg gegen Rußland. Im Frieden von Åbo 1743 erlitt Schweden den Verlust Südfinnlands. Adolf Friedrich von Holstein-Gottorp wurde zum Thronfolger bestimmt. Friedrich starb am 25. März 1751 in Stockholm.

Holstein-Gottorf

1751 - 1771

Adolf Friedrich
 

Adolf Friedrich versuchte in einem Staatsstreich vergeblich, die königliche Macht zu befestigen. Er nahm am siebenjährigen Krieg auf Seiten der Gegner Preußens teil.

1771 - 1792

Gustav III.
 

Gustav III. unternahm ebenfalls einen Staatsstreich und erzwang sich das Recht, den Reichstag einzuberufen. Gustav wurde durch treulose Adlige auf einem Maskenball ermordet, da er die Macht des Adels zugunsten des Bürgertums minderte. Diese Meintat wird von Gaudy geschildert. Auch Verdis Oper "Ein Maskenball" handelt von der Ermordung Gustavs.

1792 - 1809

Gustav IV. Adolf
 

Der tief religiöse Gustav sah Napoleum als Antichristen und wurde auch bald in einen Krieg mit dem französisch-russischen Bündnis verwickelt. In diesem Krieg, bei dem sich Gustav an Großbritannien orientierte, verlor er Finnland und Pommern, was ihm das Misstrauen der schwedischen Öffentlichkeit einbrachte. Am 13. März 1809 setzte ihn der Ständereichstag ab und schloss ihn und seine Nachkommen von der Thronfolge aus. Er wurde im Schloss Gripsholm gefangen gesetzt. Sein Onkel Karl XIII. wurde neuer König.

Gustav führte nach seiner Landesverweisung ein unstets Leben, das schließlich in St. Gallen endete.

1809 - 1818

Karl XIII.
 

Karl bestig den Thron nach dem Sturz seines Neffen Gustav IV., der bis zur eigenen Volljährigkeit unter seiner Vormundschaft regiert hatte.

Da Karl selbst keine überlebenden Kinder hatte, adoptierte er 1809 Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. Nach dessen Tod adoptierte er 1811 den französischen General Jean-Baptiste Bernadotte.

Die Niederlage Frankreichs in den Napoléonischen Kriegen führte auch zu einem Machtverlust für Dänemark, das mit Frankreich verbunden war. Im Frieden von Kiel erhielt Karl XIII. Norwegen, das vorher vom dänischen König in Personalunion geführt wurde. Das norwegische Storting wählte ihn am 4. November 1814 einstimmig zu seinem Monarchen, nachdem er Norwegen zuvor ausdrücklich versichert hatte, seine Verfassung zu respektieren. Hier regierte er als Karl II.

 

Bernadotte

1818 - 1844

Karl XIV. Johann (Schweden)

Jean-Baptiste Jules Bernadotte genoß in Schweden einen guten Ruf: Er wahrte eine gewisse Distanz zu Napoleon, er hatte bei seiner Besetzung Lübecks die Schweden und ihr Eigentum respektiert und er wurde als geeigneter Herrscher angesehen, um an der Seite Frankreichs von Rußland Finnland zurückzuerobern.

1844 - 1858

Oskar I.

1859 - 1872

Karl XV.

1872 - 1907

 

1907 - 1950

Gustav V. Adolf

1950 - 1973

Gustav VI. Adolf
1973 Karl XVI. Gustav

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