Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Zur Französichen Monarchie

 

Thronprätendent des Hauses Bourbon

Thronprätendent des Hauses Orleans

Thronprätendent des Hauses Bonaparte

 

Die französische Monarchie

Das Königreich Frankreich bzw. Königreich der Franzosen war ein Königreich, das unter diesen Namen seit dem 13. Jahrhundert existierte, letztmals 1848. Bis ins 13. Jahrhundert war die Bezeichnung Königreich der Franken gebräuchlich, da das Königreich auf das 843 gegründete Westfränkische Königreich zurückgeht. Letzteres wiederum fußt auf den Königsrechten der fränkischen Teil- und Gesamtreiche, die unter dem Dach des Fränkischen Reiches existierten. Das Fränkische Reich hat einen Vorläufer im Salfränkischen Reich, das Ende des 5. Jahrhunderts die fränkischen Einzelreiche zusammenfasste.

Das französische Königreich und seine Vorläufer wurden durch drei Dynastien beherrscht: die Merowinger (bis 751), die Karolinger (751-987) und die Kapetingische Dynastie (987-1792, 1814/15-1848). Letztere ist gegliedert in die direkten Kapetinger (987-1328), das Haus Valois mit Nebenlinien (1328-1589) sowie das Haus Bourbon mit Nebenlinien (1589-1792, 1814/15-1848).

Chlodwig I., Herrscher 481-511, aus der Dynastie der Merowinger, konnte sich vermutlich erstmals als alleiniger König der Franken bezeichnen. Zuvor hatten mehrere fränkische Könige und Kleinkönige existiert. Nach seinem Tod bis zum Ende der merowingischen Dynastie 751 existierte das Fränkische Reich als Gesamtreich fort (Regnum Francorum), wurde aber mal mehr, mal weniger durch die fränkischen Teilreiche und deren Könige dominiert. Zu den Teilreichen gehörten z.B. Neustrien, Austrien, Burgund und Aquitanien. Die fränkischen Könige bezeichneten sich z.B. als König von Orléans, König von Reims, König von Paris, König von Soissons, König von Neustrien, König von Austrien, König von Burgund oder König von Aquitanien. Franzien (im Französischen France, also der gleiche Ausdruck wie für "Frankreich") war eine Art fränkischer Kernraum nördlich der Loire. Das Gesamtreich beherrschen und sich als König der Franken (Francorum Rex, seltener Rex Francorum) bezeichnen konnten sich unter anderem Chlothar I. (558-561), Chlothar II. (613-629), Dagobert I. (632-639), Chlodwig I. (691-695) oder Childerich III. (743-751).

In der karolingischen Epoche bis zur Reichsteilung von Verdun (751-843) bestand die Titulatur König der Franken fort. Karl I. (Karl der Große) nahm zudem 800 den Titel eines Römischen Kaisers an, den auch seine Nachfolger übernahmen. Die Teilkönigreiche waren weiterhin von Bedeutung. Die Reichsteilung 843 sah als Ergebnis unter anderem das westfränkische Königreich, aus dem das Königreich Frankreich wurde. Die westfränkischen Herrscher behielten den Titel König der Franken jedoch bis ins 13. Jahrhundert bei, ferner wurden sie weiterhin gewählt. Karl II. war auch römischer Kaiser.

Auch nach dem Dynastiewechsel im westfränkischen Reich von der Karolingern zu den Kapetingern im Jahre 987 - in der Geschichtsschreibung neben 843 oft als Beginn des französischen Königtums angesehen - bestand der Titel König der Franken (Roi des Francs) noch lange fort. Mitkönige sicherten den dynastischen Bestand. Bis ins letzte französische Königsjahr 1848 entstammten die Könige aus der Dynastie der Kapetinger, allerdings aus verschiedenen Häusern (direkte Kapetinger 987-1328, Valois und Nebenlinien 1328-1589, Bourbon und Nebenlinien 1589-1792, 1814/15-1848).

Erst Philipp II. (1180-1223) verwendete um 1190 erstmals den Titel König von Frankreich (Roi de France, Franciae Rex, seltener Rex Franciae). Ludwig IX. (1214-1270) wechselte während seiner Regierungszeit in der offiziellen Bezeichnung von König der Franken zu König von Frankreich. Der Titel König der Franken bleibt aber bis zu Philipp IV. (1268-1314) in Gebrauch. Auf Münzen findet sich Francorum Rex sogar bis ins 17. Jahrhundert.

Die Titulatur König von Frankreich und Navarra (Roi de France et de Navarre) galt 1285-1328, 1589-1789 und 1814/1815-1830. Zwischen 1328 und 1589 wurde wieder lediglich König von Frankreich verwendet. Nach Beginn der Französischen Revolution wechselte Ludwig XVI. 1789 zum Ausdruck König der Franzosen (Roi des Francais); dieser Titel wurde bis 1792 und dann wieder 1830-1848 verwendet. Anstelle auf das Territorium wurde nun auf die Bevölkerung Bezug genommen. Der Zusatz Allerchristlichster König war unter Karl VII. aufgekommen. Die Kaisertitel der Jahre 1804-1814/1815 und 1852-1870 waren Empereur des Francais (Kaiser der Franzosen).

Parallel zur Bezeichnung des Herrschers kam der Ausdruck Königreich Frankreich (Royaume de France) ebenfalls erst im 13. Jahrhundert auf und in Gebrauch und ersetzte Royaume des Francs (Königreich der Franken) bzw. Francie occidentalis (westliches Franken). 1791 wurde aus der absoluten eine konstitutionelle Monarchie, aus dem Königreich Frankreich für ein Jahr das Königreich der Franzosen (Royaume des Francais; Ludwig XVI. hatte, wie erwähnt, bereits 1789 zu König der Franzosen gewechselt).

Heutige Französische Thronfolger

Das Haus Bourbon

Louis Alphonse Gonzalve Victor Emmanuel Marc de Bourbon, duc d'Anjou – * 25. April 1974 in Madrid) ist seit dem 30. Januar 1989 Oberhaupt der französischen Linie des Hauses Bourbon. Louis ist der zweite Sohn von Alfons Herzog von Anjou und Cádiz (1936–1989) und seiner Ehefrau María del Carmen Martínez-Bordiú y Franco, Enkelin des spanischen Diktators Francisco Franco. Die Ehe seiner Eltern wurde 1982 geschieden und 1986 annulliert. Am 7. Februar 1984 starb sein älterer Bruder, Francisco (* 1972), bei einem Autounfall und sein Vater am 30. Januar 1989 bei einem Skiunfall in Colorado.

Seit dem Tod seines Vaters wird er von französischen Monarchisten als Prätendent auf den französischen Thron betrachtet. Louis Alphonse studierte in Philadelphia an der Universität von Pennsylvania Volkswirtschaft und arbeitete mehrere Jahre für die BNP Paribas in Madrid. Am 6. November 2004 heiratete Louis Alphonse in La Romana die Venezolanerin María Margarita Vargas Santaella. Sie leben seit 2005 in Venezuela, wo er an der Bank Banco Occidental de Descuento arbeitet. Am 5. März 2007 wurde deren Tochter Eugenia, in Miami, Florida, geboren. Sie wurde am 3. Juni 2007 getauft. Am 28. Mai 2010 wurden in New York die Zwillingssöhne Louis, Herzog von Burgund, und Alphonse, Herzog von Berry, geboren.

Louis Alphonse de Bourbon ist das aktuelle Oberhaupt der französischen Bourbonen und somit der Prätendent auf den französischen Thron (er würde als König den Namen Ludwig XX. annehmen). Zurzeit ist er das Oberhaupt des Hauses Bourbon und beansprucht folgende Titel:

  • Duc d'Anjou (Herzog von Anjou)

  • Duc de Bourgogne (Herzog von Burgund)

  • Duc de Touraine (Herzog von Touraine)

  • Duc de Bourbon (Herzog von Bourbon)

  • Duc de Durazzo (Herzog von Durazzo)

  • Comte de Gravine et de Morrone (Graf von Gravin und von Morrone)

  • Roi titulaire de France (Titularkönig von Frankreich)

  • Roi titulaire de Jérusalem (Titularkönig von Jerusalem)

  • Roi titulaire de Navarre (Titularkönig von Navarra)

  • Roi titulaire d'Albanie (Titularkönig von Albanien)

  • Prince d'Espagne (Prinz von Spanien)

  • Chef de la maison de Bourbon (Chef des Hauses Bourbon)

  • Aîné légitime des Capétiens (legitimer Erstgeborener der Kapetinger)

  • Bailli Grand-Croix d'Honneur et Dévotion de l'Ordre de Malte

Das Haus Orléans

Das Haus Bourbon-Orleans ist eine Nebenlinie der französischen Bourbonen und geht zurück auf Philippe I. de Bourbon, duc d'Orléans (1640-1701) den einzigen Bruder des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Von 1715 bis 1723 stellte das Haus Orleans den Regenten von Frankreich und mit dem "Bürgerkönig" Ludwig Philipp den letzten König der Franzosen, der zwischen 1830 und 1848 regierte. Die Nachkommen dieses Königs beanspruchen als Thronprätendenten des Hauses Orleans bis heute den französischen Thron.

Ludwig-Philippe I., der Roi Citoyen , war 1830 bis 1848 der letzte französische König mit dem offiziellen Titel „König der Franzosen“. Ludwig Philipp war der älteste Sohn von Herzog Ludwig Philipp Joseph von Orléans (Philippe Égalité) und dessen Gemahlin Louise Marie Adélaïde de Bourbon-Penthièvre, Tochter des Herzogs von Penthièvre. Damit stammte er väterlicherseits vom Bruder Ludwigs XIV. ab (siehe Bourbonen), mütterlicherseits vom Comte de Toulouse, einem legitimierten Sohn von Ludwig XIV. und Madame de Montespan. Da er allerdings auch noch ein Nachkomme des Regenten Philipp II. von Orléans und dessen Frau Françoise Marie de Bourbon, einer legitimierten Tochter Ludwigs XIV., war, war er auch auf diesem Weg ein direkter Nachfahre des Sonnenkönigs. Anfänglich wurde er Herzog von Valois genannt; als sein Vater den Titel Herzog von Orléans übernahm, wurde er Herzog von Chartres.

Das Haus Orleans war ziemlich links orientiert und begrüßte leichtsinnigerweise die franzöische Revolution, an der sie sich sogar beteiligten. Philippe Égalité stimmte für die Hinrichtung des Königs und wurde als sein Verwandter während des terreurs doch selbst guillotiniert. Auch sein Sohn kompromittierte sich und sein Haus durch die Begünstigung der verbrecherischen Revolutionäre. Dem Tod erging er durch Flucht nach Britannien. Seine Chance kam mit der Julirevolution von 1830. Während der drei Julitage hielt sich der Herzog dezent im Hintergrund, erst in Neuilly, dann in Raincy.

Inzwischen gab Thiers eine Proklamation heraus, in der er darauf hinwies, dass die Errichtung einer Republik Frankreich mit ganz Europa in Konflikt bringen würde; der Herzog von Orléans hingegen sei den Prinzipien der Revolution verpflichtet und habe die Trikolore unter Beschuß getragen und sei deshalb ein Bürgerkönig, wie ihn das Land wünsche. Diese Ansicht wurde vom Rumpfparlament geteilt, das noch im Palais Bourbon tagte. Eine von Thiers und Laffitte geführte Deputation machte dem Herzog eine Aufwartung, um ihn aufzufordern, den Lauf der Dinge in seine Hand zu nehmen. Er kehrte mit ihnen am 30. nach Paris zurück und wurde von den Abgeordneten zum Generalleutnant des Reichs gewählt. Am nächsten Tag ging er, eingewickelt in einen Trikolore-Schal und mit einem vorausgehenden Trommler, zu Fuß zum Hôtel de Ville, dem Hauptquartier der republikanischen Partei, wo er von La Fayette öffentlich umarmt wurde, als Symbol, dass die Republikaner die Unmöglichkeit anerkannten, ihre eigenen Ideale zu verwirklichen, und dass sie bereit waren, eine auf der Willensbekundung des Volkes basierende Monarchie zu akzeptieren. Bis dahin hatte er in Briefen an Karl X. stets die Loyalität seiner Absichten beteuert. Die Beteuerungen waren sicherlich nicht nur Heuchelei. Seine persönlichen Ambitionen spielten eine Rolle, aber er muss auch bald erkannt haben, dass das französische Volk des Legitimismus überdrüssig geworden war und eine Regentschaft unter diesen Bedingungen unmöglich war.

Der König ernannte ihn nun zum Generalleutnant, dankte zugunsten seines Enkels, des Comte de Chambord, ab, und bestimmte Ludwig Philipp zum Regenten. Am 7. August erklärte die Kammer dagegen mit einer großen Mehrheit Karl X. für abgesetzt und verkündete Ludwig Philipp als König der Franzosen, von Gottes Gnaden und dem Willen des Volkes.

Unter seiner Regierung nahm das Bürgertum und mit ihm die französische Wirtschaft auch einen ungeheuren Aufschwung, nicht zuletzt durch die Einführung der Eisenbahn. Als zynisches Motto dieser Zeit werden häufig die Worte Enrichissez-vous genannt. Industriestädte schossen aus dem Boden und es entstand auch schon ein Proletariat frühmoderner Prägung. Die damit verbundenen sozialen Probleme wurden in seiner Ära aber vollständig ignoriert. Ein weiteres Problem war für Ludwig Philipp, dass Charles-Louis-Napoléon Bonaparte, später Napoléon III., der Neffe des Kaisers Napoléon Bonaparte, es verstand, seinen Herrschaftsansprüchen einen sozialen Anstrich zu geben, und daher (vor allem in der Bauernschaft, die auch ökonomisch zu den Verlierern der Julimonarchie zählte) eine nicht unbeträchtliche Anhängerschaft um sich sammeln konnte. Er unternahm zwei Aufstandsversuche, die nur knapp scheiterten.
Absetzung und endgültiges Exil [Bearbeiten]

Louis-Philippe verabschiedete sich im Laufe seiner Amtszeit mehr und mehr von seinem liberalen Regierungsstil und schloss sich schließlich sogar der Heiligen Allianz an. Deren erklärtes Ziel war seit dem Wiener Kongress 1815, in Europa die Verhältnisse wieder herzustellen, wie sie vor der Französischen Revolution von 1789 geherrscht hatten, vor allem die Vorherrschaft des Adels und Rückeroberung seiner Privilegien. Als durch die Industrialisierung vermehrt soziale Probleme hinzutraten, kam es 1848 erneut zur bürgerlichen Revolution (siehe Februarrevolution 1848). Louis-Philippe wurde entmachtet und ging ins Exil nach England. Dort lebte er als Graf von Neuilly mit seiner Familie in Esher (Surrey), wo Königin Victoria ihm das Claremont House genannte Herrenhaus zur Verfügung stellte, das zuvor bereits von Leopold I. von Belgien genutzt worden war, der 1832 Louis-Philippes Tochter Marie Louise von Orléans (1812–1850) geheiratet hatte.

Louis Philippes Nachfolger wurde Charles-Louis-Napoléon Bonaparte. Der aus dem Exil zurückgekehrte Neffe von Napoléon Bonaparte wurde am 10. Dezember 1848 mit einer überwältigenden Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen zum neuen französischen Staatspräsidenten gewählt. Die von ihm regierte Republik hielt jedoch nur vier Jahre. Im Rahmen der von Louis-Seit dem Aussterben der älteren Linie der französischen Bourbonen 1883 ist die spanische Linie der Bourbonen von einem Teil der Monarchisten als Thronprätendenten auf die französische Krone anerkannt, während andere Ludwig Philipps Nachkommen als thronberechtigt ansehen.

Henri Philippe Pierre Marie d’Orléans (Henri VII., * 14. Juni 1933 in Woluwe-Saint-Pierre) ist seit dem Tod seines Vaters im Jahr 1999 Chef des Hauses Orléans und dessen Prätendent auf den französischen Thron. Als solcher beansprucht er die Titel Comte de Paris und Duc de France. Henri ist der Sohn von Henri Robert Ferdinand Marie Louis Philippe d’Orléans und Isabelle d’Orléans-Bragance. Nach eigenen Aussagen folgte er dem Willen seines Vaters und des Generals Charles de Gaulle, als er am 5. Juli 1957, im Alter von 24 Jahren, Marie Therese von Württemberg ehelichte, eine Verbindung, die Frankreich und Deutschland einander näherbringen sollte. Nachdem Henri d'Orléans jahrelang von seiner Frau getrennt gelebt hatte, ließ er sich 1984 ohne Zustimmung seines Vaters scheiden und ging am 31. Oktober 1984 eine zweite, außerkirchliche Ehe mit Micaela Cousiño Quinones de Leon ein.

Sein Vater, für Monarchisten der Comte de Paris, sprach ihm daraufhin den Titel des Comte de Clermont ab, verlieh ihm den rangniedrigeren Titel des Comte de Mortain. Im Jahr 1987 gab er Henris Sohn Jean den Titel Duc de Vendôme und präsentierte ihn als Nachfolger. Diese Entscheidung machte er einige Jahre später rückgängig. Henri d'Orléans erlangte seine alten Rechte zurück, seiner zweiten Frau wurde der Titel Prinzessin von Joinville verliehen.

Aus der am 5. Juli 1957 geschlossenen Ehe mit Marie Therese von Württemberg gingen fünf Kinder hervor:

  1. Marie Isabelle Marguerite Anne Geneviève (* 1959), verheiratet seit 1989 mit Gundakar Prinz von und zu Liechtenstein

  2. François Henri Louis Marie (* 1961)

  3. Blanche Elisabeth Rose Marie (* 1962)

  4. Jean Charles Pierre Marie (* 1965), verheiratet seit 2009 mit Philomena de Tornos

  5. Eudes Thibaut Joseph Marie (* 1968), verheiratet seit 1999 mit Marie Liesse Princesse de Rohan-Chabot

Haus Bonaparte

Charles Napoléon Bonaparte, vollständiger Name: Charles Marie Jérôme Joseph Victor, prince Napoléon, duc de Montfort (* 19. Oktober 1950 in Boulogne-Billancourt), auch Napoléon VII. genannt, ist seit 1997 das Oberhaupt des Hauses Bonaparte und französischer Politiker.

Charles Marie Jérôme ist der Sohn von Louis Napoléon (1914–1997) und seiner Ehefrau Alix von Albéric (* 1926), Tochter Jean von Albérics. Durch seinen Vater ist er ein Urgroßenkel von Jérôme Bonaparte, König von Westphalen. Zusammen mit seiner Zwillingsschwester Cathérine und seinen Geschwistern Laure und Jérôme verbrachte er seine Jugend in der Villa Prangis am Genfersee in der Schweiz. Er besuchte das Internat an der Sainte-croix-des-neiges in Abondance und studierte von 1964 bis 1965 im Schwarzwald. Seine Promotion in Volkswirtschaft absolvierte er an der Sorbonne. Er ist Bankier, Finanz- und Immobilienmakler in Paris.

2000 trat Charles Napoléon Bonaparte bei der Wahl des Bürgermeisteramts von Ajaccio, dem Geburtsort Napoleon Bonapartes, an. Darauf war er Mitglied im Stadtrat von Ajaccio, und ab 2004 wurde er Vizebürgermeister der Stadt. 2005 gab er seine Wahlpläne 2008 zum Bürgermeister von Fontainebleau bekannt. Zur Zeit steht er als Kandidat zum Bürgermeister im 2. Wahlkreis der Seine-et-Marne (Fontainebleau-Nemours) in den 2007 geführten französischen Wahlen.

Am 19. Dezember 1978 heiratete Charles Napoléon Bonaparte in Paris Béatrice de Bourbon-Sicile, Tochter Ferdinand Marias, Herzog von Castro (* 1926). Zusammen haben sie zwei Kinder. Die Ehe wurde 1989 geschieden. Am 18. April 1992 wurde seine zweite Tochter geboren. Deren Mutter Jeanne-Françoise Valliccioni heiratete er Ende September 1996. 1998 adoptierte das Paar ein Mädchen aus Vietnam.

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