Zur Französichen Monarchie
Die französische Monarchie
Das Königreich Frankreich bzw. Königreich der Franzosen
war ein Königreich, das unter diesen Namen seit dem 13. Jahrhundert
existierte, letztmals 1848. Bis ins 13. Jahrhundert war die Bezeichnung
Königreich der Franken gebräuchlich, da das Königreich
auf das 843 gegründete Westfränkische Königreich
zurückgeht. Letzteres wiederum fußt auf den Königsrechten
der fränkischen Teil- und Gesamtreiche, die unter dem Dach
des Fränkischen Reiches existierten. Das Fränkische
Reich hat einen Vorläufer im Salfränkischen Reich,
das Ende des 5. Jahrhunderts die fränkischen Einzelreiche zusammenfasste.
Das französische Königreich und seine Vorläufer
wurden durch drei Dynastien beherrscht: die Merowinger (bis
751), die Karolinger (751-987) und die Kapetingische
Dynastie (987-1792, 1814/15-1848). Letztere ist gegliedert
in die direkten Kapetinger (987-1328), das Haus Valois
mit Nebenlinien (1328-1589) sowie das Haus Bourbon mit
Nebenlinien (1589-1792, 1814/15-1848).
Chlodwig I., Herrscher 481-511, aus der Dynastie der Merowinger,
konnte sich vermutlich erstmals als alleiniger König der Franken
bezeichnen. Zuvor hatten mehrere fränkische Könige und
Kleinkönige existiert. Nach seinem Tod bis zum Ende der merowingischen
Dynastie 751 existierte das Fränkische Reich als Gesamtreich
fort (Regnum Francorum), wurde aber mal mehr, mal weniger
durch die fränkischen Teilreiche und deren Könige dominiert.
Zu den Teilreichen gehörten z.B. Neustrien, Austrien, Burgund
und Aquitanien. Die fränkischen Könige bezeichneten sich
z.B. als König von Orléans, König von Reims, König
von Paris, König von Soissons, König von Neustrien, König
von Austrien, König von Burgund oder König von Aquitanien.
Franzien (im Französischen France, also der gleiche
Ausdruck wie für "Frankreich") war eine Art fränkischer
Kernraum nördlich der Loire. Das Gesamtreich beherrschen und
sich als König der Franken (Francorum Rex, seltener Rex Francorum)
bezeichnen konnten sich unter anderem Chlothar I. (558-561), Chlothar
II. (613-629), Dagobert I. (632-639), Chlodwig I. (691-695) oder
Childerich III. (743-751).
In der karolingischen Epoche bis zur Reichsteilung von Verdun (751-843)
bestand die Titulatur König der Franken fort. Karl I. (Karl
der Große) nahm zudem 800 den Titel eines Römischen Kaisers
an, den auch seine Nachfolger übernahmen. Die Teilkönigreiche
waren weiterhin von Bedeutung. Die Reichsteilung 843 sah als Ergebnis
unter anderem das westfränkische Königreich, aus dem das
Königreich Frankreich wurde. Die westfränkischen Herrscher
behielten den Titel König der Franken jedoch bis ins 13. Jahrhundert
bei, ferner wurden sie weiterhin gewählt. Karl II. war auch
römischer Kaiser.
Auch nach dem Dynastiewechsel im westfränkischen Reich von
der Karolingern zu den Kapetingern im Jahre 987 - in der Geschichtsschreibung
neben 843 oft als Beginn des französischen Königtums angesehen
- bestand der Titel König der Franken (Roi des Francs) noch
lange fort. Mitkönige sicherten den dynastischen Bestand. Bis
ins letzte französische Königsjahr 1848 entstammten die
Könige aus der Dynastie der Kapetinger, allerdings aus verschiedenen
Häusern (direkte Kapetinger 987-1328, Valois und Nebenlinien
1328-1589, Bourbon und Nebenlinien 1589-1792, 1814/15-1848).
Erst Philipp II. (1180-1223) verwendete um 1190 erstmals den Titel
König von Frankreich (Roi de France, Franciae Rex, seltener
Rex Franciae). Ludwig IX. (1214-1270) wechselte während seiner
Regierungszeit in der offiziellen Bezeichnung von König der
Franken zu König von Frankreich. Der Titel König der Franken
bleibt aber bis zu Philipp IV. (1268-1314) in Gebrauch. Auf Münzen
findet sich Francorum Rex sogar bis ins 17. Jahrhundert.
Die Titulatur König von Frankreich und Navarra (Roi de France
et de Navarre) galt 1285-1328, 1589-1789 und 1814/1815-1830. Zwischen
1328 und 1589 wurde wieder lediglich König von Frankreich verwendet.
Nach Beginn der Französischen Revolution wechselte Ludwig XVI.
1789 zum Ausdruck König der Franzosen (Roi des Francais); dieser
Titel wurde bis 1792 und dann wieder 1830-1848 verwendet. Anstelle
auf das Territorium wurde nun auf die Bevölkerung Bezug genommen.
Der Zusatz Allerchristlichster König war unter Karl VII. aufgekommen.
Die Kaisertitel der Jahre 1804-1814/1815 und 1852-1870 waren Empereur
des Francais (Kaiser der Franzosen).
Parallel zur Bezeichnung des Herrschers kam der Ausdruck Königreich
Frankreich (Royaume de France) ebenfalls erst im 13. Jahrhundert
auf und in Gebrauch und ersetzte Royaume des Francs (Königreich
der Franken) bzw. Francie occidentalis (westliches Franken).
1791 wurde aus der absoluten eine konstitutionelle Monarchie, aus
dem Königreich Frankreich für ein Jahr das Königreich
der Franzosen (Royaume des Francais; Ludwig XVI. hatte, wie erwähnt,
bereits 1789 zu König der Franzosen gewechselt).
Heutige Französische Thronfolger
Das Haus Bourbon
Louis Alphonse Gonzalve Victor Emmanuel Marc de Bourbon, duc d'Anjou
– * 25. April 1974 in Madrid) ist seit dem 30. Januar 1989
Oberhaupt der französischen Linie des Hauses Bourbon. Louis
ist der zweite Sohn von Alfons Herzog von Anjou und Cádiz
(1936–1989) und seiner Ehefrau María del Carmen Martínez-Bordiú
y Franco, Enkelin des spanischen Diktators Francisco Franco. Die
Ehe seiner Eltern wurde 1982 geschieden und 1986 annulliert. Am
7. Februar 1984 starb sein älterer Bruder, Francisco (* 1972),
bei einem Autounfall und sein Vater am 30. Januar 1989 bei einem
Skiunfall in Colorado.
Seit dem Tod seines Vaters wird er von französischen Monarchisten
als Prätendent auf den französischen Thron betrachtet.
Louis Alphonse studierte in Philadelphia an der Universität
von Pennsylvania Volkswirtschaft und arbeitete mehrere Jahre für
die BNP Paribas in Madrid. Am 6. November 2004 heiratete Louis Alphonse
in La Romana die Venezolanerin María Margarita Vargas Santaella.
Sie leben seit 2005 in Venezuela, wo er an der Bank Banco Occidental
de Descuento arbeitet. Am 5. März 2007 wurde deren Tochter
Eugenia, in Miami, Florida, geboren. Sie wurde am 3. Juni 2007 getauft.
Am 28. Mai 2010 wurden in New York die Zwillingssöhne Louis,
Herzog von Burgund, und Alphonse, Herzog von Berry, geboren.
Louis Alphonse de Bourbon ist das aktuelle Oberhaupt der französischen
Bourbonen und somit der Prätendent auf den französischen
Thron (er würde als König den Namen Ludwig XX. annehmen).
Zurzeit ist er das Oberhaupt des Hauses Bourbon und beansprucht
folgende Titel:
-
Duc d'Anjou (Herzog von Anjou)
-
Duc de Bourgogne (Herzog von Burgund)
-
Duc de Touraine (Herzog von Touraine)
-
Duc de Bourbon (Herzog von Bourbon)
-
Duc de Durazzo (Herzog von Durazzo)
-
Comte de Gravine et de Morrone (Graf von Gravin und von Morrone)
-
Roi titulaire de France (Titularkönig von Frankreich)
-
Roi titulaire de Jérusalem (Titularkönig von Jerusalem)
-
Roi titulaire de Navarre (Titularkönig von Navarra)
-
Roi titulaire d'Albanie (Titularkönig von Albanien)
-
Prince d'Espagne (Prinz von Spanien)
-
Chef de la maison de Bourbon (Chef des Hauses Bourbon)
-
Aîné légitime des Capétiens (legitimer
Erstgeborener der Kapetinger)
-
Bailli Grand-Croix d'Honneur et Dévotion de l'Ordre
de Malte
Das Haus Orléans
Das Haus Bourbon-Orleans ist eine Nebenlinie der französischen
Bourbonen und geht zurück auf Philippe I. de Bourbon, duc
d'Orléans (1640-1701) den einzigen Bruder des Sonnenkönigs
Ludwig XIV. Von 1715 bis 1723 stellte das Haus Orleans den
Regenten von Frankreich und mit dem "Bürgerkönig"
Ludwig Philipp den letzten König der Franzosen, der zwischen
1830 und 1848 regierte. Die Nachkommen dieses Königs beanspruchen
als Thronprätendenten des Hauses Orleans bis heute
den französischen Thron.
Ludwig-Philippe I., der Roi Citoyen , war 1830 bis 1848
der letzte französische König mit dem offiziellen Titel
„König der Franzosen“. Ludwig Philipp war der älteste
Sohn von Herzog Ludwig Philipp Joseph von Orléans (Philippe
Égalité) und dessen Gemahlin Louise Marie Adélaïde
de Bourbon-Penthièvre, Tochter des Herzogs von Penthièvre.
Damit stammte er väterlicherseits vom Bruder Ludwigs XIV. ab
(siehe Bourbonen), mütterlicherseits vom Comte de Toulouse,
einem legitimierten Sohn von Ludwig XIV. und Madame de Montespan.
Da er allerdings auch noch ein Nachkomme des Regenten Philipp II.
von Orléans und dessen Frau Françoise Marie de Bourbon,
einer legitimierten Tochter Ludwigs XIV., war, war er auch auf diesem
Weg ein direkter Nachfahre des Sonnenkönigs. Anfänglich
wurde er Herzog von Valois genannt; als sein Vater den
Titel Herzog von Orléans übernahm, wurde er
Herzog von Chartres.
Das Haus Orleans war ziemlich links orientiert und begrüßte
leichtsinnigerweise die franzöische Revolution, an der sie
sich sogar beteiligten. Philippe Égalité stimmte für
die Hinrichtung des Königs und wurde als sein Verwandter während
des terreurs doch selbst guillotiniert. Auch sein Sohn
kompromittierte sich und sein Haus durch die Begünstigung der
verbrecherischen Revolutionäre. Dem Tod erging er durch Flucht
nach Britannien. Seine Chance kam mit der Julirevolution von 1830.
Während der drei Julitage hielt sich der Herzog dezent im Hintergrund,
erst in Neuilly, dann in Raincy.
Inzwischen gab Thiers eine Proklamation heraus, in der er darauf
hinwies, dass die Errichtung einer Republik Frankreich mit ganz
Europa in Konflikt bringen würde; der Herzog von Orléans
hingegen sei den Prinzipien der Revolution verpflichtet und habe
die Trikolore unter Beschuß getragen und sei deshalb ein Bürgerkönig,
wie ihn das Land wünsche. Diese Ansicht wurde vom Rumpfparlament
geteilt, das noch im Palais Bourbon tagte. Eine von Thiers und Laffitte
geführte Deputation machte dem Herzog eine Aufwartung, um ihn
aufzufordern, den Lauf der Dinge in seine Hand zu nehmen. Er kehrte
mit ihnen am 30. nach Paris zurück und wurde von den Abgeordneten
zum Generalleutnant des Reichs gewählt. Am nächsten Tag
ging er, eingewickelt in einen Trikolore-Schal und mit einem vorausgehenden
Trommler, zu Fuß zum Hôtel de Ville, dem Hauptquartier
der republikanischen Partei, wo er von La Fayette öffentlich
umarmt wurde, als Symbol, dass die Republikaner die Unmöglichkeit
anerkannten, ihre eigenen Ideale zu verwirklichen, und dass sie
bereit waren, eine auf der Willensbekundung des Volkes basierende
Monarchie zu akzeptieren. Bis dahin hatte er in Briefen an Karl
X. stets die Loyalität seiner Absichten beteuert. Die Beteuerungen
waren sicherlich nicht nur Heuchelei. Seine persönlichen Ambitionen
spielten eine Rolle, aber er muss auch bald erkannt haben, dass
das französische Volk des Legitimismus überdrüssig
geworden war und eine Regentschaft unter diesen Bedingungen unmöglich
war.
Der König ernannte ihn nun zum Generalleutnant, dankte zugunsten
seines Enkels, des Comte de Chambord, ab, und bestimmte Ludwig Philipp
zum Regenten. Am 7. August erklärte die Kammer dagegen mit
einer großen Mehrheit Karl X. für abgesetzt und verkündete
Ludwig Philipp als König der Franzosen, von Gottes Gnaden und
dem Willen des Volkes.
Unter seiner Regierung nahm das Bürgertum und mit ihm die
französische Wirtschaft auch einen ungeheuren Aufschwung, nicht
zuletzt durch die Einführung der Eisenbahn. Als zynisches Motto
dieser Zeit werden häufig die Worte Enrichissez-vous genannt.
Industriestädte schossen aus dem Boden und es entstand auch
schon ein Proletariat frühmoderner Prägung. Die damit
verbundenen sozialen Probleme wurden in seiner Ära aber vollständig
ignoriert. Ein weiteres Problem war für Ludwig Philipp, dass
Charles-Louis-Napoléon Bonaparte, später Napoléon
III., der Neffe des Kaisers Napoléon Bonaparte, es verstand,
seinen Herrschaftsansprüchen einen sozialen Anstrich zu geben,
und daher (vor allem in der Bauernschaft, die auch ökonomisch
zu den Verlierern der Julimonarchie zählte) eine nicht unbeträchtliche
Anhängerschaft um sich sammeln konnte. Er unternahm zwei Aufstandsversuche,
die nur knapp scheiterten.
Absetzung und endgültiges Exil [Bearbeiten]
Louis-Philippe verabschiedete sich im Laufe seiner Amtszeit mehr
und mehr von seinem liberalen Regierungsstil und schloss sich schließlich
sogar der Heiligen Allianz an. Deren erklärtes Ziel war seit
dem Wiener Kongress 1815, in Europa die Verhältnisse wieder
herzustellen, wie sie vor der Französischen Revolution von
1789 geherrscht hatten, vor allem die Vorherrschaft des Adels und
Rückeroberung seiner Privilegien. Als durch die Industrialisierung
vermehrt soziale Probleme hinzutraten, kam es 1848 erneut zur bürgerlichen
Revolution (siehe Februarrevolution 1848). Louis-Philippe wurde
entmachtet und ging ins Exil nach England. Dort lebte er als Graf
von Neuilly mit seiner Familie in Esher (Surrey), wo Königin
Victoria ihm das Claremont House genannte Herrenhaus zur Verfügung
stellte, das zuvor bereits von Leopold I. von Belgien genutzt worden
war, der 1832 Louis-Philippes Tochter Marie Louise von Orléans
(1812–1850) geheiratet hatte.
Louis Philippes Nachfolger wurde Charles-Louis-Napoléon
Bonaparte. Der aus dem Exil zurückgekehrte Neffe von Napoléon
Bonaparte wurde am 10. Dezember 1848 mit einer überwältigenden
Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen zum neuen französischen
Staatspräsidenten gewählt. Die von ihm regierte Republik
hielt jedoch nur vier Jahre. Im Rahmen der von Louis-Seit dem Aussterben
der älteren Linie der französischen Bourbonen 1883 ist
die spanische Linie der Bourbonen von einem Teil der Monarchisten
als Thronprätendenten auf die französische Krone anerkannt,
während andere Ludwig Philipps Nachkommen als thronberechtigt
ansehen.
Henri Philippe Pierre Marie d’Orléans (Henri VII.,
* 14. Juni 1933 in Woluwe-Saint-Pierre) ist seit dem Tod seines
Vaters im Jahr 1999 Chef des Hauses Orléans und dessen Prätendent
auf den französischen Thron. Als solcher beansprucht er die
Titel Comte de Paris und Duc de France. Henri ist der Sohn von Henri
Robert Ferdinand Marie Louis Philippe d’Orléans und
Isabelle d’Orléans-Bragance. Nach eigenen Aussagen
folgte er dem Willen seines Vaters und des Generals Charles de Gaulle,
als er am 5. Juli 1957, im Alter von 24 Jahren, Marie Therese von
Württemberg ehelichte, eine Verbindung, die Frankreich und
Deutschland einander näherbringen sollte. Nachdem Henri d'Orléans
jahrelang von seiner Frau getrennt gelebt hatte, ließ er sich
1984 ohne Zustimmung seines Vaters scheiden und ging am 31. Oktober
1984 eine zweite, außerkirchliche Ehe mit Micaela Cousiño
Quinones de Leon ein.
Sein Vater, für Monarchisten der Comte de Paris,
sprach ihm daraufhin den Titel des Comte de Clermont ab,
verlieh ihm den rangniedrigeren Titel des Comte de Mortain.
Im Jahr 1987 gab er Henris Sohn Jean den Titel Duc de Vendôme
und präsentierte ihn als Nachfolger. Diese Entscheidung
machte er einige Jahre später rückgängig. Henri d'Orléans
erlangte seine alten Rechte zurück, seiner zweiten Frau wurde
der Titel Prinzessin von Joinville verliehen.
Aus der am 5. Juli 1957 geschlossenen Ehe mit Marie Therese von
Württemberg gingen fünf Kinder hervor:
-
Marie Isabelle Marguerite Anne Geneviève (* 1959),
verheiratet seit 1989 mit Gundakar Prinz von und zu Liechtenstein
-
François Henri Louis Marie (* 1961)
-
Blanche Elisabeth Rose Marie (* 1962)
-
Jean Charles Pierre Marie (* 1965), verheiratet seit 2009
mit Philomena de Tornos
-
Eudes Thibaut Joseph Marie (* 1968), verheiratet seit 1999
mit Marie Liesse Princesse de Rohan-Chabot
Haus Bonaparte
Charles Napoléon Bonaparte, vollständiger Name: Charles
Marie Jérôme Joseph Victor, prince Napoléon,
duc de Montfort (* 19. Oktober 1950 in Boulogne-Billancourt),
auch Napoléon VII. genannt, ist seit 1997 das Oberhaupt des
Hauses Bonaparte und französischer Politiker.
Charles Marie Jérôme ist der Sohn von Louis Napoléon
(1914–1997) und seiner Ehefrau Alix von Albéric (*
1926), Tochter Jean von Albérics. Durch seinen Vater ist
er ein Urgroßenkel von Jérôme Bonaparte, König
von Westphalen. Zusammen mit seiner Zwillingsschwester Cathérine
und seinen Geschwistern Laure und Jérôme verbrachte
er seine Jugend in der Villa Prangis am Genfersee in der Schweiz.
Er besuchte das Internat an der Sainte-croix-des-neiges in Abondance
und studierte von 1964 bis 1965 im Schwarzwald. Seine Promotion
in Volkswirtschaft absolvierte er an der Sorbonne. Er ist Bankier,
Finanz- und Immobilienmakler in Paris.
2000 trat Charles Napoléon Bonaparte bei der Wahl des Bürgermeisteramts
von Ajaccio, dem Geburtsort Napoleon Bonapartes, an. Darauf war
er Mitglied im Stadtrat von Ajaccio, und ab 2004 wurde er Vizebürgermeister
der Stadt. 2005 gab er seine Wahlpläne 2008 zum Bürgermeister
von Fontainebleau bekannt. Zur Zeit steht er als Kandidat zum Bürgermeister
im 2. Wahlkreis der Seine-et-Marne (Fontainebleau-Nemours) in den
2007 geführten französischen Wahlen.
Am 19. Dezember 1978 heiratete Charles Napoléon Bonaparte
in Paris Béatrice de Bourbon-Sicile, Tochter Ferdinand Marias,
Herzog von Castro (* 1926). Zusammen haben sie zwei Kinder. Die
Ehe wurde 1989 geschieden. Am 18. April 1992 wurde seine zweite
Tochter geboren. Deren Mutter Jeanne-Françoise Valliccioni
heiratete er Ende September 1996. 1998 adoptierte das Paar ein Mädchen
aus Vietnam. |