Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Die katholischen Hohenzollern in der Mark Brandenburg

 

   

Die Belehnung des Nürnberger Burggrafen führte langfristig nach den Jahrhunderten der Eingliederung Brandenburg in den Korpus des Reichs und in die Christenheit wiederum zu einer Absonderung. Diese Tendenz wurde durch die Katastrophe der Reformation und den Übertritt der Hohenzollern zum kirchen- und reichsfeindlichen Kalvinismus beschleunigt.

1411 - 1440

Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg ∞ Elisabeth von Bayern-Landshut(die schöne Else)

 

1411

Friedrich VI. von Hohenzollern, Burggraf von Nürnberg, wurde zum Statthalter des Imperiums in Brandenburg ernannt. Er begründete eine siebzehn Generationen andauernde Herrschaft der Hohenzollern in Brandenburg und räumte energisch mit den Raubrittern auf. Er bezeichnet sich als „Amtmann Gottes am Fürstentum“.

1415

Brandenburg wurde zum unteilbaren Kurkreis erhoben.

18. 4.1417

Feierliche Belehnung durch König Sigmund in Konstanz während des Konzils.

1429

Johann Alchimist, Sohn Friedrichs, wird als Regent in Brandenburg eingesetzt.

1440 - 1471

Kurfürst Friedrich II. „Eisenzahn“ ∞ Katharina von Sachsen

 

Der Sohn KF Friedrichs I. und Bruder Johanns kaufte die durch Sigismund dem Deutschen Orden verpfändete Neumark zurück. Am polnischen Hofe erzogen, litt er seit früher Jugend unter Melancholie wegen seiner polnischen Jugendliebe, welche von ihrer Schwiegermutter ermordet wurde. Er überließ er die Regierung seinem Bruder Albrecht, und zog sich auf die Plassenburg zurück.

1448

„Berliner Unwille“ wegen der Errichtung des Schlosses.

1455

Kottbus und Peitz wurden vom Haus Luxemburg erworben. Kottbus blieb bis 1815 eine brandenburgische Exklave in der Lausitz.

1471 - 1486

Kurfürst Albrecht III. „Achilles“ ∞ Margarete von Baden
2. ∞ Anna von Sachsen

 

Der Sohn Kurfürst Friedrichs I. war der dritte der Brüder, die die Mark regierten und gilt als der erste mustergültige Haushälter in der Mark. Seine „Dispositio Achillea“ erklärt 1473 sein Erbe für unteilbar.

1486 - 1499

Kurfürst Johann „Cicero“ ∞ Margarete von Sachsen

 

Dem Sohn von Albrecht Achilles verdanken wir die Biersteuer, die erste indirekte Steuer! (2/3 für KF, 1/3 für den Stadtrat) und den ersten Buchdruck in Brandenburg. Cicero wurde zunächst in Lehnin, dann im Cöllner Dom bestattet.

1488

Blutige Aufstände in der Altmark. Dem Kurfürst gelang es, Stendal und Salzwedel zu besiegen, so daß die Bierbede eingeführt werden konnte (1 Groschen/Tonne).

1499 - 1535

Kurfürst Joachim I. „Nestor“ ∞ Elisabeth von Dänemark

 

1506

Gründung der Märkischen Landesuniversität Frankfurt/Oder. Erster Kanzler wurde der Märker Dietrich von Bülow.

1517

Joachim bewarb sich bei der anstehenden Königswahl beim Ausgang Maximilians I., wählte aber schließlich dessen Sohn Karl von Habsburg.

1521

Joachim trat in Worms gegen Luther auf, den er den „Satan von Wittenberg“ nannte. Zuvor hatte er vergeblich Luthern in Wittenberg umzustimmen versucht. Selbst sein Bruder Albrecht von Magdeburg war milder gestimmt als er. Einen lutherischen Aufstand in Stendal schlug er blutig nieder.

1521

Kaiser Karl V. verlieh dem Herzog von Pommern die Reichsunmittelbarkeit.

1524

Einzug der Grafschaft Ruppin als erledigtes Lehen.

1527

Seine Frau Elisabeth von Dänemark wurde lutherisch und mußte nach Sachsen fliehen.

1529

Im Grimnitzer Vertrag erwarb Joachim die Erbanwartschaft für Pommern. Die alte Lehsherrlichkeit war zuvor verloren gegangen. [siehe 1521]

   

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