Herrscher der Mark Brandenburg |
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Heiliger
Gottschalk - erster christlicher Fürst in Brandenburg |
| Der hl. Gottschalk (=Gottesknecht) wurde etwa 1015
geboren und im St. Michaelskloster in Lüneburg erzogen.
Er trat in das Erbe seines Vaters ein und wurde Fürst der Obotriten.
Er förderte die Christianisierung seines Volkes und begründete
gemeinsam mit Adalbert von Bremen die Bistümer Mecklenburg
(Schwerin) und Ratzeburg. Kirchenpolitisch unterstützte er
Kaiser Heinrich
IV. und wurde in dessen Niederlage insofern hineingezogen, als
durch die Niederlage ein Aufstand der heidnischen Reaktion auslöst
wurde.
Am 14. Juni 1066 wurde er gemeinsam mit dem hl. Eppo in Lenzen
an der Elbe ermordet. Gottschalk ist Märtyrer und Heiliger. |
Die
Askanier in der Mark Brandenburg |
| 1134 - 1170 |
Markgraf Albrecht I. der Bär ∞
Sophia von Winzenberg |
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Albrechts Mutter Eilika
stammte aus dem Billungergeschlecht und war mit Welfen und Staufern
verwandt. Albrecht war in der Altmark begütert und hatte zuvor
als Markgraf der Lausitz gedient. Er erhielt die Marchia septentrionalis
(Nordmark) von Lothar II. (von Süpplingenburg) zum erblichen
Lehen. Durch die Aufstände der Liutitzen, Obodriten und Wilzen
war die Nordmark zu diesem Zeitpunkt auf die linkselbischen Anteile
um Stendal in der Altmark zusammengeschrumpft.
Die Zauche erhielt Albrecht von Pribislaw von Brandenburg als Taufgeschenk
zur Taufe seines Sohnes Otto (I.), nach dem Tod Pribislaws im Jahre
1150 tritt er auch dessen Erbe in Brandenburg an und durfte sich
nun Markgraf (marchio) von Brandenburg nennen. Erst 1157 konnte
Albrecht die Brandenburger Dominsel tatsächlich in Besitz nehmen. |
| 1170 - 1184 |
Markgraf
Otto I. ∞ Judith von Polen |
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Der Sohn Albrechts des
Bären war bereits seit 1144 Mitregent. |
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1177
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Der Markgraf von Brandenburg
erhielt die Würde des Reichserzkämmerers. |
| 1180 |
Stiftung des (Zisterzienser-)
Klosters Lehnin als Grablege der Askanier.
[Zinna 1170, Chorin 1258]. |
| 1184 - 1205 |
Markgraf
Otto II. ∞ Ada von Holland |
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Der Sohn Ottos I., residierte
in Brandenburg. |
| 1205 - 1220 |
Markgraf
Albrecht II. ∞ Mechthild von der Lausitz |
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Der Bruder Ottos II. trieb
die Eroberung der Mark auch gegen den Erzbischof von Magdeburg voran
und stieß bis zur Oder vor. |
| 1225 - 1266 |
Markgraf
Johann I. ∞ Sophia von Dänemark
2. ∞ Jutta von Sachsen |
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Der Sohn von Markgraf
Albrechts II. trat im Jahre 1252 bei der Wahl Konradins als privilegierter
Königswähler auf. |
| 1225 - 1267 |
Markgraf
Otto III. ∞ Beatrix von Böhmen |
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Markgraf Otto III. war
Bruder Johanns I., mit dem er gemeinsam regierte. Die Brüder
fördern das Land erheblich, die Städte Berlin und Cölln
wurden gegründet. Kaiser Friedrich II. übergab den Askaniern die
Lehnshoheit über Pommern.
Um 1250 wurden die Uckermark, Lebus und die Neumark in Brandenburg
eingegliedert. Im Jahre 1258 wurde die Regierung geteilt, die ottonische
Linie residierte nun in Salzwedel, die johanneische in Stendal. |
| 1266 - 1304 |
Markgraf
Otto IV. mit dem Pfeil ∞
Heilwig von Holstein
2. ∞ Jutta von Henneberg |
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Der Sohn Johanns I., d.h.
aus der Stendaler Linie war in latente kriegerische Auseinandersetzungen
mit dem Erzstift Magdeburg und mit dem Landständen verwickelt.
Der Haushalt wurde durch erste Bedeverträge stabilisiert. |
| 1285 - 1287 |
Markgraf Johann II. ∞
Hedwig von Werle |
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Der Markgraf Johann II.
war Bruder Ottos IV. Er gewann das Land Lebus vom Erzstift Magdeburg
und drängte Polen so dauerhaft von der Oder ab. |
| 1305 - 1319 |
Markgraf
Woldemar der Große |
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Markgraf Woldemar der
Große war Neffe Ottos IV. und der letzte Askanier in Brandenburg.
Er versuchte eine Ausweitung der brandenburgischen Macht zur Weichsel
hin, da Mecklenburg und Pommern seinem Zugriff entzogen waren. Hauptkonkurrenten
in diesem Raum waren vor allem der dänische König und
der Deutsche Orden. Gegen diese Mächte konnte sich Woldemar
nicht durchsetzen. Brandenburg mußte für immer von der
Weichsel fern bleiben. Der sich durchsetzende Deutsche Orden kazfte
Woldmar seine Erbansprüche auf Pomerellen für 10.000 Mark
Silber ab. Als nordöstlichste und östlichste Region Brandenburgs
setzte sich das Gebiet VIrchow und Herzberg durch (polnisch: Wierzchowo
und Sosnica).
Es sei darauf hingewiesen, daß die sich etablierenden Grenzen
Brandenburgs, namentlich die Ostgrenze gegen Polen, über Jahrhunderte
stabil blieben und noch heute zu den stabilsten europäischen
Grenzen aller Zeiten gehören. |
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