Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Herrscher der Mark Brandenburg

 
     

Heiliger Gottschalk - erster christlicher Fürst in Brandenburg

Der hl. Gottschalk (=Gottesknecht) wurde etwa 1015 geboren und im St. Michaelskloster in Lüneburg erzogen. Er trat in das Erbe seines Vaters ein und wurde Fürst der Obotriten. Er förderte die Christianisierung seines Volkes und begründete gemeinsam mit Adalbert von Bremen die Bistümer Mecklenburg (Schwerin) und Ratzeburg. Kirchenpolitisch unterstützte er Kaiser Heinrich IV. und wurde in dessen Niederlage insofern hineingezogen, als durch die Niederlage ein Aufstand der heidnischen Reaktion auslöst wurde.

Am 14. Juni 1066 wurde er gemeinsam mit dem hl. Eppo in Lenzen an der Elbe ermordet. Gottschalk ist Märtyrer und Heiliger.

Die Askanier in der Mark Brandenburg

1134 - 1170

Markgraf Albrecht I. „der Bär“ ∞ Sophia von Winzenberg

 

Albrechts Mutter Eilika stammte aus dem Billungergeschlecht und war mit Welfen und Staufern verwandt. Albrecht war in der Altmark begütert und hatte zuvor als Markgraf der Lausitz gedient. Er erhielt die „Marchia septentrionalis“ (Nordmark) von Lothar II. (von Süpplingenburg) zum erblichen Lehen. Durch die Aufstände der Liutitzen, Obodriten und Wilzen war die Nordmark zu diesem Zeitpunkt auf die linkselbischen Anteile um Stendal in der Altmark zusammengeschrumpft.
Die Zauche erhielt Albrecht von Pribislaw von Brandenburg als Taufgeschenk zur Taufe seines Sohnes Otto (I.), nach dem Tod Pribislaws im Jahre 1150 tritt er auch dessen Erbe in Brandenburg an und durfte sich nun Markgraf (marchio) von Brandenburg nennen. Erst 1157 konnte Albrecht die Brandenburger Dominsel tatsächlich in Besitz nehmen.

1170 - 1184

Markgraf Otto I. ∞ Judith von Polen

 

Der Sohn Albrechts des Bären war bereits seit 1144 Mitregent.

 

1177

Der Markgraf von Brandenburg erhielt die Würde des Reichserzkämmerers.

1180

Stiftung des (Zisterzienser-) Klosters Lehnin als Grablege der Askanier.
[Zinna 1170, Chorin 1258].

1184 - 1205

Markgraf Otto II. ∞ Ada von Holland

 

Der Sohn Ottos I., residierte in Brandenburg.

1205 - 1220

Markgraf Albrecht II. ∞ Mechthild von der Lausitz

 

Der Bruder Ottos II. trieb die Eroberung der Mark auch gegen den Erzbischof von Magdeburg voran und stieß bis zur Oder vor.

1225 - 1266

Markgraf Johann I. ∞ Sophia von Dänemark
2. ∞ Jutta von Sachsen

 

Der Sohn von Markgraf Albrechts II. trat im Jahre 1252 bei der Wahl Konradins als privilegierter Königswähler auf.

1225 - 1267

Markgraf Otto III. ∞ Beatrix von Böhmen

 

Markgraf Otto III. war Bruder Johanns I., mit dem er gemeinsam regierte. Die Brüder fördern das Land erheblich, die Städte Berlin und Cölln wurden gegründet. Kaiser Friedrich II. übergab den Askaniern die Lehnshoheit über Pommern.
Um 1250 wurden die Uckermark, Lebus und die Neumark in Brandenburg eingegliedert. Im Jahre 1258 wurde die Regierung geteilt, die ottonische Linie residierte nun in Salzwedel, die johanneische in Stendal.

1266 - 1304

Markgraf Otto IV. „mit dem Pfeil“ ∞ Heilwig von Holstein
2. ∞ Jutta von Henneberg

 

Der Sohn Johanns I., d.h. aus der Stendaler Linie war in latente kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Erzstift Magdeburg und mit dem Landständen verwickelt. Der Haushalt wurde durch erste Bedeverträge stabilisiert.

1285 - 1287

Markgraf Johann II. ∞ Hedwig von Werle

 

Der Markgraf Johann II. war Bruder Ottos IV. Er gewann das Land Lebus vom Erzstift Magdeburg und drängte Polen so dauerhaft von der Oder ab.

1305 - 1319

Markgraf Woldemar „der Große“

 

Markgraf Woldemar der Große war Neffe Ottos IV. und der letzte Askanier in Brandenburg. Er versuchte eine Ausweitung der brandenburgischen Macht zur Weichsel hin, da Mecklenburg und Pommern seinem Zugriff entzogen waren. Hauptkonkurrenten in diesem Raum waren vor allem der dänische König und der Deutsche Orden. Gegen diese Mächte konnte sich Woldemar nicht durchsetzen. Brandenburg mußte für immer von der Weichsel fern bleiben. Der sich durchsetzende Deutsche Orden kazfte Woldmar seine Erbansprüche auf Pomerellen für 10.000 Mark Silber ab. Als nordöstlichste und östlichste Region Brandenburgs setzte sich das Gebiet VIrchow und Herzberg durch (polnisch: Wierzchowo und Sosnica).

Es sei darauf hingewiesen, daß die sich etablierenden Grenzen Brandenburgs, namentlich die Ostgrenze gegen Polen, über Jahrhunderte stabil blieben und noch heute zu den stabilsten europäischen Grenzen aller Zeiten gehören.

     

 

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