Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Die Krone des Heiligen Wenzel nach dem Ende der Przemysliden

 
   

1306 - 1307

Rudolf von Habsburg ∞ ...
Elisabeth Richsa
 

Der Sohn des Deutschen Königs Albrecht I. rückte mit seinem Vater Albrecht nach der Ermodung Wenzel III. in Böhmen ein und wurde als König anerkannt. Durch die Heirat mit Richsa, der Schwiegermutter Wenzels II., erwarb er auch den polnischen Königstitel. Kurz darauf starb er.

1311 - 1346

Johann von Luxemburg „der Blinde“ Elisabeth von Böhmen
2. Beatrix von Bourbon

 

Die Stände wandten sich nun an den neuen Deutschen König Heinrich IX. aus dem Hause Luxemburg. Sie erreichten eine Eheschließung von Elisabeth, der Tochter Wenzels II. mit Johann von Luxemburg, dem Sohn Heinrichs. Johann wurde zum böhmischen König gewählt und bestätigt. Er konnte für Böhmen die Oberlausitz, das Egerland und ganz Schlesien gewinnen. Johann führte auch den Titel des Königs von Polen, auf den er im Jahre 1335 gegen die Bestätigung des Erwerbes von Schlesien verzichtete.
Der inzwischen erblindete König ließ sich nicht vom Kämpfen abhalten und fand in der Schlacht bei Crecy (hl. Johanna) den Tod.

1346 - 1378

Karl von Luxemburg ∞ Blanca von Valois
2. Anna von der Pfalz (Wittelsbach)
3. Anna von Schweidnitz
4. Elisabeth von Pommern
 

Karl, der Sohn Johanns, erreichte im Jahre 1344 die für immer Bestand behaltende Abtrennung des Prager Stuhls von der Mainzer Kirchenprovinz und die Erhebung Prags zum Erzbistum mit Olmütz und dem neugegründeten Bistum Leitomischl als Suffragane. Er erbaute die Burg Karlstein bei Prag, wo die Kronjuwelen aufbewahrt wurden. 1348 gründete er die Universität von Prag.
Die Stellung Böhmens im Reiche klärte er durch Verfassungspräzisierung und Kodifizierung von Gewohnheitsrecht. Der König von Böhmen ist demnach Reichserzschenk und Kurfürst, seine Territorien unterliegen nicht dem Heimfallrecht! Die böhmischen Gerichte sind unabhängig, an Reichsgerichte kann nicht appelliert erden. Mähren, Schlesien, das Stift Olmütz und Troppau, sind Lehen der böhmischen Krone ohne Lehnsbindung ans Reich. Die „Corona Bohemiae“ wird als staatsrechtliches Prinzip betrachtet, der (im Idealfall) jeder Untertan persönlich verpflichtet sein soll. Hier erkennen wir die Tendenz zu einer inakzeptablen Auflösung der persönlichen Treueverhältnisse. Für die Zukunft von erheblicher Bedeutung ist die Festlegung, daß ein ständisches Königswahlrecht nur bei dem vollständigem Aussterben einer Dynastie besteht.

Der ungeheure kulturelle und materielle Aufstieg führte seiner Regierung führte zu religiösen Gegenbewegungen, die Karl seinerseits ebenso förderte, wie das traditionelle Kloster- und Ordneswesen.

1378 - 1419

König Wenzel (IV.) von Luxemburg ∞ Johanna von Niederbayern
2. Sophie von Bayern
 

Wenzel war einer der unfähigsten Herrscher und steht so in krassem Gegensatz zu seinem Vater. Wo immer man hinschaut hat er in eklatantem Maße versagt. Einen Konflikt mit dem Erzbischof löste er, indem er den Generalvikar Johannes von Nepomuk foltern und ertränken ließ. Dies war eines der schwersten Verbechen, die je ein christlicher Herrscher begangen hat. Doch damit nicht genurg, Wenzel förderte in erschütterndem Ausmaß den die Massen fanatisierenden ethnischen Haß gegen Juden und Deutsche. Im „Kuttenberger Dekret“ diskriminierte er die deutsche Hochschulnation, so daß diese nach Leipzig fliehen mußte, wo sie die noch heute bestehende Universität gründeten.
Wenzel gelang es als Deutscher König abgesetzt zu werden, was nicht einfach ist, denn es kam in 1.000 Jahren nur einmal vor. Auch als böhmischer König wurde Wenzel vom böhmischen Adel abgesetzt. Wenzel starb nach dem 1. Prager Fenstersturz, einer veritablen antikathoischen Revolution, an einem Schlaganfall.

1420 - 1436

Sigismund von Luxemburg

 

Sigismund war deutscher König, König von Ungarn, König von Böhmen, Markgraf von Brandenburg und Kaiser. In Böhmen hatte er mit den ultranationalistish-demokratischen Hussiten der verschiedensten Schattierungen bis hin zum fanatischen Bolschewismus zu kämpfen. Erst 1434 wurden die Fanatiker besiegt, allerdings im Wesentlichen von den gemäßigten Hussiten. Im Ergebnis wurden weite Teile des Kirchengutes säkularisirt, die Geistlichkeit aus dem Landtag verbannt und eine bis zum heutigen Tage andauernde Konfessionsspaltung besiegelt.

1438 - 1439

König Albrecht I. von Habsburg

Albrecht, der Schwiegersohn Sigismunds, war bereits Herzog von Österreich und Markgraf von Mähren, als er zum König von Böhmen gewählt wurde. Er starb an der Ruhr. Elisabeth gebar danach Ladislaus Posthumus.

1437

Ungarn.

1438

Böhmen. Kasimier Jagello teilweise Gegenkönig

1438

Wahl zum römischen König, keine Kaiserkrönung wg. +

1453 - 1457

Ladislaus Posthumus von Habsburg

 

 

Sohn Königs Albrecht II. Die böhmischen Stände erzwangen von Friedrich III. seine Herausgabe, Podiebrad regiert (in seinem Namen...) weiter in Prag.

1440/1445

In der Nacht der Geburt Ladislaus’ ließ seine Mutter die hl. Stefanskrone aus der Burg Visegrad an der Donau durch eine Hofdame entwenden, die das mit einem entwendeten Schlüssel bewerkstelligte (!!!). Die Hofdame brachte die Krone auf einem Donauschiff von Visegrad nach Komorn, wo der Neugeborene sofort gekrönt wurde. Am nächsten Tage reisten alle weiter nach Wien an den Hof des Onkels, Kaiser Friedrich III.

 

+ Giftmord? Läukemie?

1458 - 1471

Georg von Kunstadt und Podiebrad
 

1452

Georg von Podiebrad war Führer der Utarquisten im Hussittenkrieg. 1448 nahm er Prag ein und ließ sich als Landesverweser legalisieren.

Reichsverweser für den minderjährigen Ladislaus Posthumus, trat heimlich zum Katholizismus über

1466

gebannt

1471 - 1516

Ladislaus II. Jagellonczik, Jagellone

 

Ladislaus war der Sohn von Kasimir IV. von Polen. Vater Ludwigs II., erbte Böhmen von Posthumus, da er dessen Neffe war. Mußte allerdings das Nachfolgerecht der Habsburger bei Ausbleiben des männlichen Erben anerkennen.

1516 - 1526

Ludwig II., Jagellone

 

König Ludwig II., der Sohn Jagellonczyks ertrank auf der Flucht nach der Schlacht von Mohács.

1526 - 1564

Ferdinand I. von Habsburg

 

Kaiser Ferdinand I. - Bruder und Nachfolger Karls V. Gattin: Anna, Tochter von Jagiellonczyk, Kg. von Böhmen und Ungarn. Ab nun ununterbrochene Herrschaft der Habsburger in Böhmen bis heute.

1564 - 1576

Maximilian II. von Habsburg
 

 

     

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