Die Krone des Heiligen
Wenzel nach dem Ende der Przemysliden |
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| 1306 - 1307 |
Rudolf von Habsburg
∞ ... ∞ Elisabeth
Richsa |
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Der Sohn des Deutschen Königs
Albrecht I. rückte mit seinem
Vater Albrecht nach der Ermodung Wenzel III. in Böhmen ein
und wurde als König anerkannt. Durch die Heirat mit Richsa, der
Schwiegermutter Wenzels II., erwarb er auch den polnischen Königstitel.
Kurz darauf starb er. |
| 1311
- 1346 |
Johann von Luxemburg
der Blinde ∞ Elisabeth
von Böhmen
2. Beatrix von Bourbon |
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Die Stände wandten sich nun an
den neuen Deutschen König Heinrich
IX. aus dem Hause Luxemburg. Sie erreichten eine Eheschließung
von Elisabeth, der Tochter Wenzels
II. mit Johann von Luxemburg, dem Sohn Heinrichs. Johann wurde
zum böhmischen König gewählt und bestätigt.
Er konnte für Böhmen die Oberlausitz, das Egerland und
ganz Schlesien gewinnen. Johann führte auch den Titel des Königs
von Polen, auf den er im Jahre 1335 gegen die Bestätigung des
Erwerbes von Schlesien verzichtete.
Der inzwischen erblindete König ließ sich nicht vom Kämpfen
abhalten und fand in der Schlacht bei Crecy (hl. Johanna) den
Tod. |
| 1346 - 1378 |
Karl
von Luxemburg ∞ Blanca von Valois
2. Anna von der Pfalz (Wittelsbach)
3. Anna von Schweidnitz
4. Elisabeth von Pommern |
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Karl, der Sohn Johanns, erreichte im
Jahre 1344 die für immer Bestand behaltende Abtrennung des
Prager Stuhls von der Mainzer Kirchenprovinz und die Erhebung Prags
zum Erzbistum mit Olmütz und dem neugegründeten Bistum
Leitomischl als Suffragane. Er erbaute die Burg Karlstein bei Prag,
wo die Kronjuwelen aufbewahrt wurden. 1348 gründete er die
Universität von Prag.
Die Stellung Böhmens im Reiche klärte er durch Verfassungspräzisierung
und Kodifizierung von Gewohnheitsrecht. Der König von Böhmen
ist demnach Reichserzschenk und Kurfürst, seine Territorien
unterliegen nicht dem Heimfallrecht! Die böhmischen Gerichte
sind unabhängig, an Reichsgerichte kann nicht appelliert erden.
Mähren, Schlesien, das Stift Olmütz und Troppau, sind
Lehen der böhmischen Krone ohne Lehnsbindung ans Reich. Die
Corona Bohemiae wird als staatsrechtliches Prinzip betrachtet,
der (im Idealfall) jeder Untertan persönlich verpflichtet sein
soll. Hier erkennen wir die Tendenz zu einer inakzeptablen Auflösung
der persönlichen Treueverhältnisse. Für die Zukunft
von erheblicher Bedeutung ist die Festlegung, daß ein ständisches
Königswahlrecht nur bei dem vollständigem Aussterben einer
Dynastie besteht.
Der ungeheure kulturelle und materielle Aufstieg führte seiner
Regierung führte zu religiösen Gegenbewegungen, die Karl
seinerseits ebenso förderte, wie das traditionelle Kloster-
und Ordneswesen. |
| 1378
- 1419 |
König Wenzel
(IV.) von Luxemburg ∞ Johanna
von Niederbayern
2. Sophie von Bayern |
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Wenzel war einer der unfähigsten
Herrscher und steht so in krassem Gegensatz zu seinem Vater. Wo
immer man hinschaut hat er in eklatantem Maße versagt. Einen
Konflikt mit dem Erzbischof löste er, indem er den Generalvikar
Johannes von Nepomuk foltern und ertränken ließ. Dies
war eines der schwersten Verbechen, die je ein christlicher Herrscher
begangen hat. Doch damit nicht genurg, Wenzel förderte in erschütterndem
Ausmaß den die Massen fanatisierenden ethnischen Haß
gegen Juden und Deutsche. Im Kuttenberger Dekret diskriminierte
er die deutsche Hochschulnation, so daß diese nach Leipzig
fliehen mußte, wo sie die noch heute bestehende Universität
gründeten.
Wenzel gelang es als Deutscher König abgesetzt zu werden, was
nicht einfach ist, denn es kam in 1.000 Jahren nur einmal vor. Auch
als böhmischer König wurde Wenzel vom böhmischen
Adel abgesetzt. Wenzel starb nach dem 1. Prager Fenstersturz,
einer veritablen antikathoischen Revolution, an einem Schlaganfall. |
1420
- 1436 |
Sigismund von Luxemburg |
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Sigismund
war deutscher König, König von Ungarn, König
von Böhmen, Markgraf
von Brandenburg und Kaiser. In Böhmen hatte er mit den
ultranationalistish-demokratischen Hussiten der verschiedensten
Schattierungen bis hin zum fanatischen Bolschewismus zu kämpfen.
Erst 1434 wurden die Fanatiker besiegt, allerdings im Wesentlichen
von den gemäßigten Hussiten. Im Ergebnis wurden weite
Teile des Kirchengutes säkularisirt, die Geistlichkeit aus
dem Landtag verbannt und eine bis zum heutigen Tage andauernde Konfessionsspaltung
besiegelt. |
| 1438 - 1439 |
König
Albrecht I. von Habsburg |
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Albrecht, der Schwiegersohn
Sigismunds, war bereits Herzog von Österreich und Markgraf
von Mähren, als er zum König von Böhmen gewählt
wurde. Er starb an der Ruhr. Elisabeth gebar danach Ladislaus Posthumus. |
| 1437 |
Ungarn. |
| 1438 |
Böhmen. Kasimier
Jagello teilweise Gegenkönig |
| 1438 |
Wahl zum römischen
König, keine Kaiserkrönung wg. + |
| 1453
- 1457 |
Ladislaus Posthumus von
Habsburg |
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Sohn Königs Albrecht
II. Die böhmischen Stände erzwangen von Friedrich III.
seine Herausgabe, Podiebrad regiert (in seinem Namen...) weiter
in Prag. |
| 1440/1445 |
In der Nacht der Geburt
Ladislaus’ ließ seine Mutter die hl. Stefanskrone aus
der Burg Visegrad an der Donau durch eine Hofdame entwenden, die
das mit einem entwendeten Schlüssel bewerkstelligte (!!!).
Die Hofdame brachte die Krone auf einem Donauschiff von Visegrad
nach Komorn, wo der Neugeborene sofort gekrönt wurde. Am nächsten
Tage reisten alle weiter nach Wien an den Hof des Onkels, Kaiser
Friedrich III. |
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+ Giftmord? Läukemie? |
| 1458 - 1471 |
Georg von Kunstadt und
Podiebrad |
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1452 |
Georg von Podiebrad war
Führer der Utarquisten im Hussittenkrieg. 1448 nahm er Prag
ein und ließ sich als Landesverweser legalisieren.
Reichsverweser für den minderjährigen Ladislaus Posthumus,
trat heimlich zum Katholizismus über |
| 1466 |
gebannt |
| 1471
- 1516 |
Ladislaus II. Jagellonczik,
Jagellone |
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Ladislaus war der Sohn von Kasimir
IV. von Polen. Vater Ludwigs II., erbte Böhmen von Posthumus,
da er dessen Neffe war. Mußte allerdings das Nachfolgerecht
der Habsburger bei Ausbleiben des männlichen Erben anerkennen. |
| 1516 - 1526 |
Ludwig II., Jagellone |
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König Ludwig II., der Sohn Jagellonczyks
ertrank auf der Flucht nach der Schlacht von Mohács. |
| 1526 - 1564 |
Ferdinand I. von Habsburg |
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Kaiser Ferdinand I. - Bruder und Nachfolger
Karls V. Gattin: Anna, Tochter von Jagiellonczyk, Kg. von Böhmen
und Ungarn. Ab nun ununterbrochene Herrschaft der Habsburger in
Böhmen bis heute. |
| 1564 - 1576 |
Maximilian
II. von Habsburg |
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