Die Krone des Heiligen
Wenzel im Hause der Przemysliden |
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| 1198
- 1230 |
König Otokar I. ∞
Adele von Meißen,
∞ Konstanze von Ungarn |
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Otokar zunächst Parteigänger
der Welfen, wechselte jedoch viele Male die Fronten im staufisch-welfischen
Streit. Dadurch gelingt ihm die Rangerhöhung: Im Jahre 1198
erhebt ihn König Philipp
(II.) zum König von Böhmen. Im Jahre 1203 wird Otokar
in Merseburg gekrönt. In der Goldenen Sizilianischen
Bulle wurde die selbständige Stellung Böhmens im
Reich, die Einheit von Böhmen und Mähren als Länder
der Wenzelskrone, sowie die freie Königswahl der böhmischen
Stände definiert. Die Bistümer Prag und Olmütz seien
vom böhmischen König frei zu besetzen. |
| 1205 - 1253 |
Wenzel I. ∞
Kunigunde von Schwaben |
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Wenzel beteiligte sich an der Exekution
der Reichsacht gegen den letzten babenbergischen Herzog Österreichs
und gewinnt so die Anwartschaft auf dieses Land. Im Jahre 1254 wird
es den Przemysliden zugesprochen. |
| 1253
- 1278 |
König Otokar II. ∞
Margarete von Babenberg
∞ (wohl illegal) Kunigunde
von Halitsch
∞ Zavisz von Falkenstein |
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Otokar war
auch Herzog von Österreich und Markgraf von Mähren. Er
beteiligte sich am Kreuzzug gegen die heidnischen Pruzzen und gründete
bei dieser Gelegenheit die Hauptstadt Preußens, Königsberg.
Kirchenpolitisch versuchte er, das gesamte Gebiet zwischen Österreich
und der Ostsee in einem Erzbistum zu vereinen. Dies mißlang,
jedoch gewann er zu seinem Herrschaftsgebiet Österreich noch
Kärnten, Krain und das Egerland hinzu. Auch reichspolitisch
ist seine Bedeutung nicht zu überschätzen. Er war mit
Abstand der mächtigste Reichsfürst. Deshalb wollte er
die Königswahl von 1273
nicht anerkennen. Die Reichsacht wurde über ihn verhängt
und Albrecht von Habsburg zog alle Territorien südlich von
Böhmen ein. Otokar wollte diese Entscheidung nicht anerkennen
und es kam im Jahre 1278 zur Schlacht bei Dürnkrut auf dem
Marchfeld, die Otokar nebst seinem Leben verlor. |
| 1283
- 1305 |
König Wenzel II. ∞
Guta von Habsburg
2. Richsa von Polen |
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Durch den Schlachtentod seines Vaters
Otokar wurde Wenzel zum Waisen. Der askanische Brandenburger Markgraf
Otto mit dem Pfeil verschleppte ihn im Zuge der Reichsexekution
gegen Böhmen nach Brandenburg und kerkert ihn auf der Festung
Spandau ein - in späteren Jahrhunderten Preußens Gefängnis
und Schatzkammer.
Zurückgekehrt wendete er sein Interese den Nordgrenzen Böhmens
und Mährens zu und eroberte Teile Schlesiens und Kleinpolen
mit seiner Hauptstadt Krakau. In Gnesen wurde er zum König
von Polen gekrönt und heiratete sicherheitshalber auch die
polnische Prinzessin Elisabeth Richsa
von Polen-Kalisch in zweiter Ehe. Richsa wurde später Gemahlin
des böhmischen Königs Rudolf von Habsburg.
Seinem Sohn Wenzel konnte er die Stephanskrone verschaffen (Ladislaus
V.). Dieser konnte sich jedoch gegen die vom (französischen)
Papst favorisierten Anjou nicht durchsetzen.
Kinder: Wenzel, Elisabeth |
| 1305 |
König Wenzel III.
∞ Viola von Teschen |
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Bevor sich Wenzel etablieren konnte,
wurde er in Ollmütz ermordet. Damit war die Herrschaft der
Przemysliden zu Ende. Die Dynastie hatte höchst erfolgreich
geherrscht, einen erheblichen Aufstieg Böhmens bewirkt und
den Ruhm des Imperiums gemehrt. |
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