Schicksalsjahr 1932
Diese Übersicht habe ich im Jahre 2007 begonnen, um der Gehirnwäsche
bezüglich der Machtergreifung der Nationalsozialisten entgegenzuwirken.
In unglaublich frecher Weise wird seit 1933 ununterbrochen gelogen,
und das obwohl so gut wie alle Fakten bekannt sind und ein großer
Teil der damaligen Protagonisten über die Vorgänge Zeugnis
abgelegt hat. 2007 schrieb ich:
Ein Lehrstück, wie Demokraten Volk und Staat ruinieren und
in den Abgrund stürzen. Schuld sind natürlich immer
DIE ANDEREN ... !!! Leider ließ man nach
1945 „die Versager von Weimar“ (Schacht), wieder ran,
obwohl sie Abermillionen Menschen in namenloses Unglück gestürzt
und Europa wahrscheinlich für immer ruiniert haben.
An dieser Analyse hat sich nichts geändert, notwendig scheint
es mir allerdings, noch einige Fakten nachzuliefern. Deshalb werde
ich versuchen mit Gottes Hilfe diese Übersicht noch zu erweitern
um zweierlei klarzumachen:
1. Die Demokraten sind schuld an der Machtergreifung und den Vorgängen,
die zu dem schlimmsten Ereignis der Geschichte, dem zweiten Weltkrieg
führten.
2. Die Nationalsozialisten sind selbst Demokraten und die Demokraten
sind das, was sie hysterisch zu bekämpfen vorgeben.
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Frühjahr |
Brüning strebt die Aufrichtung
einer konstitutionellen Monarchie in Deutschland an. Hindenburg
sträubt sich (!) mit den Scheinargumenten 1.) nur der Kaiser
Wilhelm hätte ein Anrecht auf den Thron, 2.) nur die alte Verfassungsordnung
(aus seiner Jugendzeit …) dürfe wieder errichtet werden.
Im Hintergrund dürfte auch die Tatsache stehen, daß er
nur ungern auf sein Amt als Reichspräsident verzichtet hätte. |
1. April |
Wohl eines der scheußlichsten
Phänomene der Demokratie ist das absurde Schauspiel, das geschundene
Volk aus widerwärtigen Parteikreaturen sein „Oberhaupt“
auswählen zu lassen. 1932 wurde in zwei „Wahlgängen“
wiederum der inzwischen senile WK 1-Versager Hindenburg „gewählt“
- mit katastrophalen Folgen, wie sich allzu schnell erweisen sollte.
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24. April |
Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus:
NSDAP von 9 auf 162 Sitze. [Beim preußischen Dreiklassenwahlrecht
hätte es das definitiv nicht gegeben!!!].
Der Landtag hatte vor dem Ende der letzten Legislaturperiode auf
Antrag des Abgeordneten Nuschke beschlossen, daß ein Ministerpräsident
mit absoluter Mehrheit zu wählen sei. So blieb Braun im Amt,
obwohl er nach „demokratischen“ Regeln hätte weg
müssen. Geholfen hat's eh nix … Vielen Dank, unfähige
Demokraten!
Der SPD-Ministerpräsident Braun damals: „Ich habe keine
Lust, mich in dieser Kaschemme (d. i. der Preußische
Landtag) von einem unfähigen Parlament beschimpfen zu lassen.“ |
30. Mai |
Rücktritt Brünings und Ernennung
von Papens zum Reichskanzler. Dieser tritt aus dem Zentrum aus,
was zu begrüßen ist. Doch hat er nichts besseres zu tun,
als das SA-Verbot aufzuheben und scheußliche Wahlen „auszuschreiben“. |
3. Juni |
Seine Regierungserklärung:
„In einer der schwersten Stunden der vaterländischen
Geschichte übernimmt die neue Regierung ihr Amt. Das deutsche
Volk steht in einer seelischen und materiellen Krise ohne Vorgang
[??]. Die Opfer, die von ihm verlangt werden, wenn der dornige Weg
zur inneren und äußeren Freiheit mit Aussicht auf Erfolg
gegangen werden soll, sind ungeheuerlich. Sie können nur ertragen
werden, wenn es gelingt, die seelischen Voraussetzungen durch eine
Zusammenfassung aller aufbauwilligen Kräfte zu finden. Reichskanzler
Brüning hat als erster den Mut gehabt, eine klare Bilanz der
Lage zu fordern, in die uns in erster Linie der Versailler Vertrag
und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise wie auch die Mißwirtschaft
der Parlamentsdemokratie gebracht haben.
Die Bilanz, die die heutige Regierung vorfindet, soll das deutsche
Volk kennen: Die finanziellen Grundlagen des Reiches, Preußens
und der Mehrzahl aller anderen Länder und Gemeinden sind erschüttert.
Keine der notwendigen grundlegenden Reformen, die Voraussetzung
jeder Gesundung - Verwaltungsreform, Finanzreform, Anpassung unseres
staatlichen Lebens an die Armut der Nation -ist über schwache
Ansätze hinausgekommen. Die Sozialversicherungen stehen vor
dem Bankrott. Die ständig gewachsene Arbeitslosigkeit zehrt
trotz allen Arbeitswillens der besten Kräfte am Marke des Volkes.
Der hieraus zwangsläufig folgenden moralischen Zermürbung
des deutschen Volkes, verschärft durch den unseligen gemeinschaftsfeindlichen
Klassenkampf und vergrößert durch den Kulturbolschewismus,
der wie ein fressendes Gift die besten sittlichen Grundlagen der
Nation zu vernichten droht, muß in letzter Stunde Einhalt
geboten werden. Zu tief ist schon in alle kulturellen Gebiete des
öffentlichen Lebens die Zersetzung atheistisch-marxistischen
Denkens eingedrungen, weil die christlichen Kräfte des Staates
zu leicht zu Kompromissen bereit waren. Die Reinheit des öffentlichen
Lebens kann nicht auf dem Wege der Kompromisse um der Parität
willen bewahrt und wiederhergestellt werden. Es muß eine klare
Entscheidung darüber fallen, welche Kräfte gewillt sind,
das neue Deutschland auf der Grundlage der unveränderlichen
Grundsätze der christlichen Weltanschauung aufbauen zu helfen.
Die Regierung, die in dieser Stunde, erfüllt von ihrer schweren
Verantwortung vor Gott und der Nation, die Leitung der Geschicke
des Landes übernimmt, ist tief durchdrungen von dem Bewußtsein
der Pflichten, die auf ihr liegen. Sie wird nicht zögern, den
Kampf um die Lebensgrundlagen des Volkes, insbesondere der werktätigen
Bevölkerung in Stadt und Land, unverzüglich aufzunehmen.“ |
15. Juli |
Die demokratischen Weltbeglücker
verbieten im „Lausanner Protokoll“ eine simple Zollunion
zwischen dem Deutschen Reich und Österreich. [1938 haben sie
dann Hitler ALLES konzediert!!!] Was davon zu halten ist, wollen
wir hier offen lassen. Eins aber ist sicher - diese Entscheidung
dürfte NS und Kommunisten in beiden Ländern summarum
bestimmt 10% „Wähler“ - stimmen gebracht haben. |
| 20. Juli |
Die Reichsregierung löst die preußische
Regierung und ihre Institutionen mittels § 48 RV auf, bzw.
unterstellt diese dem Reich. Diesen Schritt darf man wohl als vernünftig
bezeichnen, am besten hätte man die anderen Pseudo-Länder
auch gleich aufgelöst - wie es Hitler ja dann zwei Jahre später
tat, ohne auf den geringsten Widerstand zu treffen. |
| 31. Juli |
Leider geht die grausame Wählerei
auf Reichsebene weiter. |
| 12. September |
Endlich eine gute Nachricht: Der gerade
gewählte Reichstag wird gleich wieder aufgelöst, leider
werden gleich wieder neue Wahlen ausgeschrieben. Da fragt sich doch
der normale Mensch was besser ist: Gar kein Reichstag oder einer
voller Nazis, Kommunisten und unfähiger Demokraten ... |
| 6. November |
Und mal wieder Reichstagswahlen. In
typisch demokratischer Weise tritt ein rein destruktives Parlament
zusammen. |
1. Dezember |
Papen und Schleicher werden zu Hindenburg
gerufen. Papen versuchte jetzt, die Krise offensiv zu lösen.
Um die Fortführung des wirtschaftlichen Sanierungsprogramms
zu sichern, schlug er vor, den Reichstag während
einer kurzen Periode auszuschalten, die kommunistische und
die nationalsozialistische Partei aufzulösen und die Verfassungsreform
einem Volksentscheid oder, nach Erklärung des Staatsnotstandes,
einer neu zu berufenden Nationalversammlung zur Billigung vorzulegen. |
3. Dezember |
Ernennung Schleichers zum Reichskanzler.
Sein Spitzname: „Schleicher de Rivera“, da er beabsichtigte
die destruktiven Kräfte der NSDAP und der Kommunisten mittels
einer Militärdiktatur zu zerschlagen.
Leider verweigerten die immer ganz lieben Demokraten ihre Unterstützung,
- ihnen war eine parlamentarische Regierung Hitler lieber als ein
Deutschland ohne Hitler. Sie (besonders Liberale, Sozis und Gewerkschaften)
sind somit neben Hindenburg am NS-Staat schuld, - heute geben sie
mit Vorliebe in perverser und heimtückischer Weise anderen
die Schuld an dem Desaster. |
Januar 1933 |
Hindenburg berief die Führer sämtlicher
Mittelparteien einschließlich der Sozialdemokratie zu sich,
um sie über eine Lösung zu befragen. Keiner der Befragten
wußte einen Ausweg. Auch der sozialdemokratische
Vorsitzende Wels erklärte dem Reichspräsidenten, daß
man Hitler die Kanzlerschaft übertragen müsse in der Hoffnung,
daß er bald abwirtschaften würde. Diese Tatsache
hat der Staatssekretär Hindenburgs, Otto Meißner, in
den verschiedenen Prozeßverfahren, die dem Zusammenbruch 1945
folgten, eidlich bestätigt.
Nun blieb nur, Hitler mit der Regierungsbildung zu beauftragen.
Man hat Hindenburg und Papen, welcher hier Vermittlungsdienste leisteten,
während der vergangenen sechzig Jahre immer wieder wegen der
Berufung Hitlers zum Reichskanzler für schuldig erklärt.
Die Ankläger und Kritiker leugnen damit aber die Situation,
die ich soeben schilderte. Was - bitte - blieb Hindenburg im Rahmen
der Weimarer Verfassung und unter demokratischen Regeln denn anderes
übrig, nachdem die Parteien keine Vorschläge machen konnten
und jede konstruktive Lösung verweigerten! |
Bibliographie
Bergsträsser, Ludwig: Geschichte der
politischen Parteien in Deutschland. München 1960
Braun, Magnus Freiherr von: Weg durch vier
Zeitepochen. Limburg an der Lahn 1965
Kranz, Herbert: Das Ende des Reiches. Franck'sche
VA, Stuttgart 1961 Kranz war ein
Erfolgsautor der 1950/60er Jahre. Sein Buch gibt bei gewissen Mängeln
einen interessanten und gut geschriebenen Einblick in die Materie.
Magenheimer, Heinz: Kriegsziele und Strategien
der großen Mächte 1939-1945. Osning Verlag Bielefeld
Martini, Winfried: Das Ende aller Sicherheit.
Stuttgart 1954
Martini, Winfried: Freiheit auf Abruf. Köln/Berlin
1960
Papen, Franz von: Rede vor dem Club zu Bremen.
Bremen 1933
Papen, Franz von: Der Wahrheit eine Gasse.
München 1952
Papen, Franz von: Vom Scheitern einer Demokratie
Plehwe, Friedrich Karl von: Reichskanzler
Kurt von Schleicher. Bechtle Verlag, München 1983
Post, Walter: Die Ursachen des Zweiten Weltkriegs
- Ein Grundriß der internationalen Diplomatie von Versailles
bis Pearl Harbor. Tübingen 2003
Rabenau, Friedrich von: Seeckt, Leipzig
1940
Richthofen, Bolko von: Als Zeuge in Nürnberg.
Kiel 1987
Röhl, Klaus Rainer: Nähe zum Gegner.
Frankfurt/Main 1994
Schacht, Horace Greely Hjalmar: 76 Jahre
meines Lebens. Kindler und Schiermeyer Verlag, Bad Wörishofen
1953
Scheil, Stefan: Fünf plus Zwei - Die
europäischen Nationalstaaten, die Weltmächte und die vereinte
Entfesselung des Zweiten Weltkriegs.
Schultze-Rhonhof, Gerd: 1939 - Der Krieg
der viele Väter hatte, München 2003
Schwerin von Krosigk, Johann Ludwig: Es geschah
in Deutschland. Rainer Wunderlich Verlag
Studnitz, Hans Georg von: Menschen aus meiner
Welt. Berlin 1985
Studnitz, Hans Georg von: Seitensprünge.
Stuttgart 1975.
Treviranus, Gottfried: Das Ende von Weimar.
Heinrich Brüning und seine Zeit. Econ Verlag, Düsseldorf
1986
Treviranus, Gottfried: Für Deutschland
im Exil. Econ Verlag, Düsseldorf 1973
Tschirschky, Fritz Günther von: Erinnerungen
eines Hochverräters. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1972
Winkler, Heinrich A.: Die deutsche Staatskrise
1930 - 1933. München 1992 Winkler
ist bei allem Kenntisreichtum des „Universitätsprofessors“
ein Beispiel für vollständige demokratische Gehirnerwerweichung. |
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