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Zitate zu Monarchie und Demokratie

Monarchie

 

Le Roi gouverné par lui-même. Louis XVI.

Was die Staatsform anbelangt, so ist es die Monarchie, zu der man zurückstreben muß. Die Erbmonarchie ist … die natürliche Verfassung, die von der Natur geforderte. Es gibt keine Nation, die ohne traditionelle Treue und ohne Unterordnung von allen unter das nationale Interesse errichtet ist. Keine nationale Einheit ohne einen König, der sie repräsentiert. Charles Maurras

Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit. Anatol France

Der König war Vater seines Volkes, denn jeder Vater war König in seiner Familie. Abel Bonnard

Die Monarchie ist der Proteus unter den Staatsformen. Heinrich von Treitschke

Wenn der Zügel zerbrochen ist, mit dem die Menschen auf den Pfaden der Wahrheit gehalten werden, dann stürzt ihre ohnehin zum Bösen geneigte Natur rasend schnell in den Abgrund. Papst Gregor XVI. 1832 in seiner Enzyklika Mirari vos.

Ich bin ganz sicher, daß sich die meisten Bewohner der ehemaligen Donaumonarchie bald wieder nach den alten Zuständen sehnten, doch sie wurden nicht gefragt. Die Sauberkeit der Verwaltung, die Unbestechlichkeit der Beamten, die Rechtssicherheit und die Toleranz gegenüber Andersnationalen und Andersgläubigen wurde in den Nachfolgestaaten nicht mehr erreicht. Der österreichische Humor reichte bis in die Amtsstuben. Charmant war ein Lieblingswort und jeder war bemüht, so genannt zu werden. Raumfahrtpionier Hermann Oberth

Eine Gruppe von Taliban hat in der zentralafghanischen Provinz Urusgan ein Blutbad unter potentiellen Wählern angerichtet. Die Angreifer stoppten einen Kleinbus und ermordeten, nachdem sie bei ihnen Karten zur Registrierung für die Wahl im September entdeckten, kaltblütig 16 Insassen. RBB 27. 6.2004

Den Wählern fehlt das Bewußtsein der Verantwortlichkeit. Schließlich sind sie es, die eine unfähige Regierung ins Amt gebracht haben. Carlo Sforza (1872-1952) italienischer Politiker.

Die mit der Organisierung der illegalen Wahlen im Irak beschäftigte Kommission wurde in ihren KFZ abgefangen. Die Mitglieder wurden aus den Autos gezerrt und ermordet. 19.12.2004: Wahlkommission getötet

Die Idee des nationalen Einheitsstaats im 19. Jahrhundert kam mehr von der Hölle als vom Himmel. Karl Barth in Können die Deutschen wieder gesund werden?

Je mehr latente Fürsten unter einem Volke leben, desto sicherer ist ihm die Monarchie: wir begreifen und lieben nur das. was wir selbst sind oder sein können. Unten Volk, dann eine lange Weile gar nichts, und oben ein Dalai Lama in Uniform, so verstehen wir die Monarchie nicht. Paul Anton de Lagarde: Deutsche Schriften

All diese Geopferten und Stürmenden stritten, starben und litten für dieses einzige Wort, das uns so teuer ist, das nicht übersetzbar und nicht deutbar ist, das kein Mensch auf Erden begreift, der nicht Deutscher ist - dieses heilige Wort: Das Reich! Felix Lützkendorf

1914 hat der Saustall dann angefangen. Karl Valentin

Im finsteren Mittelalter bezahlten wir den Zehnten. Heute lässt man ihn uns.

Was ist „Rechts“? Persönlichkeit, Vertikalität, Transzendenz, Freiheit, Subsidiarität, Föderalismus und Vielfalt.
Was ist „Links“? Kollektivismus, Horizontalismus, Materialismus, Gleichheit-Nämlichkeit, Zentralismus und Einfalt.

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben". Montagu Norman, Gouverneur der Bank Of England von 1920-1944, bei einer Ansprache vor der Bankiervereinigung der Vereinigten Staaten von Amerika in New York 1924

Bei der Bestattung des Erzhogs Otto von Habsburg am 15. 7.2011: Er empfinde die Teilnahme an der Totenwache als eine große Ehre, wie es "für jeden Österreicher eine Ehre sein sollte, von Otto von Habsburg Abschied" zu nehmen, sagte ein Mann mittleren Alters, der uniformiert an der Ehrenwache teilnahm. Er wünsche sich die Monarchie zurück, so der Wiener. "Die Österreicher haben die Mehrparteien- Diktatur satt."

Demokratie

 

Demokratie ist Scheiße. Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D.

Die Maßgeblichkeit der Quantität als letztes Kriterium bedeutet eine Despotie der nur Mündigen über die Reifen. Theodor von Hippel d.Ä.

In dubio pro Regno: Neid ist der innere Kitt der Demokratie, und Haß der Äußere.

Demokratie ist ein Regierungssystem in dem die Stimmen gezählt und nicht gewogen werden. Aristoteles

Neid ist der treibende Motor der Demokratie [Sehr virtuos gefahren im Falle Zumwinckel]. The Conquest of Happiness (London 1931, S. 84, 91) Bertrand Russell

Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 10-minütiges Gespräch mit einem x-beliebigen Wähler. Winston Churchill

Die „Grundrechte“ der Verfassung sind Grundrechte auf Anarchie. Walter Leisner, Ordinarius für Staatsrecht an der Universität Erlangen

Es gibt drei Stufen oder drei Grade der Anarchie. Ihr erster Grad ist es, wenn in einem Lande kein wirklich fähiger, guter König ist. Der zweite Grad ist es, wenn ein Volk in einem Lande offen oder stillschweigend an die königliche Gewalt nicht glaubt. Der dritte und schlimmste Grad ist erreicht, wenn das Volk in einem Lande nicht nur an die königliche Herrschaft nicht glaubt, sondern nicht einmal an Königlichkeit - in der Tat, wenn es unfähig wird, Königlichkeit oder menschlichen Wert im Manne überhaupt zu erkennen. Ku-Hung-Ming, 1921

Max Planck war Mitglied der DVP, der Partei Stresemanns, die liberale innenpolitische Ziele verfolgte. Das allgemeine Wahlrecht lehnte er ab und führte später die Nazi-Diktatur auf das „Emporkommen der Herrschaft der Masse“ zurück.

Vollendete Demokratie ist der Untergang alles Guten. ... Ich zitt're vor ihrer Ausbildung, nicht um Hab und Gutes willen, sondern weil sie uns in die Barbarei zurückwirft. Es ist der Fluch der Demokratie, das sie ihre Verwüstungen in alle Gebiete des Lebens hineinträgt, Kirche, Haus und Familie am schwersten ergreift. ...

Weil ich die Freiheit liebe, hasse ich die Demokratie. Johann Jacob Bachofen: Autobiographische Aufzeichnungen. In: Basler Jahrbuch 1917, S. 328-29

Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt. (Democracy is, when two wolfs and a sheep decide whats up for dinner.) Thomas Jefferson

Demokratie ist Mißbrauch der Statistik. Jorge Luis Borges

Die Demokratie beruht auf drei wesentlichen Säulen: der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beide nicht zu gebrauchen. Mark Twain

Hohe Hoffnungen wurden einmal in die Demokratie gesetzt, doch Demokratie bedeutet einfach das Drangsalieren des Volkes durch das Volk und für das Volk. Oskar Wilde

„Demokratie das Volk spaltet das Volk“, wußte der in politischer Haft von den Bütteln eines „demokratischen“ Staates ermordete C. Z. Codreanu, sie korrumpiert und schwächt es, und genau dadurch werden Staat und Volk zur Beute ihrer Unterdrücker, seien das nun die eigenen Landsleute oder ausländische Mächte. Meist sind es ja beide Gruppen, die auf oft undurchsichtige Weise, den covered actions, und mit erklecklichen Summen an Bestechungsgeldern für Politiker, Journalisten und andere „Meinungsführer“ unauflösliche und durch keine Wahlen beeinflußbare Seilschaften bilden. ... Wäre es anders, hätte man die Wahlen längst abgeschafft, bemerkte einst zynisch, doch kenntnisreich Bertold Brecht. Codreanu

Als intelligenter und kultivierter Mensch hat man gar keine andere Wahl, als die Demokratie aus tiefster Seele zu verachten. In ihrem ganzen Wesen ist sie auf Dumme ausgerichtet, was ja gar nicht anders sein kann, wenn nun einmal jeder eine Stimme hat, denn man kann von den Massen ja nun wirklich NICHT erwarten, daß sie so klug sein mögen wie man selbst.
Die Demokratie erzeugt fast nur Politiker, die aus persönlicher Eitelkeit und Geltungsdrang von den dummen Volksmassen gewählt werden wollen und deshalb immer genau das tun, was ihnen als zweckmäßig erscheint, dieses Ziel zu erreichen. Politiker in der Demokratie werden genau die, die man im Gymnasium schon nicht mögen konnte, weil sie Hans Dampf in allen Gassen sein wollten - und dies auch waren.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein demokratischer Staat, insbesondere in der Ära des omnipräsenten Fernsehens, lange lebensfähig sein kann. Martin R. Harrell, deutscher Schriftsteller

Der Nachteil der Demokratie ist, daß man von Idioten und Pack gewählt werden muß, wenn man etwas verändern will. Wolf Biermann. In: ND 26. 3.2007

Demokratie ist den meisten von uns das höchste Gut, - wo sie doch nur der vergiftete Apfel ist, der Schneewittchen fast das Leben gekostet hat. Horst Mahler

Von einer Demokratie kann nur gesprochen werden, wenn sie auch in Frage gestellt werden darf. Wo dies nicht der Fall ist, herrscht lediglich die Diktatur eines Dogmas von einer bestimmten Form der Demokratie als der allein ethisch zulässigen Staatsform. Wilhelm Schwöbel

Oliver Stone führte bezüglich seines Filmes „Alexander“ folgendes aus: „Alexander glaubte an das Konzept der Stärke, der konzentrierten Macht. Darin sehe ich eine echte Alternative zur Demokratie, dieser Sch..., wo alle reden und nichts passiert.“ ARD 5.12.2004, 23.20 h

Es ist auffällig, daß Betrüger häufig Politiker werden. Oder umgekehrt, dass sich unter Politikern eine auffällige Zahl von Plagiatoren befindet. Dieter Lenzen, WELT online, 13 7.2011

Das Einzige was an der demokratischen Presse kritisch ist, ist deren Geisteszustand!

Volkssouveränität

 

Wahre Herrschaft kann nicht von einem Stand oder einer Klasse hergeleitet werden. In diese Klassenherrschaft aber ist noch immer das Prinzip der Volkssouveränität gemündet. Deshalb kann eine antidemokratische Revolution nur dann zu Ende gedacht werden, wenn sie mit dem Grundsatz der Volkssouveränität bricht und wieder zu dem der natürlichen und göttlichen Herrschaft zurückkehrt. Damit darf nicht etwa die Entrechtung des Volkes verwechselt werden. Aus der Demokratie kann eine anonyme Tyrannis werden, während aus echter verantwortlicher Herrschaft niemals die Vernichtung der Volksfreiheit hergeleitet werden kann. Edgar Julius Jung

Parlamentarismus

 

Der moderne Parlamentarismus ist mir so widerwärtig, daß ich niemals meine Hand zu diesem Plan leihen werde.
Graf Raczynski auf die Anfrage, auf seinem Grundstück in Berlin einen „Reichstag“ bauen zu lassen.

Der Bürgerkrieg ist die Fortsetzung des Parlamentarismus mit anderen Mitteln.

Bei großen Körperschaften ist das Irren viel wahrscheinlicher als bei Individuen. Die Leidenschaften werden durch Sympathien entflammt, die Furcht vor Strafe und das Schamgefühl werden durch Teilung gemindert. Täglich sehen wir Menschen für ihre Partei Dinge tun, die sie für sich selbst nie im Leben täten. Macaulay

„Wenn ihr Sohn bei der Kripo ist, warum schicken Sie ihn dann nicht mal ins Parlament, zum Aufräumen?“ Dieter Hallervorden, SFB „B 1“ am 1. Januar 2003

Zitat Norbert Geiss: „Auf Wählerbetrug sollte eine Haftstrafe von fünf Jahren ausgesetzt werden.“ Antwort RTL: „Soll denn das ganze Parlament hinter Gitter? Dann wäre es doch besser den Bundestag in JVA umzubenennen!“ RTL-Sendung „7 Tage, 7 Köpfe“ 29.11.2002, 22.15h

Liberalismus

 

Der Liberalismus ist Sünde, man möge ihn betrachten in der Ordnung der Lehren oder der Handlungen. In der Ordnung der Lehren ist er schwere Sünde gegen den Glauben, weil seine Lehrsätze häretisch, wenn er auch vielleicht in der einen oder anderen seiner Behauptungen und Verneinungen nicht Häresie ist. In der Ordnung der Handlungen ist er Sünde gegen die verschiedenen Gebote Gottes und seiner Kirche, weil er offene Übertretung derselben ist. Noch deutlicher: In Beziehung der Lehren ist der Liberalismus eine allgemeine und radikale Irrlehre, weil er alle andern in sich schließt; in Beziehung der Handlungen ist er eine radikale und allgemeine Übertretung der Gebote, weil er zu allen Übertretungen derselben berechtigt und sie gutheißt. Felix Sardà y Salvany.

Kirche und Staat

 

Imperator intra Ecclesiam, non supra Ecclesia est! (Der Kaiser steht in der Kirche, nicht über der Kirche!) Ambrosius in seiner Predigt gegen Auxentius.

Wenn Königtum und Kirche untereinander in Eintracht sind, dann wird die Welt gut regiert, und die Kirche blüht und bringt Früchte. Wenn sie aber in Zwiespalt geraten, dann haben nicht nur die kleinen Dinge kein Wachstum, sondern auch das Große geht jammervoll unter. Ivo von Chartres: Sendschreiben 238 an Papst Paschalis II. Siehe auch: Enzyklika Immortale Dei von Papst Leo XIII. vom 1.11.1885.

Es ist vollkommen unchristlich, die Kirche nur als ein Staatsinstitut zu fassen. Aber ebenso unchristlich ist die entgegengesetzte Ansicht, nach welcher der Staat von der Kirche als eins ihrer Institute regiert werden soll, wogegen unsere evangelische Kirche von jeher protestiert hat. Schleiermacher

Es soll sich freilich im Staate alles auf die christliche Gesinnung beziehen, aber das regierende Prinzip in ihm kann kein anderes sein als der von Christo ausgehende und allgemein in ihr verbreitete heilige Geist. Der Christ im Staate kann also kein regierendes Prinzip wünschen, als jenes; der Bürger in der Kirche kein anderes als dieses. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Christliche Sitte

Die sittliche Verbindlichkeit der Loyalität und des Gesetzesgehorsams gegen den Staat kann nicht anders begründet werden als durch die Anerkenntnis, daß die Staatsgewalt von Gott eingesetzt ist.

Meinungsumfragen

 

7. 3. 2002: In einer Umfrage des MDR-Magazins „Artour“ sprechen sich 80% der sächsischen Zuschauer für die Rückkehr zur Monarchie unter dem Hause Wettin aus. Ein sächsischer Erzgebirgsschütze: „Wir wär’n alle sofort wieder dabei!“

Am Tage der Vermählung des spanischen Kronprinzen in Madrid (Mai 2004) veranstaltete die deutsche Sendeanstalt „PRO 7“ eine Telefonumfrage (TED) mit folgender Frage: „Märchenhochzeit in Spanien: Bedauern Sie, daß wir in Deutschland keine Monarchie haben?“ Ergebnis: 64,5 % der Zuschauer bedauerten, daß es in Deutschland keine Monarchie in Deutschland.

27.05.04: Bayrischer Rundfunk, Telefon-Umfrage in der Sendung „Quer“: „König oder Köhler, was ist ihnen lieber?“ Ergebnis 65,5 % pro Monarchie.

Peter von Andlau

Weil die Tugend der Liebe zu Recht allen übrigen Tugenden voransteht, kann man sagen, daß wer für den Staat eifert, für die Sache Gottes eifert.

Der lobenswerte Fürst muß nach der Art der Sterne tätig sein, die ruhelos ihre Kreise ziehen.

Das Ziel, das der Fürst in erster Linie für sich und seine Untertanen anstreben muß, ist die ewige Glückseligkeit, die das vollkommenste Gut ist.

Nur wegen der Verderbnis der Natur wurde Königsherrschaft notwendig; sobald man nämlich die Schuld wegnimmt, sind wir auf Grund unseres Menschseins alle gleich. Aber weil verdorbene Menschen schwer zu bessern sind und die Zahl der Toren nach dem Wort des Ecclesiastes unendlich ist, wird auch die Menge, die nicht von einem einzigen regiert wird, oft unter Meinungsverschiedenheiten leiden und friedlos hin und her schwanken. Deshalb war es angemessen, für die weltliche Herrschaft einen Bestimmten zu wählen, durch den die wilde Menge mit der Rute der Disziplin und der Strenge der Gerechtigkeit gelenkt würde.

Thomas von Aquin

Der König muß für das gute Leben der Menge sorgen gemäß dem, was nötig ist, um sie die himmlische Seligkeit erlangen zu lassen, das heißt, es muß in seiner Ordnung, die eine zeitliche ist, vorschreiben, was dorthin führt und im Maß des Möglichen untersagen, was dagegensteht.

Armin Wilhelm Arndt

 

Ein neuer Tag bricht schon herauf,
bald nimmt das Land ganz ander'n Lauf.
Erst leidvoll dunkle Wolken zieh'n,
dann Sonnenlicht, wie's noch nie schien!
Das Christentum wird neu erblüh'n,
am deutschen Thron wächst neues Grün!
Arbeitet gut, mit neuem Mut,
altes wird neu und auch noch gut!

Baader, Roland

Dadurch, dass ein Volk darüber mitentscheiden darf, wem wieviel gegeben und wem wieviel genommen werden soll, wird ein Volk nicht reich, sondern arm.

Georges Bernanos
 

Nicht die Diktatoren schaffen die Diktaturen, sondern die Herden.

Abel Bonnard

* 19. Dezember 1883 in Poitiers; † 31. Mai 1968 in Spanien) war ein französischer Dichter und Romanschriftsteller. Seine frühe Erziehung begann in Marseille mit Sekundärstudien am Lycée Louis-Le-Grand in Paris. Als Literaturstudent war er ein Absolvent der École du Louvre und ein Mitglied der École française de Rome. Bonnard war Anhänger von Charles Maurras. Er war französischer Minister für Nationalerziehung in Vichy. In Abwesenheit wurde er wegen seiner Tätigkeiten in Kriegszeiten zum Tode verurteilt. 1960 kehrte er nach Frankreich zurück, um dort seinem Wiederaufnahmeverfahren beizuwohnen. Er wurde zu einer lediglich symbolischen Strafe von 10 Jahren Verbannung ab 1945 verurteilt. Er war mit diesem Spruch unzufrieden und kehrte nach Spanien zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte.

Der König war Vater seines Volkes, denn jeder Vater war König in seiner Familie.

William Buckley

Ich würde lieber von den ersten 400 Namen im Bostoner Telefonbuch regiert werden, als von den 400 Professoren der Harvard-Universität.

Jacob Burckhardt

Die Demokratie hat für das Seltene keinen Sinn. Wo sie es nicht leugnen und entfernen kann, haßt sie es. Selbst eine Ausgeburt mediokrer Köpfe und ihres Neides, kann sie auch als Werkzeug nur mediokre Menschen gebrauchen.

Seitdem die Politik auf innere Gärungen der Völker gegründet ist, hat alle Sicherheit ein Ende. [1878]

Karl Jakob Burckhardt

 

Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlicher Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang.

Matthias Claudius

Auch die neugemachte Entdeckung der Menschenrechte selbst hat viel Unbegreifliches, und darin man sich nicht finden kann. Gewesen sind, natürlich, diese Rechte seit Anfang der Welt; denn die ersten Menschen müssen sie doch wohl so gut gehabt haben, als die letzten. Also gewesen sind die Rechte seit Erschaffung der Welt. Und sie hätten sich so lange verborgen gehalten! Wären jetzt allererst an den Tag gekommen! Und keiner von so vielen großen, weisen und weltberühmten Männern wäre darauf geraten! - Kein Ägypter! - Kein Grieche! - Nicht Sokrates! - Nicht Plato! - Nicht Konfuzius! - Nicht Newton! - Nicht Leibniz! - Keiner! -

Dante Alighieri

Daher, wenn heut die Welt entgleist, so liegt
in euch der Grund, in euch ist er zu suchen.
So kannst du einsehn, daß nur schlechte Führung
der Grund ist, der die Welt verkommen läßt.

Dante, Göttliche Komödie, Fegefeuer, 16.Gesang

Markus Engelsberger

 

Die Demokratie ist die kollektive Bewirtschaftung des Neides und der Angst unter Aushebelung der ökonomischen Gesetze mittels gestohlenem Geld.

Theodor Fontane

Freiheit freilich, aber zum Schlimmen,
führt der Masse sich selbst bestimmen.

Majoritäten sind das Dümmste, was es gibt.

Egon Friedell

Für den Alltagsmenschen ist das Leben ein wissenschaftliches Problem, für das Talent ein künstlerisches und für das Genie ein religiöses.

Demokratie ist das Reich des Antichrist. Jede Regung von Noblesse, Frömmigkeit, Bildung, Vernunft wird von einer Rotte verkommener Hausknechte auf die gehässigste und ordinärste Weise verfolgt.

Franz II. von Österreich 1830

Wenn ich die Freiheit der Presse zugestünde, die in Frankreich herrscht, wäre in sechs Monaten der ruhige Geist hier verkehrt. Man verlangt von mir neue Konstitutionen, ich schlage sie immer ab. Jedes Land der Monarchie hat die seine, angepaßt an seinen Charakter, und alles geht vorwärts. So lange ich lebe, werden die Dinge bleiben, wie sie sind. Für dieses Land habe ich keine Sorge, ich stelle jeden an seinen Platz und erlaube nicht, daß er ihn verläßt.

Johann Wolfgang von Goethe

O, sprich mir nicht von jener bunten Menge, bei deren Anblick uns der Geist entflieht! Vorspiel auf dem Theater

Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im Mindesten zu wissen, was sie will. Maximen und Reflexionen.

Gesetzgeber oder Revolutionärs, die Gleichsein und Freiheit zugleich versprechen, sind Phantasten oder Charlatans. Maximen und Reflexionen.

Doch was war dem Abgrund kühn entstiegen,
kann durch ein ehernes Geschick,
den halben Erdkreis übersiegen,
zum Abgrund muß es doch zurück.
Epimenides Erwachen

Franz von Grillparzer

Der König ist dahin. Ich geb’ ihn auf.
Allein das Königtum will ich der Welt erhalten, der’s vonnöten.

Das Höchste, wie beschränkt auch, ist der Mensch.
Im König selbst der Mensch zuletzt das Beste.

Karl Ludwig von Haller

Siehe auch hier

Eduard von Hartmann

Das 19. Jahrhundert hat uns gelehrt, daß die Monarchen sich die äußerste Mühe geben, den Frieden zu erhalten und den unvernünftigen Kriegsdrang der Völker zu zügeln. Die Republiken von Süd- und Mittelamerika bieten das Schauspiel beständiger Kriege und Bürgerkriege; die französische Republik betrachtet den Krieg gegen Deutschland, sobald er ohne Selbstmord möglich ist, als das unverrückte Ziel ihres Daseins. Die Republik Washingtons [d. i. die usa] hat soeben einen Eroberungskrieg gegen Spanien vom Zaune gebrochen, um diesem ein Gebiet von 420.000 Quadratmeilen mit über zehn Millionen Einwohnern (Kuba) zu entreißen, also einen weit größeren Raubzug als jemals die erobernde römische Republik auf einmal gemacht hat oder als in irgendeinem europäischem Kriege dem Sieger als Beute zugefallen ist. Zur Zeitgeschichte. 1899

Daß die Freiheit des Volkes in der parlamentarischen Regierungsform gewährleistet sei, glaubt man schon lange nicht mehr … Alle Welt ist parlamentsüberdrüssig, aber niemand weiß etwas Besseres vorzuschlagen, und das Bewußtsein, diese mißachtete Einrichtung als notwendiges Übel ins neue Jahrhundert mit hinüberschleppen zu müssen, lastet drückend auf den Gemütern der Besten. Zur Zeitgeschichte. 1899

Friedrich August von Hayek

* 8. Mai 1899 in Wien; † 23. März 1992 in Freiburg im Breisgau, österreichischer Ökonom und Sozialphilosoph. Neben Ludwig von Mises war er einer der bedeutendsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, zählt zu den wichtigsten Denkern des Liberalismus im 20. Jahrhundert. 1974 wurde er aufgrund seiner bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.

Die heute praktizierte Form der Demokratie ist zunehmend ein Synonym für den Prozeß des Stimmenkaufs und für das Schmieren und Belohnen von unlauteren Sonderinteressen, ein Auktionssystem, in dem alle paar Jahre die Macht der Gesetzgebung denen anvertraut wird, die ihren Gefolgsleuten die größten Sondervorteile versprechen, ein durch das Erpressungs- und Korruptionssystem der Politik hervorgebrachtes System mit einer einzigen allmächtigen Versammlung, mit dem Wortfetisch Demokratie belegt. Recht, Gesetzgebung und Freiheit", Bd. 1, München 1980

Robert Hepp

Robert Hepp, geboren 1938 in Langenenslingen warnte vor denselben Phänomenen, die auch Sarrazin später beschrieb. Dafür wurde er verfemt, indiziert und mit Berufsverbot belegt.

 

Kein Despot konnte sich je soviel herausnehmen wie diejenigen, die Volkssouveränität für sich in Anspruch nehmen.

Demokratie - das ist die Staatsform der Niederlage.

Hans-Hermann Hoppe

Demokratie hat eben nichts mit Freiheit zu tun. Demokratie ist eine von Demagogen angereizte und unsicher gesteuerte Herrschaft des Mobs. Insbesondere die deutsche Demokratie trägt Züge eines weichen, durch weitgehende und als solche oft kaum mehr wahrgenommene Selbstzensur gekennzeichneten Totalitarismus.

Selbst wenn der Zufall seiner Geburt oder seiner Erziehung es nicht ausschließen, daß ein Fürst schlecht oder gefährlich sein kann, so schließen der Zufall seiner Geburt und seiner Erziehung es doch auch nicht aus, daß er statt dessen ein harmloser Dilettant oder sogar ein guter und moralischer Mensch sein kann. Die Auswahl der Regierungsoberhäupter durch allgemeine Wahlen macht es im Gegensatz dazu praktisch unmöglich, daß gute oder harmlose Menschen jemals an die Spitze aufsteigen können. Premierminister und Präsidenten werden für ihre bewiesene Effizienz als moralisch ungehemmte Demagogen ausgewählt. Somit sorgt die Demokratie effektiv dafür, daß nur schlechte und gefährliche Menschen jemals an die Spitze der Regierung aufsteigen; mehr noch, als Resultat freien politischen Wettbewerbs und freier Wahl werden diejenigen Personen, die es an die Spitze schaffen, sogar zunehmend schlechte und gefährliche Individuen sein.

Das Phänomen steigender Kriminalitätsraten kann nicht anders erklärt werden als durch den Prozeß der Demokratisierung, durch einen steigenden Grad gesellschaftlicher Zeitpräferenz, einen wachsenden Verlust individueller intellektueller und moralischer Verantwortung und einen gesunkenen Respekt vor dem Recht, gefördert durch eine unablässige Gesetzgebungsflut. Jeweils aus: Demokratie, der Gott der keiner ist (Zur Buchbesprechung)

Toleranz ist keine hohe Tugend, sondern oft nur Ausdruck abgrundtiefer, sogar verabscheuenswerter Dummheit.

Max Horkheimer

Das Mehrheitsprinzip ist in der Form allgemeiner Urteile über alles and jedes, wie sie durch alle Arten von Abstimmungen und modernen Techniken der Kommunikation wirksam werden, zur souveränen Macht geworden, der das Denken sich beugen muß. Es ist ein neuer Gott, nicht in dem Sinne, in dem die Herolde der großen Revolutionen es begriffen, nämlich als eine Widerstandskraft gegen die bestehende Ungerechtigkeit, sondern als eine Kraft, allem zu widerstehen, das nicht konform geht. Zur Kritik der instrumentellen Vernunft S. 38.

Je mehr Freiheit, desto weniger Gleichheit, je mehr Gleichheit, desto weniger Freiheit.

Ernst Jünger

Demokratie als Pforte zur Gewalt. Zunächst sind alle gleich ... dann wird verziffert, es kommt zur Abstimmung. Die schwarze Majorität ist enorm. Nun sind die Schwarzen schwärzer und die Weißen weißer als je zuvor. Der weiße Mann als Sklave seiner Ideen hat sich die Schlinge um den Hals gelegt. Es gibt intelligentere Arten des Selbstmords. Siebzig verweht II

„Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“ - das war noch 1848 richtig, gilt aber heute selbst in Preußen nicht mehr. In unserer Elementarlandschaft muß man sich eher an den Satz halten, daß ein Steppenbrand nur durch ein Gegenfeuer bekämpft werden kann. Die Demokratien reguliern sich im Weltmaßstab. Aus diesem Grunde gibt es nur noch den populären Krieg. Pariser Tagebücher, Kaukasische Aufzeichnungen

Arthur Koestler

 

Alles Unheil auf der Welt stammt von Menschen, die glauben, sie müßten etwas Gutes tun.

Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn

Demokratien bereiten sich nicht nur auf Kriege schlecht vor, sie haben auch ein einzigartiges Talent, es zu keinem wahren Frieden zu bringen. Gleichheit oder Freiheit, S. 9

Nur große Völker können tief fallen. Frankreich, die älteste Tochter der Kirche, die Deutschen, Volk des Heiligen Römischen Reiches, die Russen, Kinder der heiligen Mutter Rußland, und die Spanier, Untertanen der katholischen Könige, sind zeitweise satanischen Mächten verfallen. Bei Holländern und Dänen wäre ähnliches nicht zu erwarten gewesen. Um die kümmert sich der Böse auch viel weniger. Die rechtgestellten Weichen, S. 31

Niemand in der Geschichte hat je einen böseren Einfluß auf das Weltgeschehen ausgeübt als Karl Marx, der vor über hundert Jahren gestorben ist. Nicht einmal Rousseau kann in dieser Beziehung mit dem kommunistischen Sozialdemokraten oder sozialdemokratischen Kommunisten aus dem kurerzbischöflichen Trier wetteifern. Die rechtgestellten Weichen

Zwar gibt es eine sentimentale Hinneigung zur Monarchie, doch ist die wissenschaftliche Rationalität des monarchischen Prinzips ihrem demo-republikanischen Gegenstück weit überlegen. EKL

Joseph de Maistre

Millionen von Menschen können nur durch Religion oder Sklaverei regiert werden.

Die monarchische Regierung ist jene, die am besten ohne die Geschicklichkeit des Herrschers auskommt. Darin liegt vielleicht ihr wesentlichster Vorzug.

Nous ne voulons pas la contre-révolution, mais le contraire de la révolution.

Thomas Mann

Die demokratische Addition des Menschlichen ist nicht die Addition des Guten, sondern des Schlechten im Menschen. Betrachtungen eines Unpolitischen.

Eine Welt, die noch Selbsterhaltungsinstinkt besitzt, muß mit aller aufbietbaren Energie und standrechtlichen Kürze gegen diesen Menschenschlag [Typus des demokratischen Revolutionärs von 1918/19 ] vorgehen. (Tagebuch vom 1.Mai 1919. Erschienen Frankfurt am Main 1979, , S.218f.)

Jonathan Meese

Jonathan Meese, geboren am 23. Januar 1970 in Tokio als Sohn deutsch-walisischer Eltern, wuchs in Japan auf und ist seit 1998 als Aktionskünstler bekannt. Er lebt und arbeitet in Ahrensburg und Berlin. In den Jahren 1993 bis 1998 studierte er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seine Arbeit beinhaltet u. a. den Versuch, deutsche Mythologie auf neue Wege zu führen.

Die Demokratie ist die letzte, große Weltreligion, eine Ultrasekte und die größte Gehirnwaschanlage aller Zeiten! In: Diktatur der Kunst. Das radikalste Buch (Band 1). König, Köln 2011; S. 21

Nach dem 2. Weltkrieg fiel den Menschen aus Mangel einer Alternative leider nichts besseres ein, als das Rein-Raus-Demokratiespiel wieder zuzulassen, das zuvor so kinderleicht von einem einzigen Menschen-Logo-Grafik-Charismatiker am Nasenring durch die Weltgeschichte geführt wurde. Nun wollte jeder sein eigner ICH-Gott und Führer sein. Schließlich folgte die bis heute andauernde BLEIERNSTE ZEIT des optimierten Mittelmaß-Sichtums: Demokratie. In: Diktatur der Kunst. Das radikalste Buch (Band 1). König, Köln 2011; S. 61

Hermann Melville

Demokratie - Erzhure einer Frevelzeit,
entspruß sie nied'rer Hörigkeit,
Wenn man sie nicht im Zaume hält,
verwüstet sie die Pracht der Welt.

Henry Louis Mencken

Die Demokratie ist auf einer so kindischen Sammlung an Trugschlüssen aufgebaut, daß sie von einem starren System von Bannsprüchen verteidigt werden muß, damit sie nicht schon ein Schwachsinniger zu Fetzen disputieren kann.

Wie kann jemand ein Demokrat sein, der wirklich ein Demokrat ist?

Die Plutokratie neigt in einem demokratischen Staat dazu, den Platz des fehlenden Adels einzunehmen, ja sogar damit verwechselt zu werden.

Würde ein Demokrate erfahren, daß seine Wähler Kannibalen sind, würde er ihnen Missionare zum Abenbrot versprechen.

Demokratische Kriege: Kriege werden nicht mehr von dem Willen überragender Männer erwogen, die fähig sind, leidenschaftslos und klug die zurückliegenden Ursachen und die nachflutenden Folgen ... zu beurteilen. Sie werden heute damit begonnen, daß man einen Pöbelhaufen in Panik versetzt; sie enden, wenn seine grimmigste Wut verraucht ist.

Alle Kriege der Christenheit sind jetzt widerlich und herabwürdigend; ihre Leitung ist aus den Händen des Adels und Rittertums in die Hände von Pöbelaufwieglern, Geldmaklern und Scheußlichkeitserfindern übergegangen. Um sich dem Kriege in so großherziger Weise zu weihen, wie es Prinz Eugen, Marlborough und der Alte Dessauer zu tun wußten, ist man zur Zeit genötigt unter die Barbaren zu gehen.

Man kann die Demokratie nicht unparteiisch beobachten, ohne den Eindruck zu gewinnen, daß sie tiefes Mißtrauen gegen sich selbst empfindet, die offenbar unausrottbare Neigung, beim ersten Anzeichen von Anspannung ihre ganze Philosophie im Stich zu lassen.

Ludwig von Mises

Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.

Bemerkenserter Weise ist die gebildete Schicht einfältiger als die ungebildete. Die begeistersten Anhänger des Marxismus, des Nationalsozialismus und des Faschismus waren die Intellektuellen, nicht die Grobiane. Ludwig von MIses, Im Namen des Staates - oder die Gefahren des Kollektivismus, Stuttgart 1978

Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz

Ich habe allzeit dafür gehalten und bin noch nicht davon zu bringen, daß das Deutsche Reich wohlgeordnet und es in unsrer Macht ist, glücklich zu sein. Die Majestät unsres Kaisers und der deutschen Nation Hoheit wird von allen Völkern anerkannt; bei Konzilien, bei Versammlungen wird ihm und seinen Botschaftern der Vorzug nicht bestritten. Er ist das weltliche Haupt der Christenheit und der allgemeinen Kirche Vorsteher. So groß nun des Kaisers Majestät, so gelind und süß ist seine Regierung. Die Sanftmut ist dem Hause Österreich angeerbt und Leopold hat auch die Ungläubigsten und Argwöhnischsten anzuerkennen gewzungen, daß er’s mit dem Vaterland wohlgemeint. Kann sich ein Reichsstand beschweren, daß man seine Klage nicht höre? Leibniz 1683, hier zitiert nach Trost: Was blieb vom ... Reich.

Friedrich Nietzsche

Demokratie ist die Verfallsform des Staates.

Die Völker haben keine Könige mehr weil sie ihrer nicht mehr würdig sind.

Die demokratische Idee läuft auf die Erzeugung eines zur Sklaverei im feinsten Sinne vorbereiteten Typus hinaus. Jede Demokratie ist zugleich eine unfreiwillige Veranstaltung zur Züchtung von Tyrannen. Jenseits von Gut und Böse (Bd. 8, S. 270)

Mit diesen Predigern der Gleichheit will ich nicht vermischt und verwechselt sein. Denn so redet mir die Gerechtigkeit: »die Menschen sind nicht gleich«. Also sprach Zarathustra.

Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte. Ich beschreibe, was kommt, was nicht mehr anders kommen kann: die Heraufkunft des Nihilismus. Diese Geschichte kann jetzt schon erzählt werden: denn die Notwendigkeit selbst ist hier am Werke. Diese Zukunft redet schon in hundert Zeichen, dieses Schicksal kündigt überall sich an; für diese Musik der Zukunft sind alle Ohren bereits gespitzt.

Unsere ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wächst, wie auf eine Katastrophe los: unruhig, gewaltsam, überstürzt: wie ein Strom, der ans Ende will, der sich nicht mehr besinnt, der Furcht davor hat, sich zu besinnen. 1844

Irgendwo gibt es noch Völker und Herden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da gibt es Staaten.
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: »Ich, der Staat, bin das Volk.«

Lüge ist's! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.

Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für viele und heißen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.

Wo es noch Volk gibt, da versteht es den Staat nicht und haßt ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.

Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.

Aber der Staat lügt in allen Zungen der Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er's.

Falsch ist alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide. Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes! Viel zu viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden! Staat nenne ich's, wo alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord aller – »das Leben« heißt. Also sprach Zarathustra.

Platon

Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Menge getötet.

Jean Raspail

Das Prinzip der Monarchie beruht nicht darauf , ob man an sie glaubt oder nicht an sie glaubt, ob die Ungläubigen heute Legion sind, während es sie früher nicht gab. Man kann das nicht abwiegen. Gott ist Gott und der König der König.

Das Gottesgnadentum ist ein andauernder Strom, der sich der Verfügungsgewalt der Menschen entzieht. Es wird ewiglich weitergegeben an die, welche Gott auserwählt hat. Dieser Strom kann nicht unterbrochen werden, er ist nie unterbrochen worden, und er wird nie unterbrochen werden. Man kann die Könige köpfen, man kann sie verjagen, sie vergessen, das Gottesgnadentum fließt immer, wie eine ungenutzte Gnade, deren Wirkungen sich anhäufen.
Wenn er sich dem Treiben dieser Welt anpaßte, dann würde er am Ende sich selbst und alles, was er darstellte, zerstören. Entgegen allem äußeren Anschein bot dieses Zeitalter keine Hoffnung. Von ihm konnte man nichts erwarten. Nur den Galuben bewahren und weitergeben.

Der wahre König weiß, daß er der König der Wälder und Felder, der Hirschkühe und der Forellen ist. Der wahre König ist überall zu Hause. Das ist keine Frage des Eigentums: der König besitzt sein Land nicht wie Mobilien und Immobilien; er ist in sich selbst das Land, in umfassender Verkörperung. Die Monarchie beruht nicht auf dem Haben, sondern auf dem Sein.

Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.)

Das Gefühl, daß die Demokratie noch nicht die rechte Form der Freiheit sei, ist ziemlich allgemein und breitet sich immer mehr aus. ... Wie frei sind Wahlen? Wie weit ist der Wille durch Werbung, also durch Kapital, durch einige Herrscher über die öffentliche Meinung manipuliert? Gibt es nicht die Oligarchie derer, die bestimmen, was modern und fortschrittlich ist, was ein aufgeklärter Mensch zu denken hat?

Die Grausamkeit dieser Oligarchie, ihre Möglichkeit öffentlicher Hinrichtungen, ist hinlänglich bekannt. Wer sich ihr in den Weg stellen möchte, ist Feind der Freiheit, weil er ja die freie Meinungsäußerung behindert. Und wie ist es mit der Willensbildung in den Gremien demokratische Repräsentation? Wer möchte noch glauben, daß das Wohl der Allgemeinheit dabei das eigentlich bestimmende Moment ist? Wer könnte an der Macht von Interessen zweifeln, deren schmutzige Hände immer häufiger sichtbar werden?

Und überhaupt: Ist das System von Mehrheit und Minderheit wirklich ein System der Freiheit? Und werden nicht Interessensverbände jeder Art zusehends stärker als die eigentliche politische Vertretung, das Parlament? In diesem Gewirr von Mächten steigt das Problem der Unregierbarkeit immer drohender auf: Der gegenseitige Durchsetzungswille blockiert die Freiheit des Ganzen. 1998 zum Thema »Freiheit und Wahrheit« im Sammelband »1848 - Erbe und Auftrag« (Aula-Verlag, Graz)

Gonzague de Reynold

Jede Demokratie ist eine Sandwüste; man müßte darauf bauen, um dies zu begreifen.

Die Demokratie hat als Gesetz die Zahl, die Ziffer. Jede Regierung, die durch das Gesetz der Zahl bestimmt wird, ist ein tellurisches [d. h. rein diesseitiges], seiner eigenen Schicksalhaftigkeit unterworfenes Phänomen.

Wilhelm Röpke

Wie man auch sonst zu dieser Reformation stehen mag, so ist doch nicht zu leugnen, daß sie Deutschland auch in seinem Verhältnis zur humanistischen Kultur des Abendlandes um Jahrhunderte zurückgeworfen hat. Die lutherische Reformation trägt die Hauptverantwortung dafür, daß der Deutsche zu jener Trennung von Politik und Privatsphäre erzogen worden ist, die wir als eine der bedenklichsten Seiten der deutschen Kollektivmoral kennen.

So bedeutet diese Lehre für den Deutschen die Schule der Widerstandslosigkeit gegen die Staatsgewalt, der politischen Uninteressiertheit, der raschen Abfindung mit der jeweiligen politischen Lage und der Unterwerfung unter die Obrigkeit in allen Fragen des öffentlichen Lebens. So sind die „Tüchtigkeit“ und die politische Indifferenz der Deutschen zwei Seiten ein und desselben Vorganges. Dank dem Luthertum ist die deutsche virtù nach innen geschlagen.

Der Preußische Staat war eine Maschine, von der man nicht einmal sagen konnte, daß sie, wenn sie zu niemandes anderen, so doch zum Vergnügen des Fürsten geschaffen war; sie schien vielmehr Selbstzweck zu sein, und gerade das war das Unmenschliche und Unheimliche. Hier war eine bloße Tüchtigkeit, die aufgehört hatte, lediglich ein Mittel zu irgendeinem vernünftigen Zwecke zu sein, die aber dafür ... vollkommenen Gehorsam forderte . ...

Daher die preußische Manie für Organisation; daher die vielgerühmte Gründlichkeit, die die allgemeindeutsche noch übertrifft, das Mißtrauen gegenüber allem Improvisierten, die als Pflicht und daher noch als lugend empfundene Härte, die kahle Nüchternheit, die zur Schau getragene Überlegenheit gegen über allen „schlapperen“ Völkern, die Humorlosigkeit und die besessene ... Vorstellung, daß die Pflicht die Unterdrückung menschlicher Empfindungen fordert und daß alles, was man tut, eine höhere Würde erlangt, wenn man es um seiner selbst willen tut.

Als Muster mechanistischer Organisation hat dieser Staat daher auch immer die Sympathie der Rationalisten, Szientisten, Kollektivisten und Organisationsfanatiker aller Länder gefunden, von den französischen Enzyklopädisten, die die besten Propagandisten Friedrichs II. gewesen waren bis zum Engländer Carr und zu anderen Kollektivisten unserer Tage.

Die Größe Bismarcks, wie wir sie heute deutlich erkennen, bestand im Grunde nur darin, daß er als einziger eine hoffnungslos verfahrene Situation zu meistern wußte, nachdem er sie selbst verschuldet hat, in der inneren wie in der auswärtigen Politik.

Zu den verhängnisvollen Kennzeichen des Bismarckdeutschen gehört die Vorstellung, wonach sich die Entwicklung der Staaten wie ein dem Fahrplan gehorchender Eisenbahnzug nach einem zugleich zwangsläufigen wie von allen Erleuchteten zu preisenden Gesetz von kleinen zu immer größeren und immer straffer zentralisierten Einheiten bewegt.

Es ist nicht ganz unbegreiflich und nicht ganz unverzeihlich, wenn man es damals schwer hatte, sich von dem Banne der Persönlichkeit Bismarcks freizuhalten. Es war das Unglück Deutschlands, daß er ein Mephistopheles von Format, Charme und echter Kraft war, der in lichten Augenblicken sogar die seltene Gabe des Maßes hatte, und noch heute haben wir Mühe, uns davon zu überzeugen, daß er trotz allem ein Mephistopheles war.

Jean-Jacques Rousseau

Was in Wirklichkeit das europäische Staatensystem zusammenhält, so gut das gehen mag, ist in der Hauptsache das Spiel der Verhandlungen, die sich nahezu allzeit im Gleichgewicht halten: Aber dieses System hat noch eine andere wirksame Stütze, nämlich das Deutsche Reich, das vom Herzen Europas aus alle anderen Mächte im Zaune hält und vielleicht der Sicherheit der anderen noch mehr dienen kann als seiner eigenen; durch seine Größe und die Zahl und Tapferkeit seiner Völker ein Achtung gebietendes Reich, dessen Verfassung allen von Nutzen ist, die, indem sie ihm die Mittel und den Willen zu Eroberungen unterbindet, es zugleich zu einer Klippe der Eroberer macht.

Ungeachtet der Fehler dieser Reichsverfassung ist es doch gewiß, dass, solange sie besteht, das Gleichgewicht Europas nicht verletzt werden kann, dass kein Herrscher zu fürchten hat, von einem anderen entthront zu werden, und dass der westfälische Friedensvertrag vielleicht für immer die Grundlage des politischen Systems unter uns bleiben wird. Das öffentliche Recht, das die Deutschen gründlich studieren, ist somit noch weit wichtiger, als sie glauben, denn es ist nicht allein das germanische öffentliche Recht, sondern in gewissem Sinn das von ganz Europa. Extrait du projet de la paix perpetuelle, 1752, zitiert bei K.O. v. Aretin: Das Alte Reich 1648-1806 Bd. I S. 14

Igor Schafarewitsch

Für den Menschen hängen alle Aspekte des Lebens, die es attraktiv machen, ihm Sinn verleihen, zu seiner Hochschätzung veranlassen, mit Äußerungen der Individualität zusammen. Deshalb würde die konsequente Verwirklichung der Prinzipien des Sozialismus, welche der menschlichen Individualität ihre Rolle entzieht, gleichzeitig auch dem Leben seinen Sinn und seine Attraktivität entziehen. Wie bei dem Beispiel der Kindererziehung würde sie zu einem Aussterben der Bevölkerungsgruppe führen, in der diese Prinzipien verwirklicht würden; und wenn sie auf der ganzen Welt triumphierten, so würde die ganze Menschheit aussterben.

Friedrich von Schiller

Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen,
der Staat muß untergehn, früh oder spät,
wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Mehrheit? Was ist Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Demetrius-Fragment

Jeder, sieht man ihn einzeln, ist lediglich klug und verständig;
sind sie in corpore: gleich wird Euch ein Dummkopf daraus.

Arthur Schopenhauer

Ursprünglich sind wohl alle Fürsten siegreiche Heerführer gewesen, und lange Zeit haben sie eigentlich in dieser Eigenschaft regiert. Nachdem sie stehende Heere hatten, betrachteten sie das Volk als das Mittel, sich und ihre Soldaten zu ernähren, folglich als eine Herde, für die man sorgt, damit sie Wolle, Milch und Fleisch geben.

Allein mit der Zeit und ihren Fortschritten hat sich aus dem Königtum etwas ganz Anderes entwickelt und ist jener Begriff in den Hintergrund getreten, an welchem man ihn nur noch bisweilen als Gespenst vorüberschweben sieht. An seine Stelle ist nämlich der des Landesvaters gekommen und der König ist der feste, unerschütterliche Pfeiler geworden, auf welchem allein die ganze gesetzliche Ordnung, und dadurch die Rechte Aller sich stützen und so bestehen.

[Dies allerdings eine der vielen Halbwahrheiten Schopenhauers, der immer kurz vor dem Ziel in die falsche Gasse abbog.]

Ortega y Gasset hat mit Recht darauf verwiesen, das das Symbol des Königtums der Thron (Richterstuhl) und die Krone (Zeichen der Heiligkeit/ Heiligenschein) war, niemals aber das Schwert. Der König herrscht im Sitzen, weil er seine Souveränität aus der Schöpfungsordnung ableitet, er fuchtelt niemals mit dem Schwert herum.]

Dies kann er aber nur leisten vermöge seines angeborenen Vorrechts, welches ihm, und nur ihm, eine Autorität gibt, der seine gleichkommt, die nicht bezweifelt und angefochten werden kann, ja, der ein Jeder wie instinktiv gehorcht. Daher heißt er mit Recht "von Gottes Gnaden" und ist allemal die nützlichste Person im Staat, deren Verdienste durch keine Zivilliste zu teuer vergolten werden können, und wäre sie noch so stark. "Parerga und Paralipomena" (Dieses Zitat muß überprüft werden)

Weiland war die Hauptstütze des Thrones der Glaube; heut zu Tage ist es der Credit. Kaum mag dem Papste selbst das Zutrauen seiner Gläubigen mehr am Herzen liegen, als das seiner Gläubiger. Beklagte man ehemals die Schuld der Welt, so sieht man jetzt mit Grausen auf die Schulden der Welt und, wie ehemals den jüngsten Tag, so prophezeit man jetzt den universellen Staatsbankrott, jedoch ebenfalls mit der zuversichtlichen Hoffnung, ihn nicht selbst zu erleben. Arthur Schopenhauer, Werke in fünf Bänden. Band V. Parerga und Paralipomena II. 1851

Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.

Joseph Schumpeter

Die Leistungsfähigkeit einer demokratischen Regierung wird infolge des ungeheuren Energieverlustes, den die führenden Männer durch den fortwährenden Kampf innerhalb und außerhalb des Parlamentes erleiden, unvermeidlicherweise verringert. Sie wird - aus dem gleichen Grund - noch dadurch verringert, daß sie gezwungen ist, die Politik den Erfordernissen der politischen Kriegführung anzupassen. Viele Fehlleistungen in der Demokratie sind durch die pure physische Erschöpfung der Beteiligten in den politischen Kämpfen zu erklären.

Der politische Konkurrenzkampf zwingt die politische Führung dazu, alles vom kurzfristigen Standpunkt aus zu betrachten, und er macht es ihr außerordentlich schwer, den langfristigen Interessen der Nation zu dienen, die beständige Arbeit für fernliegende Ziele erfordert. ... In einer Demokratie kann ein Ministerpräsident mit einem Reiter verglichen werden, der durch den Versuch, sich im Sattel zu halten, so völlig in Anspruch genommen wird, daß er keinen Plan für einen Ritt aufstellen kann, oder mit einem General, der so vollauf damit beschäftigt ist, sich zu vergewissern, dass seine Armee seinen Befehlen gehorcht, dass er die Strategie sich selbst überlassen muss. Joseph Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie

Felix Somary

In der Demokratie beruft sich der Tyrann auf die Wissenschaft und der Demagoge auf die Ethik.

Oswald Spengler

Durch das Geld vernichtet sich die Demokratie selbst, nachdem das Geld den Geist vernichtet hat. - Endlich erwacht eine tiefe Sehnsucht nach allem, was noch von alten, edlen Traditionen lebt. Man ist der Geldwirtschaft müde bis zum Ekel. Man hofft auf eine Erlösung irgendwoher, auf einen echten Ton von Ehre und Ritterlichkeit.

Als Schopenhauer (+ 1860) in seinem Testament eine Summe für die Hinterbliebenen der Soldaten bestimmt hatte, die 1848 in Berlin gefallen waren - niemand sonst hatte an diese Opfer der Revolution gedacht -, erhob sich unter Führung von Gutzkow ein Literatengeschrei über diese Schmach. Aus demselben Geist stammt das Mitleid mit dem bolschewistischen Massenmörder Trotzki, als ihm die „bürgerlichen“ Regierungen Westeuropas den staatlichen Schutz für den Besuch eines Kurortes verweigerten. Jahre der Entscheidung 1933

Was wir heute als „Ordnung“ anerkennen und in „liberalen“ Verfassungen festlegen, ist nichts als eine zur Gewohnheit gewordene Anarchie. Wir nennen das Demokratie, Parlamentarismus, Selbstregierung des Volkes, aber es ist tatsächlich das bloße Nichtvorhandensein einer ihrer Verantwortung bewußten Autorität, einer Regierung und damit eines wirklichen Staates. Jahre der Entscheidung 1933

Der Begriff der Volksvertretung spielt in der „Demokratie“ die erste Rolle. Da kommen die Leute, die sich selbst zu „Vertretern“ des Volkes ernennen und als solche empfehlen. Sie wollen gar nicht „dem Volke dienen“; sich des Volkes bedienen wollen sie, zu eigenen, mehr oder weniger schmutzigen Zwecken, unter denen die Befriedigung der Eitelkeit der harmloseste ist.

Sie bekämpfen die Mächte der Tradition, um sich an ihre Stelle zu setzen. Sie bekämpfen die Staatsordnung, weil sie ihre Art von Tätigkeit hindert. Sie bekämpfen jede Art von Autorität, weil sie niemandem verantwortlich sein wollen und selbst jeder Verantwortung aus dem Wege gehen. Keine Verfassung enthält eine Instanz, vor welcher die Parteien sich zu rechtfertigen hätten. Sie bekämpfen vor allem die langsam herangewachsene und gereifte Kulturform des Staates, weil sie sie nicht in sich haben wie die gute Gesellschaft, die socicty des 18. Jahrhunderts, und sie deshalb als Zwang empfinden, was sie für Kulturmenschen nicht ist. So entsteht die „Demokratie.“ 1933 (!)

Es ist intellektuelle Dummheit, den durch Jahrhunderte herangewachsenen und durch Tradition gefestigten Bau der Gesellschaft durch etwas anderes ersetzen zu wollen. Man ersetzt das Leben nicht durch etwas anderes. Auf das Leben folgt nur der Tod. 1933

Adalbert Stifter

Wie es mit dem Aufwärtssteigen des menschlichen Geschlechtes ist, so ist es auch mit seinem Abwärtssteigen. Untergehenden Völkern verschwindet zuerst das Maß. Sie gehen nach Einzelnem aus, sie werfen sich mit kurzem Blick auf das Beschränkte und Unbedeutende, sie setzen das Bedingte über das Allgemeine; dann suchen sie den Genuß und das Sinnliche, sie suchen Befriedigung ihres Hasses und Neides gegen den Nachbar, in ihrer Kunst wird das Einseitige geschildert, das nur von einem Standpunkte Gültige, dann das Zerfahrene, Umstimmende, Abenteuerliche, endlich das Sinnenreizende, und zuletzt die Unsitte und das Laster, in der Religion sinkt das Innere zur bloßen Gestalt oder zur üppigen Schwärmerei herab, der Unterschied zwischen Gut und Böse verliert sich, der einzelne verachtet das Ganze und geht seiner Lust und seinem Verderben nach, und so wird das Volk eine Beute seiner inneren Zerwirrung oder die eines äußeren,

Lysander Spooner (1808 – 1887)

Die Wahlbeteiligung kann nicht als Beweis der Zustimmung angesehen werden!

Im Gegenteil, es muß bedacht werden, daß ein Mensch sich, ohne daß seine Zustimmung erfragt worden wäre, sich von einer Regierung umringt findet, der er nicht widerstehen kann; einer Regierung, die ihn zwingt, unter Androhung schwerer Strafen Geld zu zahlen, Dienste zu erbringen und auf die Ausübung vieler seiner natürlichen Rechte zu verzichten.

Er sieht auch, daß andere Menschen diese Tyrannei durch den Gebrauch der Wahlurne über ihn praktizieren. Er sieht ferner, daß er, wenn er die Wahlurne selber benutzt, einige Chancen hat, sich von der Tyrannei durch andere zu befreien, indem er sie seiner eigenen unterwirft. Kurz, er findet sich ohne seine Zustimmung in einer Situation, wo er Herrscher werden kann, wenn er die Wahlurne benutzt, und wo er Sklave werden muß, wenn er sie nicht benutzt. Er hat keine andere Alternative als diese beiden. In einem Akt der Selbstverteidigung versucht er die erstere.

Sein Fall ist analog zu dem eines Menschen, der in eine Schlacht gezwungen wurde, wo er entweder andere töten muß oder selber getötet wird. Daraus, daß ein Mensch das Leben seiner Gegner nimmt, um sein eigenes Leben in der Schlacht zu retten, kann nicht geschlossen werden, daß er diese Schlacht selber gesucht hat. Infolgedessen sind gewählte Regierungsamtsträger weder unsere Diener, Agenten, Anwälte oder Repräsentanten, denn wir übernehmen für ihre Handlungen keine Verantwortung.

Wenn ein Mensch mein Diener, Agent oder Anwalt ist, bin ich im Rahmen der ihm von mir übertragenen Vollmacht notwendigerweise verantwortlich für alle seine Handlungen. Wenn ich ihm, als meinem Agenten, entweder absolute oder irgendeine Macht über Personen oder Besitztümer anderer Menschen als mir selbst übertragen habe, bin ich dadurch notwendigerweise gegenüber diesen Personen verantwortlich für jeden Schaden, den er ihnen zugefügt hat, solange er innerhalb des Rahmens der Machtbefugnis wirkt, die ich ihm gewährt habe.

Kein Individuum jedoch, das in seiner Person oder seinem Eigentum durch Handlungen des Kongresses geschädigt worden sein mag, kann sich an die individuellen Wähler wenden und sie für diese Handlungen ihrer so genannten Agenten oder Repräsentanten zur Verantwortung ziehen. Diese Tatsache beweist, daß diese anmaßenden Agenten des Volkes - von uns allen - in Wirklichkeit die Agenten von niemanden sind. Aus „No Treason“

Hans Jürgen Syberberg

Wenn zu den unantastbaren Grundwerten der Demokraten die Ergebnisse der Aufklärung gehören mit der Natur der Ausbeutung und jenem aufrechten Gang, auf den sie so stolz sind, dann muß man auch sagen, daß gerade in der Kunst, die sie hervorbrachten und die man mit ihnen in Verbindung bringt, mit dem was sie Emanzipation nennen, dieser Stolz seelisch verhunzt ist und der aufrechte Gang der Menschen verkrüppelt wie nie zuvor. Die Emsigkeit, mit der sie ihre Rechte behaupten, mag ihrer Schuld entsprechen angesichts der Zerstörung der Welt und der Kunst als selbsttäuschender Ausdruck davon.

Demokratie ist die Garantie für die beste Teilung der Beute.

Die demokratische Lebenslüge nach 1945 in allen [west]europäischen Ländern kannte als oberstes Prinzip das Schweigen, Basis der Geschäfte. Wenige waren die Chefs; alle kriegten was ab, und wer sich bekannte mehr; wer schwieg, dem war es kein Nachteil. Alle wußten wer redete, war ein toter Mann. Mitwissen war erwünscht, selbst Kriminalität geduldet, machte schuldig und bestätigte das System.

Die Wahldemokratie führt logischerweise zu Hitler, zu dem von der Mehrheit gewählten Untergang.

Die alten Gäste, die heute gern gepriesen, von Freud, dem Archäologen der Seele, bis Theodor Herzl, dessen Fahrrad noch im Heimatmuseum steht, bevor er aufbrach in sein gelobtes Land, sein Volk zu führen nach Israel, von Hofmannsthal über H. Broch bis Gustav Mahler, die alle würden, wie der Bauer sagt aus der Nachbarschaft, aus der „Thrun aussi reitn und wie der Blitz in den Schornstein einifahrn“, wenn sie sähen, was aus ihren Lehren und Ländern geworden.

Alles aus: Vom Unglück und Glück der Kunst in Deutschland nach dem letzten Kriege. München 1990

Ernst Trost

Wenn es vor tausend Jahren gelungen wäre, die Russen an das lateinische Abendland zu binden, an den Westen zu knüpfen und den Einfluß des römisch-deutschen Kaisers bis an den Dnjepr und die Wolga auszudehnen, hätte das Schicksal Europas einen anderen Lauf genommen. Das blieb vom Heiligen RömischenReich Deutscher Nation. S. 99

François Marie Arouet alias Voltaire

Ich gehorche lieber einem Löwen als zweihundert Ratten. Die erbärmlichste Sorte sind die Schelme, welche die Welt mit ihrem Tintenfaß regieren. Wenn ich vor die Wahl gestellt würde, so zöge ich die angestammte Herrschaft eines einzigen der vielköpfigen Tyrannis vor. Selbst ein Despot hat immer noch gute Augenblicke, eine Versammlung von Despoten aber hat diese Augenblicke nie.

Keine Schneeflocke in einer Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.

Stefan Zweig

Ich habe im Vorkrieg die höchste Stufe und Form individueller Freiheit und nachdem ihren tiefsten Stand seit Hunderten Jahren gekannt. ... Wir haben mehr Freiheit im staatsbürgerlichen Sinne genossen als das heutige Geschlecht, das zum Militärdienst, zum Arbeitsdienst, in vielen Ländern zu einer Massenideologie genötigt und eigentlich in allem der Willkür stupider Weltpolitik ausgeliefert ist. Wir konnten ungestörter unserer Kunst, unseren geistigen Neigungen uns hingeben, die private Existenz individueller, perönlicher ausformen.

Wir vermochten kosmopolitischer zu leben, die ganze Welt stand uns offen. Wir konnten reisen ohne Paß und Erlaubnisschein wohin es uns beliebte, niemand examinierte uns auf Gesinnung, auf Herkunft, Rasse und Religion. Wir hatten tatsächlich - ich leugen es keineswegs - unermeßlich mehr individuelle Freiheit und haben sie nicht nur geliebt, sondern auch genutzt. Die Welt von gestern. S. 10, 90

 

Zensuswahlrecht?

Wer legt das Zensuswahlrecht fest und wer setzt es durch? Dies kann nur ein zentralistischer Polizeistaat tun, alles andere ist wohl völlig undenkbar. Und wozu ein Gewaltmonopolist im Normalfalle neigt, dürfte spätestens seit H.H. Hoppes Demokratie-Buch kein Geheimnis mehr sein.

Wer verhindert dann die Verallgemeinerung des Wahlrechts? Ein Zensuswahlrecht existierte bereits in vielen Ländern Europas. Papier ist ja bekanntlich äußerst geduldig, ganz im Gegensatz zum horizontalen Druck einer Demokratie.

Auch eine Demokratie mit Zensuswahlrecht kennt nur ein allgemeines, gleichmacherisches und mechanisches Rechtssystem und vernebelt damit die wahre Bedeutung des „Rechts“. Auch eine Demokratie mit Zensuswahlrecht ist ein System, welches den Menschen bzw. den menschlichen Verstand als höchste und letzte moralische Instanz definiert.

Der „moderne“, „befreite“ Mensch kennt in seiner Eigenschaft als Anbeter der Kirche des Materialismus leider keinerlei Grenzen und somit ist es wenig verwunderlich, daß Volksverhetzer wie Hitler, Mao oder Stalin solch großen Einfluss auf die Weltgeschichte nehmen konnten.

Fazit: Auch das Zensuswahlrecht stellt, neben dem liberalen Nachtwächterstaat oder der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, einen hilflosen Versuch dar, die Irrtümer des (Alt)Liberalismus durch oberflächliche Reformen irgendwie zu kaschieren. Wenn der Mensch bzw. der menschliche Verstand zur Gottheit erhoben wird und alles seelische und metaphysische Leben ignoriert/negiert wird, dann sind die daraus resultierenden Ergebnisse eben genauso fehlerhaft wie der Mensch selbst und es kommt nichts Gutes dabei heraus. Trotz tausenden Jahren abendländischer Geschichte scheint dies vielen überhaupt nicht klar zu sein.

Staatsfeindlicher US-Terror in Afghanistan

 

Der von Kommunisten, Islamisten und Demokraten gemeinsam verjagte rechtmäßige Herrscher Afghanistans, König Zahirschah. In einem unglaublich raffinierten Manöver wurde die monarchische Potenz des edlen Königs von Afghanistan für typisch demokratische Betrügereien mißbraucht. Es versteht sich von selbst, daß der angebliche „Rücktritt“ des Königs keinerlei Rechtskraft entfalten kann.

 

Siehe auch Poem zum Thema

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