Zitate zu Monarchie und Demokratie |
Monarchie |
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Le Roi gouverné par lui-même. Louis
XVI.
Was die Staatsform anbelangt, so ist es die Monarchie, zu der man
zurückstreben muß. Die Erbmonarchie ist … die natürliche
Verfassung, die von der Natur geforderte. Es gibt keine Nation,
die ohne traditionelle Treue und ohne Unterordnung von allen unter
das nationale Interesse errichtet ist. Keine nationale Einheit ohne
einen König, der sie repräsentiert. Charles
Maurras
Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn
er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit.
Anatol France
Der König war Vater seines Volkes, denn jeder Vater war König
in seiner Familie. Abel Bonnard
Die Monarchie ist der Proteus unter den Staatsformen. Heinrich
von Treitschke
Wenn der Zügel zerbrochen ist, mit dem die Menschen auf den
Pfaden der Wahrheit gehalten werden, dann stürzt ihre ohnehin
zum Bösen geneigte Natur rasend schnell in den Abgrund. Papst
Gregor XVI. 1832 in seiner Enzyklika Mirari vos.
Ich bin ganz sicher, daß sich die meisten Bewohner der ehemaligen
Donaumonarchie bald wieder nach den alten Zuständen sehnten,
doch sie wurden nicht gefragt. Die Sauberkeit der Verwaltung, die
Unbestechlichkeit der Beamten, die Rechtssicherheit und die Toleranz
gegenüber Andersnationalen und Andersgläubigen wurde in
den Nachfolgestaaten nicht mehr erreicht. Der österreichische
Humor reichte bis in die Amtsstuben. Charmant war ein Lieblingswort
und jeder war bemüht, so genannt zu werden. Raumfahrtpionier
Hermann Oberth
Eine Gruppe von Taliban hat in der zentralafghanischen Provinz
Urusgan ein Blutbad unter potentiellen Wählern angerichtet.
Die Angreifer stoppten einen Kleinbus und ermordeten, nachdem sie
bei ihnen Karten zur Registrierung für die Wahl im September
entdeckten, kaltblütig 16 Insassen. RBB
27. 6.2004
Den Wählern fehlt das Bewußtsein der Verantwortlichkeit.
Schließlich sind sie es, die eine unfähige Regierung
ins Amt gebracht haben. Carlo Sforza (1872-1952)
italienischer Politiker.
Die mit der Organisierung der illegalen Wahlen im Irak beschäftigte
Kommission wurde in ihren KFZ abgefangen. Die Mitglieder wurden
aus den Autos gezerrt und ermordet. 19.12.2004:
Wahlkommission getötet
Die Idee des nationalen Einheitsstaats im 19. Jahrhundert kam mehr
von der Hölle als vom Himmel. Karl Barth
in Können die Deutschen wieder gesund werden?
Je mehr latente Fürsten unter einem Volke leben, desto sicherer
ist ihm die Monarchie: wir begreifen und lieben nur das. was wir
selbst sind oder sein können. Unten Volk, dann eine lange Weile
gar nichts, und oben ein Dalai Lama in Uniform, so verstehen wir
die Monarchie nicht. Paul Anton de Lagarde:
Deutsche Schriften
All diese Geopferten und Stürmenden stritten, starben und
litten für dieses einzige Wort, das uns so teuer ist, das nicht
übersetzbar und nicht deutbar ist, das kein Mensch auf Erden
begreift, der nicht Deutscher ist - dieses heilige Wort: Das Reich!
Felix Lützkendorf
1914 hat der Saustall dann angefangen. Karl
Valentin
Im finsteren Mittelalter bezahlten wir den Zehnten. Heute lässt
man ihn uns.
Was ist „Rechts“? Persönlichkeit, Vertikalität,
Transzendenz, Freiheit, Subsidiarität, Föderalismus und
Vielfalt.
Was ist „Links“? Kollektivismus, Horizontalismus, Materialismus,
Gleichheit-Nämlichkeit, Zentralismus und Einfalt.
"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem
können wir sie dazu bringen ihre Energie für Kämpfe
aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben".
Montagu Norman, Gouverneur der Bank Of
England von 1920-1944, bei einer Ansprache vor der Bankiervereinigung
der Vereinigten Staaten von Amerika in New York 1924
Bei der Bestattung des Erzhogs Otto von Habsburg am 15. 7.2011:
Er empfinde die Teilnahme an der Totenwache als eine große
Ehre, wie es "für jeden Österreicher eine Ehre sein
sollte, von Otto von Habsburg Abschied" zu nehmen, sagte ein
Mann mittleren Alters, der uniformiert an der Ehrenwache teilnahm.
Er wünsche sich die Monarchie zurück, so der Wiener. "Die
Österreicher haben die Mehrparteien- Diktatur satt." |
Demokratie |
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Demokratie ist Scheiße.
Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D.
Die Maßgeblichkeit der Quantität als letztes Kriterium
bedeutet eine Despotie der nur Mündigen über die Reifen. Theodor
von Hippel d.Ä.
In dubio pro Regno: Neid ist der innere Kitt der Demokratie, und
Haß der Äußere.
Demokratie ist ein Regierungssystem in dem die Stimmen gezählt
und nicht gewogen werden. Aristoteles
Neid ist der treibende Motor der Demokratie [Sehr virtuos gefahren
im Falle Zumwinckel]. The Conquest of Happiness
(London 1931, S. 84, 91) Bertrand Russell
Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 10-minütiges
Gespräch mit einem x-beliebigen Wähler. Winston
Churchill
Die „Grundrechte“ der Verfassung sind Grundrechte auf
Anarchie. Walter Leisner, Ordinarius für
Staatsrecht an der Universität Erlangen
Es gibt drei Stufen oder drei Grade der Anarchie. Ihr erster Grad
ist es, wenn in einem Lande kein wirklich fähiger,
guter König ist. Der zweite Grad ist es, wenn
ein Volk in einem Lande offen oder stillschweigend an die königliche
Gewalt nicht glaubt. Der dritte und schlimmste
Grad ist erreicht, wenn das Volk in einem Lande nicht nur an die
königliche Herrschaft nicht glaubt, sondern nicht einmal an
Königlichkeit - in der Tat, wenn es unfähig wird,
Königlichkeit oder menschlichen Wert im Manne überhaupt
zu erkennen. Ku-Hung-Ming, 1921
Max Planck war Mitglied der DVP, der Partei Stresemanns,
die liberale innenpolitische Ziele verfolgte. Das allgemeine Wahlrecht
lehnte er ab und führte später die Nazi-Diktatur auf das
„Emporkommen der Herrschaft der Masse“ zurück.
Vollendete Demokratie ist der Untergang
alles Guten. ... Ich zitt're vor ihrer Ausbildung, nicht um Hab
und Gutes willen, sondern weil sie uns in die Barbarei zurückwirft.
Es ist der Fluch der Demokratie, das sie ihre Verwüstungen
in alle Gebiete des Lebens hineinträgt, Kirche, Haus und Familie
am schwersten ergreift. ...
Weil ich die Freiheit liebe, hasse
ich die Demokratie. Johann
Jacob Bachofen: Autobiographische Aufzeichnungen. In: Basler
Jahrbuch 1917, S. 328-29
Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden,
was es zu Essen gibt. (Democracy is, when two wolfs and a sheep
decide whats up for dinner.) Thomas Jefferson
Demokratie ist Mißbrauch der Statistik. Jorge
Luis Borges
Die Demokratie beruht auf drei wesentlichen Säulen: der Freiheit
der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beide nicht
zu gebrauchen. Mark Twain
Hohe Hoffnungen wurden einmal in die Demokratie gesetzt, doch
Demokratie bedeutet einfach das Drangsalieren des Volkes durch das
Volk und für das Volk. Oskar Wilde
„Demokratie das Volk spaltet das Volk“, wußte
der in politischer Haft von den Bütteln eines „demokratischen“
Staates ermordete C. Z. Codreanu, sie korrumpiert und schwächt
es, und genau dadurch werden Staat und Volk zur Beute ihrer Unterdrücker,
seien das nun die eigenen Landsleute oder ausländische Mächte.
Meist sind es ja beide Gruppen, die auf oft undurchsichtige Weise,
den covered actions, und mit erklecklichen Summen an Bestechungsgeldern
für Politiker, Journalisten und andere „Meinungsführer“
unauflösliche und durch keine Wahlen beeinflußbare Seilschaften
bilden. ... Wäre es anders, hätte man die Wahlen längst
abgeschafft, bemerkte einst zynisch, doch kenntnisreich Bertold
Brecht. Codreanu
Als intelligenter und kultivierter Mensch hat man gar keine andere
Wahl, als die Demokratie aus tiefster Seele zu verachten. In ihrem
ganzen Wesen ist sie auf Dumme ausgerichtet, was ja gar nicht anders
sein kann, wenn nun einmal jeder eine Stimme hat, denn man kann
von den Massen ja nun wirklich NICHT erwarten, daß sie so
klug sein mögen wie man selbst.
Die Demokratie erzeugt fast nur Politiker, die aus persönlicher
Eitelkeit und Geltungsdrang von den dummen Volksmassen gewählt
werden wollen und deshalb immer genau das tun, was ihnen als zweckmäßig
erscheint, dieses Ziel zu erreichen. Politiker in der Demokratie
werden genau die, die man im Gymnasium schon nicht mögen konnte,
weil sie Hans Dampf in allen Gassen sein wollten - und dies auch
waren.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein demokratischer Staat,
insbesondere in der Ära des omnipräsenten Fernsehens,
lange lebensfähig sein kann. Martin R.
Harrell, deutscher Schriftsteller
Der Nachteil der Demokratie ist, daß man von Idioten und
Pack gewählt werden muß, wenn man etwas verändern
will. Wolf Biermann. In: ND 26. 3.2007
Demokratie ist den meisten von uns das höchste Gut, - wo sie
doch nur der vergiftete Apfel ist, der Schneewittchen fast das Leben
gekostet hat. Horst Mahler
Von einer Demokratie kann nur gesprochen werden, wenn sie auch
in Frage gestellt werden darf. Wo dies nicht der Fall ist, herrscht
lediglich die Diktatur eines Dogmas von einer bestimmten Form der
Demokratie als der allein ethisch zulässigen Staatsform. Wilhelm
Schwöbel
Oliver Stone führte bezüglich seines Filmes „Alexander“
folgendes aus: „Alexander glaubte an das Konzept der Stärke,
der konzentrierten Macht. Darin sehe ich eine echte Alternative
zur Demokratie, dieser Sch..., wo alle reden und nichts passiert.“
ARD 5.12.2004, 23.20 h
Es ist auffällig, daß Betrüger häufig Politiker
werden. Oder umgekehrt, dass sich unter Politikern eine auffällige
Zahl von Plagiatoren befindet. Dieter Lenzen,
WELT online, 13 7.2011
Das Einzige was an der demokratischen Presse kritisch ist, ist
deren Geisteszustand! |
Volkssouveränität |
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Wahre Herrschaft kann nicht von einem Stand oder
einer Klasse hergeleitet werden. In diese Klassenherrschaft aber
ist noch immer das Prinzip der Volkssouveränität gemündet.
Deshalb kann eine antidemokratische Revolution nur dann zu Ende
gedacht werden, wenn sie mit dem Grundsatz der Volkssouveränität
bricht und wieder zu dem der natürlichen und göttlichen
Herrschaft zurückkehrt. Damit darf nicht etwa die Entrechtung
des Volkes verwechselt werden. Aus der Demokratie kann eine anonyme
Tyrannis werden, während aus echter verantwortlicher Herrschaft
niemals die Vernichtung der Volksfreiheit hergeleitet werden kann.
Edgar Julius Jung |
Parlamentarismus |
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Der moderne Parlamentarismus ist mir so widerwärtig,
daß ich niemals meine Hand zu diesem Plan leihen werde.
Graf Raczynski auf die Anfrage, auf seinem Grundstück
in Berlin einen „Reichstag“ bauen zu lassen.
Der Bürgerkrieg ist die Fortsetzung des Parlamentarismus
mit anderen Mitteln.
Bei großen Körperschaften ist das Irren viel wahrscheinlicher
als bei Individuen. Die Leidenschaften werden durch Sympathien entflammt,
die Furcht vor Strafe und das Schamgefühl werden durch Teilung
gemindert. Täglich sehen wir Menschen für ihre Partei
Dinge tun, die sie für sich selbst nie im Leben täten.
Macaulay
„Wenn ihr Sohn bei der Kripo ist, warum schicken Sie ihn
dann nicht mal ins Parlament, zum Aufräumen?“ Dieter Hallervorden,
SFB „B 1“ am 1. Januar 2003
Zitat Norbert Geiss: „Auf Wählerbetrug
sollte eine Haftstrafe von fünf Jahren ausgesetzt werden.“
Antwort RTL: „Soll denn das ganze Parlament hinter Gitter?
Dann wäre es doch besser den Bundestag in JVA umzubenennen!“
RTL-Sendung „7 Tage, 7 Köpfe“
29.11.2002, 22.15h |
Liberalismus |
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Der Liberalismus ist Sünde, man möge ihn
betrachten in der Ordnung der Lehren oder der Handlungen. In der
Ordnung der Lehren ist er schwere Sünde gegen den Glauben,
weil seine Lehrsätze häretisch, wenn er auch vielleicht
in der einen oder anderen seiner Behauptungen und Verneinungen nicht
Häresie ist. In der Ordnung der Handlungen ist er Sünde
gegen die verschiedenen Gebote Gottes und seiner Kirche, weil er
offene Übertretung derselben ist. Noch deutlicher: In Beziehung
der Lehren ist der Liberalismus eine allgemeine und radikale Irrlehre,
weil er alle andern in sich schließt; in Beziehung der Handlungen
ist er eine radikale und allgemeine Übertretung der Gebote,
weil er zu allen Übertretungen derselben berechtigt und sie
gutheißt. Felix Sardà y Salvany. |
Kirche und Staat |
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Imperator intra Ecclesiam, non supra
Ecclesia est! (Der Kaiser steht in der Kirche, nicht
über der Kirche!) Ambrosius in
seiner Predigt gegen Auxentius.
Wenn Königtum und Kirche untereinander in Eintracht sind,
dann wird die Welt gut regiert, und die Kirche blüht und bringt
Früchte. Wenn sie aber in Zwiespalt geraten, dann haben nicht
nur die kleinen Dinge kein Wachstum, sondern auch das Große
geht jammervoll unter. Ivo von Chartres: Sendschreiben
238 an Papst Paschalis II. Siehe auch: Enzyklika Immortale Dei von
Papst Leo XIII. vom 1.11.1885.
Es ist vollkommen unchristlich, die Kirche nur als ein Staatsinstitut
zu fassen. Aber ebenso unchristlich ist die entgegengesetzte Ansicht,
nach welcher der Staat von der Kirche als eins ihrer Institute regiert
werden soll, wogegen unsere evangelische Kirche von jeher protestiert
hat. Schleiermacher
Es soll sich freilich im Staate alles auf die
christliche Gesinnung beziehen, aber das regierende Prinzip in ihm
kann kein anderes sein als der von Christo ausgehende und allgemein
in ihr verbreitete heilige Geist. Der Christ im Staate kann also
kein regierendes Prinzip wünschen, als jenes; der Bürger
in der Kirche kein anderes als dieses. Friedrich
Daniel Ernst Schleiermacher: Christliche Sitte
Die sittliche Verbindlichkeit der Loyalität und des Gesetzesgehorsams
gegen den Staat kann nicht anders begründet werden als durch
die Anerkenntnis, daß die Staatsgewalt von Gott eingesetzt
ist.
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Meinungsumfragen |
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7. 3. 2002: In einer Umfrage des MDR-Magazins „Artour“
sprechen sich 80% der sächsischen Zuschauer für die Rückkehr
zur Monarchie unter dem Hause Wettin aus. Ein sächsischer Erzgebirgsschütze:
„Wir wär’n alle sofort wieder dabei!“
Am Tage der Vermählung des spanischen Kronprinzen in Madrid
(Mai 2004) veranstaltete die deutsche Sendeanstalt „PRO 7“
eine Telefonumfrage (TED) mit folgender Frage: „Märchenhochzeit
in Spanien: Bedauern Sie, daß wir in Deutschland keine Monarchie
haben?“ Ergebnis: 64,5 % der Zuschauer bedauerten, daß
es in Deutschland keine Monarchie in Deutschland.
27.05.04: Bayrischer Rundfunk, Telefon-Umfrage in der Sendung „Quer“:
„König oder Köhler, was ist ihnen lieber?“
Ergebnis 65,5 % pro Monarchie. |
Peter von Andlau |
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Weil die Tugend der Liebe zu Recht allen übrigen
Tugenden voransteht, kann man sagen, daß wer für den
Staat eifert, für die Sache Gottes eifert.
Der lobenswerte Fürst muß nach der Art der Sterne tätig
sein, die ruhelos ihre Kreise ziehen.
Das Ziel, das der Fürst in erster Linie für sich und
seine Untertanen anstreben muß, ist die ewige Glückseligkeit,
die das vollkommenste Gut ist.
Nur wegen der Verderbnis der Natur wurde Königsherrschaft
notwendig; sobald man nämlich die Schuld wegnimmt, sind wir
auf Grund unseres Menschseins alle gleich. Aber weil verdorbene
Menschen schwer zu bessern sind und die Zahl der Toren nach dem
Wort des Ecclesiastes unendlich ist, wird auch die Menge,
die nicht von einem einzigen regiert wird, oft unter Meinungsverschiedenheiten
leiden und friedlos hin und her schwanken. Deshalb war es angemessen,
für die weltliche Herrschaft einen Bestimmten zu wählen,
durch den die wilde Menge mit der Rute der Disziplin und der Strenge
der Gerechtigkeit gelenkt würde. |
Thomas von Aquin |
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Der König muß für das gute Leben
der Menge sorgen gemäß dem, was nötig ist, um sie
die himmlische Seligkeit erlangen zu lassen, das heißt, es
muß in seiner Ordnung, die eine zeitliche ist, vorschreiben,
was dorthin führt und im Maß des Möglichen untersagen,
was dagegensteht. |
Armin Wilhelm Arndt |
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Ein neuer Tag bricht schon herauf,
bald nimmt das Land ganz ander'n Lauf.
Erst leidvoll dunkle Wolken zieh'n,
dann Sonnenlicht, wie's noch nie schien!
Das Christentum wird neu erblüh'n,
am deutschen Thron wächst neues Grün!
Arbeitet gut, mit neuem Mut,
altes wird neu und auch noch gut! |
Baader, Roland |
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Dadurch, dass ein Volk darüber mitentscheiden
darf, wem wieviel gegeben und wem wieviel genommen werden soll,
wird ein Volk nicht reich, sondern arm. |
| Georges Bernanos |
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Nicht die Diktatoren schaffen die Diktaturen, sondern
die Herden. |
Abel Bonnard
* 19. Dezember 1883 in Poitiers; † 31.
Mai 1968 in Spanien) war ein französischer Dichter und Romanschriftsteller.
Seine frühe Erziehung begann in Marseille mit Sekundärstudien
am Lycée Louis-Le-Grand in Paris. Als Literaturstudent war
er ein Absolvent der École du Louvre und ein Mitglied der
École française de Rome. Bonnard war Anhänger
von Charles Maurras. Er war französischer Minister für
Nationalerziehung in Vichy. In Abwesenheit wurde er wegen seiner
Tätigkeiten in Kriegszeiten zum Tode verurteilt. 1960 kehrte
er nach Frankreich zurück, um dort seinem Wiederaufnahmeverfahren
beizuwohnen. Er wurde zu einer lediglich symbolischen Strafe von
10 Jahren Verbannung ab 1945 verurteilt. Er war mit diesem
Spruch unzufrieden und kehrte nach Spanien zurück, wo er seinen
Lebensabend verbrachte. |
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Der König war Vater seines Volkes, denn jeder
Vater war König in seiner Familie. |
William Buckley |
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Ich würde lieber von den ersten 400 Namen im
Bostoner Telefonbuch regiert werden, als von den 400 Professoren
der Harvard-Universität. |
Jacob Burckhardt |
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Die Demokratie hat für das Seltene keinen Sinn.
Wo sie es nicht leugnen und entfernen kann, haßt sie es. Selbst
eine Ausgeburt mediokrer Köpfe und ihres Neides, kann sie auch
als Werkzeug nur mediokre Menschen gebrauchen.
Seitdem die Politik auf innere Gärungen der Völker gegründet
ist, hat alle Sicherheit ein Ende. [1878] |
Karl Jakob Burckhardt |
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Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden
Menschen auferlegt werden kann wissend unter Unwissenden den Ablauf
eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlicher
Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums
der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler
wird dann sehr lang. |
Matthias Claudius |
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Auch die neugemachte Entdeckung der Menschenrechte
selbst hat viel Unbegreifliches, und darin man sich nicht finden
kann. Gewesen sind, natürlich, diese Rechte seit Anfang der
Welt; denn die ersten Menschen müssen sie doch wohl so gut
gehabt haben, als die letzten. Also gewesen sind die Rechte seit
Erschaffung der Welt. Und sie hätten sich so lange verborgen
gehalten! Wären jetzt allererst an den Tag gekommen! Und keiner
von so vielen großen, weisen und weltberühmten Männern
wäre darauf geraten! - Kein Ägypter! - Kein Grieche! -
Nicht Sokrates! - Nicht Plato! - Nicht Konfuzius! - Nicht Newton!
- Nicht Leibniz! - Keiner! - |
Dante Alighieri |
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Daher, wenn heut die Welt entgleist, so liegt
in euch der Grund, in euch ist er zu suchen.
So kannst du einsehn, daß nur schlechte Führung
der Grund ist, der die Welt verkommen läßt.
Dante, Göttliche Komödie, Fegefeuer,
16.Gesang
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Markus Engelsberger |
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Die Demokratie ist die kollektive Bewirtschaftung
des Neides und der Angst unter Aushebelung der ökonomischen
Gesetze mittels gestohlenem Geld. |
Theodor Fontane |
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Freiheit freilich, aber zum Schlimmen,
führt der Masse sich selbst bestimmen.
Majoritäten sind das Dümmste, was es gibt. |
Egon Friedell |
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Für den Alltagsmenschen ist das Leben ein wissenschaftliches
Problem, für das Talent ein künstlerisches und für
das Genie ein religiöses.
Demokratie ist das Reich des Antichrist. Jede Regung von Noblesse,
Frömmigkeit, Bildung, Vernunft wird von einer Rotte verkommener
Hausknechte auf die gehässigste und ordinärste Weise verfolgt.
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Franz II. von Österreich 1830 |
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Wenn ich die Freiheit der Presse zugestünde,
die in Frankreich herrscht, wäre in sechs Monaten der ruhige
Geist hier verkehrt. Man verlangt von mir neue Konstitutionen, ich
schlage sie immer ab. Jedes Land der Monarchie hat die seine, angepaßt
an seinen Charakter, und alles geht vorwärts. So lange ich
lebe, werden die Dinge bleiben, wie sie sind. Für dieses Land
habe ich keine Sorge, ich stelle jeden an seinen Platz und erlaube
nicht, daß er ihn verläßt. |
Johann Wolfgang von Goethe |
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O, sprich mir nicht von jener bunten Menge, bei
deren Anblick uns der Geist entflieht! Vorspiel
auf dem Theater
Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie
besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen,
die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren und
der Masse, die nachtrollt, ohne nur im Mindesten zu wissen, was
sie will. Maximen und Reflexionen.
Gesetzgeber oder Revolutionärs, die Gleichsein und Freiheit
zugleich versprechen, sind Phantasten oder Charlatans. Maximen
und Reflexionen.
Doch was war dem Abgrund kühn entstiegen,
kann durch ein ehernes Geschick,
den halben Erdkreis übersiegen,
zum Abgrund muß es doch zurück.
Epimenides Erwachen |
Franz von Grillparzer |

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Der König ist dahin. Ich geb’ ihn auf.
Allein das Königtum will ich der Welt erhalten, der’s
vonnöten.
Das Höchste, wie beschränkt auch, ist der Mensch.
Im König selbst der Mensch zuletzt das Beste. |
Karl Ludwig von Haller |
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Siehe
auch hier |
Eduard von Hartmann |
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Das 19. Jahrhundert hat uns gelehrt, daß die
Monarchen sich die äußerste Mühe geben, den Frieden
zu erhalten und den unvernünftigen Kriegsdrang der Völker
zu zügeln. Die Republiken von Süd- und Mittelamerika bieten
das Schauspiel beständiger Kriege und Bürgerkriege; die
französische Republik betrachtet den Krieg gegen Deutschland,
sobald er ohne Selbstmord möglich ist, als das unverrückte
Ziel ihres Daseins. Die Republik Washingtons [d. i. die usa]
hat soeben einen Eroberungskrieg gegen Spanien vom Zaune gebrochen,
um diesem ein Gebiet von 420.000 Quadratmeilen mit über zehn
Millionen Einwohnern (Kuba) zu entreißen, also einen weit
größeren Raubzug als jemals die erobernde römische
Republik auf einmal gemacht hat oder als in irgendeinem europäischem
Kriege dem Sieger als Beute zugefallen ist. Zur
Zeitgeschichte. 1899
Daß die Freiheit des Volkes in der parlamentarischen Regierungsform
gewährleistet sei, glaubt man schon lange nicht mehr …
Alle Welt ist parlamentsüberdrüssig, aber niemand weiß
etwas Besseres vorzuschlagen, und das Bewußtsein, diese mißachtete
Einrichtung als notwendiges Übel ins neue Jahrhundert mit hinüberschleppen
zu müssen, lastet drückend auf den Gemütern der Besten.
Zur Zeitgeschichte. 1899
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Friedrich August von Hayek
* 8. Mai 1899 in Wien; † 23. März
1992 in Freiburg im Breisgau, österreichischer Ökonom
und Sozialphilosoph. Neben Ludwig von Mises war er einer der bedeutendsten
Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie,
zählt zu den wichtigsten Denkern des Liberalismus im 20. Jahrhundert.
1974 wurde er aufgrund seiner bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet
der Geld- und Konjunkturtheorie mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften
ausgezeichnet. |
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Die heute praktizierte Form der Demokratie ist zunehmend
ein Synonym für den Prozeß des Stimmenkaufs und für
das Schmieren und Belohnen von unlauteren Sonderinteressen, ein
Auktionssystem, in dem alle paar Jahre die Macht der Gesetzgebung
denen anvertraut wird, die ihren Gefolgsleuten die größten
Sondervorteile versprechen, ein durch das Erpressungs- und Korruptionssystem
der Politik hervorgebrachtes System mit einer einzigen allmächtigen
Versammlung, mit dem Wortfetisch Demokratie belegt. Recht,
Gesetzgebung und Freiheit", Bd. 1, München 1980 |
Robert Hepp
Robert Hepp, geboren 1938 in Langenenslingen warnte vor denselben
Phänomenen, die auch Sarrazin später beschrieb. Dafür
wurde er verfemt, indiziert und mit Berufsverbot belegt. |
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Kein Despot konnte sich je soviel herausnehmen wie
diejenigen, die Volkssouveränität für sich in Anspruch
nehmen.
Demokratie - das ist die Staatsform der Niederlage. |
Hans-Hermann Hoppe |
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Demokratie hat eben nichts mit Freiheit zu tun.
Demokratie ist eine von Demagogen angereizte und unsicher gesteuerte
Herrschaft des Mobs. Insbesondere die deutsche Demokratie trägt
Züge eines weichen, durch weitgehende und als solche oft kaum
mehr wahrgenommene Selbstzensur gekennzeichneten Totalitarismus.
Selbst wenn der Zufall seiner Geburt oder seiner Erziehung es nicht
ausschließen, daß ein Fürst schlecht oder gefährlich
sein kann, so schließen der Zufall seiner Geburt und seiner
Erziehung es doch auch nicht aus, daß er statt dessen ein
harmloser Dilettant oder sogar ein guter und moralischer Mensch
sein kann. Die Auswahl der Regierungsoberhäupter durch allgemeine
Wahlen macht es im Gegensatz dazu praktisch unmöglich, daß
gute oder harmlose Menschen jemals an die Spitze aufsteigen können.
Premierminister und Präsidenten werden für ihre bewiesene
Effizienz als moralisch ungehemmte Demagogen ausgewählt. Somit
sorgt die Demokratie effektiv dafür, daß nur schlechte
und gefährliche Menschen jemals an die Spitze der Regierung
aufsteigen; mehr noch, als Resultat freien politischen Wettbewerbs
und freier Wahl werden diejenigen Personen, die es an die Spitze
schaffen, sogar zunehmend schlechte und gefährliche Individuen
sein.
Das Phänomen steigender Kriminalitätsraten kann nicht
anders erklärt werden als durch den Prozeß der Demokratisierung,
durch einen steigenden Grad gesellschaftlicher Zeitpräferenz,
einen wachsenden Verlust individueller intellektueller und moralischer
Verantwortung und einen gesunkenen Respekt vor dem Recht, gefördert
durch eine unablässige Gesetzgebungsflut. Jeweils
aus: Demokratie, der Gott der keiner ist (Zur
Buchbesprechung)
Toleranz ist keine hohe Tugend, sondern oft nur Ausdruck abgrundtiefer,
sogar verabscheuenswerter Dummheit. |
Max Horkheimer |
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Das Mehrheitsprinzip ist in der Form allgemeiner
Urteile über alles and jedes, wie sie durch alle Arten von
Abstimmungen und modernen Techniken der Kommunikation wirksam werden,
zur souveränen Macht geworden, der das Denken sich beugen muß.
Es ist ein neuer Gott, nicht in dem Sinne, in dem die Herolde der
großen Revolutionen es begriffen, nämlich als eine Widerstandskraft
gegen die bestehende Ungerechtigkeit, sondern als eine Kraft, allem
zu widerstehen, das nicht konform geht. Zur
Kritik der instrumentellen Vernunft S. 38.
Je mehr Freiheit, desto weniger Gleichheit, je mehr Gleichheit,
desto weniger Freiheit. |
Ernst Jünger |
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Demokratie als Pforte zur Gewalt. Zunächst
sind alle gleich ... dann wird verziffert, es kommt zur Abstimmung.
Die schwarze Majorität ist enorm. Nun sind die Schwarzen schwärzer
und die Weißen weißer als je zuvor. Der weiße
Mann als Sklave seiner Ideen hat sich die Schlinge um den Hals gelegt.
Es gibt intelligentere Arten des Selbstmords. Siebzig
verweht II
„Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“ - das war noch
1848 richtig, gilt aber heute selbst in Preußen nicht mehr.
In unserer Elementarlandschaft muß man sich eher an den Satz
halten, daß ein Steppenbrand nur durch ein Gegenfeuer bekämpft
werden kann. Die Demokratien reguliern sich im Weltmaßstab.
Aus diesem Grunde gibt es nur noch den populären Krieg. Pariser
Tagebücher, Kaukasische Aufzeichnungen
|
Arthur Koestler |
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Alles Unheil auf der Welt stammt von Menschen, die
glauben, sie müßten etwas Gutes tun. |
Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn |
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Demokratien bereiten sich nicht nur auf Kriege schlecht
vor, sie haben auch ein einzigartiges Talent, es zu keinem wahren
Frieden zu bringen. Gleichheit oder Freiheit,
S. 9
Nur große Völker können tief fallen. Frankreich,
die älteste Tochter der Kirche, die Deutschen, Volk des Heiligen
Römischen Reiches, die Russen, Kinder der heiligen Mutter Rußland,
und die Spanier, Untertanen der katholischen Könige, sind zeitweise
satanischen Mächten verfallen. Bei Holländern und Dänen
wäre ähnliches nicht zu erwarten gewesen. Um die kümmert
sich der Böse auch viel weniger. Die rechtgestellten
Weichen, S. 31
Niemand in der Geschichte hat je einen böseren Einfluß
auf das Weltgeschehen ausgeübt als Karl Marx, der vor über
hundert Jahren gestorben ist. Nicht einmal Rousseau kann in dieser
Beziehung mit dem kommunistischen Sozialdemokraten oder sozialdemokratischen
Kommunisten aus dem kurerzbischöflichen Trier wetteifern. Die
rechtgestellten Weichen
Zwar gibt es eine sentimentale Hinneigung zur Monarchie, doch ist
die wissenschaftliche Rationalität des monarchischen Prinzips
ihrem demo-republikanischen Gegenstück weit überlegen.
EKL |
Joseph de Maistre |
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Millionen von Menschen können nur durch Religion
oder Sklaverei regiert werden.
Die monarchische Regierung ist jene, die am besten ohne die Geschicklichkeit
des Herrschers auskommt. Darin liegt vielleicht ihr wesentlichster
Vorzug.
Nous ne voulons pas la contre-révolution, mais le contraire
de la révolution. |
Thomas Mann |
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Die demokratische Addition des Menschlichen ist
nicht die Addition des Guten, sondern des Schlechten im Menschen.
Betrachtungen eines Unpolitischen.
Eine Welt, die noch Selbsterhaltungsinstinkt besitzt, muß
mit aller aufbietbaren Energie und standrechtlichen Kürze gegen
diesen Menschenschlag [Typus des demokratischen Revolutionärs
von 1918/19 ] vorgehen. (Tagebuch vom 1.Mai
1919. Erschienen Frankfurt am Main 1979, , S.218f.) |
Jonathan Meese
Jonathan Meese, geboren am 23. Januar 1970 in
Tokio als Sohn deutsch-walisischer Eltern, wuchs in Japan auf und
ist seit 1998 als Aktionskünstler bekannt. Er lebt und arbeitet
in Ahrensburg und Berlin. In den Jahren 1993 bis 1998 studierte
er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seine
Arbeit beinhaltet u. a. den Versuch, deutsche Mythologie auf neue
Wege zu führen. |
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Die Demokratie ist die letzte, große Weltreligion,
eine Ultrasekte und die größte Gehirnwaschanlage aller
Zeiten! In: Diktatur der Kunst. Das radikalste
Buch (Band 1). König, Köln 2011; S. 21
Nach dem 2. Weltkrieg fiel den Menschen aus Mangel einer Alternative
leider nichts besseres ein, als das Rein-Raus-Demokratiespiel wieder
zuzulassen, das zuvor so kinderleicht von einem einzigen Menschen-Logo-Grafik-Charismatiker
am Nasenring durch die Weltgeschichte geführt wurde. Nun wollte
jeder sein eigner ICH-Gott und Führer sein. Schließlich
folgte die bis heute andauernde BLEIERNSTE ZEIT des optimierten
Mittelmaß-Sichtums: Demokratie. In: Diktatur
der Kunst. Das radikalste Buch (Band 1). König, Köln 2011;
S. 61 |
Hermann Melville |
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Demokratie - Erzhure einer Frevelzeit,
entspruß sie nied'rer Hörigkeit,
Wenn man sie nicht im Zaume hält,
verwüstet sie die Pracht der Welt. |
Henry Louis Mencken |
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Die Demokratie ist auf einer so kindischen Sammlung
an Trugschlüssen aufgebaut, daß sie von einem starren
System von Bannsprüchen verteidigt werden muß, damit
sie nicht schon ein Schwachsinniger zu Fetzen disputieren kann.
Wie kann jemand ein Demokrat sein, der wirklich ein Demokrat ist?
Die Plutokratie neigt in einem demokratischen Staat dazu, den Platz
des fehlenden Adels einzunehmen, ja sogar damit verwechselt zu werden.
Würde ein Demokrate erfahren, daß seine Wähler
Kannibalen sind, würde er ihnen Missionare zum Abenbrot versprechen.
Demokratische Kriege: Kriege werden nicht mehr von dem Willen überragender
Männer erwogen, die fähig sind, leidenschaftslos und klug
die zurückliegenden Ursachen und die nachflutenden Folgen ...
zu beurteilen. Sie werden heute damit begonnen, daß man einen
Pöbelhaufen in Panik versetzt; sie enden, wenn seine grimmigste
Wut verraucht ist.
Alle Kriege der Christenheit sind jetzt widerlich und herabwürdigend;
ihre Leitung ist aus den Händen des Adels und Rittertums in
die Hände von Pöbelaufwieglern, Geldmaklern und Scheußlichkeitserfindern
übergegangen. Um sich dem Kriege in so großherziger Weise
zu weihen, wie es Prinz Eugen, Marlborough und der Alte Dessauer
zu tun wußten, ist man zur Zeit genötigt unter die Barbaren
zu gehen.
Man kann die Demokratie nicht unparteiisch beobachten, ohne den
Eindruck zu gewinnen, daß sie tiefes Mißtrauen gegen
sich selbst empfindet, die offenbar unausrottbare Neigung, beim
ersten Anzeichen von Anspannung ihre ganze Philosophie im Stich
zu lassen.
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Ludwig von Mises |
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Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat.
Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung
oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie
sich aus freiem Antriebe verhalten würden.
Bemerkenserter Weise ist die gebildete Schicht einfältiger
als die ungebildete. Die begeistersten Anhänger des Marxismus,
des Nationalsozialismus und des Faschismus waren die Intellektuellen,
nicht die Grobiane. Ludwig von MIses, Im Namen
des Staates - oder die Gefahren des Kollektivismus, Stuttgart 1978 |
Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz |
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Ich habe allzeit dafür gehalten und bin noch
nicht davon zu bringen, daß das Deutsche Reich wohlgeordnet
und es in unsrer Macht ist, glücklich zu sein. Die Majestät
unsres Kaisers und der deutschen Nation Hoheit wird von allen Völkern
anerkannt; bei Konzilien, bei Versammlungen wird ihm und seinen
Botschaftern der Vorzug nicht bestritten. Er ist das weltliche Haupt
der Christenheit und der allgemeinen Kirche Vorsteher. So groß
nun des Kaisers Majestät, so gelind und süß ist
seine Regierung. Die Sanftmut ist dem Hause Österreich angeerbt
und Leopold hat auch die Ungläubigsten und Argwöhnischsten
anzuerkennen gewzungen, daß er’s mit dem Vaterland wohlgemeint.
Kann sich ein Reichsstand beschweren, daß man seine Klage
nicht höre? Leibniz 1683, hier zitiert
nach Trost: Was blieb vom ... Reich. |
Friedrich Nietzsche |
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Demokratie ist die Verfallsform des Staates.
Die Völker haben keine Könige mehr weil sie ihrer nicht
mehr würdig sind.
Die demokratische Idee läuft auf die Erzeugung eines zur Sklaverei
im feinsten Sinne vorbereiteten Typus hinaus. Jede Demokratie ist
zugleich eine unfreiwillige Veranstaltung zur Züchtung von
Tyrannen. Jenseits von Gut und Böse (Bd.
8, S. 270)
Mit diesen Predigern der Gleichheit will ich nicht vermischt und
verwechselt sein. Denn so redet mir die Gerechtigkeit: »die
Menschen sind nicht gleich«. Also sprach
Zarathustra.
Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei
Jahrhunderte. Ich beschreibe, was kommt, was nicht mehr anders kommen
kann: die Heraufkunft des Nihilismus. Diese Geschichte kann jetzt
schon erzählt werden: denn die Notwendigkeit selbst ist hier
am Werke. Diese Zukunft redet schon in hundert Zeichen, dieses Schicksal
kündigt überall sich an; für diese Musik der Zukunft
sind alle Ohren bereits gespitzt.
Unsere ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon
mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wächst,
wie auf eine Katastrophe los: unruhig, gewaltsam, überstürzt:
wie ein Strom, der ans Ende will, der sich nicht mehr besinnt, der
Furcht davor hat, sich zu besinnen. 1844
Irgendwo gibt es noch Völker und Herden, doch nicht bei uns,
meine Brüder: da gibt es Staaten.
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt
sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt
lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde:
»Ich, der Staat, bin das Volk.«
Lüge ist's! Schaffende waren es, die schufen die Völker
und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin:
also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für viele und heißen
sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über
sie hin.
Wo es noch Volk gibt, da versteht es den Staat nicht und haßt
ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.
Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des
Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache
erfand es sich in Sitten und Rechten.
Aber der Staat lügt in allen Zungen der Guten und Bösen;
und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat,
gestohlen hat er's.
Falsch ist alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt
er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide. Sprachverwirrung
des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen
des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen!
Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes! Viel zu viele werden
geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!
Staat nenne ich's, wo alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme:
Staat, wo alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat,
wo der langsame Selbstmord aller – »das Leben«
heißt. Also sprach Zarathustra.
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Platon |
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Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von
der Menge getötet. |
Jean Raspail |
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Das Prinzip der Monarchie beruht nicht darauf ,
ob man an sie glaubt oder nicht an sie glaubt, ob die Ungläubigen
heute Legion sind, während es sie früher nicht gab. Man
kann das nicht abwiegen. Gott ist Gott und der König der König.
Das Gottesgnadentum ist ein andauernder Strom, der sich der Verfügungsgewalt
der Menschen entzieht. Es wird ewiglich weitergegeben an die, welche
Gott auserwählt hat. Dieser Strom kann nicht unterbrochen werden,
er ist nie unterbrochen worden, und er wird nie unterbrochen werden.
Man kann die Könige köpfen, man kann sie verjagen, sie
vergessen, das Gottesgnadentum fließt immer, wie eine ungenutzte
Gnade, deren Wirkungen sich anhäufen.
Wenn er sich dem Treiben dieser Welt anpaßte, dann würde
er am Ende sich selbst und alles, was er darstellte, zerstören.
Entgegen allem äußeren Anschein bot dieses Zeitalter
keine Hoffnung. Von ihm konnte man nichts erwarten. Nur den Galuben
bewahren und weitergeben.
Der wahre König weiß, daß er der König der
Wälder und Felder, der Hirschkühe und der Forellen ist.
Der wahre König ist überall zu Hause. Das ist keine Frage
des Eigentums: der König besitzt sein Land nicht wie Mobilien
und Immobilien; er ist in sich selbst das Land, in umfassender Verkörperung.
Die Monarchie beruht nicht auf dem Haben, sondern auf dem Sein.
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Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) |
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Das Gefühl, daß die Demokratie noch nicht
die rechte Form der Freiheit sei, ist ziemlich allgemein und breitet
sich immer mehr aus. ... Wie frei sind Wahlen? Wie weit ist der
Wille durch Werbung, also durch Kapital, durch einige Herrscher
über die öffentliche Meinung manipuliert? Gibt es nicht
die Oligarchie derer, die bestimmen, was modern und fortschrittlich
ist, was ein aufgeklärter Mensch zu denken hat?
Die Grausamkeit dieser Oligarchie, ihre Möglichkeit öffentlicher
Hinrichtungen, ist hinlänglich bekannt. Wer sich ihr in den
Weg stellen möchte, ist Feind der Freiheit, weil er ja die
freie Meinungsäußerung behindert. Und wie ist es mit
der Willensbildung in den Gremien demokratische Repräsentation?
Wer möchte noch glauben, daß das Wohl der Allgemeinheit
dabei das eigentlich bestimmende Moment ist? Wer könnte an
der Macht von Interessen zweifeln, deren schmutzige Hände immer
häufiger sichtbar werden?
Und überhaupt: Ist das System von Mehrheit und Minderheit
wirklich ein System der Freiheit? Und werden nicht Interessensverbände
jeder Art zusehends stärker als die eigentliche politische
Vertretung, das Parlament? In diesem Gewirr von Mächten steigt
das Problem der Unregierbarkeit immer drohender auf: Der gegenseitige
Durchsetzungswille blockiert die Freiheit des Ganzen. 1998
zum Thema »Freiheit und Wahrheit« im Sammelband »1848
- Erbe und Auftrag« (Aula-Verlag, Graz) |
Gonzague de Reynold |
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Jede Demokratie ist eine Sandwüste; man müßte
darauf bauen, um dies zu begreifen.
Die Demokratie hat als Gesetz die Zahl, die Ziffer. Jede Regierung,
die durch das Gesetz der Zahl bestimmt wird, ist ein tellurisches
[d. h. rein diesseitiges], seiner eigenen Schicksalhaftigkeit
unterworfenes Phänomen. |
Wilhelm Röpke |
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Wie man auch sonst zu dieser Reformation
stehen mag, so ist doch nicht zu leugnen, daß sie Deutschland
auch in seinem Verhältnis zur humanistischen Kultur des Abendlandes
um Jahrhunderte zurückgeworfen
hat. Die lutherische Reformation trägt die Hauptverantwortung
dafür, daß der Deutsche zu jener Trennung
von Politik und Privatsphäre erzogen worden ist, die
wir als eine der bedenklichsten Seiten der deutschen Kollektivmoral
kennen.
So bedeutet diese Lehre für den Deutschen die Schule der
Widerstandslosigkeit gegen die Staatsgewalt, der politischen Uninteressiertheit,
der raschen Abfindung mit der jeweiligen politischen Lage und der
Unterwerfung unter die Obrigkeit in allen Fragen des öffentlichen
Lebens. So sind die „Tüchtigkeit“ und die politische
Indifferenz der Deutschen zwei Seiten ein und desselben Vorganges.
Dank dem Luthertum ist die deutsche virtù nach innen
geschlagen.
Der Preußische Staat war eine
Maschine, von der man nicht einmal
sagen konnte, daß sie, wenn sie zu niemandes anderen, so doch
zum Vergnügen des Fürsten geschaffen war; sie schien vielmehr
Selbstzweck zu sein, und gerade das war das Unmenschliche und Unheimliche.
Hier war eine bloße Tüchtigkeit, die aufgehört hatte,
lediglich ein Mittel zu irgendeinem vernünftigen Zwecke zu
sein, die aber dafür ... vollkommenen Gehorsam forderte . ...
Daher die preußische Manie für
Organisation; daher die vielgerühmte
Gründlichkeit, die die allgemeindeutsche noch übertrifft,
das Mißtrauen gegenüber allem Improvisierten, die als
Pflicht und daher noch als lugend empfundene Härte, die kahle
Nüchternheit, die zur Schau getragene Überlegenheit gegen
über allen „schlapperen“ Völkern, die Humorlosigkeit
und die besessene ... Vorstellung, daß die Pflicht die Unterdrückung
menschlicher Empfindungen fordert und daß alles, was man tut,
eine höhere Würde erlangt, wenn man es um seiner selbst
willen tut.
Als Muster mechanistischer Organisation hat dieser Staat daher
auch immer die Sympathie der Rationalisten, Szientisten, Kollektivisten
und Organisationsfanatiker aller Länder gefunden, von den französischen
Enzyklopädisten, die die besten Propagandisten Friedrichs II.
gewesen waren bis zum Engländer Carr und zu anderen Kollektivisten
unserer Tage.
Die Größe Bismarcks, wie wir
sie heute deutlich erkennen, bestand im Grunde nur darin, daß
er als einziger eine hoffnungslos verfahrene Situation zu meistern
wußte, nachdem er sie selbst verschuldet hat, in der inneren
wie in der auswärtigen Politik.
Zu den verhängnisvollen Kennzeichen des Bismarckdeutschen
gehört die Vorstellung, wonach sich die Entwicklung der Staaten
wie ein dem Fahrplan gehorchender Eisenbahnzug nach einem zugleich
zwangsläufigen wie von allen Erleuchteten zu preisenden Gesetz
von kleinen zu immer größeren und immer straffer zentralisierten
Einheiten bewegt.
Es ist nicht ganz unbegreiflich und nicht ganz unverzeihlich, wenn
man es damals schwer hatte, sich von dem Banne der Persönlichkeit
Bismarcks freizuhalten. Es war das
Unglück Deutschlands, daß er ein Mephistopheles
von Format, Charme und echter Kraft war, der in lichten Augenblicken
sogar die seltene Gabe des Maßes hatte, und noch heute haben
wir Mühe, uns davon zu überzeugen, daß er trotz
allem ein Mephistopheles war. |
Jean-Jacques Rousseau |
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Was in Wirklichkeit das europäische Staatensystem
zusammenhält, so gut das gehen mag, ist in der Hauptsache das
Spiel der Verhandlungen, die sich nahezu allzeit im Gleichgewicht
halten: Aber dieses System hat noch eine andere wirksame Stütze,
nämlich das Deutsche Reich, das vom Herzen Europas aus alle
anderen Mächte im Zaune hält und vielleicht der Sicherheit
der anderen noch mehr dienen kann als seiner eigenen; durch seine
Größe und die Zahl und Tapferkeit seiner Völker
ein Achtung gebietendes Reich, dessen Verfassung allen von Nutzen
ist, die, indem sie ihm die Mittel und den Willen zu Eroberungen
unterbindet, es zugleich zu einer Klippe der Eroberer macht.
Ungeachtet der Fehler dieser Reichsverfassung ist es doch gewiß,
dass, solange sie besteht, das Gleichgewicht Europas nicht verletzt
werden kann, dass kein Herrscher zu fürchten hat, von einem
anderen entthront zu werden, und dass der westfälische Friedensvertrag
vielleicht für immer die Grundlage des politischen Systems
unter uns bleiben wird. Das öffentliche Recht, das die Deutschen
gründlich studieren, ist somit noch weit wichtiger, als sie
glauben, denn es ist nicht allein das germanische öffentliche
Recht, sondern in gewissem Sinn das von ganz Europa.
Extrait du projet de la paix perpetuelle, 1752, zitiert bei K.O.
v. Aretin: Das Alte Reich 1648-1806 Bd. I S. 14 |
Igor Schafarewitsch |
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Für den Menschen hängen alle Aspekte des
Lebens, die es attraktiv machen, ihm Sinn verleihen, zu seiner Hochschätzung
veranlassen, mit Äußerungen der Individualität zusammen.
Deshalb würde die konsequente Verwirklichung der Prinzipien
des Sozialismus, welche der menschlichen Individualität ihre
Rolle entzieht, gleichzeitig auch dem Leben seinen Sinn und seine
Attraktivität entziehen. Wie bei dem Beispiel der Kindererziehung
würde sie zu einem Aussterben der Bevölkerungsgruppe führen,
in der diese Prinzipien verwirklicht würden; und wenn sie auf
der ganzen Welt triumphierten, so würde die ganze Menschheit
aussterben. |
Friedrich von Schiller |
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Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen,
der Staat muß untergehn, früh oder spät,
wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Mehrheit? Was ist Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Demetrius-Fragment
Jeder, sieht man ihn einzeln, ist lediglich klug und verständig;
sind sie in corpore: gleich wird Euch ein Dummkopf daraus. |
Arthur Schopenhauer |
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Ursprünglich sind wohl alle Fürsten siegreiche
Heerführer gewesen, und lange Zeit haben sie eigentlich in
dieser Eigenschaft regiert. Nachdem sie stehende Heere hatten, betrachteten
sie das Volk als das Mittel, sich und ihre Soldaten zu ernähren,
folglich als eine Herde, für die man sorgt, damit sie Wolle,
Milch und Fleisch geben.
Allein mit der Zeit und ihren Fortschritten hat sich aus dem Königtum
etwas ganz Anderes entwickelt und ist jener Begriff in den Hintergrund
getreten, an welchem man ihn nur noch bisweilen als Gespenst vorüberschweben
sieht. An seine Stelle ist nämlich der des Landesvaters gekommen
und der König ist der feste, unerschütterliche Pfeiler
geworden, auf welchem allein die ganze gesetzliche Ordnung, und
dadurch die Rechte Aller sich stützen und so bestehen.
[Dies allerdings eine der vielen Halbwahrheiten
Schopenhauers, der immer kurz vor dem Ziel in die falsche Gasse
abbog.]
Ortega y Gasset hat mit Recht darauf verwiesen,
das das Symbol des Königtums der Thron (Richterstuhl) und
die Krone (Zeichen der Heiligkeit/ Heiligenschein) war, niemals
aber das Schwert. Der König herrscht im Sitzen, weil er seine
Souveränität aus der Schöpfungsordnung ableitet,
er fuchtelt niemals mit dem Schwert herum.]
Dies kann er aber nur leisten vermöge seines angeborenen Vorrechts,
welches ihm, und nur ihm, eine Autorität gibt, der seine gleichkommt,
die nicht bezweifelt und angefochten werden kann, ja, der ein Jeder
wie instinktiv gehorcht. Daher heißt er mit Recht "von
Gottes Gnaden" und ist allemal die nützlichste Person
im Staat, deren Verdienste durch keine Zivilliste zu teuer vergolten
werden können, und wäre sie noch so stark. "Parerga
und Paralipomena" (Dieses Zitat muß überprüft
werden)
Weiland war die Hauptstütze des Thrones der Glaube; heut
zu Tage ist es der Credit. Kaum mag dem Papste selbst das Zutrauen
seiner Gläubigen mehr am Herzen liegen, als das seiner Gläubiger.
Beklagte man ehemals die Schuld der Welt, so sieht man jetzt mit
Grausen auf die Schulden der Welt und, wie ehemals den jüngsten
Tag, so prophezeit man jetzt den universellen Staatsbankrott, jedoch
ebenfalls mit der zuversichtlichen Hoffnung, ihn nicht selbst zu
erleben. Arthur Schopenhauer, Werke in fünf
Bänden. Band V. Parerga und Paralipomena II. 1851
Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich
gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich
wird sie als selbstverständlich angenommen. |
Joseph Schumpeter |
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Die Leistungsfähigkeit einer demokratischen
Regierung wird infolge des ungeheuren Energieverlustes, den die
führenden Männer durch den fortwährenden Kampf innerhalb
und außerhalb des Parlamentes erleiden, unvermeidlicherweise
verringert. Sie wird - aus dem gleichen Grund - noch dadurch verringert,
daß sie gezwungen ist, die Politik den Erfordernissen der
politischen Kriegführung anzupassen. Viele Fehlleistungen in
der Demokratie sind durch die pure physische Erschöpfung der
Beteiligten in den politischen Kämpfen zu erklären.
Der politische Konkurrenzkampf zwingt die politische Führung
dazu, alles vom kurzfristigen Standpunkt aus zu betrachten, und
er macht es ihr außerordentlich schwer, den langfristigen
Interessen der Nation zu dienen, die beständige Arbeit für
fernliegende Ziele erfordert. ... In einer Demokratie kann ein Ministerpräsident
mit einem Reiter verglichen werden, der durch den Versuch, sich
im Sattel zu halten, so völlig in Anspruch genommen wird, daß
er keinen Plan für einen Ritt aufstellen kann, oder mit einem
General, der so vollauf damit beschäftigt ist, sich zu vergewissern,
dass seine Armee seinen Befehlen gehorcht, dass er die Strategie
sich selbst überlassen muss. Joseph Schumpeter:
Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie |
Felix Somary |
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In der Demokratie beruft sich der Tyrann auf die
Wissenschaft und der Demagoge auf die Ethik. |
Oswald Spengler |
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Durch das Geld vernichtet sich die Demokratie selbst,
nachdem das Geld den Geist vernichtet hat. - Endlich erwacht eine
tiefe Sehnsucht nach allem, was noch von alten, edlen Traditionen
lebt. Man ist der Geldwirtschaft müde bis zum Ekel. Man hofft
auf eine Erlösung irgendwoher, auf einen echten Ton von Ehre
und Ritterlichkeit.
Als Schopenhauer (+ 1860) in seinem Testament eine Summe für
die Hinterbliebenen der Soldaten bestimmt hatte, die 1848 in Berlin
gefallen waren - niemand sonst hatte an diese Opfer der Revolution
gedacht -, erhob sich unter Führung von Gutzkow ein Literatengeschrei
über diese Schmach. Aus demselben Geist stammt das Mitleid
mit dem bolschewistischen Massenmörder Trotzki, als ihm die
„bürgerlichen“ Regierungen Westeuropas den staatlichen
Schutz für den Besuch eines Kurortes verweigerten. Jahre
der Entscheidung 1933
Was wir heute als „Ordnung“ anerkennen und in „liberalen“
Verfassungen festlegen, ist nichts als eine zur Gewohnheit gewordene
Anarchie. Wir nennen das Demokratie, Parlamentarismus, Selbstregierung
des Volkes, aber es ist tatsächlich das bloße Nichtvorhandensein
einer ihrer Verantwortung bewußten Autorität, einer Regierung
und damit eines wirklichen Staates. Jahre der
Entscheidung 1933
Der Begriff der Volksvertretung spielt in der „Demokratie“
die erste Rolle. Da kommen die Leute, die sich selbst zu „Vertretern“
des Volkes ernennen und als solche empfehlen. Sie wollen gar nicht
„dem Volke dienen“; sich des Volkes bedienen wollen
sie, zu eigenen, mehr oder weniger schmutzigen Zwecken, unter denen
die Befriedigung der Eitelkeit der harmloseste ist.
Sie bekämpfen die Mächte der Tradition, um sich an ihre
Stelle zu setzen. Sie bekämpfen die Staatsordnung, weil sie
ihre Art von Tätigkeit hindert. Sie bekämpfen jede Art
von Autorität, weil sie niemandem verantwortlich sein wollen
und selbst jeder Verantwortung aus dem Wege gehen. Keine Verfassung
enthält eine Instanz, vor welcher die Parteien sich zu rechtfertigen
hätten. Sie bekämpfen vor allem die langsam herangewachsene
und gereifte Kulturform des Staates, weil sie sie nicht in sich
haben wie die gute Gesellschaft, die socicty des 18. Jahrhunderts,
und sie deshalb als Zwang empfinden, was sie für Kulturmenschen
nicht ist. So entsteht die „Demokratie.“ 1933
(!)
Es ist intellektuelle Dummheit, den durch Jahrhunderte herangewachsenen
und durch Tradition gefestigten Bau der Gesellschaft durch etwas
anderes ersetzen zu wollen. Man ersetzt das Leben nicht durch etwas
anderes. Auf das Leben folgt nur der Tod. 1933
|
Adalbert Stifter |
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Wie es mit dem Aufwärtssteigen des menschlichen
Geschlechtes ist, so ist es auch mit seinem Abwärtssteigen.
Untergehenden Völkern verschwindet zuerst das Maß. Sie
gehen nach Einzelnem aus, sie werfen sich mit kurzem Blick auf das
Beschränkte und Unbedeutende, sie setzen das Bedingte über
das Allgemeine; dann suchen sie den Genuß und das Sinnliche,
sie suchen Befriedigung ihres Hasses und Neides gegen den Nachbar,
in ihrer Kunst wird das Einseitige geschildert, das nur von einem
Standpunkte Gültige, dann das Zerfahrene, Umstimmende, Abenteuerliche,
endlich das Sinnenreizende, und zuletzt die Unsitte und das Laster,
in der Religion sinkt das Innere zur bloßen Gestalt oder zur
üppigen Schwärmerei herab, der Unterschied zwischen Gut
und Böse verliert sich, der einzelne verachtet das Ganze und
geht seiner Lust und seinem Verderben nach, und so wird das Volk
eine Beute seiner inneren Zerwirrung oder die eines äußeren,
|
Lysander Spooner (1808 – 1887) |
|
Die Wahlbeteiligung kann nicht als Beweis der Zustimmung
angesehen werden!
Im Gegenteil, es muß bedacht werden, daß ein Mensch
sich, ohne daß seine Zustimmung erfragt worden wäre,
sich von einer Regierung umringt findet, der er nicht widerstehen
kann; einer Regierung, die ihn zwingt, unter Androhung schwerer
Strafen Geld zu zahlen, Dienste zu erbringen und auf die Ausübung
vieler seiner natürlichen Rechte zu verzichten.
Er sieht auch, daß andere Menschen diese Tyrannei durch den
Gebrauch der Wahlurne über ihn praktizieren. Er sieht ferner,
daß er, wenn er die Wahlurne selber benutzt, einige Chancen
hat, sich von der Tyrannei durch andere zu befreien, indem er sie
seiner eigenen unterwirft. Kurz, er findet sich ohne seine Zustimmung
in einer Situation, wo er Herrscher werden kann, wenn er die Wahlurne
benutzt, und wo er Sklave werden muß, wenn er sie nicht benutzt.
Er hat keine andere Alternative als diese beiden. In einem Akt der
Selbstverteidigung versucht er die erstere.
Sein Fall ist analog zu dem eines Menschen, der in eine Schlacht
gezwungen wurde, wo er entweder andere töten muß oder
selber getötet wird. Daraus, daß ein Mensch das Leben
seiner Gegner nimmt, um sein eigenes Leben in der Schlacht zu retten,
kann nicht geschlossen werden, daß er diese Schlacht selber
gesucht hat. Infolgedessen sind gewählte Regierungsamtsträger
weder unsere Diener, Agenten, Anwälte oder Repräsentanten,
denn wir übernehmen für ihre Handlungen keine Verantwortung.
Wenn ein Mensch mein Diener, Agent oder Anwalt ist, bin ich im
Rahmen der ihm von mir übertragenen Vollmacht notwendigerweise
verantwortlich für alle seine Handlungen. Wenn ich ihm, als
meinem Agenten, entweder absolute oder irgendeine Macht über
Personen oder Besitztümer anderer Menschen als mir selbst übertragen
habe, bin ich dadurch notwendigerweise gegenüber diesen Personen
verantwortlich für jeden Schaden, den er ihnen zugefügt
hat, solange er innerhalb des Rahmens der Machtbefugnis wirkt, die
ich ihm gewährt habe.
Kein Individuum jedoch, das in seiner Person oder seinem Eigentum
durch Handlungen des Kongresses geschädigt worden sein mag,
kann sich an die individuellen Wähler wenden und sie für
diese Handlungen ihrer so genannten Agenten oder Repräsentanten
zur Verantwortung ziehen. Diese Tatsache beweist, daß diese
anmaßenden Agenten des Volkes - von uns allen - in Wirklichkeit
die Agenten von niemanden sind. Aus
„No Treason“
|
Hans Jürgen Syberberg |
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Wenn zu den unantastbaren Grundwerten der Demokraten
die Ergebnisse der Aufklärung gehören mit der Natur der
Ausbeutung und jenem aufrechten Gang, auf den sie so stolz sind,
dann muß man auch sagen, daß gerade in der Kunst, die
sie hervorbrachten und die man mit ihnen in Verbindung bringt, mit
dem was sie Emanzipation nennen, dieser Stolz seelisch verhunzt
ist und der aufrechte Gang der Menschen verkrüppelt wie nie
zuvor. Die Emsigkeit, mit der sie ihre Rechte behaupten, mag ihrer
Schuld entsprechen angesichts der Zerstörung der Welt und der
Kunst als selbsttäuschender Ausdruck davon.
Demokratie ist die Garantie für die beste Teilung der Beute.
Die demokratische Lebenslüge nach 1945 in allen [west]europäischen
Ländern kannte als oberstes Prinzip das Schweigen, Basis der
Geschäfte. Wenige waren die Chefs; alle kriegten was ab, und
wer sich bekannte mehr; wer schwieg, dem war es kein Nachteil. Alle
wußten wer redete, war ein toter Mann. Mitwissen war erwünscht,
selbst Kriminalität geduldet, machte schuldig und bestätigte
das System.
Die Wahldemokratie führt logischerweise zu Hitler, zu dem
von der Mehrheit gewählten Untergang.
Die alten Gäste, die heute gern gepriesen, von Freud, dem
Archäologen der Seele, bis Theodor Herzl, dessen Fahrrad noch
im Heimatmuseum steht, bevor er aufbrach in sein gelobtes Land,
sein Volk zu führen nach Israel, von Hofmannsthal über
H. Broch bis Gustav Mahler, die alle würden, wie der Bauer
sagt aus der Nachbarschaft, aus der „Thrun aussi reitn und
wie der Blitz in den Schornstein einifahrn“, wenn sie sähen,
was aus ihren Lehren und Ländern geworden.
Alles aus: Vom Unglück und Glück
der Kunst in Deutschland nach dem letzten Kriege. München 1990
|
Ernst Trost |
|
Wenn es vor tausend Jahren gelungen wäre, die
Russen an das lateinische Abendland zu binden, an den Westen zu
knüpfen und den Einfluß des römisch-deutschen Kaisers
bis an den Dnjepr und die Wolga auszudehnen, hätte das Schicksal
Europas einen anderen Lauf genommen. Das blieb
vom Heiligen RömischenReich Deutscher Nation. S. 99 |
François Marie Arouet alias
Voltaire |
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Ich gehorche lieber einem Löwen als zweihundert
Ratten. Die erbärmlichste Sorte sind die Schelme, welche die
Welt mit ihrem Tintenfaß regieren. Wenn ich vor die Wahl gestellt
würde, so zöge ich die angestammte Herrschaft eines einzigen
der vielköpfigen Tyrannis vor. Selbst ein Despot hat immer
noch gute Augenblicke, eine Versammlung von Despoten aber hat diese
Augenblicke nie.
Keine Schneeflocke in einer Lawine wird sich je verantwortlich
fühlen. |
Stefan Zweig |
|
Ich habe im Vorkrieg die höchste Stufe und
Form individueller Freiheit und nachdem ihren tiefsten Stand seit
Hunderten Jahren gekannt. ... Wir haben mehr Freiheit im staatsbürgerlichen
Sinne genossen als das heutige Geschlecht, das zum Militärdienst,
zum Arbeitsdienst, in vielen Ländern zu einer Massenideologie
genötigt und eigentlich in allem der Willkür stupider
Weltpolitik ausgeliefert ist. Wir konnten ungestörter unserer
Kunst, unseren geistigen Neigungen uns hingeben, die private Existenz
individueller, perönlicher ausformen.
Wir vermochten kosmopolitischer zu leben, die ganze Welt stand
uns offen. Wir konnten reisen ohne Paß und Erlaubnisschein
wohin es uns beliebte, niemand examinierte uns auf Gesinnung, auf
Herkunft, Rasse und Religion. Wir hatten tatsächlich - ich
leugen es keineswegs - unermeßlich mehr individuelle Freiheit
und haben sie nicht nur geliebt, sondern auch genutzt. Die
Welt von gestern. S. 10, 90 |
| |
Zensuswahlrecht?
Wer legt das Zensuswahlrecht fest und wer setzt es durch? Dies
kann nur ein zentralistischer Polizeistaat tun, alles andere ist
wohl völlig undenkbar. Und wozu ein Gewaltmonopolist im Normalfalle
neigt, dürfte spätestens seit H.H. Hoppes Demokratie-Buch
kein Geheimnis mehr sein.
Wer verhindert dann die Verallgemeinerung des Wahlrechts? Ein
Zensuswahlrecht existierte bereits in vielen Ländern Europas.
Papier ist ja bekanntlich äußerst geduldig, ganz im Gegensatz
zum horizontalen Druck einer Demokratie.
Auch eine Demokratie mit Zensuswahlrecht kennt nur ein allgemeines,
gleichmacherisches und mechanisches Rechtssystem und vernebelt damit
die wahre Bedeutung des „Rechts“. Auch eine Demokratie
mit Zensuswahlrecht ist ein System, welches den Menschen bzw. den
menschlichen Verstand als höchste und letzte moralische Instanz
definiert.
Der „moderne“, „befreite“ Mensch kennt
in seiner Eigenschaft als Anbeter der Kirche des Materialismus leider
keinerlei Grenzen und somit ist es wenig verwunderlich, daß
Volksverhetzer wie Hitler, Mao oder Stalin solch großen Einfluss
auf die Weltgeschichte nehmen konnten.
Fazit: Auch das Zensuswahlrecht stellt, neben dem liberalen Nachtwächterstaat
oder der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“,
einen hilflosen Versuch dar, die Irrtümer des (Alt)Liberalismus
durch oberflächliche Reformen irgendwie zu kaschieren. Wenn
der Mensch bzw. der menschliche Verstand zur Gottheit erhoben wird
und alles seelische und metaphysische Leben ignoriert/negiert wird,
dann sind die daraus resultierenden Ergebnisse eben genauso fehlerhaft
wie der Mensch selbst und es kommt nichts Gutes dabei heraus. Trotz
tausenden Jahren abendländischer Geschichte scheint dies vielen
überhaupt nicht klar zu sein. |
Staatsfeindlicher US-Terror in Afghanistan |
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Der von Kommunisten, Islamisten und Demokraten gemeinsam
verjagte rechtmäßige Herrscher Afghanistans, König
Zahirschah. In einem unglaublich raffinierten Manöver wurde
die monarchische Potenz des edlen Königs von Afghanistan für
typisch demokratische Betrügereien mißbraucht. Es versteht
sich von selbst, daß der angebliche „Rücktritt“
des Königs keinerlei Rechtskraft entfalten kann.
Siehe auch Poem
zum Thema
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