Archiv der Monarchieliga

zuletzt aktualisiert: 1 Adventus 2010

 

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Kennzeichen der Jakobiner - 1795

Anleitung, wie man einen ehrlichen Emigranten von einem Jakobiner unterscheiden kann
und wie man letzteren loswird.

Die französische Staatsumwälzung und die gleich Donnerschlägen dicht auf einander gefolgten Schreckens- und Mordepochen, haben uns an der unzähligen Menge französischer Auswanderer, noch obendrein das unselige Geschenk von unzähligen Jakobinern gemacht; und da man in ganz Europa fast nicht mehr umhersehen kann, ohne den Blick auf einen Schwarm derley unglücklicher Fremdlinge zu werfen: so ist es lediglich die Besorgniß, hier und da etwa auf einen bösen und gefährlichen Klubbisten zu stoßen, welche den Rechtschaffenen und ihrer Sitten sowohl als ihres Unglückes halber aller Hochachtung würdigen Emigrirten, ihre Aufnahme und Unterkunft erschweret.

Die Jakobiner aber, die als vorgebliche Ausgewanderte unter den Guten herumschleichen, verrathen sich nach und nach selbst, durch ihren lächerlichen Stolz, durch ihren offenbaren und unbezwinglichen Nationalhaß gegen die Deutschen, durch ihren Undank und Treulosigkeit gegen ihre Wohlthäter, und durch die boshafte Sorgfalt, ihr jakobinisches Gift aller Orten fallen zu lassen; machen sich aber dadurch nur noch mehr verächtlich, und müssen ihrer Unerträglichkeit wegen, alle Augenblicke gefaßt seyn, ihren Hochmuth, ihren Plunder, und ihre Grundsätze weiter zu schaffen.

Ist noch irgendwo in einem Winkel ein Jakobiner verkrochen: so wird derselbe so gefährlich nicht mehr seyn, wenn man ihn nach den angezeigten Kennzeichen prüfen, und sich alsdann vor ihm hüten will.

Da aber überhaupt die Anzahl der auf Gottes Erdboden zerstreuten Propagandisten zu groß ist, als daß man die ganze Brut auf einmal zu vertilgen hoffen könnte; solche aber dennoch unmöglich geduldet, und ihrer Vermehrung ruhig zugesehen werden kann: so dürfte wohl, um die Welt von dieser Pest nach und nach zu befreyen, das räthlichste seyn, nicht sogleich die Jakobiner selbst, als vordersamst den Jakobinismus, das ist, ihre Grundsätze anzugreifen, damit vor allem den Vorschritten des Übels sogleich Schranken gesetzet, und nach dießfälligen zuverlässigen und ergiebigen Führkehrungen, mit mehrerem Nachdruck gegen die Urheber und Verbreiter desselben vorgegangen werden könne.

Hierzu sind alle Souverains und Regenten, um so mehr aufgefordert, als ihre eigene Erhaltung daran liegt. Jeder hat in seinen Staaten Anstalten und Männer genug, welche nebst geprüftem Wandel und Verstande auch Eifer und Muth haben, sich dem eingerißenen und täglich mehr einreißenden Sittenverderbnisse entgegenzustellen, und nach der Stimmung des Nationalkarakters eines jeden Landes, angemessene Hilfsmittel anzuwenden.

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